Arbeiten wie noch nie!?

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Zum nötigen Umbau der Arbeitsgesellschaft Die Organisation der Arbeit ist aus den Fugen. Wir müssen weg von der Spaltung in entfremdete Industriearbeit, nicht anerkannte unbezahlte »weibliche« Reproduktionsarbeit und erzwungene Erwerbslosigkeit. Dafür gibt es kein Patentrezept, aber ein paar schlüssige Überlegungen wie das Konzept des Versorgenden Wirtschaftens von Adelheid Biesecker, das Konzept der Tätigkeitsgesellschaft von André Gorz oder die Vier-in-einem-Perspektive von Frigga Haug. Die Lösung kann nur ein Gesellschaftsumbau sein, der bei den Ursachen ansetzt. Die Kritik am historisch Gewachsenen bildet den Humus für wünschenswerte Utopien und zeigt Wege zu einer anderen Art von Arbeit auf. Doch wohin wollen wir gehen? Was erwartet uns? Wie entscheiden wir? Dieser Reader lädt ein zu einer offenen Entdeckungsreise auf der Suche nach kollektiven Handlungsmöglichkeiten und liefert eine Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Richtungsfindung beim dringend notwendigen Umbau.

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1989 zerfiel der Ostblock, und mit der Wende »öffneten« sich die Länder für das anscheinend bessere System, den Kapitalismus in Kombination mit parlamentarischer Demokratie6. Diesen Weg waren inzwischen die meisten westlichen Länder gegangen (allerdings ebenfalls unterbrochen von einer Diktatur, der des Nationalsozialismus). Bestätigt fühlte man sich von der rascheren Modernisierung und dem materiellen Wohlstand, weswegen es diesen Ländern nicht um die Überwindung des Kapitalismus ging, sondern um seine Verbesserung. Ob dies durch mehr Regulierung oder De-Regulierung zu erzielen sei, darüber gab es nicht nur theoretische Kontroversen. Je nach Machtverhältnissen und historischen Vorraussetzungen setzten sich vom Prinzip her einmal mehr der Staat oder einmal mehr der Markt durch. Im Folgenden gehe ich zuerst auf die Phase der verstärkten staatlichen Regulierungen in der Nachkriegszeit ein (Keynesianismus). Anschließend beleuchte ich die aktuelle Situation mit erneuten De-Regulierungen (Neoliberalismus) und weise in Rückblicken auf das Ende des 19. Jahrhunderts und die Jahrhundertwende auf Parallelen und Unterschiede zur Neoklassik hin.

Symptomdämpfende und krisenverstärkende Mechanismen

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang es vielen westlichen Ländern Sozial- und Umweltprobleme zu bremsen oder auszulagern. Eine einflussreiche Theorie liefert dafür John Maynard Keynes (1883 –1946). Er erkennt, dass sich die Mikro-Logik von Haushalten und Unternehmen nicht einfach auf die Makrologik einer Volkswirtschaft, eines Staates oder einer Staatengruppe übertragen lässt. Die neoklassischen Wirtschaftstheorien haben nämlich nie eine eigenständige und schlüssige Makrotheorie entwickelt. Dementsprechend verstärkten sie die Probleme in der Real­wirtschaft mit falschen, nur auf die einzelbetriebliche Profitlogik zielenden Rezepten. In Anbetracht der Massenarbeitslosigkeit der 1930er Jahre setzt Keynes beim Verhältnis von Arbeitslosigkeit und Konsum an. Dabei argumentiert er nicht aus sozialer Motivation, sondern als Ökonom – er unterstreicht die Bedeutung zahlungskräftiger Lohnarbeiter als Konsumenten für die Konjunktur am Gütermarkt. Er räumt ein, dass Unterbeschäftigung eher die Regel als die Ausnahme ist und veröffentlicht in seiner Schrift »Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes« (1936) seine Ideen, wie Volkswirtschaften wieder zu Vollbeschäftigung gelangen können. In seinem nachfrageorientierten, am Konsum ansetzenden Konzept schlägt er vor, mit gezielten Interventionen am Produktmarkt in der Flaute die Konjunkturschwankungen ausgleichen. Damit würden auch Arbeitsplätze erhalten. Die Steuerung funktioniere über eine effektive Nachfrage; die Mittel für die staatlichen Investitionen sollen aus Steuereinnahmen kommen (antizyklische Fiskalpolitik). Als weiteres Problem erachtet er die Zeitverzögerung bei privaten Investitionen, weil die Menschen Spareinlagen zurückhalten. Die Investitionslücke könne ebenfalls durch Sachinvestitionen seitens des Staates geschlossen werden. Als Steuerungsinstrumente kommen eine aktive Zins- und Geldpolitik hinzu, wobei er die Abhängigkeit der Investitionen von den individuellen Renditeerwartungen herausarbeitet. Im Gegensatz zu den Neoklassikern misst er vielfältigen persönlichen Abwägungen und dem psychologischen Moment von Kauf- und Sparentscheidungen eine wichtige Bedeutung bei. Je nach Marktsitua­tion und individuellen Konstellationen werden die Erwartungen eher optimistisch oder pessimistisch eingeschätzt. In den unsicheren Erwartungen sieht er eine weitere Quelle der Instabilität. Ihr soll mit einer ausdifferenzierten Geldpolitik begegnet werden; gleichzeitig erachtet er diese als nicht mehr ausreichend. Für ein international vernetztes Finanzwesen schlägt er bereits im Jahr 1936 eine Globalsteuer vor.

Sich auf Keynes berufend fordern Keynesianer bis heute die Einführung einer globalen Finanztransaktionssteuer, die in der aktuellen Krise wieder thematisiert und verhandelt wird, bis dato aber noch nicht umgesetzt wurde. Andere Empfehlungen wurden sehr wohl realisiert bzw. in die länderspezifischen Politikstile integriert. Unterschiedliche Formen einer aktiven und antizyklischen Steuerpolitik als auch indirekte Subventionen am Gütermarkt spielen in allen kapitalistisch geprägten Ländern eine steuernde Rolle. Ihre Blütezeit erleben sie in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1970er Jahre, wo nicht zuletzt der nötige Wiederaufbau zu einer fast Vollbeschäftigung führte – fast, weil viele Frauen ausgeschlossen blieben und der Anteil an informeller Arbeit in einigen Ländern hoch blieb. Insbesondere in jenen Ländern, die nicht nur staatlich steuernd in die Wirtschaft eingriffen, sondern auch ihre Wohlfahrt stark ausbauten, bildete sich eine breite Mittelschicht, die zu relativ hohem Wohlstand gelangte, bzw. wurden die Ausnahmefälle durch die flankierenden Sozialleistungen aufgefangen. Das gilt in den europäischen Ländern, allen voran Skandinavien, Deutschland, Österreich und Frankreich. Wir sprechen von Sozialer Marktwirtschaft, wobei dazu zu sagen ist, dass sich hier Formen des Laissez-faire-Ordoliberalismus (der sich für einen starken Staat ausspricht, damit er die Abschaffung wettbewerbshemmender Zusammenschlüsse und Seilschaften durchsetzten kann) mit dem Keynesianismus (der sich für einen starken Staat im Sinne einer Regulierung ausspricht) vermischen. Keines der theoretischen Modelle kam also je in reiner Form zur Anwendung. Dennoch kann man sagen, dass es den keynesianisch inspirierten Volkswirtschaften eine Zeit lang gelang, die zyklischen Einbrüche abzufedern. Hinterlassen hat uns diese Wirtschaftspolitik wachsende Umweltprobleme, ungelöste Gleichstellung, steigende Staatsschulden und schwerfällige Verwaltungsapparate. Da Vollbeschäftigung das erklärte Ziel der Politiker war, wurde in Kauf genommen, dass wir auf Kosten der Natur längst mehr produzieren als wir eigentlich brauchen. Das Modell hätte auch dann nicht funktioniert, wenn alle Frauen in den Arbeitsmarkt integriert oder die von ihnen geleistete Reproduktionsarbeit entlohnt worden wäre. Das Lohnmodell der Sozialen Marktwirtschaft definiert männliche Familienernährer und weibliche Zuverdienerinnen. Wenn dem Keynesianismus etwas vorgeworfen wird, dann aber nicht die ungelösten Umwelt- und Sozialprobleme, sondern der wieder stotternde Wirtschaftsmotor trotz steigender Staatsschulden.

Nach dem »Wirtschaftswunder« der Wiederaufbauzeit folgte zwangsläufig ein Abschwung, der den Vertretern der Neoklassik half, sich wieder in den Vordergrund zu spielen – allerdings mit dem Effekt, die Krisenerscheinungen zu beschleunigen. Unter den Neoklassischen Theorien versammelt sich eine Familie von Theorien, die weiterhin das rationale Handeln des homo oeconomicus und die Vollkommenheit des Marktes unterstellen. Typisch ist der allgemeine Paradigmenwechsel von Produktion in der Klassik hin zu Handel in der Neoklassik. Ein Teil beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung der Gleichgewichtstheorie (Wegbereiter sind z. B. Léon Walras 1834 –1910 und Alfred Marshall 1842–1924). Ihr Ziel ist es, den optimalen Zustand einer Gesellschaft mit Hilfe mathematischer Schlussfolgerungen herzuleiten. Daraus entstehen Gleichungen, welche die von ihnen anerkannten relevanten Faktoren (wie Preis, Menge, Zeit, Lohn) in ihrem Verhältnis zueinander abbilden und variieren. Da sie davon ausgehen, dass die handelnden Subjekte aus eigenem Interesse das System optimieren wollen, müsse das System automatisch zum Gleichgewicht gelangen. Demzufolge könne es keine »unfreiwillige Arbeitslosigkeit« und Überproduktion geben, höchstens »freiwillige Sucharbeitslosigkeit« und bei Systemstörungen vorübergehend strukturelle Arbeitslose. Es wird angenommen, dass ein Gleichgewicht sich als Effekt der vielen optimierenden Einzelhandlungen rasch wieder ergebe. In der Wettbewerbspraxis bedeutet das aber Preis- und Lohndumping.

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