Michael Tietz - Rattentanz

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23. Mai, 07:00 Uhr. An einem ganz normalen Frühlingsmorgen beginnt der globale Albtraum: Das weltweite Stromnetz bricht von einer Sekunde auf die andere zusammen. Sämtliche Kommunikationssysteme kollabieren, urplötzlich stürzen Flugzeuge vom Himmel, innerhalb von Stunden regieren Chaos, Gewalt und Anarchie. Es geht um das nackte Überleben in einer bis dahin unbekannten Welt – aber nur die wenigsten scheinen dieser Herausforderung gewachsen. Gibt es Hoffnung für die Menschheit oder werden am Ende nur die Ratten triumphieren?

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»Bloß nicht, der wär’ ja ruckzuck voll!«

Frieder Faust nickte und tat so, als ob er seinen Sohn, der an der Tür stand und ihm aufgeregt zuwinkte, nicht sähe. »Gibt es Freiwillige für den Beerdigungstrupp?« Es wurde plötzlich still im Saal und jeder der An wesenden versuchte sich so klein wie möglich zu machen. Selbst Chris toph Eisele, der eben noch enthusiastisch auf die Seuchen gefahr hingewiesen hatte, versuchte in der Anonymität zu versinken und schwieg.

»Christoph?« Faust sah sich im Saal um.

»Hier«, antwortete Hildegund Teufel und zeigte mit ihrem Stock auf Christoph Eisele, wofür sie von ihm einen nicht gerade freundlichen Blick erntete.

»Wenn keiner hier was dagegen hat, solltest du das Beerdigungsteam organisieren.« Aus dem Saal kam beifälliges Murmeln. »Und da es sich um keinen Job handelt, für den es viele Freiwillige gibt, wird jeder Mann aus dem Dorf einmal dabei sein müssen. Du musst nur zusehen, dass du alles einigermaßen gerecht organisierst, Christoph.«

»Von mir aus, wenn es sein muss.«

»Und wen schicken wir jetzt nach Waldshut aufs Landratsamt?«

»Wieso nach Waldshut? Bardo hat doch berichtet, wie es dort zugeht und dass die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Viel leicht ist es in Stuttgart besser? Ich finde, jemand sollte nach Stuttgart fahren.«

»Fahren?«

»Natürlich. Autos haben wir ja!«

»Und was ist mit den Straßen?« Jürgen Mettmüller erhob sich.

»Wie Anne und Bardo berichteten, ist vor zwei Stunden bereits kaum noch ein Durchkommen möglich gewesen. Und die beiden waren auf relativ unbedeutenden Straßen zwischen relativ kleinen Ortschaften unterwegs. Was meinst du, wie es jetzt auf den Autobahnen und erst in Stuttgart aussieht.«

»Jürgen hat recht.« Frieder wirkte selbstsicher und wurde von den Dorfbewohnern offenbar in seiner neuen Rolle akzeptiert. »Selbst wenn es einer von uns bis nach Stuttgart schaffen sollte, was soll er dort? Hilfe holen? Wenn die die gleichen Probleme haben wie wir, haben sie genug mit sich selbst zu tun. Und wenn in Stuttgart und weiter nördlich die Versorgung mit Strom und Wasser noch funktioniert und die Telefone gehen, werden sie in den nächsten Tagen ganz von allein hier bei uns auftauchen.«

»Vater!« Bubi hielt es nicht mehr aus und versuchte, sich leise bemerkbar zu machen. »He, Vater!«, zischte er und winkte.

»Was ist denn?«, fuhr der herum.

»Ich habe einen Überlebenden gefunden!«

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe. Sofort drängten die Menschen aus dem engen Saal auf den Parkplatz vor dem Haus und umringten den rostigen Passat. Auf der Rücksitzbank saß ein alter Mann mit schneeweißem Haar, das ihm in leichten Wellen bis auf die Schultern fiel. Auch sein kurz gehaltener Vollbart war weiß. Der Mann sah traurig aus und unendlich müde.

»Schnell! Holt ihn raus!« Martin Kiefer drängelte sich nach vorn und öffnete die Tür. »Kommen Sie, wir helfen Ihnen.« Und zu den Umstehenden: »Los, fasst mit an, wir müssen ihn reintragen.«

Kiefer zog Professor Assauer aus dem Wagen und zu dritt trugen sie ihn ins Gasthaus. »Fehlt Ihnen etwas?«

Assauer schwieg und starrte unbeteiligt ins Leere. Was ihm fehlte, würde ihm kein Mensch der Welt zurückgeben können. Sybilla. Und Kevin.

»Macht Platz!«

14

15:00 Uhr, Krankenhaus Donaueschingen

Gestern war die Welt noch in Ordnung. Strom und Wasser und Computer funktionierten so, wie sie funktionieren sollten und für die Menschheit entsprach das Morgen vermutlich dem Heute und Ges tern und war nur mehr dessen logische Fortsetzung. Gestern hatten Punkt zwölf, wie jeden Mittag, die Kirchenglocken der Stadt geläutet. Heute war alles still. Blieb alles still.

Joachim Beck kannte das am Stadtrand liegende Krankenhaus aus eigener Erfahrung. Ein bei einem Einsatz gebrochener Finger war hier gerichtet und eingegipst worden und mindestens zweimal im Monat musste er nach einer geschlichteten Schlägerei mit einem Opfer hierher oder einen betrunkenen Autofahrer einen Blutalkoholtest unterziehen lassen.

Als er jetzt aber den Wartebereich betrat, erkannte er die sonst so beschauliche Einrichtung kaum wieder!

Es herrschte heilloses Durcheinander. Menschen hetzten hinein, wesentlich mehr aber verließen die Klinik. Alles machte den Eindruck einer unkoordinierten, spontanen Evakuierung des Krankenhauses. Zeitgleich suchten immer mehr Verletzte nach Behandlung und schneller Hilfe. Beck drängelte sich an einer älteren Frau vorbei, die ihren Mann in einem Rollstuhl aus der Klinik schob. Ihr liefen Tränen übers Gesicht und er rief vergebens nach einem Taxi. Die Frau weinte, weil sie die Hilf- und Sinnlosigkeit seiner Rufe längst erkannt hatte. Aber die Angst vor der Enttäuschung in seinen Augen hielt sie zurück. Und ließ sie weinen.

Becks zerschnittene Handfläche war mit einer Krawatte notdürftig verbunden. Vor einer Stunde hatte sie endlich aufgehört zu bluten. Salm hatte ihm das schmale Stück Stoff um die Verletzung geknotet und ihn ins Krankenhaus geschickt.

Frederik Salm, sein Vorgesetzter und Leiter des Donaueschinger Polizeireviers, hatte auf dem Weg zurück in seine Dienststelle Joachim Beck mit nur einem Schuh, gebrochener Nase und blutender Hand an sich vorbeirennen sehen. Aus Angst vor dem Lärm, der aus dem nahen Revier zu ihm drang, hatte er sich hinter ein geparktes Auto gekauert. Erst als er halbwegs sicher sein konnte, dass Beck nicht verfolgt wurde, rannte er seinem Untergebenen hinterher.

Beck flüchtete in ein dunkles Treppenhaus und empfing seinen Chef mit kampfbereiten Fäusten.

»Beck? Ich bin es, Salm!« Erleichtert hatte Beck die Angriffshaltung aufgegeben. Er zitterte wie ein frisch geborenes Kalb am ganzen Körper. Das von seinen Fingerspitzen tropfende Blut bildete bereits eine ansehnliche Lache auf dem Steinboden.

Während er Salm von den Vorfällen in der Bank und im Revier erzählte, zerriss eine Maschinengewehrsalve die Stille. Salm zerrte sich die Krawatte vom Hals und verband Joachim Becks Hand. »Versuchen Sie, ins Krankenhaus zu gelangen, das muss genäht werden«, hatte er geraten. »Ihre Nase könnte auch einen Arzt vertragen.« Beck lächelte gequält.

»Und was werden Sie unternehmen?« Salm hatte einige Sekunden geschwiegen und durch Beck hindurchgesehen.

»Ich weiß es nicht.«

So ratlos hatte Beck seinen cholerischen Vorgesetzten noch nie erlebt. »Alles scheint vollkommen aus den Fugen zu geraten. Ich habe Angst, Angst um meine Familie, meine Mitarbeiter, die noch draußen sind, Angst um unsere Stadt, unsere Welt. Ist nur hier alles durcheinandergeraten und in Frankfurt und Stuttgart und Berlin funktioniert das Leben reibungslos und wie gewohnt? Aber wenn ja, warum hilft uns dann niemand?« Salm hatte den Kopf geschüttelt und Beck auf die schwachen Füße geholfen. »Machen Sie, dass Sie ins Krankenhaus kommen. Ich gehe zurück zu meiner Familie.«

Beck kämpfte sich bis in die Ambulanz vor, wo eine überforderte junge Ärztin den auf sie einstürmenden Patienten gegenüberstand. Al le Stühle waren besetzt, und auf den Gängen vor den vier Behandlungskabinen drängelten sich Männer und Frauen. Die Ärztin hastete zu jedem Neuankömmling, konnte sich aber bei keinem zu einer Behandlung durchringen. Heute war der erste Tag, an dem sie, ohne den sicheren Rat eines erfahrenen Kollegen im Hintergrund, allein und eigenverantwortlich arbeiten und entscheiden musste. Zuerst, bis gegen zehn, halfen ihr zwei weitere Assistenzärzte, die man dann aber in die Operationssäle abkommandierte.

Eine resolute, ältere Krankenschwester nahm der jungen Ärztin das Zepter aus der Hand und begann, nach eigenem Gutdünken die Patien ten zu verteilen. »Alle mit leichteren Verletzungen gehen bitte auf Station zweiundzwanzig. Bitte!« Mit gespreizten Armen schob sie einige Verletzte vor sich her. »Bitte, Sie sehen doch selbst, dass wir im Moment hier in der Ambulanz nichts für Sie tun können. Gehen Sie auf die Stationen, bitte.«

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