Frank Hebben - Maschinenkinder

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»Frank Hebbens Geschichten schaffen, was nur der besten Literatur gelingt: Sie bringen einen dazu, Fragen zu stellen. Bei der einen Story mag man sich fragen, was Realität, was Illusion ist. Bei der nächsten, wie man in einer Zukunft, in der sich das Gedächtnis manipulieren lässt, der menschlichen Erfahrung und Erinnerung trauen kann. Er fordert unsere ethischen Maßstäbe heraus, indem er die Grenzen dessen erkundet, was als Kunst betrachtet werden kann. Er versetzt uns in die ferne Zukunft oder die ferne Vergangenheit – mitunter sogar in derselben Erzählung. Wenn ein Autor uns dazu bringt, Fragen zu stellen, heißt es, dass er uns zum Nachdenken anregt. Auf Frank Hebben trifft das sicher zu, und mehr noch: Er ist anregend, belesen und unterhaltsam. Hier kommt man mehr als nur auf seine Kosten. Man bekommt alles, was ein guter Autor einem geben kann.«
Jeffrey Thomas, Autor von Punktown
»Atmosphärisch dicht und intensiv. Wie eine chinesische Tuschezeichnung: Das meiste entsteht erst im Auge, in der Phantasie, des Betrachters. Das zeigt, dass die skizzenhaften Striche gut gesetzt sind. Kann nicht jeder, ich würde sogar behaupten: Das können nur wenige.«
Michael Szameit

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»Ich habe eine schreckliche Ahnung«, brummte Rhombus und hinkte zum Fenster, um die Holzblende zu öffnen und rauszuschauen: Es war finster wie immer, bis auf das spukhafte Flackern, als würde ein Sturm heraufziehen. »Nein, das muss ich von oben sehen.« Er machte kehrt, ging zur Kommode, zog die Schublade auf, nahm sein Fernglas heraus – dann weiter zur Hintertür, wo er stehen blieb, zögerte. »Ihr bleibt hier unten. Lisa, wasch seine Schrammen und nimm das Jod; nachher schön alles verbinden. Da sind auch Pflaster übrig. Verstanden?«

Sie nickte.

»Bin gleich zurück und versorge den Hund.« Er humpelte hindurch, und die Tür fiel hinter ihm zu.

Im Luftzug knisterte ein Kerzendocht, sonst kein Laut außer dem Grollen draußen. Näher inzwischen. Viel näher.

»Hab keine Angst, es wird alles wieder gut.« Lisa holte den Sanitätsranzen vom Regal runter. »Rhombus weiß sicher, was zu tun ist.«

Hinter ihr warf Paul das zerfetzte Hemd weg. »Dieser Krüppel, was weiß der schon!«

»Nimm das sofort zurück«, schrie Lisa, den Ranzen zitternd in der Hand. »Du rotziger Bengel, ohne ihn hätten wir gar nichts. Gar nichts, hörst du? Gar nichts!«

Das saß; wie geohrfeigt stieß Paul gegen das Bettgestell. »Tut mir leid, ich –«

»Und jetzt pflanz deinen Hintern auf den Stuhl, damit ich dich verarzten kann. Wird’s bald?«

Unter Tränen, beide weinten, kam Paul zum Tisch – wollte sich hinsetzen, als von oben laut und schrill eine Sirene ertönte.

Alarm!

»Es geht los«, sagte Lisa und stellte den Ranzen beiseite. »Zieh deinen Pulli an und komm.«

Hand in Hand nahmen sie die letzten Stufen. Paul wurde von Lisa hochgezogen, die auf ihn einredete, schnell und pausenlos, obwohl er draußen nichts mehr verstehen konnte – Blitze durchstachen die Luft, und Donner, so laut wie Kanonenfeuer.

Als beide die Plattform erreichten, sich keuchend zur Brüstung hinschleppten, an den Beeten vorbei, warf sie ein Erdstoß von den Füßen: Sie fielen der Länge nach hin, blieben liegen, zu erschöpft, um wieder aufzustehen, bis Rhombus kam, um ihnen zu helfen.

Mittlerweile schien das Ungetüm die halbe Kuppel zu füllen, ganze Viertel waren verschwunden, dafür ein Himmel mit fremder Sonne, darunter die Pilze, Würmer, und Schwärme von Geistervögeln, die zwischen den Welten frei hin und her segelten.

»Das ganze Gefüge kollabiert«, brummte der Alte, wobei sein Maschinenauge die Häuser fixierte: verrutschte Dächer; und Schornsteine brachen – Berge von Schutt in den Straßen. »Mein Gott, ich hab befürchtet, dass das passiert. Wir müssen das Lichtwerk starten.«

»Kein Strom«, stöhnte Paul, dessen Knie bluteten, dunkle Flecken im Stoff.

»Ein Benzingenerator geht noch, auch die Autobatterien, und eine galvanische Säule habe ich vorhin aufgefüllt; das wird schon passen so weit.«

Doch sein Maschinenauge zuckte hin und her. »Keine Wahl, Junge. Keine Wahl!«, schrie er und packte Paul bei den Schultern. »Holt euch Hammer und Nägel und schlagt Löcher in die Propeller, unten, damit ihr das Benzin mit Eimern auffangen könnt. Das bringt ihr her. Verstanden?«

Paul rührte sich nicht.

Rhombus schüttelte ihn. »Hast du das begriffen, Rekrut!«

»J… ja« Paul löste sich, stolperte einen Schritt rückwärts, blieb danach stehen und starrte den Alten an. »Wir sollen das Benzin ablassen?«

»Und beeilt euch! Ich setze die Getriebe in Gang.«

Während der Veteran hektisch Regler und Hebel verstellte, Knöpfe drückte, Skalen ablas, suchten beide das Werkzeug zusammen und begannen, die Löcher zu hämmern und das bisschen Kraftstoff in die Eimer zu träufeln; ein Liter, nicht mehr, den sie zum Generator hintrugen, wo Rhombus das Benzin in den Stutzen einfüllte und den Motor anwarf.

»Es frisst die ganze Stadt auf!« Paul hatte die Augen weit aufgerissen, sodass sich das Ungetüm darin spiegelte, ein dräuendes, alles verschlingendes Inferno:

Blitze krachten. Sturmwind toste.

Und inmitten all dessen formten die Geistervögel einen einzigen, riesigen Schwarm, der auf sie zukam – ein Sausen und Zischen wie von einer Dampfmaschine.

»Nun gilt es!«, brüllte Rhombus gegen den Orkan an. »Haltet euch gut fest.« Sofort sprang er zum Lichtwerk, riss am Schaltpult einen Hebel nach rechts …

Doch nichts geschah.

Irgendwo knisterte es elektrisch.

»Donner noch eins! Was ist jetzt wieder los?« Zornig unterbrach er den Strom, fegte eine Verkleidung beiseite – und schwarzer Rauch quoll ihm entgegen: Die Kabel waren zerschmort. »Her zu mir, Junge, hilf mir!«

Wie in Trance, noch immer vom Monstrum gebannt, stolperte Paul nach vorn – Spielzeugsoldat, marschiere, marschiere; er fühlte seine Füße kaum, und seine Hände waren taub. »Was ist denn?«, fragte er schläfrig.

»Nimm die Zange«, murrte der Alte und reichte sie ihm. »Los, nimm schon, verflucht! Gut, ja.« Schnaufend ging er zum Betonstein, setzte sich hin, zog ein Hosenbein hoch; und Metall kam zum Vorschein, Gelenke und Draht; er legte die Prothese ganz frei. »Zwack diesen hier ab. Und den da auch.«

»Du … du bist ein …«, stotterte Paul, obwohl er niederkniete und die zwei Drähte entfernte.

»So ist der Krieg! Das Märchen vom Helden kannst du getrost vergessen!« Mit den Drähten in der Faust humpelte Rhombus zum Lichtwerk zurück. Prüfte den Schaden. Überbrückte den Stromkreis. Und legte erneut den Hebel um:

Jetzt drang ein Poltern aus der Maschine, Hydraulik stampfte und Zahnkränze mahlten, bevor der Scheinwerfer grell aufblitzte und ein sonnenhelles Licht durch die Finsternis streute.

Und zum ersten Mal, nach langer Zeit, erstrahlte die Stadt in ihrer ganzen traurigen Pracht: hier ein grüner Balkon, Fenster mit himmelblauen Gardinen; dort eine kirschrote Tür, ein Erker aus korngelben Ziegeln – Farben, Farben, wohin man nur schaute! Für einen Moment war das Inferno vergessen, erstaunt sah Paul zu den Villen herüber, zum Rathaus, zur Kirche, zu den Fabriken und Lagerhallen am Rand. Wie schön die Stadt einst gewesen sein musste, bis der Krieg sie verdorben hatte und —

Neue Beben, härter als zuvor, ließen die Plattform so stark erzittern, dass die Getriebe des Lichtwerks bockten. Der Scheinwerfer flackerte bedrohlich.

»Noch nicht«, knurrte Rhombus und trat gegen Stahlplatten, die vor Hitze glühten: Aus den Ritzen schoss Qualm, und Bolzen knirschten. Dann, auf einmal, brach ein Lichtbalken hervor, schnitt durch den Schwarm, durch den eisblauen Nebel, traf auf das Monstrum, trieb es zurück: Ein Strudel entstand, weltengroß und von unbändiger Kraft, dass er alles zu sich zerrte. Noch kämpften die Vögel gegen den Sog an, flatterten, kreischten – vergeblich.

Nichts aus der fremden Welt entkam.

»Die Maschine zerbricht! Zur Hütte, schnell«, rief Lisa und hatte Paul schon an der Hand, aber Rhombus konnte nicht länger gehen, und so nahmen sie ihn in die Mitte, stützten ihn, die Treppen abwärts, während sich oben das Lichtwerk zermalmte.

Unten hörten sie den Knall. Ringsum waren Dinge umgekippt, Töpfe, das Waschbecken; das Grammophon lag verbeult am Kamin, doch sie hatten alles so liegen lassen.

Paul stand am Bett, sein Gesicht im Fell des Hundes vergraben, und lauschte dem schwachen Herzschlag. Ludwig atmete kaum. Ob er durchkommen würde? Bitte, bitte.

Lisa und Rhombus hockten müde am Tisch. Die Kerze fehlte, lag vielleicht in einer Ecke. Minuten verstrichen. Erst nach langem Schweigen sagte der Alte: »Es ist vorbei. Das Lichtwerk hat den Riss verschlossen.«

»Wie denn?«, fragte Lisa.

»Höhere Astrophysik, Mädchen. Tut mir leid. Um ein Bild zu bemühen: Es war eine Linse, die einen Teil der Wirklichkeit bündeln konnte. Verstehst du?«

»Nein.«

Rhombus nickte. »Aber wir sind sicher. Fürs Erste.«

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