Bernd Wieland - Die Zecke auf Abwegen

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Die „Zecke“ ist zurück!
Auch in seinem zweiten satirischen Roman über Hartmut „Die Zecke“ Schminke spielt Bernd Wieland, im Hauptberuf Betriebsprüfer beim Finanzamt, souverän mit gängigen Klischees.
Der kleine Finanzbeamte Hartmut Schminke steckt in großen Schwierigkeiten. Sein Sachgebiet wird umstrukturiert und ehe er sich versieht ist er als „Teamfürst“ dafür verantwortlich, aus behäbigen Beamten hocheffiziente Dienstleister zu machen. Diese Herkulesaufgabe setzt ihm gehörig zu und auch privat kommt er ins Schwitzen, denn seine ambitionierte Frau Britta will hoch hinaus: Ein eigenes Haus muss her! „Nur Deppen lassen bauen“ verheißt die Bau-doch-selbst GmbH und ködert Hartmut mit der „Muskelhypothek“. Um den Hausbau zu finanzieren, entwickelt Hartmut sein ganz eigenes Steuersparmodell …
Dann überschlagen sich die Ereignisse. Schminke, von Natur aus eher arbeitsscheu, wird zum Betriebsprüfer befördert. Er nistet sich in der renommierten Steuerberatungssozietät Dr. Plunse ein und erhält dort einmalige Einblicke in die Machenschaften einer Familiensozietät auf der Jagd nach potenten Mandanten.
Über allem schwebt die Finanzkrise, die auch bei Familie Schminke ihre Spuren hinterlässt. Was tun, wenn sich das Schwarzgeld-Depot bei Payman-Brothers in Luft auflöst und der Fiskus mit einer Steuersünder-CD droht?

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„Britta”, zischte ich, „lass das!” Doch es war schon zu spät. Die schwere Decke verlor an Halt und rutschte herunter. Alle starrten verdutzt auf die nackte Frau auf dem Schrank, die mit ihrem weit geöffnetem Mund und den dunklen Kulleraugen ziemlich belämmert aussah.

Ein junger Mann, Typ Seebär, mit Bauch und Vollbart, fing dröhnend an zu lachen und prustete: „Wusst ich gar nicht, dass Speers hier zu dritt wohnen.”

Frau Tunte-Grieshalm schüttelte tadelnd den Kopf und versuchte die Brüste der Schrank-Frau mit einem Oberhemd aus der Bügelwäsche zu bedecken.

„Guck da nicht so hin, Hartmut!”, zischte Britta mir zu und versuchte die Decke wieder über die Gummipuppe zu ziehen. Endlich guckte nur noch ein großer Zeh hervor.

Aus dem Schlafzimmer hörten wir wütende Stimmen: „Und in so eine Ruine haben wir unser ganzes Geld gesteckt!”

„Man sollte ihn anzeigen – oder besser gleich lynchen!”

Die Stimmung heizte sich jetzt auch in unserer Abstellkammer auf. Herr Dr. Keuscher, der zwischen mir und einer hölzernen Skulptur eines Deutschen Schäferhundes eingeklemmt war, jammerte: „Vor zwölf Jahren hat sich der Betonsockel geneigt! Wusste ich doch gleich, dass bei der Sanierung gepfuscht wurde. Kostet Hunderttausende, wenn man das vernünftig machen lässt!”

Ich rechnete mit dem Schlimmsten. Jeder suchte Streit. Der über die Weihnachtstage aufgestaute Ärger über die Verwandtschaft und dazu das Völlegefühl von dem fetten Gänsebraten suchten jetzt dringend ein Ventil. Nicht ohne Grund werden an Weihnachten die meisten Verwandten umgebracht.

Alle redeten durcheinander. Auf einmal eine schrille Frauenstimme: „Da kommt das Schwein!”

„Wer?” Von meinem Platz aus sah ich niemanden.

„Kuckuck natürlich”, raunte mir Frau Tunte-Grieshalm zu. Offenbar wusste sie mehr. Ihr süßliches Parfum, ein Lamöff übelster Sorte, nahm mir fast den Atem.

Herr Speer bahnte sich jetzt einen Weg durch den Flur, vorbei an unserer Abstellkammer. Für einen Moment konnte ich sehen, wie er Herrn Kuckuck, den Hausverwalter, durch die Menge schob. Kuckuck wurde im Wohnzimmer vor eine Anrichte gestoßen, die als Pult für den Beirat diente.

Dann begann Herr Speer mit seinen Ausführungen. Mit seinem Gewerkschaftler-Organ konnte er sich auch ohne Babyphone verständlich machen.

„Wie ich Ihnen bereits bei unserer letzten Eigentümerversammlung ausführlich mitgeteilt habe, sind in den nächsten Wochen einige Reparaturarbeiten dringend erforderlich: Das Flachdach in Block B ist undicht und muss komplett saniert werden. Die Heizung wurde vom Schornsteinfeger wegen der schlechten Emissionswerte nicht mehr abgenommen. Außerdem steht der Heizöl­tank auf Reserve. „Na, und?”, wandte Herr Higgins mürrisch ein. „Wozu gibt‘s denn die Instandhaltungsrücklage? Für das, was ich da jeden Monat einzahle, hätte ich mir schon einen richtig dicken Mercedes kaufen können.”

Zustimmendes Gemurmel und Gefluche über die Höhe der Rücklagebeiträge und über den Bezirksschornsteinfeger, diesen Pendanten.

„Da kommen wir langsam zu unserem kleinen Problem, Herr Higgins”, fuhr Herr Speer fort: „Heiligabend habe ich Herrn Kuckuck gebeten, mir einen aktuellen Kontoauszug von unserem Festgeldkonto zu geben. Er hat sich zuerst geweigert. Aber Sie kennen mich ja …” Anerkennendes Gemurmel.

Bewohner, die es wagten, irgendwelche Faxen zu machen, bekamen von Herrn Speer einen Hausbesuch, den sie so schnell nicht wieder vergessen sollten. „Herr Kuckuck, sagen Sie den Damen und Herren doch bitte selbst, was los ist”, beendete Herr Speer seinen Vortrag.

Herr Kuckuck hatte die ganze Zeit zu Boden geblickt. Der kleine Mann mit Habichtsnase und hängenden Augenlidern schluckte und fing an zu stottern: „Das, das … habe ich alles nicht gewollt. Können Sie mir glauben.” Schweigen.

Günther Balzak vom Beirat mischte sich ungeduldig ein: „Um es mal auf den Punkt zu bringen, das Geld ist weg. Futsch! Aus die Maus! Nix mehr da – haben jetzt alle verstanden?”

Ein paar Sekunden Stille. Dann war die Hölle los.

Frau Knarrsack keifte: „Und so was läuft noch frei rum!”

Frau Hopfgartner, die gerade neu gebaut hatte und ihre jetzige Wohnung nächste Woche bei Immobilien-Scout einstellen wollte, schnappte ein paar Mal nach Luft, verdrehte unnatürlich die Augen und wurde in letzter Sekunde von dem Seebären aufgefangen.

„Wir müssen sie auf den Boden legen und ihre Beine hochlegen”, forderte Seebär uns auf. Zu Britta gewandt sagte er mit einem Blick auf den Schrank: „Geben Sie mir mal die Decke da oben.”

Britta zog erneut an der Decke.

„Das geht so nicht!”, schimpfte Frau Grieshalm. Aber Seebär konnte auch anders: „Junge Frau”, fuhr er sie an, „das ist ein Notfall! Angekommen bei Ihnen?”

Frau Hopfgartner kam wieder zu sich und murmelte: „Es geht schon wieder.”

„Liegen bleiben”, befahl der Seebär. Frau Hopfgartner wagte nicht, ihm zu widersprechen.

Aus dem Augenwinkel sah ich an meinem rechten Fuß einen Schatten: eine fette Kreuzspinne. Bestimmt hatte sie unter der Wolldecke Winterschlaf gehalten. Mir kam eine perfide Idee. Mit einem schnellen Griff fing ich die Spinne und setzte sie direkt vor Frau Hopfgartners Nase wieder aus. Frau Hopfgartner starrte die Spinne an. Ein gellender Schrei. So schnell konnten wir gar nicht gucken, wie Frau Hopfgartner wieder auf den Beinen war und sich an Britta festklammerte. Am ganzen Leib zitternd zeigte sie auf mich: „Ihr Mann will mich umbringen!”

Die Spinne versuchte zu flüchten. Doch Herr Dr. Keuscher war schneller, schnappte sich den schweren Korb mit Bügelwäsche und ließ ihn auf die Spinne fallen. Drei Beine guckten noch hervor. Vorsichtig hob ich den Korb an. Die Spinne war zäh, sie hinkte weiter in Richtung Fußleiste. Frau Hopfgartner war kurz davor zu hyperventilieren.

Im Wohnzimmer war Herr Kuckuck dabei, stotternd zu erklären: „Ich wollt halt auch mal jemanden kennenlernen. Und dann hab ich der Lucky-Farm die Provision überwiesen.”

„Von unserem Konto!”, quakte eine Frauenstimme.

„Ich wollt’ das Geld doch nur ausleihen”, versuchte Herr Kuckuck sich zu rechtfertigen.

„Aber da war doch noch erheblich mehr Geld auf dem Konto”, forschte Herr Speer nach.

„Ja, natürlich. Ich hab’ doch nur 25.000 Euro gebraucht.”

„Wahnsinn!”, Britta schüttelte fassungslos den Kopf.

„Die restlichen 50.000 Euro habe ich in einen Immobilien-Fond bei Payman-Brothers angelegt.”

„Na, hoffentlich gut verzinst”, redete Frau Knarrsack dazwischen.

„Auf welchem Stern leben Sie denn?”, erregte sich Herr Balzak „Noch nie was von Finanzkrise gehört? Das Geld ist futsch! Nix mehr da!” Wieder tobende Empörung.

Frau Hopfgartner fing leise an zu schluchzen: „Eugen hat sich auch ein Depot bei Paymann-Brothers aufschwatzen lassen. Mein Erbteil von Tante Iris – alles weg!”

Nachdem sich der erste Sturm gelegt hatte, wandte sich Frau Tolle an Herrn Kuckuck: „Wo ist denn Ihre Frau? Ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen.” Und flüsternd an Frau Haschemeier gewandt: „Thailänderin! Fast noch ein Kind.”

Das war zu viel für Herrn Kuckuck. Sein hängendes Augenlid begann zu zucken, der kleine Mann verlor alle Hemmungen: „Das ist es ja gerade”, schluchzte er. „Ten-Pas-Pu hat alles von mir bekommen. Selbst den Skianzug von Nike, den sie im thailändischen Werbefernsehen gesehen hat – und sicher nie tragen wird. Ich bin nur ganz kurz in den Heizungskeller gegangen, um nach dem Rechten zu sehen. Als ich wieder in die Wohnung kam, war sie weg. Auf dem Spiegel im Schlafzimmer hat sie noch mit ihrem Lippenstift geschrieben: Dear Detlef, thanks for all!”

Frau Haschemeier-Dieterich, die heute ein fliederfarbenes Gewand mit Fransen trug, reichte Herrn Kuckuck ein Taschentuch.

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