Gisela Sachs - Tatort Deutschland

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16 brillante Krimis rund um die Mordlust. Von heiter bis bitterböse. Ein Kaleidoskop der Gefühle: leidenschaftlich, spannend, liebevoll, tragisch, heiter, feinsinnig, aggressiv, hasserfüllt, zynisch, abgründig. Lebensprall!
Im Mittelpunkt des mörderischen Erfindergeistes steht die Stadt Heilbronn.
Der Heilbronn-Krimi »Hühnchen unter der Neckarbrücke« wurde beim Krimifestival der Metropolregion Rhein/Neckar mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Jetzt hat auch die Region ihre ‚Lady of Crime’. Gemeint ist Gisela Sachs, deren Name in den letzten Wochen häufig in den Schlagzeilen der Literaturseiten auftaucht
― Rhein Neckar Zeitung
Beim Setting, dem A und O eines Regio-Krimis, macht ihr keiner was vor
― Heilbronner Stimme
All das hat Gisela Sachs mit einer frechen, lakonischen, nicht immer glatten Sprache unterhaltsam und hintersinnig beschrieben
― Fränkische Nachrichten

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Röhre grölt. »Irgendwas passiert mit dir, du riechst, hörst wie ein Tier. Du hörst uns kommen, wir sind hier.«

»Steig weiter, Marie!«, befiehlt Kalle.

»Ich kann nicht mehr«, stöhnt Marie.

»Steig, Marie!«, sagt Kalle. »Steig!«

»Ich will nicht mehr blinde Kuh spielen«, japst Marie. Sie zerrt an dem Tuch um ihren Kopf.

»Gleich hast du es geschafft, Marie«, sagt Kalle. Es sind nur noch ein paar Stufen bis zu den Engeln, Marie.«

»Sie leben hinterm Sonnenschein, getrennt von uns, unendlich weit«, sagt Röhre.

Marie steigt weiter. In der Krankanzel nimmt Kalle das Tuch von ihrem Gesicht ab. »Braves Mädchen!« Marie sieht sich um und wird kalkweiß im Gesicht.

»Wie wäre es mit Höhensex, Marie?«, fragt Röhre.

»Das wäre doch einmal was anderes als es immer nur im Bett oder im Auto zu treiben, was, Marie?«

Maries Lippen beben. »Ihr Gott verdammten Moorfroschmännchen«, zischt sie.

Kalle und Röhre lachen.

»Ich will da runter!«, japst Marie.

Kalle schiebt die Hand unter ihren Rock, zerrt an ihrem Slip. »Du wolltest ficken, Marie.«

Neongrüne Augen starren ihn gebannt an.

»Du wolltest doch ficken, Marie, oder etwa nicht?« Röhre singt »Gleiches Fell, Stadtgestank.«

Marie kreischt. »Runter! Ich will sofort da runter!«

»Willst du gleich oder später Liebe machen, Marie?«, fragt Kalle. »Willst du erst mich vernaschen und dann Röhre oder umgekehrt, Marie?«

»Ich …«

»Du möchtest erst die Aussicht genießen, liebe Marie?«

»Ich …«

»Noch mal ganz von vorne Marie«, sagt Kalle. »Und das gaaaanz langsam, Marie. Damit dein vernebelter Verstand es auch verstehen kann.«

Marie würgt. Röhre lacht.

»Hör mir gut zu, Marie! Ich frage dich noch einmal. Willst du erst mit Röhre Liebe machen oder mit mir, Marie? Hier in der Kanzel oder draußen auf dem Ausleger?«

Kalle zeigt nach draußen. Marie spuckt neongrüne Brühe vor seine Füße.

»Aber nicht doch, Mariechen«, sagt Kalle. »Du beschmutzt ja dein schönes Röckchen, Marie.«

»Wir kommen dich zu holen, die Affen steigen auf den Thron«, singt Röhre.

»Du hast mich betrogen, verarscht, Marie. Mit ihm.«

Kalle zeigt auf Röhre.

»Und mich hast du mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr betrogen, mit dem Bürgermeister von Güntherstadt, mit …« Röhre brüllt gegen den frischen Morgenwind, schiebt Marie auf den Ausleger. »Hier geht die Party weiter, Marie!«

»Ich will runter«, brüllt Marie.

»Dann spring doch«, sagt Kalle. »Spiel Himmel und Hölle, Marie. Hüüü hüpf, Marie.«

Röhre grölt. »Sie leben hinterm Sonnenschein. Getrennt von uns. Unendlich weit. Sie müssen sich an Sterne krallen, damit sie nicht vom Himmel fallen.«

Er macht eine wegwerfende Handbewegung, reißt die Tür auf und gibt Marie einen Stoß. »Fick dich doch selbst, Marie!«

HAMBURG

Tatort Hamburg

Der Badewannenkapitän

Ich rieche die Fauna Indiens. Jasmin, Lotus, Vanille und Rosenduft umhüllen meine Sinne. Ich bin in Ghazipur, unweit der heiligsten Stadt der Hindus. Die Welt wird zum Blütenmeer und ich, die Schönste aller Blumen, fange an zu tanzen, vergesse Zeit und Raum. Ich bin glücklich. So unwahrscheinlich glücklich! Ich schlinge die Arme um meinen Körper. »Er liebt mich!« Ich zünde auch Räucherkerzen im Badezimmer an, lasse Wasser in die Wanne laufen, erst heißes, dann kaltes. Danach gebe ich bedächtig ein paar Tropfen von dem Rosenöl ins Badewasser, welches Er mir am Vorabend geschenkt hatte. »He, du«, sage ich zu dem goldenen Engel, der mit einem durchsichtigen Klebestreifen auf der Geschenkverpackung von Douglas befestigt war. »Jetzt wird aber weggeschaut!«

Lächelnd lasse ich meine Seidenbluse auf den Fliesenboden fallen, quäle mich aus meiner hautengen Jeans, aus meinem BH, wende und drehe mich vor dem Spiegel. Ich kneife mit dem Zeigefinger und Daumen der rechten Hand in die Speckrolle an meinen

Hüften. »Scheiß Schokolade!«

Mein Blick fällt auf die Badewannenablage. »Du lachst mich doch nicht etwa aus, Engel?«

Ich rolle mein Spitzenhöschen bis zu den Knöcheln herunter, steige mit dem linken Fuß aus dem zarten Gebilde und schleudere es mit dem rechten Fuß hoch in die Luft. Volltreffer! Das Wäscheteil umhüllt den Engel wie eine Burka. »Jetzt siehst du nichts mehr, Himmelskind!«

Ich träufele ein paar Tropfen des kostbaren Badeöls auf meinen Handrücken, halte ihn unter die Nase und ziehe mit geschlossenen Augen den unglaublichen Duft von »Rose Noire’ in mich hinein. »Er liebt mich! Er liebt mich! Er liebt mich! Er, der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes. Liebt mich. Mich, Katharina Prüsse. Die kleine Tippse vom Personalservice Ehrentraut.

Düfte rufen Träume wach, manchmal recht viele. Er ist der Mann, auf den ich viele Jahre gewartet habe. Der Mann, der mir meine heimlichen Träume erfüllen kann. Der fehlende Deckel auf meinem Töpfchen. Er ist der Richtige. Endlich! Ich fühle es von den Zehenspitzen bis zu den Haarwurzeln. Meine Oma hatte recht: Gut Ding will Weile haben. Ich sinke bis zum Hals in das Wasser, seufze wohlig, streichle mit beiden Händen über meine Brüste, meinen Bauch, meine Oberschenkel, lächle. Dann befreie ich den Engel von meinem Höschen. »Ab jetzt wirst du hier auf der Badewannenablage sitzen. Und ab jetzt wirst du mein

Wächter und Glücksbringer sein, Angel!«

Ich fange zu singen an. »Irgendwo hinterm Regenbogen, ganz weit oben, da ist ein Land, von dem hab ich mal ein Gute-Nacht-Lied gehört. Weil, da droben, über dem Regenbogen, da ist der Himmel blau, und wenn du dich traust zu träumen, dann werden die Träume auch wahr.’

Rosenduft durchtränkt die Luft. Ich schwelge darin, meine Gedankengänge begeben sich auf Safari.

Ich will eine Hochzeit auf Hawaii. In Honolulu! Ich will in tiefblauem Meerwasser schwimmen, Seeschildkröten streicheln, an elfenbeinfarbenen Stränden paradiesische Sonnenuntergänge genießen, unter wiegenden Palmen liegen. Mit ihm. Ich lasse heißes Wasser zulaufen, träufele nochmals von dem Rose Noire Öl in die Wanne. »Ich werde ein Prinzessinnenkleid tragen, Angel. Ein Traum in Weiß. Mit einem herzförmigen Ausschnitt und einem weiten Rock aus Tüll, Hibiskusblüten im offenen Haar. An den Handgelenken. An den Füßen. Ich werde die Perlen tragen, die Mama von Papa zu ihrem Silberhochzeitstag geschenkt bekam.« Ich hebe meinen Kopf und schaue dem Engel ins Gesicht. »Du lachst mich schon wieder aus?«

Stolz werfe ich meinen Kopf in den Nacken. »Mein Kapitän wird einen Kranz mit geschlossenen Leiblüten um den Hals tragen, Angel. Ein weißes Hemd. Eine weiße Hose. Und ein Ukulelespieler wird für uns »Somewhere over the rainbow’ spielen.

Ich will Fusion Cuisine als Hochzeitsschmaus, will die Welt auf unseren Tellern sehen, will Mangos aus Thailand, Tonkabohnen aus Südamerika, roten Reis aus Indien, Mais aus Mexiko, Fisch aus Hamburg.

Wir werden mit Delfinen schwimmen, eine Ozeansafari und einen Schnorchel-Trip machen. Wir werden in sternenerfüllten Nächten in türkis, funkelndem Meerwasser schwimmen. Der erste Blick an jedem Morgen soll Er sein. Hans-Jürgen Witte, der Kreuzfahrtkapitän. Für immer!«

Das penetrante Klingeln des Telefons reißt mich aus meinen Träumen. Er vielleicht? Ich steige aus der Wanne, streife das ölige Wasser mit der flachen Hand von meinem Körper und laufe zur Mobil-Station in den Flur. Auf dem Display sehe ich seine Nummer. Mein Herz schlägt im dreiviertel Takt. »Ja?«, hauche ich in die Sprechmuschel, »Hier, Katharina Prüsse.«

»Yes, I do«, hauche ich ein halbes Jahr später auf einer Klippe auf Honolulu. Ich trage die wunderbare Schöpfung eines amerikanischen Modedesigners, ein Traum in Weiß. Der herzförmige Ausschnitt meines Kleides ist mit echt Brüsseler Spitze umsäumt, der Rock aus Tüll mit unzähligen Spitzenblüten verziert. Ich trage einen Kranz mit weißen Hibiskusblüten im offenen Haar, habe weiße Hibiskusblüten um meine Fußknöchel und meine Handgelenke geschlungen. Mit Stolz trage ich die Perlenkette meiner Mutter um den Hals, schwebe an der Hand meines Vaters auf einem Teppich aus roten, gelben, weißen und orangefarbenen Rosenblättern meinem Traummann entgegen. Er trägt einen Kranz mit geschlossenen Leis um den Hals, eine weiße Hose, ein weißes Hemd, weiße Schuhe. Ein Ukulelespieler spielt »Somewhere over the rainbow.’ Papa und Mama weinen.

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