Heinrich Thies - Das Mädchen im Moor

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Der Gymnasiallehrer Mathias Mahnke wird für den Mord an seiner Schülerin Annika zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Als Mahnke nach 17 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, setzt er alles daran, seine Unschuld zu beweisen – vor allem mit Blick auf seinen Sohn Sören. Mit Hilfe einer Journalistin müht sich der frühere Lehrer, Licht in den mysteriösen Mordfall in einem Moorgebiet in der Lüneburger Heide zu bringen. Wer tötete Annika? Was geschah am Ufer des Grundlosen Sees? Was verschweigen Annikas frühere Mitschüler? Die Ermittlungen wühlen die Kleinstadt Walsrode auf und ziehen weitere Verbrechen nach sich. Der Mord an Annika verfolgt die Beteiligten von der beschaulichen Löns-Landschaft in der Heide bis zum Timmendorfer Strand.

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Uwe aber war bereits in seine Jägermontur mit dem olivfarbenen Pullover und der reißfesten Hose geschlüpft und zu keinen Zugeständnissen bereit. »Dann schwänzen wir den Elternabend heute eben mal«, schlug er schon leicht schuldbewusst vor. »Da wird sowieso immer nur dumm rumgelabert.«

»So einfach kann man sich’s natürlich auch machen«, erwiderte Gudrun, und Sarah höhnte: »Ich glaube, seine Mordlust ist einfach schon zu stark, das kann man den anderen Eltern vielleicht wirklich nicht zumuten.«

Uwe Hartmann wollte seine Tochter zuerst noch zurechtweisen, entschloss sich dann aber, mit einem gegrummelten »Ihr könnt mich alle mal« den beiden Frauen den Rücken zuzukehren.

Wenige Minuten später stiefelte er auch schon mit »Amigo« zu seinem Geländewagen. Der zum Stöberhund ausgebildete Dackel sah mit seinen Schlappohren und Triefaugen genauso bedröppelt aus wie sein Herrchen.

Uwe Hartmann hatte einen Monat zuvor seinen 54. Geburtstag gefeiert, war also nicht mehr der Jüngste. Doch er hatte sich gut gehalten. Sein dunkelblondes Haar war noch voll und nur von wenigen grauen Fäden durchzogen, er war zwar nicht mehr ganz so schlank wie in der Zeit, in der er noch Fußball gespielt hatte. Doch es war ihm immer noch gelungen, seinen kleinen Bierbauch unter großzügig bemessenen Hemden oder weiten Pullovern zu verbergen. Zehn Jahre zuvor hatte er mit seiner Familie ein nagelneues Haus im Neubaugebiet von Fallingbostel bezogen, der alten Kreis- und Kurstadt, die sich neuerdings »Bad Fallingbostel« nennen durfte. Schon viele Jahre zuvor hatte Hartmann, ein Bauernsohn aus einem nahe gelegenen Heidedorf, sich der Jagdgenossenschaft Düshorn angeschlossen, dem einzigen Verein, dem er angehörte – von den Grünen vielleicht einmal abgesehen. Aber das war natürlich eine Partei, kein Verein. Nein, Feuerwehr und Schützenverein waren nicht sein Ding, ihm reichten die Uniformen, die er auf seiner Dienststelle zu sehen bekam, und er schätzte sich glücklich, seit der Versetzung zur Kripo seiner Arbeit in Zivil nachgehen zu dürfen.

An diesem Tag hatte er sich mit seinen Jagdkollegen zu einer kleinen Stokeljagd im Düshorner Wald verabredet. Paar Hasen, Kaninchen, vielleicht ein Fuchs. Mit einer größeren Strecke war nicht zu rechnen.

Die anderen Jäger, so um die zehn Männer zwischen achtzehn und achtzig und eine junge Frau, standen mit ihren jaulenden, fiependen Hunden schon auf dem Waldparkplatz herum, als er vorfuhr. Aus Fulde war auch Bauer Hansen zu Gast. Als Hartmann den stämmigen Kreislandwirt in seinem Lodenmantel bemerkte, fiel ihm ein, was er Ende vergangener Woche in seiner Dienststelle erfahren hatte: Mahnke war wieder auf freiem Fuß – dieser Studienrat, den er damals wegen des Mordes an der Schülerin hatte einbuchten lassen.

Er war von seinen Vorgesetzten sehr dafür gelobt worden. Schon nach zwei Wochen hatte die Soko »Moorsee«, deren Chef er war, den Fall aufgeklärt. Die Indizien waren so dicht, dass der anschließende Prozess reine Formsache gewesen war. Auch Heiko Hansen, der Sohn seines Jagdfreundes aus Fulde, war am Rande in den Fall verstrickt gewesen – der Bauernsohn ging mit Annika in eine Klasse, hatte angeblich zeitweise ein Auge auf sie geworfen und wohnte auch nicht weit vom Tatort entfernt. Doch nach einer mehr routinemäßigen Überprüfung war der Junge aus dem Schneider gewesen. Sein Vater hatte bezeugt, dass er zu der fraglichen Zeit auf dem Hof geholfen hatte.

Hartmann fühlte sich verpflichtet, den Waidgenossen über die letzte Entwicklung der lange zurückliegenden Geschichte in Kenntnis zu setzen, während er mit ihm ins Revier ging, um eine Schützenlinie zu bilden.

Hansen zeigte sich empört. »Was? Der Kerl ist schon wieder draußen? Ich dachte, der hat lebenslänglich.«

»Lebenslänglich heißt ja nicht ein Leben lang«, erläuterte Hartmann. »Nach fünfzehn, sechzehn Jahren haben die normalerweise die Chance, vorzeitig rauszukommen, wenn nichts dagegen spricht. Und Mahnke hat mittlerweile knapp siebzehn Jahre abgesessen, da ist es nicht ungewöhnlich, dass er wieder rauskommt.«

»Siebzehn Jahre? So lange ist das schon her?«

»Ja, Heinrich, die Zeit vergeht.«

»Von mir aus brauchten sie diese Kerle gar nicht wieder rauszulassen«, sagte Hansen. Er stieß einen schweren Seufzer aus. »Hoffentlich geht das jetzt nicht wieder von vorn los.«

»Wieso? Der Fall ist doch abgeschlossen.«

»Klar, aber der Mahnke hat doch nie gestanden, dass er’s war. Hoffentlich spielt der jetzt nicht verrückt.«

Hartmann spürte, dass die Neuigkeit den Jagdgenossen nicht kalt ließ. Als wenig später keine zwanzig Meter vor Hansen ein Kaninchen vorbeirannte, starrte der erfahrene Jäger geistesabwesend ins Leere. Er horchte erst auf, als ein anderer einen Schuss abgab.

Dienstag, 11. September 2007, Langenhagen

Sibylle Häcking wollte den Brief gerade in Sörens Zimmer bringen, da fiel ihr Blick auf den Absender: Sabine Mahnke, Oskar-Wolff-Straße, 29664 Walsrode. Sie war wie elektrisiert. Mathias’ Schwester. Bisher hatte sich die frühere Schwägerin an die Absprache gehalten und keinerlei Kontaktversuche unternommen, um Sören in Ruhe, abgeschirmt von seinem leiblichen Vater und dessen Familie, aufwachsen zu lassen. Was veranlasste diese Frau, Sören jetzt plötzlich nach all den vielen Jahren zu schreiben? In dieser Situation!

Sibylle Häcking war unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen. Konnte sie Sören diesen Brief zumuten?

Boahh! Was war das für ein hässlicher Vogel, der ihn da im Spiegel angrinste: Adlernase, abstehende Ohren, rotblonde Haare und Pickelgesicht! Furchtbar! Sören hasste es, seine Aknesalbe aufzutragen. Schon das Kämmen war eine Qual. Denn das hieß unweigerlich, dass er sich im Spiegel betrachten musste. Und er hasste sein Spiegelbild, fand sich hässlich mit seiner stets geröteten Gesichtshaut, dem langen Hals und den wuchtigen Wangenknochen. Ekelhaft! Aber so hässlich wie in diesem Moment hatte er sich schon lange nicht mehr gefunden. Er schämte sich, mit diesem Monstergesicht weiter zur Schule gehen zu müssen, war sich hundertprozentig sicher, dass bald alle Welt in seinen widerlichen Gesichtszügen den Mörderbubi erkennen würde, der er ja auch in Wirklichkeit war.

Wenn ich meine dämliche Visage wenigstens hinter einem Bart verstecken könnte , ging es ihm durch den Kopf. Aber außer diesen paar Härchen am Ohr konnte von Bartwuchs noch keine Rede sein. Das Einzige, was in meinem Gesicht wächst, sind die Pickel.

Als er sich erneut im Spiegel betrachtete, stellte er mit Entsetzen fest, dass einer dieser Auswüchse zu allem Überfluss auch noch stark vereitert war und die linke Wange regelrecht entstellte. Kurzentschlossen suchte er sich seine spitze Nadel. Er stach auf den Pickel ein, dass der Eiter herausplatzte. Als er das gelbliche Zeug mit einem Papiertaschentuch abtupfte, stellte er fest, dass Blut aus der Wunde sickerte. »Scheiße. Das ist doch alles bloß noch zum Kotzen.«

Die Enthüllungen über seinen Vater hatten ihn schwer getroffen, er war seit jenem Sonntagabend nicht mehr derselbe, hatte sich am darauffolgenden Tag in seinem Zimmer eingeschlossen und die Schule geschwänzt.

Er machte seiner Mutter Vorhaltungen:

»Du hast mich in einem fort belogen, die ganze Zeit hast du mir nur Scheiße erzählt«, klagte er. »Was hast du dir eigentlich dabei gedacht? Hast du etwa gemeint, du könntest die Wahrheit bis in alle Ewigkeit vor mir verbergen, oder was?«

»Ich …, ich habe mir gedacht, dass du erst mal erwachsen werden musst, um damit fertig zu werden. Das war es wohl«, sagte seine Mutter. »Aber ich weiß, dass …«

»Dass was? Dass es nicht leicht ist, ein …« Er zog das Wort in die Länge. »Mörderkind zu sein, willst du sagen? Das meinst du doch, oder?«

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