Bernd Wieland - Die Zecke auf Abwegen

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Die „Zecke“ ist zurück!
Auch in seinem zweiten satirischen Roman über Hartmut „Die Zecke“ Schminke spielt Bernd Wieland, im Hauptberuf Betriebsprüfer beim Finanzamt, souverän mit gängigen Klischees.
Der kleine Finanzbeamte Hartmut Schminke steckt in großen Schwierigkeiten. Sein Sachgebiet wird umstrukturiert und ehe er sich versieht ist er als „Teamfürst“ dafür verantwortlich, aus behäbigen Beamten hocheffiziente Dienstleister zu machen. Diese Herkulesaufgabe setzt ihm gehörig zu und auch privat kommt er ins Schwitzen, denn seine ambitionierte Frau Britta will hoch hinaus: Ein eigenes Haus muss her! „Nur Deppen lassen bauen“ verheißt die Bau-doch-selbst GmbH und ködert Hartmut mit der „Muskelhypothek“. Um den Hausbau zu finanzieren, entwickelt Hartmut sein ganz eigenes Steuersparmodell …
Dann überschlagen sich die Ereignisse. Schminke, von Natur aus eher arbeitsscheu, wird zum Betriebsprüfer befördert. Er nistet sich in der renommierten Steuerberatungssozietät Dr. Plunse ein und erhält dort einmalige Einblicke in die Machenschaften einer Familiensozietät auf der Jagd nach potenten Mandanten.
Über allem schwebt die Finanzkrise, die auch bei Familie Schminke ihre Spuren hinterlässt. Was tun, wenn sich das Schwarzgeld-Depot bei Payman-Brothers in Luft auflöst und der Fiskus mit einer Steuersünder-CD droht?

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Goller reagierte nicht. „Hartmut, die kam vorhin aus der Telefonzentrale, hatte die Telefonlisten über Privatgespräche und dienstliche Telefonate unterm Arm.” Seine Stimme versagte.

Mein Puls beschleunigte sich. Gerade letzten Monat hatte ich bestimmt vier Stunden mit Britta telefoniert, ohne die „3” für Privatgespräche vorweg zu wählen. Mama hatte ich auch dauernd zurückrufen müssen, weil sie sich wegen Papa und seiner Sauferei ausheulen wollte.

Mein Telefon klingelte: Axthammers Nummer! „Schminke, sofort in mein Büro!”

„Was, wieso?”, stotterte ich.

„Dienstliche Unterredung.”

Meine Hände zitterten. Konnte es sein, dass sie die Telefonlisten schon ausgewertet hatte und sie dem „Kopf” vorgelegt hatte? Regierungsdirektor Niemeier, der Finanzamtsvorsteher, wurdewegen seines abnorm großen quadratischen Schädels, der im Alter immer noch zu wachsen schien, von allen Bediensteten nur „Der Kopf” genannt.

Um mir Mut zusprechen zu lassen, rief ich Britta an: „Axthammer will mich wieder fertig machen!”, jammerte ich. Doch Britta war selbst schlecht drauf. Die fünfjährigen Zwillinge hatten gerade ihren Barbiepuppen die Haare geschnitten, sie im Waschbecken hinuntergespült und dadurch das Waschbecken verstopft.

„Stell dich nicht so an”, zickte Britta, „wirst schon überleben.” Aber das Weib war mit mir noch nicht fertig: „Und Hartmut!” – wenn Britta „und Hartmut!” sagte, wusste ich, dass ich den Zeitpunkt verpasst hatte, rechtzeitig aufzulegen.

„Du kannst ja wohl selbst mal auf die Idee kommen, deiner Mutter was zu Weihnachten zu besorgen! – Hartmut? Hörst du mir überhaupt zu?” – Ich würde ihr später erzählen, die empfindliche Telefonanlage im Finanzamt hätte wieder mal gesponnen.

Herr Axthammer saß angespannt vor seinem PC. Schweißflecken zeichneten sich unter den Achseln seines rosafarbenen Hemdes ab – dabei war es erst 09:30 Uhr. Unaufgefordert nahm ich vor seinem Schreibtisch Platz. Mit leicht nach vorn gebeugtem Kopf starrte er auf den Bildschirm, knabberte geistesabwesend an seinem Mittelfinger und murmelte: „Was soll’s, jetzt ist es eh zu spät.”

Erst jetzt bemerkte er mich und wandte sich ruckartig von seinem Bildschirm ab. Seinen Blick konnte ich nicht einordnen. Bei ihm wusste ich nie, was kam. „Herr Schminke, nun zu uns.” Er griff nach einer roten Umlaufmappe und klappte sie langsam auf. „Seit wann sind Sie Steuerhauptsekretär?”

Was sollte das jetzt? Eine ganz neue Taktik, um mich klein zu kriegen? Oder … – für den Bruchteil einer Sekunde schöpfte ich Hoffnung. Sollte ich es doch einmal erleben …? Seit Jahren rauschten alle an mir vorbei. Selbst der blöde Meyer war letzte Woche vor mir befördert worden.

Axthammer war aufgestanden und zum Fenster gegangen. „Herr Schminke, bestimmt ist es schon zu Ihnen vorgedrungen, dass ab April Frau Pfuhl unser Sachgebiet auf Teamarbeit umstellen wird.”

Also war es doch wahr, was Frau Stöhr gestern beim Frühstück mit vorgehaltener Hand erzählt hatte: „Die wollen, dass wir uns gegenseitig zerfleischen. Ein Team gegen das andere. Und sie brauchen nur zuzuschauen! Guck dir die Pfuhl an: Tut ganz unschuldig, aber in Wirklichkeit ist sie ’ne schwarze Mamba.”

Die Bürotür wurde energisch geöffnet. Herr Axthammer zuckte kurz zusammen und eilte untergeben auf Frau Pfuhl zu.

„Frau Pfuhl, ich habe bereits alles mit Herrn Schminke besprochen.”

„Das passt gut, ich habe nämlich in fünf Minuten schon die nächste Dienstbesprechung mit den Sachgebietsleitern der Betriebsprüfung.”

Frau Pfuhl gab mir die Hand. Fester Händedruck, fast wie bei Britta. Aber Britta war ja auch Fitnesstrainerin. Ein bisschen viel Schwarz hatte sie an. Am Auffälligsten waren ihre schwarzen, glänzenden Stiefel. Jetzt wusste ich, warum Frau Stöhr immer was von ‚schwarzer Mamba‘ gefaselt hatte.

„…Sie sind natürlich am Anfang nur MdWdGb.”

„Was bitte?” Konzentrier dich, Hartmut! Aus dem Fenster gucken kannst du immer noch den ganzen Tag. Fragend starrte ich Frau Pfuhl an.

Mit arrogantem Lächeln erklärte Axthammer schulmeisterhaft: „‚MdWdGb‘ – Mit der Wahrung der Geschäfte betraut – das müssten Sie aber wissen, Schminke, steht in jedem Geschäftsverteilungsplan.”

Der Geschäftsverteilungsplan war das Verzeichnis der einzelnen Schlafplätze im Finanzamt. Noch immer hatte ich nichts begriffen.

„Sie übernehmen zunächst die Vertretung für Herrn Döpke, bis seine Elternzeit vorbei ist”, ließ sich Frau Pfuhl zu einer Erklärung herab. „Außerdem wollen wir natürlich sehen, ob Sie als Team­leiter geeignet sind.” Ihre Miene nahm einen autoritären Zug an: „Herr Axthammer, haben Sie mit Herrn Schminke schon eine Zielvereinbarung abgeschlossen?”

„Das werden wir selbstverständlich noch tun”, beeilte sich Herr Axthammer zu sagen.

Auch am Rücken seines Hemdes: alles feucht.

Keine Verabschiedung, weg war sie. Herr Axthammer wirkte noch immer angespannt: „Schminke, mal unter uns, nur damit Sie wissen, wo Sie dran sind: Von mir ist der Vorschlag nicht gekommen, Sie zum Teamleiter zu ernennen – MdWdGb – versteht sich. Eigentlich wäre Ihnen ja Meurer vorgegangen, aber der Junge verbaut sich ja alles durch seine Sauferei.”

War mir egal, was Axthammer dachte. Auf dem Weg in mein Büro war mir danach „Freude schöner Götterfunken” zu summen.

3. Aktion Bockwurst

„Was war letzten Monat mit Ihnen los, Frau Stöhr? Wieder nur im Schnitt drei Fälle pro Tag!” Die Frage kam ärgerlicher raus, als ich es gewollt hatte. Wenn ich sie nicht gleich in Ruhe ließ, würde sie bestimmt wieder losflennen. Guckte schon so komisch auf ihre Fußspitzen.

„Olga hatte Durchfall. Da macht man sich halt Sorgen.”

Jetzt wurde ich sauer: „Frau Stöhr, auch wenn Ihre Siamkatze Durchfall hat: Team 3 erwartet von Ihnen nächsten Monat fünf Fälle am Tag. Ist das klar?”

Herr Goller sah Frau Stöhr entschuldigend an: „Hartmut, fünf Fälle ist ganz schön happig. Wie soll man das schaffen?”

„Das sagt der Richtige!” Mit dem Kuli tippte ich auf Gollers Namen. Alle Teammitglieder schauten angespannt auf die vor ihrer Nase aufgebaute Flipchart mit der monatlichen Rangliste.

„Goller, wieder mal die rote Laterne, nur 55 Fälle im Monat – das sind 2,5 am Tag! Und dabei sage und schreibe zwölf Einsprüche produziert. Das muss dir mal einer nachmachen!”

„Ich hatte letzten Monat dreimal Teamtelefon”, versuchte Goller sich zu rechtfertigen.

„Haben andere Kollegen auch und schaffen trotzdem ihre Arbeit”, zischte Meurer.

Lorenz, der Finanzanwärter, grinste schadenfroh. Goller lief rot an und duckte sich hinter Pitti Platsch. Tabea Pinne wurde von allen nur Pitti Platsch genannt. Passte auch viel besser zu ihrem Mickey-Mouse-Stimmchen und ihrer moppeligen Figur.

Noch war ich mit Goller nicht fertig. „Goller, einfach mal Haken dran und weg! Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden ab sofort nicht mehr mit dem Routenplaner abgecheckt. Ist das klar geworden?”

Nur Meurer nickte – es kam selten vor, dass er mir Recht gab. Meurer musste ich besonders im Auge behalten. Ständig zog er meine Anweisungen in den Teambesprechungen ins Lächerliche.Wahrscheinlich war er nur froh, dass Goller heute im Fokus stand. Seiner roten Birne nach zu urteilen, hatte er sein Blut bestimmt schon wieder zur Hälfte mit Mariacron verdünnt. Kaute ständig Kaugummi – als wenn er damit seine Fahne vertuschen wollte. Andererseits schaffte der Junge was weg, da konnte ich nicht meckern. Hauptsache seine Leber hielt noch ein paar Jahre durch und er wurde wegen seines Alkoholproblems nicht von ganz oben aus meinem Team entsorgt. Norbert Büschel, Teamfürst von Team 1, hatte seine Chance gewittert und letzten Monat Herrn Gümmersbach vom Präventionsrat eingeschaltet. Hinter meinem Rücken hatten sie Meurer bedrängt, sechs Wochen Kur einzureichen. Umstellung auf Jever alkoholfrei.

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