Gisela Sachs - Tatort Deutschland

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16 brillante Krimis rund um die Mordlust. Von heiter bis bitterböse. Ein Kaleidoskop der Gefühle: leidenschaftlich, spannend, liebevoll, tragisch, heiter, feinsinnig, aggressiv, hasserfüllt, zynisch, abgründig. Lebensprall!
Im Mittelpunkt des mörderischen Erfindergeistes steht die Stadt Heilbronn.
Der Heilbronn-Krimi »Hühnchen unter der Neckarbrücke« wurde beim Krimifestival der Metropolregion Rhein/Neckar mit dem 1. Preis ausgezeichnet.
Jetzt hat auch die Region ihre ‚Lady of Crime’. Gemeint ist Gisela Sachs, deren Name in den letzten Wochen häufig in den Schlagzeilen der Literaturseiten auftaucht
― Rhein Neckar Zeitung
Beim Setting, dem A und O eines Regio-Krimis, macht ihr keiner was vor
― Heilbronner Stimme
All das hat Gisela Sachs mit einer frechen, lakonischen, nicht immer glatten Sprache unterhaltsam und hintersinnig beschrieben
― Fränkische Nachrichten

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»Du bist noch wach?«, fragt er.

Ich sehe ihm in die rotumränderten Augen, gebe keine Antwort auf seine Frage.

»Um diese Uhrzeit, Katharina?« Ich antworte wiederum nicht.

Seine hungrigen Augen kleben an mir fest. »Ziemlich schwül hier«, sagt er und schaltet den Ventilator ein. Dann reißt er sich die Kleider vom Leib, steigt zu mir in die Wanne. Er riecht nach Hochprozentigem, nach Moschus, nach weiß ich auch nicht, was. Sein Adamsapfel hüpft auf und ab, sein Zauberstab zeigt anklagend in meine Richtung. »Wo warst du?«, frage ich ihn. Er antwortet mir nicht, sieht mich provokant an und lässt seine Zehen um meinen Bauchnabel kreisen, spielt mit meinen Schamhaaren.

»Lass das«, sage ich.

»Hab dich nicht so«, sagt er. Sein Blut wallt. Und er fordert Liebe ein. Ich versuche, ihn von mir wegzudrücken, stemme beide Hände gegen seine Brust. Er lacht mich aus, drückt mit Zeigefinger und Daumen meinen Mund zu einer Schnute und küsst mich mit Gewalt. Seine Zunge füllt meinen Mund. Ich ringe nach Luft. Er stinkt aus dem Mund wie eine tote Ratte.

»Ich muss aufs Klo«, japse ich, als er eine Verschnaufpause einlegt. »Lass laufen«, sagt er, und versucht in mich einzudringen. Ich zapple wie ein Fisch an der Angel. Er verfehlt sein Ziel und wird wütend.

»Halt still. Halt verdammt noch Mal still, Weib!«

»Ich muss aufs Klo, Hans-Jürgen. Ein großes Geschäft, Hans-Jürgen.«

Er lässt von mir ab, schlägt mir auf den Oberschenkel.

»Beeil dich aber!«

Mit einem Satz bin ich aus der Wanne, schnappe den Ventilator, werfe ihn in das Wasser, stecke blitzschnell den Fön in das Verlängerungskabel, schalte ihn auf höchste Leistungsstufe und werfe ihn hinterher.

Ich bin überrascht, dass er so schnell tot ist. Ich streue die Rosenblätter aus unserem Vorgarten über seine verkrampfte Leiche: rote, gelbe, weiße und orangefarbene Blätter schwimmen in dem mit bräunlichem Schaum überzogenen Badewasser, bedecken seine Arme, seinen Bauch, sein Gesicht, kleben in seinen

Haaren.

Ich lege ihm seine Hochzeitskette um den Hals, werfe das weiße Hemd, die weiße Hose und die weißen Schuhe in die Wanne. Dann greife ich mit beiden Händen zwischen seine Beine und quetsche mit voller Kraft seine Hoden. »Aloha, mein Badewannenkapitän!«

Schweiß rinnt über meinen nackten Körper, die drückend heiße Luft nimmt mir den Atem und ich reiße das Badezimmerfenster auf. »Guten Morgen«, sagt die Nachbarin, mit der er auch schon gevögelt hat. »Ist bei Ihnen alles in Ordnung, Frau Witte?«

»Ich fliege mit den Blaumeisen hinter den Regenbogen«, sage ich und klatsche das Fenster zu. Dann fege ich den Engel mit der flachen Hand von der Badewannenablage, lege die CD mit dem Soundtrack von »Spiel mir das Lied vom Tod’ in den Player und fange an zu tanzen. Ich tanze und ich tanze und ich tanze, bis ich von der Polizei abgeführt werde.

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Tatort Schwerin

Der Honiganbieter

Friedrich Witte betritt die Geschäftsstelle des Landesverbands der Imker Mecklenburg Vorpommern e.V. Es ist Dienstag. Und die Sprechzeiten der Geschäftsstelle der Imker sind nur Dienstag und Donnerstag. Von 9 16 Uhr. Der ehemalige Imker wird wie jeden Dienstag und Donnerstag bis 16 Uhr am Telefon für alle Fragen rund um die Bienenzucht zur Verfügung stehen. Ehrenamtlich. Neben der Telefonarbeit wird er, wie seit vielen Jahren schon, die schriftlichen Arbeiten der Honigerzeugergemeinschaft erledigen sowie die jährliche Sommerund Weihnachtsfeier vorbereiten. Friedrich Witte ist sehr gut im Organisieren und im Planen, steckt seine ganze Kraft in seine zahlreichen Projekte und obwohl er schon auf die 80 zugeht, reißt Witte, wie er von den Vereinsmitgliedern genannt wird, sich immer noch mehr Arbeit unter den Nagel. Vor allem die Arbeit, die nach außen dringt. Er ist im Vorstand der katholischen Kirche St. Anna, der Mutterkirche aller katholischen Kirchen in Mecklenburg, betreut das Frühstück für Bedürftige in den Sozialräumen von St.

Anna, St. Martin und St. Andreas.

Mit demütig-gütigem Blick, nach rechts und links grüßend, läuft Friedrich Witte jeden Sonntagmorgen nach der Frühmesse durch die Reihen der Bedürftigen, jeden ersten Sonntag im Monat in St. Anna, jeden zweiten Sonntag im Monat in St. Martin, jeden dritten Sonntag im Monat in St. Andreas. Das Gebetbuch fest an seine Brust gepresst. Den vierten Sonntag im Monat bringt sich der christliche Mann für die kirchliche Telefonfürsorge bei der Caritas ein. Friedrich Witte macht sich gerne stark für die Menschen am Rande der Gesellschaft, kümmert sich um die Bedürfnisse von einsamen Senioren und Seniorinnen.

»Überzeugung und Glaube muss man in die Tat umsetzen«, betont Friedrich Witte immer wieder. Und natürlich sorgt der fromme Mann dafür, dass eine regelmäßige Berichterstattung über seine sozialen Tätigkeiten in der Schweriner Volkszeitung erscheint.

Er selbst habe die Kuchen gebacken, die seine abgehetzte Ehefrau jeden Sonntag in den Küchen der jeweiligen Kirchengemeinden abliefert, erklärt er lächelnd.

»In den frühen Morgenstunden schon, vor der Frühmesse.«

Wohlwollend nickt Witte seiner Frau zu. »Danke fürs Herbringen, Hiltrud.«

Und mit einem lässigen Winken mit der rechten Hand, so wie man eine lästige Fliege verscheucht, ist die Ehefrau verabschiedet. Friedrich Witte wird pünktlich um 12.00 Uhr zum Mittagessen zuhause sein. Wie jeden Sonntag. Und er wird wie immer eine Kohlrabisuppe, Rumpsteak Medium gegrillt, eine bunte Gemüsepfanne und Kartoffelecken serviert bekommen. Drei Kugeln Eis als Nachtisch: Vanille, Erdbeere, Schokolade. Mit zwei Esslöffeln Sirup über dem Eis, vier Esslöffeln Schlagsahne obenauf. Friedrich Witte liebt Schlagsahne, will aber nur die Schlagsahne von Südmilch auf seinem Eis dulden, und er will exakt zwei Päckchen Vanillezucker in der Sahnewolke haben, und es muss der Vanillezucker von Dr. Oetker sein. »Nur keine Außergewöhnlichkeiten, Hildchen!«

Friedrich Witte wird nach dem Mittagessen wie immer ein Nickerchen machen, Hiltrud Witte die Essensreste in Plastikschüsseln verstauen und zu Frau Schulze eilen, der gehbehinderten Frau, die Friedrich Witte über das Sorgentelefon kennengelernt hatte. Sie wird der alten Dame das Bett frisch überziehen, die Waschmaschine füllen, bügeln, die Wohnung saugen, Staub wischen und die Einkaufsliste für die kommende Woche schreiben. Dann wird sie zusammen mit der einsamen Frau Kaffee trinken, ein bisschen erzählen. Die alte Dame hat weder Freunde noch Verwandte in der Stadt.

Hiltrud Witte ist nach den Besuchen bei Luise Schulze immer sehr erschöpft, ihrer letzten Energie beraubt. Tagein, tagaus ist die verbitterte Frau damit beschäftigt, sich alle negativen Erlebnisse der letzten 70 Jahre in Erinnerung zu rufen. Sie hadert mit ihrer Kindheit, fühlt sich vom Leben betrogen.

»Da bist du ja, Hiltrud. Du kochst doch gleich mal einen Kaffee?«, ruft Heinrich Witte, sobald Hiltrud Witte die Haustür aufgeschlossen hat. »Hilde, du bist es doch?«

Hiltrud Witte zieht seufzend ihre Straßenschuhe aus, stellt sie in den Schuhschrank, schlüpft in ihre rosaroten Plüschhausschuhe, geht in die Küche, bindet ihre geblümte Schürze um ihr Sonntagskleid und schaltet die Kaffeemaschine ein. Danach spült sie die Essensreste von den Schüsseln und Tellern, räumt sie in die Spülmaschine ein. Das Silberbesteck, die Gläser und die Eisschalen mit dem Goldrand spült sie von Hand. Sie holt die Kaffeetasse mit dem Motiv des Schweriner Schlosses aus der Vitrine, den Unterteller, die Zuckerdose, stellt alles auf das Servierbrett in Apfelform. Friedrich Witte besteht darauf, seinen Sonntagnachmittagskaffee aus der Tasse mit dem Motiv des Schweriner Schlosses zu trinken.

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