Wenn du schaust, dann schau mit ehrlichem und
liebevollem Blick, und denke dabei:
»Dadurch, daß ich mich auf diese gütige Person verlasse,
werde ich voll und ganz erleuchtet werden.«
Indem wir unseren Geist einfach fürsorglich, friedlich und entspannt sein lassen, können unsere Alltagsaktivitäten und unsere tägliche Arbeit – sogar unser Atmen – Teil unserer Heilungsübung werden, und wir werden spontan an Stärke gewinnen. Sind wir für unser gewöhnliches Leben offen, so wird es sich in ein Leben der Heilung verwandeln. Dann wird unser Leben ein in Meditation umgesetztes Handeln sein, auch wenn wir möglicherweise nicht mehrere Stunden in der regulären Sitzmeditation verbringen.
Die meisten Übungen in diesem Buch zielen darauf ab, Emotionen umzuwandeln, indem wir unsere Probleme visualisieren und vom Negativen zum Positiven übergehen. Ein weiterer Meditationsansatz besteht darin, über das Positive und Negative hinauszugehen, indem wir uns unseren Gefühlen öffnen und unseren Geist einfach so erleben, »wie er ist«. Genaugenommen ist die auf das Umwandeln von Problemen ausgerichtete Meditation am wirksamsten, wenn sie positive Gefühle wie auch Offenheit in sich vereint. Erst konzentrieren wir uns, und dann beenden wir die Übung, indem wir uns entspannen und jeweils mit dem eins sind, was wir gerade erfahren.
Nachdem wir einige der traditionellen Meditationen und Übungen gelernt haben, können wir allmählich Geschicklichkeit darin entwickeln, den Alltagsproblemen mit unseren eigenen Mitteln zu begegnen. Die Auffassung von einem »Selbst« oder »Ich« mag sich als flexibler erweisen, als wir dachten. Wir können experimentieren und lernen, in unserer Sichtweise spielerischer und weniger fixiert zu sein. Wenn wir es beispielsweise mit einem anscheinend ernsten Problem zu tun haben, können wir uns Erleichterung verschaffen, indem wir etwas Komisches darin entdecken. Oder wir können, wenn wir bei der Arbeit unter Druck stehen, uns entspannter und weiträumiger fühlen. Da Worte große Kraft haben, könnten wir uns sagen: »Der Druck ist da, aber ich bin innerlich völlig entspannt.« Wir können innerlich entspannt unseres Atmens gewahr werden und den Raum und die Luft um uns besonders beachten und spüren – und auf diesem Wege tatsächlich empfinden, daß wir unter geringerem Druck stehen und über mehr Raum verfügen.
Haben wir das Gefühl, von Emotionen überwältigt zu werden, dann finden manche Menschen es eher hilfreich, sich in Offenheit für die Situation zu üben, statt daß sie das Problem umzuwandeln versuchen. Wie man völlige Offenheit in sich zuläßt, wird im nächsten Kapitel erörtert; aber es wird niemanden, der bis hierher gelesen hat, überraschen, daß das Prinzip hinter diesem Ansatz im Loslassen des »Ich« besteht.
Fällt jemand, der nicht schwimmen kann, in den Ozean, dann wird der Betreffende nach dem Wasser greifend Halt suchen und wie ein Stein versinken. Ein guter Schwimmer, der sich geschult hat, versteht es, sich zu entspannen und mit dem unermeßlichen Ozean eins zu werden. Schwimmenlernen erfordert Übung, und es hilft, wenn wir in der Anfangsphase über eine gewisse Anleitung verfügen. Genauso verhält es sich mit der Schulung unseres Geistes, und von ihr handelt der Rest dieses Buches.
*Zitiert nach der deutschen Einheitsübersetzung (Anm. d. Übers.)
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