Gerd Ludemann - Ketzer

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Das frühe Christentum zeichne sich durch große Harmonie aus und Ketzer seien erst viel später aufgetreten: so die weitverbreitete Meinung in Kirche und Wissenschaft. Eine unhaltbare Sicht und nichts weniger als Wunschdenken damaliger Ketzerbestreiter wie vieler heutiger Theologen.
Unter Verwendung aller verfügbarer Quellen zeigt Gerd Lüdemann, dass häufig nicht die Rechtgläubigkeit der Ketzerei, sondern die Ketzerei der Orthodoxie vorausging. Machtfragen standen meist im Mittelpunkt des Interesses, und keine Seite schreckte vor Gewalt oder Fälschungen zurück.

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Andererseits – trotz der scheinbaren Echtheit des Stils der petrinischen Rede – stammt diese bzw. die in ihr überlieferte Tradition frühestens aus dem 2. Jh. und kann nicht direkt auf die antipaulinischen Widersacher zurückgeführt werden. Das scheidet auch deswegen aus, weil der historische Petrus in einer relativen Nähe zu Paulus stand und die eigentliche Opposition auf die Kreise um Jakobus bzw. diesen selbst zurückgehen. Trotzdem dürfte die Annahme berechtigt sein, dass in den Pseudoklementinen die »alten Argumente der Jerusalemer Judenchristen gegen Paulus benutzt und konserviert worden sind.«97

Der kompromisslose Widerstand der Judenchristen gegen Paulus entzündete sich dort, wo er seine Damaskusvision dazu gebrauchte, a) seine Ebenbürtigkeit mit den Jerusalemer Aposteln zu erweisen und b) daraus die Rechtfertigung zu einer »gesetzeslosen« Predigt unter den Heiden abzuleiten. Das konnten jene, die mit Jesus persönlichen Umgang hatten, niemals zulassen.

Paulus galt unter diesen Judenchristen sogar als der »feindliche Mensch«. In dem oben angeführten Brief des Petrus an Jakobus prangern sie sein Falschevangelium an und verabscheuen seine ungesetzliche Lehre. Petrus und Jakobus vertreten demgegenüber die »gesetzliche« Verkündigung, die sich an Juden aber auch an Heiden richtet. Von dem Ketzer Paulus sei ein Evangelium gekommen. Dann sei nach der Zerstörung Jerusalems »ein wahres Evangelium heimlich ausgesandt worden, um die kommenden Ketzereien zu korrigieren«. (Hom II 17,4). Offenbar haben dabei die judenchristlichen Lehrer, die hinter dieser Tradition stehen, an die Stelle der Beschneidung die Taufe als Initiationsakt gesetzt. Waren sie sich etwa nicht bewusst, dass sie nun ebenso wie ihr Feind Paulus Heidenmission trieben und dabei in gleicher Weise auf die Beschneidungsforderung verzichteten? Merkten sie nicht, dass sie Paulus ein Stückweit entgegengekommen waren, ohne es zu wollen? Aber jetzt war es für eine wirkliche Annäherung zwischen diesen Judenchristen und Paulus schon zu spät.

Zusätzlich ist es eine Ironie des Schicksals, dass die Jerusalemer Judenchristen bzw. ihre Nachfahren zu einem Zeitpunkt weiter heftig gegen Paulus polemisieren, als dessen Person und Wirken in der katholischen Kirche bereits im Vormarsch war. Walter Bauer hat die Ironie in dem sich über eineinhalb Jahrhunderte abspielenden Prozess mit folgenden Worten beschrieben:

»So ist also, wenn man sich etwas zugespitzt ausdrücken darf, der Apostel Paulus das einzige Ketzerhaupt gewesen, das die apostolische Zeit kennt, der einzige, der in ihr – wenigstens von gewisser Seite her – so beurteilt worden ist. Wenn man so will, haben die Judenchristen in ihrem Gegensatz zu Paulus den Begriff Ketzerei in die christliche Betrachtungsweise eingeführt. Der Pfeil ist schnell auf den Schützen zurückgeflogen.«98

Diesem ältesten christlichen »Ketzer« wenden wir uns in dem nun folgenden Kapitel zu.

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