Frank Hebben - Maschinenkinder

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»Frank Hebbens Geschichten schaffen, was nur der besten Literatur gelingt: Sie bringen einen dazu, Fragen zu stellen. Bei der einen Story mag man sich fragen, was Realität, was Illusion ist. Bei der nächsten, wie man in einer Zukunft, in der sich das Gedächtnis manipulieren lässt, der menschlichen Erfahrung und Erinnerung trauen kann. Er fordert unsere ethischen Maßstäbe heraus, indem er die Grenzen dessen erkundet, was als Kunst betrachtet werden kann. Er versetzt uns in die ferne Zukunft oder die ferne Vergangenheit – mitunter sogar in derselben Erzählung. Wenn ein Autor uns dazu bringt, Fragen zu stellen, heißt es, dass er uns zum Nachdenken anregt. Auf Frank Hebben trifft das sicher zu, und mehr noch: Er ist anregend, belesen und unterhaltsam. Hier kommt man mehr als nur auf seine Kosten. Man bekommt alles, was ein guter Autor einem geben kann.«
Jeffrey Thomas, Autor von Punktown
»Atmosphärisch dicht und intensiv. Wie eine chinesische Tuschezeichnung: Das meiste entsteht erst im Auge, in der Phantasie, des Betrachters. Das zeigt, dass die skizzenhaften Striche gut gesetzt sind. Kann nicht jeder, ich würde sogar behaupten: Das können nur wenige.«
Michael Szameit

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»Was ist?«, fragte Paul. »Gefahr?«

Und wie zur Antwort wurde der Bahnhof von einem Beben hart getroffen; Gleise und Pflanzen, der Waggon und die Tanks – alles verschwamm vor den Augen.

Der Boden rumorte.

Wankend verließ Paul die Leiter, machte kehrt, als ein zweites, noch stärkeres Beben das Gewölbe vibrieren ließ: ein kristallklarer Ton, gleich einer Opernstimme, die sang, ehe Risse durchs Glas sprangen.

So schnell er nur konnte, hinkte er den Bahnsteig hinab, bog ab, links entlang, die Halle runter; stolperte, vom Beben fast umgeworfen, fiel aber nicht hin. Dann barst das Kuppeldach mit lautem Knall, und Splitter und Scherben prasselten auf die Gleise, messerscharf wie Schrapnellgeschosse – Wolken aus Glas, als sie am Boden zerspritzten und Paul und den Hund zum Café weiter trieben, wo sie Schutz hinter einem Korbsessel fanden.

Ins Getöse mischte sich ein neues Geräusch, ein Zischen, dann pfeifend und schrill, als würde eine Dampflok einfahren, doch war es kein Zug, der in den Bahnhof kroch, sondern ein monströses Ding, amorph und sternenschwarz, einer Schlange ähnlich, die ganze Häuser verschlang. Und was Paul darin sah, ließ ihn erstarren; er stöhnte. Reglos schaute er zu, wie der Schlund sich weit öffnete: ein Tunnel zu einer anderen Welt, an dessen Ende eine fremde Landschaft lag, ein Wald aus Pilzen, die blauen Lamellen so groß wie Zeppeline.

Und ein glühender Himmel.

»Ich träume«, flüsterte Paul, und seine Schultern zitterten.

Wie er nach draußen gelangt war, wusste Paul nicht mehr, nur dass er den Hund getragen hatte – über die Splitter und Scherben hinweg. Jetzt, mit dem Rücken zum Boot, starrte er auf den Bahnhof zurück; das Dach eingedrückt und die Säulen krumm, als wären dort Fliegerbomben gefallen.

Noch schien das Monstrum darin gefangen, aber dann, begleitet von einem mächtigen Krachen, bohrte es sich einen Weg quer durch die Fassade hindurch, inzwischen so groß wie ein Riesenrad, schwarz an den Rändern, wo Blitze zuckten, wenn es ein Hindernis fraß, eine Mauer, ein Fenster; und innen die fremde Welt. Dort wehte ein Sturmwind, der die Pilze schüttelte, und wie Dampf aus einem Rohr quollen blaue Schwaden herüber; Sporennebel.

Paul hielt den Atem an.

Hastig löste er das Tau vom Laternenpfahl, hechtete an Bord, pfiff, und Ludwig sprang rein, während er mit kurzen Schlägen das Boot wendete und rückwärts ruderte – das Ungetüm im Auge behaltend.

Der Nebel waberte hintendrein, zäher geworden; und auch das Monstrum schien träge, seitdem es den Bahnhof verschluckt hatte, als müsse es gegen einen Widerstand kämpfen. Außen krachte es wie Gewitter.

Trotzdem brauchte Paul alle Kraft, um den Vorsprung nicht einzubüßen. Seine Muskeln taten weh, und er verfluchte sich selbst: schon wieder die Maske vergessen!

Als sie das Becken überquerten und den Kanal erreichten, umfing sie die Immernacht: Im Dunkeln schien das Ungetüm noch lauter zu grollen, das, einen Steinwurf entfernt, hinter den Häusern verschwunden war.

Mist! So kamen sie nicht vorwärts: Paul musste das Boot wieder wenden, aber auch das kostete Zeit. Was sollte er –

Eine Bö zerzauste sein Haar. Erschreckt duckte er sich, hätte das Paddel fast losgelassen: Er packte fest zu, zwang den Kopf hoch – gleichzeitig fraß sich das Ungetüm zu ihm durch wie Feuer, das Papier verzehrte, und Blitze jagten über die Wände, im Zickzack die Häuserschlucht runter; hin und her, und verpufften.

Funken.

Die Luft roch elektrisch aufgeladen.

Fast hatte der Nebel das Boot erfasst, alles Rudern half nichts mehr; so sehr sich Paul auch anstrengte, der Abstand wurde kleiner und kleiner: fünfzig Meter, dann vierzig, dreißig – Ludwig, der am Bug stand und knurrte, mit Schaum vor dem Mund, schaute plötzlich nach oben, winselte, bellte, ehe der erste Geistervogel über sie hinweg schoss. Ein ganzer Schwarm war gekommen, und sein eiskaltes Raunen mischte sich ins Getöse.

In letzter Not warf Paul das Paddel hin, schlug die Munitionskiste auf, nahm die Leuchtpistole, streckte sie vor und feuerte und traf: Fauchend ging ein Vogel in Flammen auf, die Flügel brannten, während er abwärts trudelte, ins Wasser klatschte, verglühte.

Dann fiel der Schwarm über sie her.

Es waren einfach zu viele.

Paul hatte versucht, sie mit dem Paddel abzuwehren, doch schnell hing sein Hemd in Fetzen; blutige Striemen und Bisse, dass er sich schreiend hinwarf. Zusammengekauert, den Kopf durch das Öltuch geschützt, lag er im Boot und musste mit ansehen, wie Ludwig nach den Vögeln schnappte, sich schüttelte, sich krümmte, um sie vom Rücken wegzuschleudern. Auch der Hund war verletzt, sein Fell durch die Schnäbel und Krallen zerrauft.

Dahinter, so nah, dass Paul einen gigantischen Wurm ausmachen konnte, der unter den Pilzen das Erdreich aufwühlte, gähnte das Ungetüm – turmhoch über ihm, laut wie ein Dampfzug, als es in den Kanal hineinkroch. Seine Masse drückte den Nebel nach außen, die Wände hoch, und nach vorn, schob ihn vor sich her: eine Springflut aus eisblauen Schwaden, knisternd. Nur eine kurze Distanz, bis die giftigen Sporen das Boot eingehüllt hatten …

Paul schlug das Öltuch zurück. Packte das Paddel, wollte rudern, obwohl ihn noch immer die Vögel umkreisten, dann aber blitzte ein greller, perlweißer Strahl von der anderen Seite her auf. Ein Scheinwerferlicht.

Lisa schrie: »Lasst sie in Frieden, ihr Mistviecher!«

»Hilf uns«, stöhnte Paul, der einen Vogel wegschlug, bevor er sich umdrehten konnte:

Im Höchsttempo kam ihr Motorboot angebraust, direkt auf sie zu; sein Keil zerpflügte das Wasser, die Bugwelle rollte und spritzte gegen die Häuser. Lisa saß hinten, die Pinne fest in der Hand, mit der sie lenkte – in der anderen eine Pistole. Sie schoss! Der Knall donnerte durch den Kanal, drückte den Schwarm nach hinten; und auch der Nebel schien einen Herzschlag zu stocken, ballte sich, um dann rascher zu fließen: Ludwig, noch immer vorn, wurde eingeweht, gerade als er wegspringen wollte.

»Ins Boot, schnell!«, rief Lisa, während sie eine Schleife fuhr, dabei den Motor drosselte, um Reling an Reling zu bringen. »Klettert rüber. Los, macht schon!«

Ein Satz, und Paul war drin, das Paddel wegschleudernd – der Hund folgte keuchend, Schaum an den Lefzen; das Fell klitschnass vom Blut. Sofort startete Lisa durch, gab Vollgas, und im scharfen Bogen preschte das Boot davon.

Für nur einen Moment hatte sie auf das Monstrum gestarrt, das sich, gleich einer Naturgewalt, in die Stadt hineinfraß, blitzend, bebend und krachend.

Ihr Gesicht war blass vor Entsetzen.

Rhombus öffnete die Tür zu ihrer Hütte – und da standen sie, müde, zerlumpt, und verletzt; wie nach einer schweren Schlacht. Und in den Augen das Grauen.

Schweigend trug Paul den Hund zu seinem Bett; strich über das blutige Fell, bevor er die Decke drüber zog. Ludwig durfte einfach nicht sterben! Eine Träne tröpfelte von seinem Kinn.

»Kinder, was ist mit euch passiert? So redet! Erzählt mir, was los war.«

»Wir waren am Bahnhof«, begann Paul, »wo ein Monster kam und alles gebebt hat, und wir sind abgehauen. Trotzdem hat es den Kanal verschluckt, und die Sporen, die flossen aus seinem Maul, und Geistervögel haben uns angegriffen, bis Lisa uns im Boot retten konnte.«

»Junge, du faselst ja.« Der Alte verschloss die Tür. »Was für ein Monster denn? Nur die Phase wird etwas stärker, kein Grund zur Sorge.«

Matt hob Lisa den Kopf; auch sie weinte, ihr Mund bibberte. »Es kommt näher, das Biest, schwarz und ganz riesig, und es macht Blitze und poltert wie ein Gewitter. Hör hin …«

Im Schatten, nur ein paar Kerzen brannten, horchten sie auf das ferne Grollen; schwach konnten sie das Raunen der Geistervögel ausmachen. Noch bebte der Flakturm nur leicht, obwohl sich das Monstrum schon hinter der Altstadt aufgetürmt hatte, als sie mit den letzten Tropfen Benzin den Kai erreichten.

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