Anna Grue - Der Judaskuss

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Im beschaulichen Christianssund treibt ein Heiratsschwindler sein Unwesen û und
in einem Schuppen wird eine Leiche gefunden. Sommerdahl ermittelt.
In einem Vorort der dänischen Kleinstadt Christianssund wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden, der mit einem Spaten erschlagen wurde. Kommissar Flemming Torp steht vor einem Rätsel: Es gibt keine Spuren, keinen Verdächtigen und kein Motiv.
Flemmings Freund Dan Sommerdahl, der sich kürzlich als Werbetexter selbstständig gemacht hat, bekommt unterdessen eine E-Mail von seiner Tochter Laura aus dem Internat: Lauras Lieblingslehrerin wurde von einem Heiratsschwindler betrogen. Dan lässt sich überreden, den Hochstapler zu suchen. Während Torp mit seinen Ermittlungen um die Leiche am Strand auf der Stelle tritt, kommt Dan dem Heiratsschwindler auf die Schliche. Nicht ohne Neid muss Torp anerkennen,
wie sich sein alter Jugendfreund Sommerdahl zu einem veritablen Ermittler mausert. Als Torp schließlich zähneknirschend zustimmt, mit Sommerdahl
zusammenzuarbeiten, nehmen beide Fälle plötzlich eine dramatische Wendung …

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Und jetzt? Ursula drehte den Kopf und sah, wie die Sonnenstrahlen seinen Schenkel erreichten. Im Grunde war sie so glücklich wie nie zuvor. Noch immer hatte sie nicht das Gefühl, diese ganze Seligkeit verdient zu haben; sie verstand nicht, warum er gerade sie gewählt hatte, er hätte doch jede bekommen können, auf die er mit dem Finger zeigte. Aber sie hatte allmählich gelernt, es als Tatsache zu akzeptieren. Sie war so glücklich, dass sie zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren wieder darüber nachdachte, ob sie das Leben im Internat vielleicht an einem nicht allzu fernen Tag doch beenden sollte. Vielleicht sollten Jakob und sie den Traum Wirklichkeit werden lassen, den sie sich in den langen Nächten ausgesponnen hatten, in denen sie dalagen und dösten, eifersüchtig auf den Schlaf des anderen, der sie zeitweilig auseinanderbringen würde. Wenn sie diesen Traum wahr werden ließen, war es egal, ob in ihrem Vertrag stand, dass sie ab einem bestimmten Alter aufhören konnte. Sie könnte für den Rest ihres Lebens mit etwas arbeiten, das sie begeisterte und wozu sie sich eignete. Und das Beste: Sie konnte zusammen mit dem Mann arbeiten, den sie liebte.

Ursula beschloss, sich am nächsten Tag ernsthaft mit der Sache zu befassen. Es war kein Entschluss, den man treffen konnte, ohne vorher sorgfältig nachzudenken.

2 / Sonntag, 4. März 2007

»Wie heißen die, Urs?« Jakob zeigte auf ein paar blassviolette, unansehnliche Blumen.

»Märzveilchen.« Sie ging in die Hocke und pflückte eins. »Sind ziemlich viele, was?«

Er reichte ihr eine Hand, sie griff dankbar danach und ließ sich hochziehen. Sie steckte ihm das Veilchen ins Knopfloch und küsste ihn flüchtig auf die Wange. »Komm«, sagte sie. »Soweit ich mich erinnern kann, steht die tollste Bank mit Aussicht gleich hinter der nächsten Biegung.« Auf dem schmalen Pfad am Rand der Klippe konnten sie nicht Hand in Hand gehen, sondern mussten im Gänsemarsch laufen; Ursula vorn, Jakob dahinter.

Die Bank stand dort, wo sie immer gestanden hatte, sie ließen sich nebeneinander fallen. Wenige Meter vor ihren Schuhspitzen hörte das Gras abrupt auf und ein beinahe senkrechter Sandsteilhang führte direkt ins Wasser des Kattegats, das heute die gleiche grüngraue Nuance hatte wie Jakobs Augen.

Er nahm ihren linken Handschuh und zog sich seinen rechten aus, sodass ihre bloßen Hände sich in seiner Jackentasche berührten. »Worüber wolltest du mit mir reden, Urs?«

Sie seufzte und legte ihre Wange an seine Schulter. »Ich habe dich belogen, Jakob.«

»Hm?« Sein Tonfall war neutral.

»Oder, nein, nicht direkt belogen. Ich habe dir etwas verschwiegen.«

»Das machen wir doch alle, oder? Das ist ein Menschenrecht.«

»Na ja, aber …« Sie drückte seine Hand in der warmen Jackentasche. »Ich bin nur nicht sonderlich stolz auf meine Motive … Ich wollte nicht, dass du … Ich habe mir gern eingebildet, dass du bei mir bleibst wegen … ja … wegen mir . Und dann kam mir der Gedanke, dass ich den Rest unseres gemeinsamen Lebens glauben würde, du hättest mich nur deshalb genommen, weil ich dir von dem Geld erzählt habe, und …«

Jakob schüttelte den Kopf. »Bisher habe ich keine Ahnung, was du mir eigentlich sagen willst.«

Ursula antwortete nicht. Sie traute ihrer eigenen Stimme nicht.

»Urs?« Jakob klang besorgt. »Was für Geld? Und warum um alles in der Welt sollte ich nicht bei dir bleiben?« Er zog ihre Hand aus der Tasche und führte sie an seinen Mund, sodass die nächsten Worte sich wie ein warmer Flügelschlag an ihrem Handrücken anfühlten. »Am besten, du atmest tief durch und fängst noch einmal von vorn an, ja?«

Sie tat ihr Bestes, wirklich. Trotzdem dauerte es eine Minute, bevor sie ihre Gefühle so weit im Griff hatte, dass sie fortfahren konnte. »Okay.« Sie richtete sich auf und drehte sich so, dass sie ihm ins Gesicht sehen konnte. »Vor anderthalb Jahren habe ich sehr viel Geld im Lotto gewonnen. 11,3 Millionen Kronen, um genau zu sein.«

»Wow!«

»Ja, nicht? Wow!« Sie setzte ein schiefes Lächeln auf. »Ich habe es nur einem einzigen Menschen auf der Welt erzählt, Anemone. Und sie habe ich lediglich eingeweiht, weil ich es musste.«

»Du musstest?«

»Eigentlich brauchte ich den Gewinn nicht. Ich bin glücklich mit meinem Job, meiner Wohnung, meinem alten Auto … Meine Eltern haben Geld genug, irgendwann werde ich sogar erben. Ich habe nie von einem Nerz geträumt. Nein, ich beschloss, das Geld auf einem hochverzinslichen Konto anzulegen und nicht anzurühren, bis ich eines Tages pensioniert werde oder das plötzliche Bedürfnis nach einer Weltreise habe.«

»Was ist mit Anemone?«

»Ja, sie brauchte durchaus Geld. Eine Menge Geld. Sie hatte gerade angefangen, mit Video- und Computerkunst zu arbeiten, und die Ausrüstung war teuer. Sie hatte eine kleine, ganz ordentliche Wohnung in Berlin, die allerdings nicht ausreichte; sie hatte Probleme, einen Platz für ihre Sachen zu finden und das Ganze zum Laufen zu bringen. Ich entschloss mich, Anemone eine Wohnung zu kaufen und ihr ein Konto mit festen, monatlichen Überweisungen einzurichten.«

»In Berlin?«

»In Prenzlauer Berg. Ich habe ihr eine zweigeschossige Atelierwohnung mit einer gemütlichen Dachterrasse und ein paar schönen Zimmern gekauft, die sie vermieten oder, wenn sie will, Gästen aus Dänemark anbieten kann. Ihrer alten Mutter zum Beispiel …« Ursula lächelte. »Die Wohnung war teuer, und die Einrichtung auch nicht gratis, trotzdem habe ich noch über sieben Millionen auf der Bank.«

»Aber … das ist doch gut für dich!« Er lächelte, sah aber noch immer ein wenig desorientiert aus.

Sie zog die Brauen zusammen. »Verstehst du wirklich nicht, warum ich dir nichts von dem Geld erzählt habe?«

»Ich weiß nicht … Wie ich es sehe, hast du dich entschieden, etwas Geld zurückzulegen, bis du es wirklich brauchst, und deshalb erzählst du es nicht überall herum. Das ist doch dein gutes Recht.«

»Ich hätte es dir sagen müssen.«

»Und weshalb? Ich brauche dein Geld nicht. Ich habe meine Firma und bin darüber hinaus in der glücklichen Situation, dass ich den größten Teil meiner Arbeit per E-Mail erledigen kann. So habe ich Zeit genug, um mit der Frau meines Lebens zu schlafen, und …«

»Jakob!« Ursula sah sich mit einem nervösen Kichern um, doch sie waren mutterseelenallein auf dem hohen Steilufer.

Er grinste. »Komm her«, sagte er und legte die Arme um sie. Als er weitersprach, war seine Stimme so leise, dass sie nicht in der Lage gewesen wäre, ihn zu verstehen, hätte er nicht seine Lippen an ihr Ohr gelegt. »Ich habe gehört, was du gesagt hast, Urs. Und in gewisser Weise verstehe ich dich gut. Aber ich finde, du bist ausgesprochen ungerecht, sowohl dir als auch mir gegenüber. Warum fällt es dir so schwer zu glauben, dass ich dich liebe? Ich liebe dich wegen dir, weil du du bist. Ich meine es ernst, wenn ich sage, dass du die Frau meines Lebens bist.«

»Aber du könntest mein Sohn sein …«

»Hör auf damit!« Er griff nach ihren Schultern und schüttelte sie einmal leicht, bevor er sie losließ und die Hände in die Taschen stopfte. »Ich will das nicht hören. Ich bin nicht dein Sohn, ich bin dein Freund, und ich will mit dir den Rest meines Lebens verbringen.«

Ursula lachte trocken. »Eher meines Lebens.«

»Okay, dann deines. Obwohl ich den Gedanken nicht ertrage.« Jakob machte eine Pause und blickte übers Wasser. Plötzlich sah er betrübt aus. Ursula streckte eine Hand nach ihm aus, er schob sie beiseite. »Nein, lass mich«, sagte er und stand auf. Er wandte ihr den Rücken zu und schaute hinunter zum Strand, wo ein Schwarm Möwen irgendeine Festmahlzeit verspeiste; vermutlich an Land getriebener Fischabfall, den ein Fischkutter über Bord geworfen hatte. »Die Welt ist schon eigenartig eingerichtet. Und ich hatte mich entschlossen gerade heute …«, begann er. Er drehte sich nicht zu ihr um, sodass das Ende des Satzes vom Wind verweht wurde.

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