Arbeiten wie noch nie!?

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Zum nötigen Umbau der Arbeitsgesellschaft Die Organisation der Arbeit ist aus den Fugen. Wir müssen weg von der Spaltung in entfremdete Industriearbeit, nicht anerkannte unbezahlte »weibliche« Reproduktionsarbeit und erzwungene Erwerbslosigkeit. Dafür gibt es kein Patentrezept, aber ein paar schlüssige Überlegungen wie das Konzept des Versorgenden Wirtschaftens von Adelheid Biesecker, das Konzept der Tätigkeitsgesellschaft von André Gorz oder die Vier-in-einem-Perspektive von Frigga Haug. Die Lösung kann nur ein Gesellschaftsumbau sein, der bei den Ursachen ansetzt. Die Kritik am historisch Gewachsenen bildet den Humus für wünschenswerte Utopien und zeigt Wege zu einer anderen Art von Arbeit auf. Doch wohin wollen wir gehen? Was erwartet uns? Wie entscheiden wir? Dieser Reader lädt ein zu einer offenen Entdeckungsreise auf der Suche nach kollektiven Handlungsmöglichkeiten und liefert eine Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Richtungsfindung beim dringend notwendigen Umbau.

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Eine, die bereits sehr weit gegangen ist und an vielen der Konfliktlinien weitergedacht hat, ist Frigga Haug. Sie fasst für uns noch einmal ihren Weg zur Vier-in-einem-Perspektive (4in1) zusammen, der sie von ihrer Forschungstätigkeit zum Thema Erwerbsarbeit sogleich zur Auseinandersetzung mit der benachteiligten Reproduktionsarbeit führte und dann – um die Verhältnisse verändern und gestalten zu können – zur logischen Notwendigkeit des Lernens (Kulturelle Entwicklung) hin zur Politik von unten. Durch ihre intensive Auseinandersetzung mit vielen Frauen (u. a. mittels Erinnerungsarbeit) beschreibt sie die Widersprüche, in denen wir uns selbst erkennen; sie lässt uns aber auch nicht einfach aus dem »Gefühlsknäuel um Arbeit« durch die Hintertür entwischen, indem wir das Recht auf Faulheit ausrufen oder uns durch ein Grundeinkommen Freiheit erhoffen. Vielmehr will sie die Produktionsverhältnisse aufbrechen, die mit den Geschlechterverhältnissen zusammenfallen und zeigt uns, dass Veränderung nur durch Selbstveränderung der betroffenen Subjekte stattfinden kann. »Die Geschichte der Vier-in-einem-Perspektive« ist daher eine »Schule des Lernens. Eine Vision von Frauen, die eine Vision für alle ist«. Die Kunst liegt für Frigga Haug in der Verknüpfung der vier Bereiche (Erwerbsarbeit ­– Reproduktionsarbeit – Kulturelle Entwicklung – Politik von unten) – eine Auffassung, die wir teilen und an die wir mit diesem Buch anknüpfen.

Während für die einen das Nebeneinander von 4in1 die Auflösung des Entweder-Oder ist, löst sie bei anderen die Sorge aus, das ganze Leben solle von Arbeit unterjocht werden; auch die Frage nach Lohn und/oder Existenzsicherung sehen sie zu wenig beantwortet. Da es uns darum geht, die Perspektive weiterzubringen und für praktische politische Forderungen fruchtbar zu machen, haben wir uns nicht über diese Kritikpunkte hinweg geschummelt – im Gegenteil: Wir haben sie intensiv in dem Pro und Contra-Dialog zwischen Frigga Haug und Johanna Riegler diskutiert.

Schließlich standen wir vor all diesen Diagnosen: Wir wissen sehr viel über Ursachen, Scheinlösungen und Veränderungsbedarf, notwendige Arbeit in den Kontext des Lebens zu stellen. Doch wie können wir dies befördern? Indem wir die abstrakt-theoretischen Überlegungen in breite gesellschaftliche Debatten einbringen, aus denen letztlich neue normative und gesetzlich verankerte Rahmenbedingungen erwachsen. Uns war klar, dass uns dafür die konkreten Bilder fehlen, die uns leiten können. Eine Utopielosigkeit hat sich breitgemacht in Zeiten, in denen jede Argumentation ökonomischen Sachzwängen unterliegt und sich Politikverdrossenheit allerorts zeigt. Doch wir brauchen alternative Vorstellungen von einer anderen Arbeitswelt. Wie schwer es uns fällt, diese zu entwerfen, wurde uns bei der im September 2009 abgehaltenen Utopiewerkstatt klar. Aber wir ließen nicht locker, und nach einiger harter Denkarbeit konnten wir mit Hilfe der Methode der Erinnerungsarbeit einige ideologische Konstrukte aufspüren und unsere Fantasien für Neues öffnen bzw. für die neuartige Kombination bekannter Bausteine unter der Prämisse der Zusammenarbeit statt Arbeitsteilung.

Im Gegensatz zu den vorherrschenden Bildern entwarfen wir Gegenerzählungen; diese zu beschreiben, war meine Kernaufgabe. Sie klingen in den bunten Schilderungen von Kooperativen oder vom Dumpstern an. Am Ende fasse ich Prinzipien und Rahmenbedingungen einer für uns wünschenswerten integrierten Lebens- und Arbeitswelt zusammen, wenngleich sie keine fertigen Entwürfe sind, sondern im Aushandlungs- und Entscheidungsprozess entstehen müssen. Meinen Artikel stelle ich daher unter das Motto »Wie wir leben und arbeiten wollen. Schritte von der Utopie zur Realität« und spiele damit auf die Tatsache an, dass wir es immer mit einem Weg und nicht mit fertigen Rezepten zu tun haben. Mit unseren Zukunftsvisionen werfen wir einen weiten Blick voraus; um sie zu realisieren müssen wir noch einige Voraussetzungen schaffen. Als vereinzelte Erwerbsarbeiterinnen und Erwerbsarbeiter müssen wir uns mit der Welt, ihren Menschen und der Natur (wieder-)verbinden. Wir müssen uns die Fähigkeit zur wirklichen Interaktion (zurück-)­erobern und eine »Kultur des Wir« (wie Frigga Haug es nennt) stärken. Dann wird es uns auch gelingen, die naheliegenden Missverständnisse auszuräumen und Blockaden zu überwinden. Auf zwei aktuelle gehe ich näher ein: auf die Sorge, dass durch die 4in1-Perspektive alle Lebensbereiche von Arbeit im Lohnarbeitssinn vereinnahmt würden, und auf die Entweder-oder-Diskussion Lohn oder Grundeinkommen. Diese Frage ist eine Sackgasse, denn sowohl Lohn als auch Grundeinkommen führen nicht über die kapitalistische Systemlogik hinaus, die uns so viel Unbehagen in der Arbeitswelt verursacht. Wollen wir die kapitalistischen Systemzwänge tatsächlich überwinden, brauchen wir ein grundlegendes Umdenken und Übergangsmodelle, für die ich Vorschläge formuliere.

Mag. aSabine Gruber, M.C.D.

Jg. 1973; Sozialwissenschaftlerin und Gemeinwesenentwicklerin, seit 2002 tätig im Bereich Stadtforschung und -entwicklung mit den Schwerpunkten Integration, Partizipation, alternative Ökonomien und Nachhaltigkeit; 2005–2009 Leiterin der Lokalen Agenda 21 – Plattform für nachhaltige Bezirksentwicklung und BürgerInnenmitbestimmung im 9. Wiener Gemeindebezirk; seit 2009 Koordinatorin der ökumenischen Initiative »fairshare« – Ökologischer Lebensstil & Globale Gerechtigkeit; Lehrbeauftragte an der Universität für Bodenkultur Wien, Moderationen, Beratung und Bildungsangebote für öffentliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen; seit 2009 Vorstandsmitglied bei Attac Österreich.

www.sabine-gruber.at; mail@sabine-gruber.at

Arbeitsverhältnisse als Gesellschaftsverhältnisse

Grundannahmen zu Arbeit und Wohlstandsverteilung

Sabine Gruber

Wir erachten Arbeit grundsätzlich als Naturnotwendigkeit, auch wenn wir das, was wir heute als »Normalarbeitsverhältnisse« kennen, kritisieren. Keine Gesellschaft kann bestehen, ohne sich durch ihre Hand- und Kopf-Arbeit mit den notwendigen Gütern und Diensten zu versorgen. Unsere Kritik betrifft die kapitalistische Organisation, in der Arbeit nicht unserer individuellen und gesellschaftlichen Bedürfnisbefriedigung dient, sondern zur Erzielung von Profit verkommen ist. Die Profitlogik führt zu Überproduktion und steigert nicht mehr unser Wohlbefinden, sondern belastet uns. Darüber hinaus führt die Logik der Kapitalakkumulation zu einer Konzentration des materiellen Wohlstands bei wenigen Privilegierten, zu immer mehr Armen und zu vielschichtigen gesellschaftlichen Spaltungen.

Wie Alternativen für eine gerechte Verteilung der Arbeitslast und des produzierten Wohlstands auf alle Gesellschaftsmitglieder genau funktionieren können, kann aus heutiger Sicht niemand mit Sicherheit behaupten. Wir können aber auf eine fundierte Kritik zurückgreifen, denn die Kritik am Kapitalismus ist fast gleich alt wie das Phänomen selbst. Darauf aufbauend schließen wir in diesem Buch unsere kritische Suche nach einer anderen, erfüllenden Organisation von Arbeit an.

Das Unbehagen in der Arbeitswelt

Viele Menschen teilen ein allgemeines Unbehagen, das sich daraus ergibt, dass die Lebensentwürfe unserer Großeltern und Eltern für uns nicht mehr passen. Ihre Lebensplanung war eine Zeit lang um ein Erwerbsleben aufgebaut, das sich als Anstellungsverhältnis mit rund 40 Wochenstunden Arbeitszeit gestaltete; man konnte von einem existenzsichernden Einkommen ausgehen sowie von kontinuierlicher Arbeit mit Aufstiegschancen bei einem Unternehmen oder wenigen Firmenwechseln; Sozial- und Pensionsversicherung waren durch den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil und eine staatliche Vorsorge abgesichert. Die Stabilität und Planbarkeit des Erwerbslebens bildete das Fundament für die Einrichtung eines eigenen Hausstands, die Versorgung von Kindern und bescherte einer breiten Mittelschicht materiellen Wohlstand auch im Alter. Dies bezieht sich etwa auf die Jahre, in denen der Fordismus blühte und der Wohlfahrtsstaat eingerichtet wurde.

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