Edith Wharton - Das Haus der Freude

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Lily Bart ist jung, schön und ein gern gesehener Gast auf den gesellschaftlichen Events der New Yorker High Society. Doch mit dem Ruin ihrer Familie kann sie ihr Leben in den feinen Kreisen nur fortführen, wenn sie einen reichen Ehemann findet. Lily muss sich entscheiden: Will sie als bloßes Schmuckstück an der Seite eines Mannes Reichtum und Luxus – oder will sie ein Leben gemäß ihrer tatsächlichen Gefühle?
Wie in «Zeit der Unschuld» zeigt sich die Pulitzer-Preisträgerin Edith Wharton auch in ihrer 1905 erschienen Sozialsatire als kühle Beobachterin, die mit bitterböser Raffinesse die schillernden und oberflächlichen Kreise der Reichen und Schönen zerlegt. – Mit einer kompakten Biographie der Autorin.

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VI

Es war ein vollkommener Nachmittag. Eine tiefere Stille erfüllte jetzt die Luft, und der strahlende Glanz des amerikanischen Herbstes wurde durch einen Dunstschleier gemildert, der sich mit der Helligkeit vermischte, ohne sie zu vermindern.

In den waldigen Niederungen des Parks begann es schon ein wenig kühl zu werden, aber mit ansteigendem Gelände wurde die Luft leichter, und als sie die weiten Hänge auf der anderen Seite der großen Straße hinaufstiegen, erreichten Lily und ihr Begleiter einen Bereich, in dem der Sommer noch lebendig war. Ihr Weg wand sich durch eine Wiese, auf der hier und dort ein paar Bäume standen, dann senkte er sich und wurde zu einem Durchgang zwischen fedrigen Astern und sich purpurrot verfärbendem Dornengesträuch, von wo aus man durch das leise zitternde Eschenlaub hindurch die Landschaft in pastoralen Farben sich verlieren sehen konnte.

Weiter oben umstanden den Weg üppige Büsche von Farnkraut und den glatten Bodenpflanzen, die man auf beschatteten Abhängen findet; dann kamen Bäume mit überhängendem Geäst, und schließlich vertiefte sich der Schatten zum wechselnden Dämmer eines Birkenhains. Die Baumstämme standen in ziemlicher Entfernung voneinander, zwischen ihnen lag nur ein zartfedriger Teppich aus Bodengewächsen. Der Weg wand sich am Waldesrand entlang, gab dann und wann den Blick frei auf eine Wiese im Sonnenlicht oder auf einen Obstgarten, der mit Früchten übersät war.

Lily verfügte nicht über ein echtes Gefühl der Vertrautheit mit der Natur, aber sie hatte geradezu eine Leidenschaft für das Angemessene und war überaus empfänglich für eine Szenerie, die den passenden Hintergrund für ihre eigenen Gefühle abgab. Die Landschaft, die sich vor ihr ausbreitete, erschien ihr wie die Erweiterung ihrer gegenwärtigen Stimmung, und sie fand etwas von ihrem eigenen Wesen in der Ruhe, der Größe, der freien Weitläufigkeit der Landschaft. Auf den näher gelegenen Hängen flackerten Zuckerahornbäume wie Freudenfeuer, weiter unten lag eine Ansammlung grauer Obstgärten, und da und dort hielt sich noch das Grün eines Eichenhains. Ein paar rote Bauernhäuser lagen schläfrig unter Apfelbäumen, und der weiße Holzturm einer Dorfkirche lugte hinter der Schulter eines Hügels hervor, während ganz weit unten in einem Dunstschleier sich die Hauptstraße ihren Weg zwischen den Feldern bahnte.

»Kommen Sie, setzen wir uns hier hin«, schlug Selden vor, als sie einen offenen Felsvorsprung erreicht hatten, über dem zwischen moosigen Steinen hoch und steil die Birken wuchsen.

Lily ließ sich auf dem Felsen nieder; sie glühte warm von dem langen Aufstieg. Still saß sie da, ihre Lippen noch geöffnet von der Anstrengung der Kletterei, während ihre Augen friedlich über die durchbrochenen Weiten der Landschaft wanderten. Selden streckte sich zu ihren Füßen im Gras aus, er zog seinen Hut in die Stirn wegen der schrägfallenden Sonnenstrahlen und faltete die Hände hinter seinem Kopf, an die Seite des Felsblocks gelehnt. Er hatte kein Bedürfnis, Lily zum Reden zu bringen; ihre schnellatmende Schweigsamkeit schien ein Teil der allgemeinen Ruhe und Harmonie der Welt um sie herum zu sein. Sein eigener Kopf war ganz von einem trägen Gefühl des Wohlbehagens erfüllt, das einen Schleier auf seine Empfindungen legte, genauso wie der Septemberdunst die Landschaft zu seinen Füßen in Schleier hüllte. In Lily aber, obwohl ihre Haltung so ruhig war wie die seine, raste innerlich ein Sturm von Gedanken. Im Augenblick gab es zwei Wesen in ihr, das eine atmete die Freiheit und Heiterkeit ein, das andere schnappte in einem beengten schwarzen Gefängnis nach Luft. Aber das Luftschnappen dieses Gefangenen wurde immer schwächer, und schließlich beachtete das andere Wesen ihn nicht weiter: Der Horizont weitete sich, die Luft wurde kräftiger, und der freie Geist schwang die Flügel gen Himmel.

Sie selbst hätte dieses Gefühl der Lebensfreude nicht erklären können, das sie über die sonnendurchflutete Welt zu ihren Füßen emporzuheben schien. War es Liebe, fragte sie sich, oder bloß die zufällige Verbindung von glücklichen Gedanken und Empfindungen? Wie viel davon hatte sie nur dem Zauber des vollkommenen Nachmittags zu verdanken, dem Duft der verblassenden Wälder, dem Gedanken an all das Öde, dem sie entkommen war? Lily hatte keine eindeutigen Erfahrungen, mit deren Hilfe sie die Beschaffenheit ihrer Gefühle hätte prüfen können. Sie hatte sich zwar schon des Öfteren in Schicksale oder Karrieren verliebt, aber nur einmal in einen Mann. Das war schon Jahre her; zur Zeit ihres Debüts war sie von einer romantischen Leidenschaft für einen jungen Herrn namens Herbert Melson ergriffen gewesen, er hatte blaue Augen gehabt und eine leichte Welle im Haar. Mr. Melson, der über keine weiteren verwertbaren Sicherheiten als diese zwei verfügte, hatte nichts Eiligeres zu tun gehabt, als sie zur Eroberung der ältesten Miss Van Osburgh zu verwenden; seit dieser Zeit war er füllig geworden, schnaufte und hatte die üble Angewohnheit, Anekdoten von seinen Kindern zu erzählen. Wenn Lily sich an dieses erste Gefühl erinnerte, war es nicht um einen Vergleich anzustellen zu dem, das sie jetzt beherrschte; das einzig Vergleichbare war das Gefühl von Leichtigkeit, von Befreiung, das sie auch während der kurzen Zeit ihrer jugendlichen Romanze im Wirbel des Walzers oder der Abgeschiedenheit eines Wintergartens empfunden hatte. Bis zum heutigen Tag hatte sie diese Leichtigkeit, dieses Leuchten der Freiheit nicht wieder gekannt, aber diesmal war es mehr als das blinde Suchen des Blutes. Der besondere Zauber ihrer Gefühle für Selden lag darin, dass sie diese verstand; sie hätte ihren Finger auf jedes Glied der Kette legen können, die sie und ihn immer enger verband. Obwohl seine Beliebtheit von der ruhigen Art war, von seinen Freunden eher gefühlt als aktiv ausgedrückt, hatte sie nie den Fehler begangen, seine unauffällige Art für einen Mangel an Bedeutsamkeit zu halten. Sein Ruf, gebildet zu sein, wurde im Allgemeinen als ein gewisses Hindernis im Umgang mit ihm betrachtet, aber Lily, die stolz auf ihre liberale Hochschätzung der Literatur war und immer einen Omar Khayam9 in ihrer Reisetasche hatte, wurde von dieser Eigenschaft gerade angezogen, deren Vorzüge in einer Gesellschaft mit älteren Traditionen, das sagte ihr ihr Gefühl, eher anerkannt worden wären. Darüber hinaus besaß er die Gabe, seiner Rolle gemäß auszusehen, groß genug zu sein, um den Kopf höher als die Menge tragen zu können, und scharf geschnittene, dunkle Gesichtszüge zu haben, die ihm in einem Land eher ungeformter Menschentypen den Ausdruck von jemandem verliehen, der einer reiner ausgeprägten Rasse angehörte und die Merkmale einer einheitlichen Vergangenheit trug. Überschwängliche Menschen fanden ihn ein wenig nüchtern, und sehr junge Mädchen hielten ihn für sarkastisch, aber seine freundlich-distanzierte Haltung, so weit wie nur irgend möglich davon entfernt, einen persönlichen Vorteil geltend zu machen, war gerade die Eigenschaft, die Lilys Interesse erregte. Alles an ihm kam dem wählerischen Element in ihrem Geschmack entgegen, sogar die leichte Ironie, mit der er all das betrachtete, was ihr als das Heiligste erschien. Vielleicht bewunderte sie ihn am meisten dafür, dass er ein ebenso ausgeprägtes Gefühl der Überlegenheit zu vermitteln wusste wie der reichste Mann, den sie je getroffen hatte.

Es war das unbewusste Weiterspinnen dieses Gedankens, das sie plötzlich mit einem Lachen sagen ließ: »Ich habe heute Ihretwegen zwei Verabredungen abgesagt. Und Sie, wie viele haben Sie um meinetwillen abgesagt?«

»Keine«, sagte Selden ruhig. »Meine einzige Verabredung auf Bellomont galt Ihnen.«

Sie blickte zu ihm herunter und lächelte ein wenig.

»Sind Sie wirklich nach Bellomont gekommen, um mich wiederzusehen?«

»Natürlich bin ich das.«

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