Frank Hebben - Maschinenkinder

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»Frank Hebbens Geschichten schaffen, was nur der besten Literatur gelingt: Sie bringen einen dazu, Fragen zu stellen. Bei der einen Story mag man sich fragen, was Realität, was Illusion ist. Bei der nächsten, wie man in einer Zukunft, in der sich das Gedächtnis manipulieren lässt, der menschlichen Erfahrung und Erinnerung trauen kann. Er fordert unsere ethischen Maßstäbe heraus, indem er die Grenzen dessen erkundet, was als Kunst betrachtet werden kann. Er versetzt uns in die ferne Zukunft oder die ferne Vergangenheit – mitunter sogar in derselben Erzählung. Wenn ein Autor uns dazu bringt, Fragen zu stellen, heißt es, dass er uns zum Nachdenken anregt. Auf Frank Hebben trifft das sicher zu, und mehr noch: Er ist anregend, belesen und unterhaltsam. Hier kommt man mehr als nur auf seine Kosten. Man bekommt alles, was ein guter Autor einem geben kann.«
Jeffrey Thomas, Autor von Punktown
»Atmosphärisch dicht und intensiv. Wie eine chinesische Tuschezeichnung: Das meiste entsteht erst im Auge, in der Phantasie, des Betrachters. Das zeigt, dass die skizzenhaften Striche gut gesetzt sind. Kann nicht jeder, ich würde sogar behaupten: Das können nur wenige.«
Michael Szameit

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Am Trampelpfad zwischen Suppenküche und Latrine hatten die Quacksalber schon ihre Stände geöffnet, verkauften Radiumsalbe zum Wucherpreis und galvanische Tinkturen. Von einer Kiste warf ein Pastor seine Predigt in die Menge: Weil nicht das Wissen, sondern der Glaube befreite! – daneben spielten Katzen mit Matsch, der durch zahllose Krücken zerstampft war.

Kotfliegen überall.

Die Ruhr grassierte, viele hatten sich angesteckt: Gestern waren drei gestorben, ein Müller, ein Kleinkind, ein Professor der Philosophie, rasch unter Löschkalk verscharrt im Massengrab – drei rote Striche auf einem Klemmbrett; das Lazarett überfüllt. Die Ärzte sahen hilflos zu, wie sich die Toten anhäuften; es gab kaum Medizin außer einem Aufguss aus Schwarzbeeren und Wein, den man den Kranken einflößte.

Trauer, die Köpfe gesenkt. Wer doch aufschaute, erschrak beim Anblick der zerlumpten Gestalten, die über Brotkrumen zankten, einander das Wenige heimlich stahlen oder mit Gewalt abpressten. Ob Monarch, ob Kaufmann – der Luxus war fort; die Klassenschranken eingerissen, der Zylinder verloren, der letzte Manschettenknopf gegen Butter getauscht.

Hier, im Elend, wurden alle gleich.

Stumpfsinnig, allein mit sich selbst beschäftigt, hatte kaum einer das Luftschiff bemerkt, das über dem Lager wie ein Sturm aufzog, düster am gewölbten Rumpf, unten, wo der Reichsadler prangte. Auch nicht das Lichtsignal im Fenster der Kanzel, es blitzte golden, einmal kurz, dreimal lang und:

Das Schmettern von Trompeten!

Knie an Knie reitend, Steigbügel an Steigbügel, rückte Kavallerie vor und verfiel, um für den Schrecken zu sorgen, in einen kurzen Galopp: Nicht der Säbel, die Peitsche zählte, wenn man sein Volk zusammentreiben wollte wie Vieh. Eingekreist blieb nur der Weg zum Jahrmarkt frei, dessen gusseiserne Tore fest verschlossen waren …

Steine und Erde spritzten hoch, ein Wirbel aus Hufen, die Rösser schnauften, Schaum vor dem Maul, als die Soldaten vorrückten, das Tempo zum Trab zügelten, dann ihre Lücken schlossen und die Mauerattacke in engster Formation führten. Sie rissen Stände, Zelte ab, während sie durchs Lager preschten: Fässer kippten, rollten weg, und ein Bretterverschlag krachte ein, dass die Leute panisch flohen, im Rollstuhl und auf Krücken, lahm und wehrlos wie Spinnen mit ausgerupften Beinen, so krochen sie davon, aber ihr Freiraum schwand schnell.

Im Nadelöhr zwischen den Planwagen staute sich die Menge auf, wurde aneinander gedrückt, vorne verkeilt, und hinten drängten sie nach. Tumult brach aus. Aus Furcht, niedergeknüppelt oder von den Pferden zertrampelt zu werden, drängte, stieß man seinen Nächsten beiseite, zerrte ihn an den Kleidern zu Boden. Ein Handgemenge, das eskalierte, obgleich die Soldaten längst gehalten hatten, sich sammelten, anstatt den Flüchtenden nachzusetzen.

Vorne, am Zoppot, war schon ein Kind im Menschenknäuel erstickt; blau angelaufen zwischen den Leibern, die gegen die Tore brandeten, schweißnass und wie von Stahlpressen ans Gitter gequetscht, brüllten sie vor Schmerz. Aus der Vogelperspektive wurde ein Wellenmuster deutlich, das durch die Pilger floss, während sie drückten und schoben, der Enge, der Hitze zu entkommen versuchten; doch immer mehr schwemmten nach, Hunderte, Tausende, zwischen Reiterei und Jahrmarkt eingekesselt. Über Leute, die am Boden lagen, und Rollstühle, egal ob besetzt oder leer, stieg man hinweg. Wenige konnten ihre Arme zum Himmel wuchten, um Luft zu holen, viele bezogen Prügel, Prellungen, Brüche oder ihr Brustkorb war eingedrückt worden, dass sie ohnmächtig oder tot in der Masse trieben. Der Lärm drang bis ins Innere des Luftschiffs, die Hilferufe und Flüche und ein spitzer Todesschrei.

Dem Kaiser gefror das Blut in den Adern.

An den Rändern war die Lage erträglicher: Die Kavallerie hatte ihre Sättel verlassen und löste die Gruppen gewaltfrei auf, führte sie ab, trug sie weg, barg die Verletzten, derweil sich am Eingang die Leichen stapelten – ehe das Wunder geschah: Die Teslaspule sang! Erhaben, gottgleich warf sie ihre Blitze in den Äther, und die Leute, erst entsetzt, dann rasend vor Freude, drängten zu ihr hin, so schrecklich gierig nach Strom.

Sofort wurde das Gitter gestürmt, mit den Klauen verbogen oder zerfetzt. In Wellen schwemmten die Pilger herein und rannten, rannten, schleuderten die Krücken fort, den Stützverband, die Taschen, Mäntel, Brillen, Feuerzeuge, den ganzen wertlosen Pomp: Jeder wollte der Erste sein, es gab kein Halten mehr. Eine dichte Menschenflut umspülte die Fahrgeschäfte – da, plötzlich, war eine Zirkusmelodie zu hören, das Pferdekarussell drehte sich wieder, das Riesenrad, und die Schiffschaukel schwang hoch, schwang zurück, wie eh zuvor, alles hell erleuchtet, die ganze märchenhafte Lichterwelt; ein Fiebertraum, okkult und schwarz, Motten, flatternd angelockt von Wärme und von Helligkeit, und die Flügel brannten fest:

Am Turmgerüst kletterten sie hoch, weil kein Platz mehr übrig blieb, verkrallten sich, hangelten mit den Stromgliedmaßen, stürzten – eine Traube aus Leibern, ein zerfetztes Bündel blutgetränkter Lumpen, das zurück in den Tod fiel, bis das Gerüst unter der Last einknickte, als würden Stahlstreben schmelzen.

Ein Blitzgewitter krachte, worauf das Luftschiff niedersank; die Motoren versagten und die Steuerung … Notlandung! Gestrandet am Meer fing der Zeppelin Feuer, rauchende Trümmer.

Der Tag zerbrach, und es ward Nacht.

Alle Uhren standen still.

»Wenn wir die Resultate von Mr. Teslas Arbeit nehmen und aus unserer industriellen Welt entfernen würden, würden die Räder in den Fabriken aufhören, sich zu drehen, unsere elektrischen Straßenbahnen und Züge würden stehen bleiben, unsere Städte wären dunkel, unsere Mühlen stünden still.«

(Laudatio zur Verleihung der Edison-Medaille durch das Amerikanische Institut für Elektroingenieure)

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