Heinrich Thies - Das Mädchen im Moor

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Der Gymnasiallehrer Mathias Mahnke wird für den Mord an seiner Schülerin Annika zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Als Mahnke nach 17 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, setzt er alles daran, seine Unschuld zu beweisen – vor allem mit Blick auf seinen Sohn Sören. Mit Hilfe einer Journalistin müht sich der frühere Lehrer, Licht in den mysteriösen Mordfall in einem Moorgebiet in der Lüneburger Heide zu bringen. Wer tötete Annika? Was geschah am Ufer des Grundlosen Sees? Was verschweigen Annikas frühere Mitschüler? Die Ermittlungen wühlen die Kleinstadt Walsrode auf und ziehen weitere Verbrechen nach sich. Der Mord an Annika verfolgt die Beteiligten von der beschaulichen Löns-Landschaft in der Heide bis zum Timmendorfer Strand.

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Johanna spürte, dass Hansen nicht gern über die Sache sprach. Doch gerade dies veranlasste sie, weiter nachzusetzen, wo der Zufall ihr schon einen Beteiligten zugespielt hatte. »Muss ja furchtbar gewesen sein. War sicher wahnsinnig was los hier in der Gegend, ich meine, Polizei und Presse und so.«

»Nicht zu knapp. Aber, wie gesagt, ist lange her, und außerdem ist es auch nicht das erste Mal gewesen, dass sie hier ’ne Leiche gefunden haben. Schon Anfang der Siebziger haben Spaziergänger hier ’ne Männerleiche gefunden.«

»Wirklich? Das ist ja interessant.«

»Ja, wahrscheinlich denken die Leute, der See ist wirklich so grundlos, wie er heißt. Aber das ist ein Irrtum.«

»Wie war das denn damals mit der Männerleiche?«

»Sie wollen ’s ja wirklich genau wissen. Aber ich weiß natürlich auch nur vom Erzählen davon. Also: Soviel ich gehört habe, stammte der Tote aus Hünzingen oder so, war von seinem eigenen Sohn mit einem Verlängerungskabel erwürgt worden, und der hat ihn dann zusammen mit seinem Bruder zum Grundlosen See kutschiert.« Heiko schüttelte den Kopf. »Sie haben ihn auf ihrem Motorroller transportiert, den toten Papa praktisch in die Mitte genommen! Das muss man sich mal bildlich vorstellen: ein toter Mann auf dem Rücksitz und dahinter der Sohn, der ihn hält und wahrscheinlich auch vorher umgebracht hat.«

»Unglaublich! Und dann haben sie ihren Vater in den Grundlosen See geworfen?«

»Genau. Sie haben natürlich gedacht, dass er da versinkt, aber da haben sie sich eben geschnitten.« Hansen schüttelte wieder lächelnd den Kopf. »Soll nicht besonders schade um den Kerl gewesen sein, hat gesoffen wie ’n Loch und seine Frau angeblich dauernd vertrimmt. Deswegen soll die den Mord auch gedeckt haben. Aber, wie gesagt, das hab ich alles auch nur so gehört und kann mich natürlich nicht dafür verbürgen.«

»Verstehe, und diese Schülerin damals vor 17 Jahren?«

Johanna bemerkte, dass sich Hansens Gesicht verfinsterte. »Tut mir leid, darüber weiß ich genauso wenig, außerdem würde ich jetzt gern weitermachen.«

Das war für die Journalistin ein unmissverständliches Zeichen, dass sie mit dem Thema nicht weiterkam. Sie verabschiedete sich, und noch bevor sie aufs Rad gestiegen war, hatte ihr Gesprächspartner seine Säge wieder mit einem Ruck angeworfen und sich der nächsten Fichte zugewandt.

Noch lange während sie dem Moor entgegenradelte, hörte sie das Aufheulen der Motorsäge. Es klang, als würde Heiko Hansen ihr wütende Verwünschungen hinterherschicken.

Als sie den Grundlosen See erreicht hatte, hörte sie aber nur noch, wie die Baumkronen sich mit leisem Ächzen im Wind wiegten und bisweilen eine Ente schnatterte. Ansonsten war der Moorsee erfüllt von einer fast andächtigen Stille. Spinnen hatten ihre Netze zwischen den Zweigen und Binsen gespannt. Mochten sie auch noch so schön in der Sonne glitzern, Johanna erschienen die Netze wie verborgene Fallen. Ihr ging ein Vierzeiler von Hermann Löns durch den Kopf, der hier einst seine Runden gedreht hatte:

»Lass deine Augen offen sein,

Geschlossen deinen Mund

Und wandre still, so werden

Dir geheime Dinge kund.«

Die Zugfahrt von Langenhagen bis Walsrode dauerte nur eine knappe Stunde. Sören versuchte zu lesen, »Homo Faber« von Max Frisch – der Roman war gerade im Deutschunterricht dran. Doch er konnte sich nicht darauf konzentrieren und legte das aufgeklappte Buch daher mit dem Buchrücken nach oben auf seine Reisetasche.

Er starrte aus dem Zugfenster. Zwischen Mellendorf und Berkhof hockten an einem Fischteich Angler mit Gummistiefeln und Pudelmützen; Wälder und Wiesen zogen vorüber, Backsteinhäuser, die in der Sonne leuchteten, Fabrikhallen, die offenbar schon lange leer standen. Als der Zug zwischen Schwarmstedt und Hademstorf über die Eisenbahnbrücke ratterte, ließ Sören den Blick über die Allermarsch schweifen. Kühe und Pferde weideten auf den Marschwiesen. Doch die Bilder glitten vorbei wie die Bilder eines stummgeschalteten Fernsehapparates. In Gedanken war er schon zu Besuch in Walsrode. Was wollte er eigentlich bei seiner Tante, die er noch nie gesehen hatte? Was wollte diese Sabine von ihm? Würde er seinen Vater treffen?

Vater. Er hatte plötzlich einen richtigen Vater. Bei allen Problemen stimmte ihn der Gedanke glücklich. Doch die Vorfreude mischte sich mit Angst. Was, wenn sein Vater wirklich dieses Mädchen umgebracht hatte? Er wischte den Gedanken sofort wieder beiseite, schämte sich seiner Zweifel und malte sich aus, wie sein Vater unter den ungerechtfertigten Vorwürfen gelitten haben musste. Jahrelang als Mörder dazustehen – verachtet, verurteilt, weggesperrt. Die Vorstellung lastete schwer auf ihm, und der Zorn, dass seine Mutter ihn so schamlos betrogen hatte, wallte wieder in ihm auf. Wo würde das alles hinführen?

Anfangs war der kleine Zug mit den drei Waggons fast voll besetzt gewesen. Bis Schwarmstedt hatte er sich geleert. Sören stellte fest, dass er der einzige Passagier im Abteil war. Er kam sich vor wie in einem Geisterzug.

Um die düstere Stimmung zu verscheuchen, stöpselte er sich seinen MP3-Spieler ins Ohr, packte das Gerät aber gleich wieder zusammen. Die hämmernden Raps gingen ihm auf die Nerven. Außerdem musste der Zug jetzt auch schon in wenigen Minuten in Walsrode eintreffen. Er packte »Homo Faber« in seine Reisetasche, zog sich die dünne Windjacke über. Fast mechanisch fingerte er sein Handy aus der Tasche, um zu sehen, ob eine neue SMS eingegangen war. Tatsächlich, es blinkte. »Wann kommst du wieder zum Training?«, stand da. »Wir brauchen dich, Markus.« Er wollte die SMS gerade beantworten, da fuhr der Zug auf dem Bahnhof Walsrode ein.

Sören entdeckte die wartende Frau auf dem Bahnsteig sofort. Sie hatte schulterlange graue Haare, trug eine schwarzrandige Brille und einen beigefarbenen Blazer über einer blauen Jeans und erinnerte ihn mit ihren dunklen, buschigen Augenbrauen und dem leicht südländischen Einschlag irgendwie an die Krimiautorin Donna Leon. Sie kam lächelnd auf ihn zu und schloss ihn in die Arme. »Hallo Sören, schön, dass du da bist.«

»Hallo.«

Er fühlte sich überrumpelt, empfand sogar einen gewissen Widerwillen gegen diese wildfremde Frau, die ihn drückte, als wäre sie eine alte Bekannte. Aber er wagte es nicht, die vertrauliche Geste zurückzuweisen. Wozu auch?

»Ich würde mich freuen, wenn du Sabine zu mir sagen würdest. Bitte nicht ›Tante Sabine‹.«

»Okay.«

»Wie war die Fahrt?«

»Gut, schöne Landschaft.«

»Bei dem tollen Wetter ist es natürlich besonders schön, vielleicht können wir ja nachher noch mal einen Spaziergang machen.«

»Okay.«

Sören ließ sich von seiner Tante zu ihrem blauen Peugeot schleusen. Sie legte ihm den Arm um die Schulter, sodass er ihr Parfüm riechen konnte. Es kam ihm merkwürdig vor, dass diese Frau, die er noch nie gesehen hatte, ihn wie einen alten Freund behandelte. Doch er ließ es geschehen, war dankbar, keine Entscheidungen treffen zu müssen, genoss die Wärme und Herzlichkeit, die ihm diese elegante Frau entgegenbrachte, sogar ein wenig. Gern hätte er Fragen gestellt, zumindest etwas Geistreiches gesagt. Aber dazu war er viel zu aufgeregt. Sein Pulsschlag beschleunigte sich noch, als Sabine ihm ankündigte, dass sein Vater ihn in ihrem Haus erwarte. »Er wäre auch gern mit zum Bahnhof gekommen. Aber er hatte Angst, dass ihn da einer erkennt … . Na ja, kannst dir schon denken …«

Sabine fuhr mit ihm über die Moorstraße quer durch die kleine Innenstadt Walsrodes in Richtung Eckernworth. Neben diesem Stadtwald verlief die Oskar-Wolff-Straße, wo sich das rot geklinkerte Einfamilienhaus befand, das Sabine Mahnke von ihren Eltern geerbt hatte. Sörens Großvater, der in Walsrode Volksschullehrer gewesen war, war schon lange tot. Seine Großmutter hatte dagegen noch miterlebt, wie ihr Sohn als Mörder ins Gefängnis gesteckt worden war. Sie war erst vor drei Jahren gestorben – an Darmkrebs. Seither bewohnte Sabine Mahnke das Backsteinhaus mit dem großen Garten allein.

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