Heinrich Thies - Das Mädchen im Moor

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Der Gymnasiallehrer Mathias Mahnke wird für den Mord an seiner Schülerin Annika zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Als Mahnke nach 17 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, setzt er alles daran, seine Unschuld zu beweisen – vor allem mit Blick auf seinen Sohn Sören. Mit Hilfe einer Journalistin müht sich der frühere Lehrer, Licht in den mysteriösen Mordfall in einem Moorgebiet in der Lüneburger Heide zu bringen. Wer tötete Annika? Was geschah am Ufer des Grundlosen Sees? Was verschweigen Annikas frühere Mitschüler? Die Ermittlungen wühlen die Kleinstadt Walsrode auf und ziehen weitere Verbrechen nach sich. Der Mord an Annika verfolgt die Beteiligten von der beschaulichen Löns-Landschaft in der Heide bis zum Timmendorfer Strand.

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»Sei doch nicht immer so kritisch, Mathias.«

Sie erreichten einen kleinen Moorteich. Fette Karpfen schossen durch das trübe Wasser. Vom nahe gelegenen Eckernworth-Stadion schallten Schreie herüber. Als Sabine ihren Neffen darauf hinwies, musste Sören daran denken, dass seine Mannschaftskameraden gerade beim Training waren. Sollte er wirklich das Spiel am Sonntag ausfallen lassen?

Ein Mann mit Hund kam den dreien entgegen. Sören bemerkte, dass der Mann seinen Vater verstohlen, aber eindringlich musterte. Als sie auf gleicher Höhe mit ihm waren, grüßte er zuerst Sabine und wandte sich dann mit gehetztem Blick ihrem Bruder zu. »Herr Mahnke?«

Fassungslosigkeit spiegelte sich in der Frage.

»Frank?«, erwiderte Mahnke. »Frank Schnurrhahn?«

»So ist es«, antwortete der Hundehalter unterkühlt. »Lange nicht gesehen.«

Mit diesen Worten war er mit seinem Boxer auch schon vorbeigezogen.

Sören spürte, dass die Begegnung seinen Vater nicht kaltließ.

»Schnurre«, murmelte er mehr vor sich hin. »Das war mal mein Schüler.«

»Der ist jetzt Zahnarzt hier in Walsrode«, sagte Sabine. »Hat die Praxis von seinem Vater übernommen.«

»Sieh mal einer an, hat er’s doch noch geschafft. Dabei war er nie eine große Leuchte.«

»War der in der Klasse von …?«

»Genau.«

Mathias Mahnke starrte schweigend auf seine Schuhspitzen.

»Er ist seit einem Jahr allein«, fuhr Sabine fort. »Seine Frau hat ihn mit den beiden Kindern verlassen. Keiner weiß, was da vorgefallen ist.«

Als sie in Erwartung einer Reaktion verstummte, blickte ihr Bruder sie verständnislos an. »Wie bitte? Wer hat wen verlassen?«

Als die drei zum Haus zurückkamen, teilte Sabine Sören mit, dass sie ihre Freundin zum Abendbrot eingeladen habe: die Journalistin Johanna von Seewald, die sie schon im Brief erwähnt hatte.

»Die ist bekannt für ihre hartnäckigen Recherchen«, sagte sie. »Die lässt sich nicht mit müden Allerweltserklärungen abspeisen. Ich glaube, besser geht’s nicht. Die Polizei hat natürlich kein Interesse daran, dass die alten Sachen wieder aufgerührt werden. Aber Johanna könnte eine große Exklusivgeschichte darüber schreiben. Die arbeitet für die besten Zeitungen in Deutschland. Da wird sie garantiert nichts unversucht lassen, die Dinge noch mal genau unter die Lupe zu nehmen. Natürlich müssen wir ihr helfen, ich meine, Mathias und ich, aber sie wohnt schließlich auch schon ein paar Jahre in Walsrode und kennt die Szene hier einigermaßen. Wir haben gestern Abend erst telefoniert. Hörte sich ziemlich zuversichtlich an.«

Mahnke nickte nachdenklich. Sören fragte nach der Toilette. Da schoss sein Vater auf ihn zu und umarmte ihn.

»Sören, mein Gott, entschuldige. Wir haben dich total vergessen. Wir reden hier in einem fort über meinen Fall, dabei habe ich mich so danach gesehnt, dich endlich kennenzulernen und mehr über dich zu erfahren.«

Sören, der wieder zu vergessen haben schien, dass er gerade noch zum Klo musste, nickte. »Ich würde auch gern noch mehr von dir wissen.«

»Ich lasse euch jetzt mal allein«, teilte Sabine mit. »Ich muss mich um das Abendessen kümmern.«

Dann setzten sich die beiden Männer wieder ins Wohnzimmer, und Mahnke fragte Sören nach der Schule – nach seinen Lieblingsfächern, seinen Schwierigkeiten, seinen Lehrern, seinen Zukunftsplänen. Von der Schule wechselte das Gespräch zu Sörens Freizeitaktivitäten, und Sören erzählte, dass er sich nicht nur für Fußball interessiere, sondern auch viel lese und für die Schülerzeitung schreibe. Er vergaß ganz, dass er gerade noch einen starken Drang verspürt hatte, dem Druck seiner Blase nachzugeben.

Schließlich brachte er auch seinen Vater dazu, zu erzählen, wie der die vergangenen Jahre verbracht hatte. Anfangs sei es die Hölle gewesen, sein Leben auf einen Bereich von acht Quadratmetern zu begrenzen und mit Schwerverbrechern und argwöhnischen Justizbediensteten Umgang zu pflegen, sagte Mahnke. »Ich kam mir vor wie lebendig begraben.« Doch dann habe er die Haftsituation irgendwann akzeptiert und beschlossen, das Beste daraus zu machen. »Ich habe immer daran gedacht, dass ich das durchstehen muss, damit ich irgendwann noch mal die Chance habe, dich kennenzulernen und dir zu beweisen, dass ich unschuldig bin.« Zur Bekräftigung strich er Sören über die Hand. »Und Sabine hat mir geholfen. Dass es jemanden gab, der an mich glaubte, hat mir die Kraft zum Überleben gegeben.« Nach vier Jahren habe er schließlich die Anstaltsbibliothek übernommen, sagt er. »Da war ich endlich wieder in meinem Element, konnte lesen und über die Fernleihe sogar Bücher bestellen, die mich interessiert haben.«

Als Sabine anfing, den Tisch zu decken, fiel Sören auf, dass es bereits auf halb acht zuging. Um neun Uhr fuhr sein Zug. Als er seinen Vater darauf ansprach, verdüsterte sich dessen Gesicht. »Kaum haben wir uns getroffen, müssen wir uns schon wieder trennen.«

»Ja, wirklich schade. Das war echt viel zu kurz.«

Jetzt schaltete sich Sabine ein. »Bleib doch einfach hier. Das ist überhaupt kein Problem. Das Haus ist groß genug, und ein Gästezimmer ist auch noch frei.«

»Das wäre natürlich fantastisch«, schloss sich ihr Bruder an. »Dann könnten wir uns morgen weiter unterhalten.«

Sören hob bereitwillig die Arme. »Von mir aus. Ich müsste natürlich zu Hause Bescheid sagen.«

Als er sein Handy hervorzog, bot Sabine ihm an, das Telefon in ihrem Arbeitszimmer zu benutzen. »Ist billiger.«

Sibylle Häcking war alles andere als begeistert, als Sören ihr mitteilte, dass er erst am nächsten Tag nach Hause zu kommen beabsichtige. »Genauso hab ich mir das vorgestellt«, klagte sie. »Die erzählen dir das Blaue vom Himmel und wickeln dich ein, und eh du dich versiehst, steckst du da mittendrin.«

»Ich glaube, ich habe gar keine Wahl«, entgegnete Sören. »Ich stecke da sowieso mit drin. Es geht schließlich um meinen Vater.«

Seine Mutter seufzte. »Ich hab’s geahnt »Kaum ist der wieder frei, macht der mir mein Leben kaputt.«

Sören blieb. Kaum hatte er das Telefonat mit seiner Mutter beendet, traf Johanna ein. Sie trug ausgewaschene Jeans, eine schlichte dunkelgraue Bluse und eine auffällige Kette aus exotischen grünen Perlen. Sören fiel auf, dass sie Sabine fest in die Arme schloss und ihr einen Kuss auf die Stirn gab. Sowie sie sich gesetzt hatte, erzählte sie von ihrem Spaziergang zum Grundlosen See, schwärmte von der Moorlandschaft im warmen Licht der Septembersonne und berichtete von ihrer Begegnung mit Heiko Hansen. »Kommt mir irgendwie seltsam vor, der Typ«, bilanzierte sie.

Mahnke nickte. »Der hatte auch früher schon Probleme. In Deutsch war er eine Katastrophe, dabei war ich mir eigentlich immer sicher, dass er ziemlich intelligent ist. Heiko war nicht besonders beliebt in der Klasse. Außenseiter. Eher schweigsam, fast verklemmt, aber wenn ihn mal was sehr geärgert hat, konnte es auch vorkommen, dass er ausgerastet ist. Das war schon etwas beängstigend. Einmal hat er auf dem Schulhof so auf einen Mitschüler eingeschlagen, dass wir die Polizei holen mussten.« Mahnke atmete tief durch. »Ich schätze, dass er unter seinem Vater gelitten hat. Der war ziemlich streng und autoritär und hat ihn wohl auch öfter geschlagen.«

»Ein guter Freund unseres Hauptkommissars«, fiel Sabine ein. »Der alte Hansen geht mit Hartmann zur Jagd.«

»Interessant«, kommentierte Johanna. »Der grüne Kommissar und der bodenständige Bauer – überhaupt interessante Verbindungen hier in Walsrode. Von Ihren Schülern sind ja erstaunlich viele hier hängen geblieben, Herr Mahnke, beziehungsweise zurückgekehrt an die Stätten ihrer Kindheit. Ein Großbauer, ein Arzt, ein Anwalt, ein Hotelier, eine Lehrerin, eine Sparkassenangestellte … Wirklich bestens integriert alle, und irgendwie scheinen die meisten auch untereinander Kontakt zu haben. Jedenfalls reagieren sie sehr abweisend, wenn man auf den Mord an Annika zu sprechen kommt. Kommt mir manchmal vor wie eine Mauer des Schweigens, um es hochtrabend auszudrücken.«

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