Max Geißler - Tausend und eine Nacht

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Illustrierte Fassung für Kinder und Jugendliche"Tausendundeine Nacht" ist die berühmteste Sammlung morgenländischer Erzählungen und zugleich ein Klassiker der Weltliteratur.Von ihrer historischen und literarischen Bedeutung sind sie allenfalls mit den Märchen der Gebrüder Grimm vergleichbar.Null Papier Verlag

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Am drit­ten Mor­gen lan­de­te das Schiff an ei­nem frucht­ba­ren Ei­lan­de, auf dem eine sehr schö­ne Stadt stand. Man führ­te Sind­bad zum Kö­ni­ge, der ihn freund­lich emp­fing und ihn auf­for­der­te, mit ihm um die In­sel zu rei­ten. Da be­merk­te der See­fah­rer, dass in die­sem klei­nen Rei­che je­der ohne Sat­tel, ohne Bü­gel und Zü­gel zu Pfer­de saß. »Ei«, sprach er, »das ist ein selt­sa­mer Brauch. Herr Kö­nig, ich will Euch da­für et­was Bes­se­res zei­gen!«

Er stell­te also einen Sat­tel her, pols­ter­te ihn und be­zog ihn mit wei­chem Le­der; er flocht einen Zü­gel und ließ von ei­nem Schmie­de ein Paar Steig­bü­gel an­fer­ti­gen.

Dem Kö­ni­ge, der da von all die­sen Din­gen nichts wuss­te, ge­fiel die neue Art zu rei­ten sehr wohl. Er be­lohn­te Sind­bad reich­lich und er­nann­te ihn so­fort zu sei­nem Staats­mi­nis­ter. Da­mit Sind­bad das Reich des In­sel­kö­nigs aber nicht so bald wie­der ver­las­se, schenk­te ihm die­ser das schöns­te jun­ge Mäd­chen zum Wei­be.

Nun ge­sch­ah es bald da­nach, dass die Frau ei­nes vor­neh­men Man­nes ge­stor­ben war; Sind­bad ging zu ihm, um ihm ei­ni­ge Wor­te des Tros­tes zu sa­gen, aber der vor­neh­me Mann blieb trau­rig und sprach: »Was nützt mir dein Trost, mein lie­ber Mi­nis­ter Sind­bad, da ich mor­gen doch ster­ben muss?«

»Ei«, ent­geg­ne­te Sind­bad, »du bist ja frisch und ge­sund. Wa­rum soll­test du denn mor­gen zu Tode kom­men?«

»Und es wird doch ge­sche­hen«, er­griff der an­de­re wie­der das Wort; »denn hier­zu­lan­de ist es Ge­setz und Sit­te, dass die Frau dem Man­ne, der Mann der Frau in das Grab folgt.«

Sind­bad ließ sich das noch ein­mal sa­gen; denn er hat­te auf all sei­nen Fahr­ten nie von die­sem wun­der­li­chen Brau­che ge­hört. Und am an­de­ren Tage muss­te er se­hen, dass sie die Tote zu Gra­be tru­gen. Das Grab lag auf ei­nem ho­hen Ber­ge. Als man die Lei­che hin­ab­ge­senkt hat­te, setz­te sich der vor­neh­me Mann auf eine Bah­re, man stell­te einen Krug Was­ser ne­ben ihn und reich­te ihm sie­ben klei­ne Bro­te. Da­nach glitt auch die­se Bah­re in die Tie­fe.

Sind­bad, weil er Mi­nis­ter war, hielt so­fort eine Kon­fe­renz mit dem Kö­ni­ge; aber der Kö­nig zog die Ach­seln und sag­te: »Mein lie­ber Mi­nis­ter Sind­bad, an die­ser schö­nen Ge­pflo­gen­heit ist nichts zu än­dern; und mir selbst und dir auch wird es so er­ge­hen wie je­nem vor­neh­men Man­ne, wenn un­se­re Frau­en vor uns ster­ben.«

Von Stun­d’ an ward Sind­bad sehr nach­denk­lich und ver­wünsch­te das Ge­schenk, das ihm der Kö­nig in je­nem jun­gen Wei­be ge­macht hat­te. Er be­ob­ach­te­te die Frau aufs sorg­sams­te, und je­des Un­wohl­sein er­füll­te ihn mit Grau­en und Furcht. Ei­nes Ta­ges klag­te sie über hef­ti­ge Schmer­zen; Ärz­te wur­den ge­holt, alle Mit­tel wur­den ver­sucht – ver­geb­lich: die jun­ge Frau konn­te ihr La­ger nicht mehr ver­las­sen, und nach sie­ben Ta­gen war sie tot.

»Das ist eine schö­ne Ge­schich­te«, dach­te Sind­bad; denn er stell­te Be­trach­tun­gen sehr trüb­se­li­ger Art an. Aber es fiel ihm nichts ein, wo­durch er sich hät­te aus sei­ner üb­len Lage be­frei­en kön­nen. So kam der drit­te Tag her­an und mit ihm das Be­gräb­nis; der Kö­nig und alle Vor­neh­men der Stadt ga­ben der To­ten das Ge­lei­te zu dem Brun­nen auf der Spit­ze des Ber­ges, in den sie und ihr über­le­ben­der Gat­te ver­senkt wer­den soll­ten. Sind­bad schritt tod­blei­chen An­ge­sichts dicht hin­ter der Bah­re, und so sehr er noch auf die­sem letz­ten Gan­ge den Kö­nig bat, ge­gen ihn das har­te Ge­setz die­ses Lan­des nicht an­zu­wen­den – es half nichts; denn der Kö­nig mein­te, er sei der ers­te Die­ner des Staa­tes und müss­te das Ge­setz vor al­lem er­fül­len.

Zu­erst senk­te man die Tote in den Schacht der tie­fen Grot­te, dann setz­te sich Sind­bad auf die für ihn be­reit­ste­hen­de Bah­re, emp­fing sei­nen Krug Was­ser und die sie­ben klei­nen Bro­te, und lang­sam, lang­sam glitt die Bah­re an Stri­cken in die Fins­ter­nis. Dann wur­de der Stein über der Brun­nen­öff­nung ge­schlos­sen. »Wäre es nicht bes­ser, die Stirn an den Schrof­fen der Wän­de ein­zu­sto­ßen«, dach­te Sind­bad, »als in die­ser furcht­ba­ren Nacht zu ver­hun­gern?« Er tas­te­te mit sei­nen Hän­den und fühl­te Lei­chen um sich her. Aber die Lie­be zum Le­ben war zu groß in ihm – er er­griff den Krug und trank, er fand die Bro­te und aß da­von.

So war die dritte Nacht herangekommen und Sindbads Vorrat an - фото 9

So war die drit­te Nacht her­an­ge­kom­men, und Sind­bads Vor­rat an Nah­rungs­mit­teln war auf­ge­zehrt. Auf ein­mal ver­nahm er ein Keu­chen, wie das ei­nes ge­hetz­ten Tie­res, er hör­te ein Geräusch, als wenn dies Tier durch einen Spalt im Ber­ge sich zwäng­te, er sah die Au­gen die­ses Tie­res, die sich gie­rig wie grü­ne Lich­ter in die Nacht stell­ten. Es war eine Hyä­ne, die, von dem Ge­ruch der Ver­we­sung an­ge­lockt, einen Weg in das schau­der­vol­le Grab ge­fun­den hat­te.

Ein Über­maß von Freu­de kam in des ar­men Sind­bad Herz; denn er dach­te: auf dem Wege, auf dem die­ses Tier durch die un­ter­ir­di­schen Grot­ten ge­gan­gen sei, müs­se auch er ans Licht kom­men. Er be­gann zu tas­ten, er er­griff einen Kno­chen als Waf­fe ge­gen die Hyä­ne und scheuch­te sie in die Flucht; er kroch auf al­len vie­ren einen un­end­lich lan­gen Gang durch Za­cken und Schrof­fen und durch trie­fen­des Ge­stein. End­lich sah er – wie einen Stern – ein Licht in der Nacht der Tie­fen auf­ge­hen: das war der Tag, der weit, weit­hin vor dem Ein­gan­ge des un­ter­ir­di­schen We­ges stand. Und als Sind­bad zu die­ser Öff­nung ge­lang­te, bran­de­te rings­um­her das Meer, und wil­de Klip­pen hin­gen um ihn, über die noch kei­nes Men­schen Fuß ge­schrit­ten war.

Kaum konn­te der ge­quäl­te Mann noch auf den Fü­ßen ste­hen. Er fiel nie­der und dank­te sei­nem Got­te für die wun­der­ba­re Ret­tung; dann fing er sich ei­ni­ges See­ge­tier, das er roh ver­zeh­ren muss­te; aber durch sie­ben Tage fris­te­te er sein Le­ben in der Ein­sam­keit, und am ach­ten kam ein Schiff mit ge­bläh­ten Se­geln her­auf; der Ka­pi­tän er­kann­te den Men­schen in den Klip­pen des Stran­des, sand­te ein Boot zu ihm, das brach­te ihn an Bord, und mit dem Schif­fe ge­lang­te er in die heiß­er­sehn­te Hei­mat.

Aber die Lust zu neu­en Rei­sen war dem Hel­den so vie­ler Aben­teu­er auch durch die­se Stra­pa­zen nicht ge­nom­men wor­den. Nach Jahr und Tag rüs­te­te er zu neu­er Fahrt. Nicht lan­ge, so lan­de­ten sie an ei­ner wei­ßen In­sel, dort fan­den sie ein Ei des Vo­gels Roch, wel­ches eben­so groß wie je­nes frü­he­re und schon lan­ge be­brü­tet war; denn der Schna­bel des jun­gen Rie­sen­vo­gels hat­te schon eine Öff­nung in die Scha­le ge­pickt.

Die Kauf­leu­te, die sich bei Sind­bad be­fan­den, hat­ten so et­was noch nie ge­se­hen, dar­um mach­ten sie sich so­fort dar­an, das Ei mit ih­ren Äx­ten in Stücke zu schla­gen und den jun­gen Vo­gel her­aus­zu­ho­len. Sind­bad warn­te sie zwar ein­dring­lich, aber er fand kein Ge­hör; und nicht lan­ge, so ver­fins­ter­te sich die Luft, und zwei mäch­ti­ge Wol­ken flo­gen nä­her und nä­her.

Der Ka­pi­tän er­kann­te, dass die Wol­ken nichts an­de­res sei­en als die al­ten Vö­gel, dar­um gab er Be­fehl, so rasch als mög­lich auf das Schiff zu ei­len; und ein paar Au­gen­bli­cke spä­ter stieß das Fahr­zeug denn auch mit vol­len Se­geln vom Lan­de.

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