Gisela Sachs - Tatort Deutschland

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16 brillante Krimis rund um die Mordlust. Von heiter bis bitterböse. Ein Kaleidoskop der Gefühle: leidenschaftlich, spannend, liebevoll, tragisch, heiter, feinsinnig, aggressiv, hasserfüllt, zynisch, abgründig. Lebensprall!
Im Mittelpunkt des mörderischen Erfindergeistes steht die Stadt Heilbronn.
Der Heilbronn-Krimi »Hühnchen unter der Neckarbrücke« wurde beim Krimifestival der Metropolregion Rhein/Neckar mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Jetzt hat auch die Region ihre ‚Lady of Crime’. Gemeint ist Gisela Sachs, deren Name in den letzten Wochen häufig in den Schlagzeilen der Literaturseiten auftaucht
― Rhein Neckar Zeitung
Beim Setting, dem A und O eines Regio-Krimis, macht ihr keiner was vor
― Heilbronner Stimme
All das hat Gisela Sachs mit einer frechen, lakonischen, nicht immer glatten Sprache unterhaltsam und hintersinnig beschrieben
― Fränkische Nachrichten

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Ich halte meinen Sohn in meinen Armen, drücke ihn zärtlich an meine Brust, streichle über den gold schimmernden Haarflaum, schaue verzückt in seine babyblauen Augen. Ich bin Mama, welch ein Wunder! Mama und Papa stehen vor meinem Bett, halten sich an den Händen und weinen. »Das ist der schönste Tag in meinem Leben«, sagt Mama. Papa nickt mit dem Kopf, zieht sein weißes Stofftaschentuch aus der Hosentasche und schnäuzt sich. Dann zupft er verlegen an dem Rosenstrauß herum, den er mir mitgebracht hat. Die tiefdunklen bordeauxfarbenen Blütenblätter verströmen einen einzigartigen Duft. »Rose Noire«, sagt Papa.

Hans-Jürgen hat mich nicht im Krankenhaus besucht, seinen Sohn nicht auf der Welt willkommen geheißen. Er würde ihn von nun an oft genug sehen, hatte er am Telefon gelallt und gelacht. Ich habe wortlos den Hörer auf die Gabel gelegt. Hans-Jürgen hat sich danach nicht mehr bei mir gemeldet. Papa und Mama waren es dann, die mich mit meinem Baby von der Klinik abgeholt haben. Schon von weitem leuchtete mir der weiße Storch aus meinem Vorgarten entgegen. Er trug ein Päckchen in seinem tomatenroten Schnabel. An der Haustür hing eine bunte Buchstabengirlande

C H R I S T I A N -

Mama hatte das Essen schon vorbereitet, hatte Krabbensuppe als Vorspeise gekocht. Danach gab es Matjes in einer leichten Joghurt-Sahne-Sauce mit Äpfeln und Zwiebeln, begleitet von knusprigen Bratkartoffeln. Und als Nachtisch Franzbrötchen. Und dann klingelte das Telefon und eine Frauenstimme fragte mich nach Hans-Jürgen und ob ich seine Schwester sei.

Er will wegkommen vom Alkohol, hat Hans-Jürgen mir unter Tränen versichert. Er wird sich im Albertinen-Krankenhaus behandeln lassen. Und ich solle ihm doch bitte noch eine zweite Chance geben.

10 Jahre später

Schlaflos wälze ich mich von einer Seite auf die andere, schaue auf den Wecker auf meinem Nachttisch. Drei Uhr morgens. Und er ist immer noch nicht zu Hause. Schon zum zweiten Mal nicht in dieser Woche. Er will sich mit seinen Kumpels treffen, hat er beim Frühstück gesagt. Und, dass ihm in unserer Wohnung die Decke auf den Kopf fallen würde. Und, dass es vielleicht etwas später werden würde. Und, dass ja einer von uns beiden bei den Kindern bleiben müsse. Wir wohnen immer noch in meinem alten Haus in Bramfeld. Und es ist immer noch nicht renoviert. Mit den Aktien und dem Geld meines Mannes lief irgendetwas schief, ich weiß nicht was, er hat nie mit mir darüber geredet. Auch waren seine Möbel, Aktien, Bücher, Surfbretter, das Bootszubehör und die Tauchausrüstung auf mysteriöse Weise aus dem Lagerhaus Klook verschwunden.

Paulinchen keucht schon wieder. Seufzend hole ich das Asthmaspray aus meiner Nachttischschublade, taste mich im Dunklen über den Flur in das Kinderzimmer, will unseren Großen nicht aufwecken. Christian braucht seinen Schlaf, er hat eine Mathearbeit vor sich. Und er kommt mit dem Zahlenstrahl und den Tabellen ohnehin nicht zurecht. Von den Drittklässlern wird einiges gefordert, gibt mein Mann zu, aber gelernt hat er mit unserem Crissi noch nie. Das sei meine Aufgabe, meint er, deshalb sei ich ja auch zuhause. Dasselbe gilt für die Hausund Gartenarbeiten. Hans-Jürgen arbeitet momentan in Altona als Fischverkäufer.

Einmal im Monat fahre ich mit der S-Bahn in die Hamburger Innenstadt, treffe mich mit meiner ehemaligen Arbeitskollegin Nele im Cafè Paris in der Nähe des Rathauses zum Frühstücken, Klönen und zum Leute gucken. Mama versorgt in dieser Zeit meine Lieben. Und immer steckt sie mir beim Abschied einen

Geldschein zu. »Kauf dir etwas Schönes, min Deern.« Das Cafè ist sehr teuer, das Frühstück aber eine Wucht. Wir haben die Welt auf unseren Tellern: französisch, italienisch, marokkanisch, englisch, hamburgisch. Nele bestellt immer das große Frühstück für zwei Personen. Und sie lädt mich immer dazu ein. »Du wirst dich irgendwann einmal bei mir dafür revanchieren«, grinst sie. »Du wirst schon sehen, Katharina.«

Ich tunke meinen tellergroßen Pfannkuchen in den Ahornsirup und schließe genießerisch die Augen. »So schön fluffig kriege ich das nicht hin«, sage ich. Nele, die Frohnatur, lacht. Die Treffs mit ihr tun mir gut. Sie sind so ziemlich die einzige Abwechslung, die ich in meinem Hausfrauendasein habe.

Ich habe zur Aufbesserung meiner schmalen Haushaltskasse die Schneiderarbeiten meiner verstorbenen Mutter übernommen, binde Blumensträuße für meinen Marktstand am Wochenmarkt, koche Marmelade aus den Früchten meines Gartens: Johannisbeer-, Stachelbeer-, Brombeer-, Himbeerund Erdbeermarmeladen, fülle sie in Gläser ab und verziere sie mit selbst geschneiderten Bändchen, klebe Etiketten mit den Zutaten sowie dem Abfülldatum auf in Druckbuchstaben geschrieben, mit königsblauer Tinte. So schön wie Mama das hingekriegt hatte, kriege ich es aber nicht hin. Ab und an tippe ich in Home-Office-Arbeit für meinen ehemaligen Arbeitgeber. Mit einem kranken

Kind kann man nicht regelmäßig arbeiten gehen, was ich trotz aller Liebe zu meinem Kathrinchen und zu meinem Christian zutiefst bedaure. Ich werde das Schicksal meiner Mutter erleiden, kaum Rente bekommen.

Ich bringe mich im Gruppenhaus Bramfeld mit seinem Projekt Familienfrühstück ein, belege jeden zweiten Sonntag Brötchen, koche Kaffee, Tee und heiße Schokolade. Ehrenamtlich. Sie haben kein Geld mehr für Personal, auch nicht für die anstehenden Renovierungsarbeiten. Das Gruppenhaus soll nach Farmsen umziehen und dort seine Arbeit fortsetzen.

»Die Politiker machen mit einem doch, was sie wollen«, sagt Nele, meine beste Freundin, die mittlerweile Karriere gemacht hat. Endlich kann ich mich bei ihr revanchieren. Ich halte ihre Business-Kleidung in Ordnung, wasche und bügle für sie.

Wieder einmal wälze ich mich schlaflos im Bett, drehe mich von einer Seite auf die andere, schaue auf den Wecker auf meinem Nachttisch. Drei Uhr morgens und der Platz neben mir ist immer noch leer. Seufzend stehe ich auf, gehe in die Küche und koche Kaffee. Ein Blick aus dem Fenster, sternenklare Nacht, kein Wölkchen ist zu sehen. Ich bin allein im Haus. Pauline lebt seit ein paar Monaten in Amerika, Christian studiert in Berlin. Irgendwie hat es meine Mutter geschafft, ihren Enkelkindern ein Sparbuch für die Ausbildung anzulegen.

Mit der Kaffeetasse in der Hand wandere ich durch die leeren Kinderzimmer, streichle über staubige Bücher, vereinsamte Kuscheltiere, blättere schwermütig in Alben. Ich friere, schwitze, friere, bin unruhig, beschließe ein Bad zu nehmen. Ich gehe ins Badezimmer, lasse Wasser in die Badewanne ein und zünde Räucherkerzen an.

Ich rieche die Fauna Indiens. Jasmin, Lotus, Vanille und Rosenduft umhüllen meine Sinne. Schwer ist das Leben für einen, der mit zu viel Träumen angetreten ist. Ich bin traurig, unendlich traurig. Wer kann da noch Blume sein?

»He, du«, sage ich zu dem goldenen Engel auf der Badewannenablage. »Du hast nicht gut auf mich aufgepasst!«

Ich ziehe mich aus, lasse meine Kleider auf den Boden fallen, schlinge die Arme um meinen abgemagerten Körper und schluchze wie ein Kleinkind. Dann ziehe ich meinen Bademantel über, gehe in die Küche, hole meine Geflügelschere aus der Besteckschublade, laufe in den Garten und schneide Rosen. Viele. Einen ganzen Arm voll. Ich lege das Rosenbündel auf der Arbeitsplatte in der Küche ab, entferne die Blütenköpfe, entsorge die Stängel. Dann zupfe ich Rosenblatt für Rosenblatt in meine schönste Schale aus Oma Mias Bleikristallsammlung. Ich werde heute in Rosenblättern baden!

Ich stelle das Gefäß mit den duftenden Blättern am Waschbecken ab, verteile meine letzten Teelichter um den Badewannenrand, zünde sie an und lege meine Lieblings-CD in den Player. »Irgendwo hinterm Regenbogen, ganz weit oben, da ist ein Land, von dem hab ich mal ein Gute-Nacht-Lied gehört.’

Ich höre eine Autotür zuschlagen, eine Amsel rufen, den durchdringenden Schrei unseres Hahnes, das wütende Kläffen von Pluto, dem Nachbarhund, das Knallen der Haustür, das Knarren unserer abgetretenen Holzstufen. Dann geht mit einem Ruck die Badezimmertür auf, mein Mann steht im Türrahmen.

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