Edith Wharton - Das Haus der Freude

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Lily Bart ist jung, schön und ein gern gesehener Gast auf den gesellschaftlichen Events der New Yorker High Society. Doch mit dem Ruin ihrer Familie kann sie ihr Leben in den feinen Kreisen nur fortführen, wenn sie einen reichen Ehemann findet. Lily muss sich entscheiden: Will sie als bloßes Schmuckstück an der Seite eines Mannes Reichtum und Luxus – oder will sie ein Leben gemäß ihrer tatsächlichen Gefühle?
Wie in «Zeit der Unschuld» zeigt sich die Pulitzer-Preisträgerin Edith Wharton auch in ihrer 1905 erschienen Sozialsatire als kühle Beobachterin, die mit bitterböser Raffinesse die schillernden und oberflächlichen Kreise der Reichen und Schönen zerlegt. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin.

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Sie blickte tief in Gedanken versunken vor sich hin. »Warum?«, fragte sie leise, mit einer Betonung, die der Frage jeden Anflug von Koketterie nahm.

»Weil Sie für mich ein wunderbares Schauspiel sind; ich sehe immer wieder gern, was Sie gerade so treiben.«

»Woher wollen Sie denn wissen, was ich tun würde, wenn Sie nicht da wären?«

Selden lächelte. »Ich schmeichle mir nicht, dass mein Kommen den Gang Ihrer Handlungen auch nur um Haaresbreite verändert hätte.«

»Das ist doch absurd – denn, wenn Sie nicht hier wären, könnte ich ja wohl offensichtlich nicht mit Ihnen spazieren gehen.«

»Nein, aber der Spaziergang mit mir ist nur eine andere Art, Ihr Material einzusetzen. Sie sind eine Künstlerin, und ich bin nun einmal die Farbe, von der Sie heute Gebrauch machen. Es gehört zu Ihrer Klugheit, mit Vorbedacht gewählte Effekte wie improvisiert einzusetzen.«

Auch Lily musste lächeln, seine Worte waren zu geistreich, als dass sie ihren Sinn für Humor nicht angesprochen hätten. Es war wahr, dass sie seine zufällige Anwesenheit für ihr Vorhaben ausnutzen wollte, oder das war zumindest der Vorwand, den sie sich zurechtgelegt hatte, um ihr Versprechen, mit Mr. Gryce einen Spaziergang zu machen, nicht einlösen zu müssen. Man hatte ihr so manches Mal vorgeworfen, sie sei zu ungeduldig; sogar Judy Trenor hatte sie gewarnt, nicht zu schnell vorzugehen. Nun gut, in diesem Fall würde sie nicht voreilig sein; sie würde ihren Verehrer das Gefühl der Spannung auskosten lassen. Wo Pflicht und eigene Vorlieben so schön zusammenfielen, lag es nicht in Lilys Natur, sie gewaltsam auseinanderzuhalten. Sie hatte ihr Fernbleiben von diesem Spaziergang mit Kopfweh entschuldigt, mit eben dem schrecklichen Kopfweh, das sie am Morgen schon nicht hatte zur Kirche gehen lassen. Und ihr Erscheinen beim Mittagessen rechtfertigte ihre Entschuldigung. Sie wirkte matt, voll leidender Sanftheit und trug ein Riechfläschchen in der Hand. Mr. Gryce waren solche Zeichen der Schwäche völlig neu an ihr; er fragte sich ziemlich nervös, ob sie wohl eine delikate Gesundheit habe, und hegte reichlich voreilige Befürchtungen in Bezug auf die Zukunft seiner Nachkommenschaft. Aber sein Mitgefühl siegte für dieses Mal, und er bat sie dringend, sich keinen Unbilden der Witterung auszusetzen; er verband frische Luft immer mit gefährlichem Ausgesetztsein.

Lily nahm sein Mitgefühl mit matter Dankbarkeit entgegen und drängte ihn, wo sie doch so wenig amüsante Gesellschaft abgeben würde, sich den anderen anzuschließen, die nach dem Mittagessen sich zu einem Besuch im Automobil zu den Van Osburghs nach Peekskill aufmachen wollten. Mr. Gryce war gerührt von ihrer Selbstlosigkeit, und um der drohenden Leere des Nachmittags zu entgehen, war er ihrem Ratschlag gefolgt und traurig davongefahren, ausgerüstet mit Staubhaube und riesiger Schutzbrille; als der Wagen die Allee hinunterfuhr, musste sie lächeln, so sehr glich er einem verwirrten Käfer in diesem Aufzug.

Selden hatte ihre List mit trägem Amüsement beobachtet. Sie hatte ihm auf seinen Vorschlag, den Nachmittag zusammen zu verbringen, keine Antwort gegeben, aber als ihre Pläne sich vor seinen Augen entfalteten, nahm er mit ziemlicher Sicherheit an, in diese eingeschlossen zu sein. Das Haus war leer, als er endlich ihre Schritte auf der Treppe hörte und langsam aus dem Billardzimmer kam, um sich ihr anzuschließen. Sie trug einen Hut und ein Kleid zum Spazierengehen, und die Hunde sprangen um ihre Füße herum.

»Ich fand dann doch, dass ein wenig frische Luft mit guttun würde«, erklärte sie, und er meinte zustimmend, ein so einfaches Heilmittel wäre sicher einen Versuch wert.

Die Ausflügler würden mindestens vier Stunden unterwegs sein; Lily und Selden hatten den ganzen Nachmittag vor sich, und das Gefühl von freier Zeit und Sicherheit machte die Heiterkeit ihrer Stimmung vollkommen. Mit so viel Zeit sich zu unterhalten, ohne ein festgesetztes Thema ansprechen zu müssen, konnte Lily einmal die seltenen Freuden geistigen Vagabundentums genießen.

Sie fühlte sich so vollkommen frei von Hintergedanken, dass sie seine Andeutungen ein wenig unwillig aufnahm.

»Ich weiß wirklich nicht«, sagte sie, »warum Sie mir immer vorwerfen, ich würde alles im Voraus planen.«

»Ich dachte, Sie hätten sich selbst dazu bekannt; Sie haben mir doch neulich erzählt, Sie müssten auf ein bestimmtes Ziel hinarbeiten – und wenn man eine Sache in Angriff nimmt, dann ist es doch eher ein Verdienst, sie gründlich zu betreiben.«

»Wenn Sie damit meinen, dass ein Mädchen, das niemanden hat, der für es denkt, das wohl oder übel selber tun muss, bin ich durchaus bereit, Ihren Vorwurf anzuerkennen. Aber Sie müssen mich ja für eine grässliche Person halten, wenn Sie glauben, ich würde nie einem spontanen Einfall nachgeben.«

»Ach, aber das glaube ich doch gar nicht; habe ich Ihnen nicht gesagt, dass Ihr Genie gerade darin liegt, Impulse zu Intentionen zu machen?«

»Mein Genie?«, wiederholte sie mit einem plötzlichen Anflug von Traurigkeit. »Gibt es überhaupt einen endgültigen Beweis für Genie außer den Erfolg? Und ich habe mit Sicherheit bisher keinen gehabt.«

Selden schob seinen Hut zurück und blickte sie von der Seite her an. »Erfolg – was ist Erfolg? Ich wäre sehr daran interessiert, Ihre Definition zu hören.«

»Erfolg?« Sie zögerte. »Nun, so viel wie möglich aus dem Leben herauszuholen, nehme ich an. Schließlich und endlich ist das eine relative Angelegenheit. Entspricht das nicht Ihrer Vorstellung von Erfolg?«

»Meiner Vorstellung? Um Himmels willen, nein!« Er setzte sich plötzlich voll Energie auf, lehnte seinen Ellbogen auf die Knie und starrte auf die weichen Linien der Felder. »Meine Vorstellung von Erfolg«, sagte er, »heißt persönliche Unabhängigkeit.«

»Unabhängigkeit? Unabhängigkeit von Sorgen?«

»Von allem – von Geld, von Armut, von Luxus und Bedrängnis, von allen materiellen Zufällen. Sich eine Art Republik des Geistes zu erhalten – das nenne ich Erfolg.«

Sie beugte sich vor und antwortete ihm mit plötzlichem Erkennen. »Ich weiß – ich weiß – es ist sonderbar, aber das ist genau das, was ich heute empfunden habe.«

Er sah ihr in die Augen, und sie entdeckte die verhaltene Freundlichkeit in den seinen. »Haben Sie das Gefühl so selten?«, sagte er.

Sie errötete ein wenig unter seinem Blick. »Sie halten mich für ein schrecklich minderwertiges Geschöpf, nicht wahr? Aber vielleicht liegt es eher daran, dass ich nie die Wahl hatte. Es gab niemanden, meine ich, der mir von der Republik des Geistes erzählt hätte.«

»Das gibt es nie – sie ist ein Land, zu dem man nur selbst den Weg finden kann.

»Aber ich hätte den Weg dorthin nie gefunden, wenn Sie ihn mir nicht gezeigt hätten.«

»Ja, es gibt schon Wegweiser – aber man muss sie lesen können.«

»Nun, ich habe es gewusst, ich habe es gewusst!«, rief sie glühend vor Begeisterung. »Immer wenn ich Sie sehe, merke ich, wie ich einen Buchstaben dieses Wegweisers entziffere – und gestern – gestern Abend beim Dinner – sah ich plötzlich einen kleinen Weg in Ihre Republik.«

Selden sah sie noch immer an, aber mit anderen Augen. Bisher hatte er in ihrer Gegenwart und in der Unterhaltung mit ihr das ästhetische Vergnügen empfunden, das ein Mann, dem Gedankliches wichtig ist, gern im unbekümmerten Umgang mit hübschen Frauen sucht. Seine Haltung war die des bewundernden Zuschauers gewesen, und es hätte ihm geradezu leidgetan, an ihr eine gefühlsmäßige Schwäche zu entdecken, die sie daran gehindert hätte, ihre Ziele zu erreichen. Aber jetzt war die Andeutung eben dieser Schwäche zum interessantesten Zug an ihr geworden. Er hatte sie an jenem Morgen in einem Moment der Unordnung angetroffen, ihr Gesicht war bleich und verändert gewesen, und die Einschränkung ihrer Schönheit hatte ihr einen ergreifenden Zauber verliehen. So sieht sie aus, wenn sie allein ist! war sein erster Gedanke gewesen, und der zweite hatte die Veränderung in ihr verfolgt, die sein Kommen auslöste. Der Gefahrenpunkt in ihrem Verhältnis zueinander war, dass er an der Spontaneität ihrer Zuneigung nicht zweifeln konnte. Von welchem Blickwinkel aus er ihre langsam wachsende Vertrautheit auch betrachtete, er konnte sie nicht als Teil ihrer Lebenspläne sehen, und das unvorhergesehene Element in einem so exakt geplanten Leben zu sein, war sogar für einen Mann anregend, der Experimente im Bereich der Gefühle aufgegeben hatte.

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