Bernd Wieland - Die Zecke auf Abwegen

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Die „Zecke“ ist zurück!
Auch in seinem zweiten satirischen Roman über Hartmut „Die Zecke“ Schminke spielt Bernd Wieland, im Hauptberuf Betriebsprüfer beim Finanzamt, souverän mit gängigen Klischees.
Der kleine Finanzbeamte Hartmut Schminke steckt in großen Schwierigkeiten. Sein Sachgebiet wird umstrukturiert und ehe er sich versieht ist er als „Teamfürst“ dafür verantwortlich, aus behäbigen Beamten hocheffiziente Dienstleister zu machen. Diese Herkulesaufgabe setzt ihm gehörig zu und auch privat kommt er ins Schwitzen, denn seine ambitionierte Frau Britta will hoch hinaus: Ein eigenes Haus muss her! „Nur Deppen lassen bauen“ verheißt die Bau-doch-selbst GmbH und ködert Hartmut mit der „Muskelhypothek“. Um den Hausbau zu finanzieren, entwickelt Hartmut sein ganz eigenes Steuersparmodell …
Dann überschlagen sich die Ereignisse. Schminke, von Natur aus eher arbeitsscheu, wird zum Betriebsprüfer befördert. Er nistet sich in der renommierten Steuerberatungssozietät Dr. Plunse ein und erhält dort einmalige Einblicke in die Machenschaften einer Familiensozietät auf der Jagd nach potenten Mandanten.
Über allem schwebt die Finanzkrise, die auch bei Familie Schminke ihre Spuren hinterlässt. Was tun, wenn sich das Schwarzgeld-Depot bei Payman-Brothers in Luft auflöst und der Fiskus mit einer Steuersünder-CD droht?

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„Haben Sie denn der Lucky-Farm den Schadensfall gemeldet?”, fragte Herr Hecke, Vertrauensmann der Gothaer-Versicherung.

„Natürlich! Ich hab mich sofort beschwert”, versicherte Herr Kuckuck, „aber die Tante von der Lucky-Farm hat nur mit den Achseln gezuckt und gesagt, sie würden schließlich keinen Menschenhandel betreiben.”

Die Lage verbesserte sich nicht gerade als Herr Speer dem Mob eröffnete, jeder Eigentümer müsste jetzt zunächst eine Sondereinlage von 3.000 Euro einzahlen.

Frau Knarrsack schrie Kuckuck empört an: „Ich zeige Sie an! Wegen Betrugs und Menschenhandels!”

Erst als Herr Mollenhauer, ein Diakon der katholischen Kirchengemeinde, sich zu Wort meldete, wurde es wieder ruhiger.

„Herr Kuckuck, Sie haben mir doch nach der Christmette erzählt, dass Sie aus der NS-Zeit alte Säbel, Wappen und Orden sammeln.”

Herr Kuckuck, der sonst keine zwei Sätze hintereinander fließend herausbekam, fing jetzt an zu sprudeln: „Neulich habe ich auf einem Trödlermarkt in Osnabrück einen traumhaften Reichssäbel von 1939 erstanden.”

Diakon Mollenhauer unterbrach ihn: „Dann schlage ich vor, die Sammlung im Rahmen unserer Ausstellung ‚Verbrechen in der NS-Zeit‘ in St. Jakobus zunächst auszustellen und sie anschließend bei ebay zu versteigern.” 20 Prozent des Erlöses sollte St. Jakobus zukommen.

„Das … das können Sie mit mir doch nicht machen!”, stammelte Herr Kuckuck. Erst als Herr Speer ihn mit der Einleitung eines Strafverfahrens wegen Veruntreuung gehörig eingeschüchtert hatte, gab er resigniert seine Zustimmung zum Verkauf. Alle klatschten.

„Wer übernimmt den Verkauf?”, fragte Herr Balzak.

„Das wird Herr Schminke übernehmen”, sagte Herr Speer bestimmend. Ich dachte, ich hätte mich verhört.

„Herr Schminke, kommen Sie doch mal nach vorne. Ich weiß, dass Sie da hinten sind.”

„Los!”, trieb mich Britta an. „Du bist gemeint.”

„Ich verstehe doch gar nichts von diesem Plunder”, raunte ich ihr zu.

„Kannst dich ja reinlesen!”

So war es immer bei uns. Wenn es unangenehm wurde, musste ich mich „reinlesen”. Unsanft wurde ich ins Wohnzimmer geschoben. Herr Speer legte seinen Arm um mich: „Herr Schminke ist Finanzbeamter. Der weiß, wie man den Leuten das Geld aus der Tasche zieht.”

„Aber ich verstehe doch gar nichts von Säbeln und diesem ganzen Kram!”

„Verstehen Sie die Steuergesetze?”

Ich schwieg eisern.

„Na, also! Kann man gar nicht. Alles Schwachsinn! Deshalb sind Sie für uns auch der richtige Mann.”

Wieder johlten und klatschten alle.

Herr Speer beendete die Sitzung und wies Diakon Mollenhauer an, die Sammlung sicherzustellen.

6. Britta muckt auf

Wieder in der Wohnung, schenkte ich uns auf den Schreck einen doppelten Ouzo ein. Ich wollte den Fernseher einschalten, mich einfach nur berieseln lassen, doch unerwartet nahm mir Britta die Fernbedienung aus der Hand und schaute mich ernst an. „Hartmut, mir ist jetzt Einiges klar geworden.”

Brittas Erleuchtungen waren nie ungefährlich. Ich tat jetzt gut daran, zumindest einen interessierten Blick aufzusetzen.

„Hartmut, wir verkaufen die Wohnung – und zwar bevor dieser klinisch tote Verwalter sich noch mehr Dummheiten einfallen lässt.”

Entsetzt starrte ich Britta an. „Und was hast du dir dann stattdessen vorgestellt?” Ich hatte im Amt schon genug Stress, da brauchte ich privat nicht auch noch Veränderungen. Britta hatte nicht im Entferntesten eine Vorstellung, welche Bürde ich als Teamfürst zu tragen hatte. Vor allen Dingen, wenn einem nur eine Mannschaft von angeschossenen Indianern vom Typ Goller oder Stöhr zur Verfügung standen.

Britta setzte sich aufrecht hin. Sie überragte mich jetzt um mehr als einen Kopf. „Wir bauen ein Haus. Und zwar schlüsselfertig.”

Eindeutig: Sie war wieder verrückt geworden. Ich hätte doch lieber bis an mein Lebensende bei Papa und Mama wohnen bleiben sollen. Als ich Mama davon erzählt hatte, dass ich Britta heiraten wollte, hatte sie nur gesagt „Junge, du weißt, dein Zimmer wird dir immer bleiben! Und denk dran, wie teuer das Leben da draußen ist!” Eine Woche vor der standesamtlichen Trauung war ich direkt von Mama und Papa in Brittas Wohnung gezogen. Am Tag meines Umzugs heulten beide wie die Schlosshunde.

Ich musste Zeit gewinnen: „Keine schlechte Idee, Britta, wir bauen ein Haus. In zehn Jahren müssten wir mit dem Imbiss …”

„Das ist der zweite Punkt”, unterbrach mich Britta. „Hartmut, ich will auch nie wieder in meinem Leben hinter dem Tresen einer stinkenden Frittenbude stehen!”

Und an dem entschlossenem Funkeln in ihren Augen konnte ich erkennen, dass das ihr letztes Wort war. Auch das noch.

Meine Idee vor einigen Jahren, einen Imbiss auf Brittas Namen zu eröffnen, hatte uns vor dem sicheren Ruin gerettet. Um ein Haar wäre sonst unsere Wohnung versteigert worden.

Mama hatte Recht: Britta war ein verwöhntes, undankbares Luxusweibchen. Wer stand denn die meiste Zeit hinter dem Tresen der Frittenschmiede? Unsere Angestellte Mandy und Brittas fette Cousine Karin. Ich gebe zu: auf Karin war nicht sonderlich Verlass. Aber es war ohnehin nur noch eine Frage der Zeit, bis Karin nicht mehr durch die schmale Tür vom Imbisswagen passen würde. Britta stand eigentlich nur noch zur Rushhour und am Wochenende im Imbiss. Natürlich war das zu spüren. Durch die höheren Personalkosten war der Gewinn ganz schön in den Keller gegangen.

„Mandy ist doch schon seit langem scharf darauf, den Imbiss zu übernehmen”, sagte Britta. „In jedem Fall können wir vom Gewinn, den der Verkauf abwirft, das Grundstück bezahlen.”

„Und wie willst du die Restsumme von deinem Häuschen finanzieren? Glaub nicht, dass wir für die Eigentumswohnung viel bekommen. Seit der Krise sind die Preise total im Keller.”

„Natürlich mit unserem kleinen Depot in der Schweiz. Das müsste sogar ausreichen, um Griechenland aufzukaufen.”

Wenigstens das Schwarzgeld aus dem Imbiss hatte ich vor Brittas Streifzügen durch die Boutiquen und Schuhläden retten können. Und vor allen Dingen vor Betriebsprüfer Glockemüller, der die Frittenschmiede um ein Haar totgeprüft hätte. Noch Wochen nach der Prüfung rechnete ich immer, wenn es auf 10:00 Uhr zuging, mit einem Hausbesuch der Steuerfahndung.

Britta hatte ja Recht. Warum das Geld nicht in ein Häuschen investieren. So langsam hatten wir uns aus der Schusslinie der Steuerfahndung gebracht. Und wenn der Imbiss erst einmal auf Mandy überschrieben wäre, wären wir ohnehin raus aus der Nummer. Mir brannte es ja auch schon unter den Nägeln, mir ein anderes Autozu kaufen. Der alte „Strich Achter” löste sich langsam in seine Bestandteile auf.

„Gut Britta, wenn ich am Dienstag ins Amt fahre, spreche ich in der Mittagspause mit Mandy. Und was willst du stattdessen machen? Hausmütterchen spielen – oder noch einen Wurf Kinder ausbrüten?”

„Quatsch! Ich werde mich um die Pläne für unser Haus kümmern. Und anschließend mache ich endlich mein Studium fertig.”

Wenn Außenstehende Britta auf ihre Arbeit als Imbisshummel ansprachen, betonte sie immer, sie studiere hauptberuflich Psychologie und Freizeitpädaogik. Mittlerweile hatte ich aufgehört, die Semester zu zählen. Konnte das Zweiunddreißigste sein, würde mich aber auch nicht wundern, wenn es das Sechsundvierzigste war. Zuletzt hatte sie wieder eine Auszeit genommen, weil sie im Kindergarten zur Elternvertreterin gewählt worden war.

Gleich am nächsten Morgen saß Britta vor dem PC und lud sich Grundrisse von ihren Traumhäusern herunter. Enthusiastisch hielt sie mir den Entwurf einer Villa mit Schwimmbad vor die Nase.

„Genauso habe ich mir unser Haus vorgestellt, vielleicht ein bisschen größer und nicht ganz so schlicht.”

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