Edith Wharton - Das Haus der Freude

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Lily Bart ist jung, schön und ein gern gesehener Gast auf den gesellschaftlichen Events der New Yorker High Society. Doch mit dem Ruin ihrer Familie kann sie ihr Leben in den feinen Kreisen nur fortführen, wenn sie einen reichen Ehemann findet. Lily muss sich entscheiden: Will sie als bloßes Schmuckstück an der Seite eines Mannes Reichtum und Luxus – oder will sie ein Leben gemäß ihrer tatsächlichen Gefühle?
Wie in «Zeit der Unschuld» zeigt sich die Pulitzer-Preisträgerin Edith Wharton auch in ihrer 1905 erschienen Sozialsatire als kühle Beobachterin, die mit bitterböser Raffinesse die schillernden und oberflächlichen Kreise der Reichen und Schönen zerlegt. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin.

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Also stand Miss Bart am nächsten Morgen auf, voll und ganz davon überzeugt, dass es ihre Pflicht sei, zur Kirche zu gehen. Sie riss sich frühzeitig genug von den Freuden ihres Frühstückstabletts los, klingelte nach ihrer Zofe, die das graue Kleid zurechtlegen sollte und dann noch zu Mrs. Trenor geschickt wurde, um ein Gebetbuch auszuleihen.

Aber Lilys Vorgehen war zu ausschließlich vernunftbestimmt, um nicht den Keim des Widerstands in sich zu tragen. Kaum waren ihre Vorbereitungen beendet, als sich auch schon eine unterdrückte Gegenwehr in ihr bemerkbar machte. Ein kleiner Funken genügte, um Lilys Vorstellungskraft zu entzünden, und der Anblick des grauen Kleids und des geborgten Gebetbuchs warf ein weitreichendes Licht auf die Jahre, die vor ihr lagen. Sie würde jeden Sonntag mit Percy Gryce zur Kirche gehen müssen. Sie würden einen Kirchenstuhl ganz vorn in der teuersten Kirche von New York haben, und sein Name würde einen herausragenden Platz auf der Liste der Gemeindespenden einnehmen. Nach ein paar Jahren würde er fülliger werden, und man würde ihn zum Kirchenvorsteher ernennen. Einmal im Winter würde der Pfarrer zum Essen kommen, und ihr Gatte würde sie bitten, die Besucherliste durchzugehen und zu überprüfen, ob auch keine Geschiedenen darauf stünden, abgesehen von denjenigen natürlich, die ihre Reue dadurch bewiesen hatten, dass sie sich mit jemandem, der sehr reich war, wiederverheiratet hatten. Es war nichts besonders Schwieriges an dieser Reihe religiöser Verpflichtungen, aber sie stand für einen Teil des überwältigenden Bergs von Langeweile, der drohend seinen Schatten auf ihren Weg warf. Und wer ließ sich an einem solchen Morgen schon willig langweilen? Lily hatte gut geschlafen, und ihr Morgenbad hatte ihr eine angenehm rosige Wärme verliehen, die sehr hübsch auf der klaren Linie ihrer Wange zu erkennen war. An diesem Morgen waren keine Fältchen zu entdecken, oder der Spiegel stand in einem glücklicheren Winkel.

Und der Tag erwies sich als Komplize ihrer Stimmung: es war ein Tag wie geschaffen für impulsive Einfälle und Schwänzerei. Die leichte Luft schien voller Goldstäubchen zu sein, unterhalb des taubedeckten Rasengrüns glühten rot die Wälder, und die Hügel am Fluss schwammen in geschmolzenem Blau. Jeder Tropfen Blut in Lilys Adern lud sie ein, glücklich zu sein.

Das Knirschen der Räder riss sie aus diesen Gedanken, sie lehnte sich gegen die Fensterläden und sah, wie der Pferdewagen seine Fracht aufnahm. Es war also zu spät – aber die Tatsache beunruhigte sie nicht. Ein Blick auf Mr. Gryces niedergeschlagenes Gesicht deutete sogar darauf hin, dass es ganz richtig gewesen war, nicht mitzufahren, denn die Enttäuschung, die er so offen zeigte, würde seinen Appetit auf den Nachmittagsspaziergang sicher eher noch anregen. Sie hatte nicht vor, diesen Spaziergang zu verpassen; ein Blick auf die Rechnungen auf ihrem Schreibtisch genügte, um sie daran zu erinnern, wie notwendig er war. Aber bis dahin hatte sie den Morgen für sich und konnte sich gemütlich überlegen, wie sie die Stunden verbringen sollte. Sie kannte die Gepflogenheiten auf Bellomont gut genug, um zu wissen, dass sie das Haus wahrscheinlich bis zum Mittag für sich haben würde. Sie hatte gesehen, dass die Wetheralls, die Trenor-Mädchen und Lady Cressida sicher im Pferdewagen verstaut worden waren; Judy Trenor würde sich wohl die Haare frisieren lassen, Carry Fisher hatte ihren Gastgeber bestimmt zu einer Ausfahrt mitgenommen, Ned Silverton rauchte wahrscheinlich die Zigarette jugendlicher Verzweiflung in seinem Zimmer, und Kate Corby spielte, so viel war gewiss, Tennis mit Jack Stepney und Miss Van Osburgh. Von den Damen blieb also nur Mrs. Dorset, von der sie nicht wusste, was sie vorhatte, und Mrs. Dorset kam nie vor dem Mittagessen herunter: Ihre Ärzte, behauptete sie, hätten ihr verboten, sich der rauen Morgenluft auszusetzen.

Über die verbleibenden Mitglieder der Gesellschaft machte Lily sich keine Gedanken, wo auch immer sie gerade waren, sie würden ihre Pläne nicht durchkreuzen. Diese bestanden zunächst einmal darin, ein Kleid anzuziehen, das ländlicher und sommerlicher im Stil war als die von ihr zuerst gewählte Garderobe, und dann mit raschelnden Röcken die Treppe hinunterzueilen, den Sonnenschirm in der Hand, mit der Zwanglosigkeit einer Dame, die ein wenig Bewegung braucht. Die große Halle war leer bis auf das Knäuel Hunde beim Feuer, die mit einem Blick erkannt hatten, dass Miss Bart für einen Spaziergang gerüstet war, und sich mit freigiebigen Angeboten, sie zu begleiten, auf sie stürzten. Sie schob die erhobenen Pfoten, die das freundliche Anerbieten zum Ausdruck bringen sollten, beiseite und versicherte den freudigen Freiwilligen, dass sie bestimmt gleich Verwendung für ihre Gesellschaft haben würde; dann schlenderte sie durch den leeren Saal zur Bibliothek am anderen Ende des Hauses. Die Bibliothek war nahezu der einzige Überrest des alten Herrenhauses von Bellomont, ein langer, weitläufiger Raum, der noch die Traditionen des Mutterlandes in den klassisch verkleideten Türen, den holländischen Kacheln des Kamins und dem reichverzierten Kamineinsatz mit seinen glänzenden Messingurnen verriet. Einige Familienporträts von hohlwangigen Herren mit Knotenperücke und Damen mit großem Kopfputz und kleinem Körper hingen zwischen den Regalen, in denen reihenweise behaglich abgegriffene Bücher standen, Bücher, die zumeist aus der Zeit besagter Ahnen stammten, und zu denen die nachfolgenden Trenors, soweit man sehen konnte, nichts hinzugefügt hatten. Die Bibliothek von Bellomont wurde in der Tat nie zum Lesen benutzt, sie erfreute sich dagegen einer gewissen Beliebtheit als Rauchzimmer oder als Zufluchtsort für Flirts. Lily war jedoch auf den Gedanken gekommen, dass vielleicht bei dieser Gelegenheit das einzige Mitglied der Gesellschaft, das die Bibliothek wahrscheinlich ihrem ursprünglichen Zweck wieder zuführen würde, sich in diesen stillen Raum zurückgezogen hatte. Sie ging geräuschlos über den dichten alten Teppich, auf dem hier und da ein paar bequeme Sessel standen, und noch bevor sie die Mitte des Raumes erreicht hatte, sah sie, dass sie sich nicht geirrt hatte. Lawrence Selden saß tatsächlich am anderen Ende des Raumes, aber obwohl ein Buch auf seinen Knien lag, wurde seine Aufmerksamkeit nicht von diesem in Anspruch genommen, sondern von einer Dame, deren in Spitze gekleidete Gestalt sich übertrieben schmal gegen das dunkle Polster abhob, als sie sich in einem benachbarten Sessel zurücklehnte.

Lily hielt inne, sobald sie der beiden ansichtig wurde; einen Moment lang schien sie sich zurückziehen zu wollen, aber sie überlegte es sich anders und kündigte ihr Kommen mit einem leichten Schwung ihrer Röcke an, der das Paar die Köpfe heben ließ, Mrs. Dorset mit einem Blick offensichtlichen Missvergnügens und Selden mit seinem üblichen ruhigen Lächeln. Der Anblick solcher Gelassenheit verunsicherte Lily, aber Verunsicherung hieß für sie nur, sich um noch beeindruckendere Selbstbeherrschung zu bemühen.

»Oje, komme ich zu spät?«, fragte sie und legte ihre Hand in die seine, als er ihr entgegenging, um sie zu begrüßen.

»Zu spät – wozu?«, erkundigte sich Mrs. Dorset bissig. »Zum Mittagessen ja wohl nicht – aber vielleicht hattest du eine frühere Verabredung?«

»Ja, allerdings«, sagte Lily zutraulich.

»Wirklich? Bin ich dann vielleicht im Wege? Aber Mr. Selden steht dir vollkommen zur Verfügung.« Mrs. Dorset war blass vor Zorn, und ihre Widersacherin empfand ein gewisses Vergnügen daran, ihre Qual noch etwas zu verlängern.

»Aber Liebste, nein – bleib doch«, sagte sie gutgelaunt. »Ich will dich um Gottes willen nicht vertreiben!«

»Du bist wirklich zu freundlich, aber ich mische mich grundsätzlich nicht in Mr. Seldens Verabredungen.«

Diese Bemerkung wurde mit einem besitzergreifenden Unterton geäußert, der demjenigen, den sie betraf, nicht entging; ein leichtes Erröten der Verärgerung verbarg er, indem er sich bückte, um das Buch wiederaufzuheben, das ihm bei Lilys Kommen heruntergefallen war. Deren Augen weiteten sich auf ganz reizende Weise, und sie lachte leise auf.

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