Georg Koytek - Der Posamentenhändler

Здесь есть возможность читать онлайн «Georg Koytek - Der Posamentenhändler» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Posamentenhändler: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Posamentenhändler»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Heinrich Novak, der letzte Posamentenhändler Wiens, wird in seinem Geschäft im siebenten Wiener Gemeindebezirk ermordet aufgefunden. Die vermeintlichen Täter sind rasch gefasst und der Fall scheint erledigt, wäre da nicht eine Tochter des Ermordeten, die Ungereimtheiten bei der Erbschaft vermutet und Conrad Orsini, seines Zeichens ehemaliger Kriminalbeamter und nunmehriger Detektiv, mit Ermittlungen beauftragt. Bald schon entdeckt Orsini, dass da Einiges vertuscht werden soll, denn nicht nur in der Familie des Ermordeten gibt es dunkle Geheimnisse, sondern auch eine zwielichtige Bau- und Immobilienfirma scheint großes Interesse daran zu haben, in den vollständigen Besitz einiger vielversprechender Liegenschaften zu kommen. Im Krimi «Der Posamentenhändler» wird ein Stück Wien gezeigt, das langsam verschwindet und von der Moderne überrollt wird. Einprägsam und äußerst spannend verstehen es die beiden Autoren den Leser in Bann zu ziehen.

Der Posamentenhändler — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Posamentenhändler», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Süß, scharf?“

„Scharf, viel!“

„Brot. Semmel gibt’s keine mehr.“

„Ja gut, und ein Bier.“

„Gut, ein Bier auch noch …, sind Sie sicher?“

„Ja, wieso?“

„Na ja, gut schaun Sie nimmer aus, ich hoff Sie wohnen wenigstens da.“

Orsini biss von der Wurst ab und antwortete: „Ich wohn nicht hier ..., hab aber oft geschäftlich hier zu tun.“

„Gschäftlich, in der Gegend?“

„Ja, kennen Sie das Posamentengeschäft?“

„Da werdn S’ aber jetzt nimmer oft herkommen brauchen, weil der Alte ist tot, … ermordet“, sagte der Verkäufer und reinigte mit dem verschlissenen öligen Lappen nun die Teller.

„Ja, weiß ich.“

„War übrigens ein guter Kunde. Die beiden waren früher oft jeden zweiten, dritten Tag da und haben was gessn.“

„Welche beiden?“, fragte Orsini während er aß.

„Der Heinrich Novak, der was ermordet wordn is, und sein Freund, den werdn S’ aber nicht kennen. Hat ein Altwarengschäft ums Eck.“

„Meinen Sie den Vladimir, den Vladimir Tandler?“

„Ja, dass Sie den auch kennen?“

„Kennen ist übertrieben, nur der Name ...“

„Stimmt, ist ungewöhnlich …, kommt aus dem Osten glaub ich. Noch ein Brot?“

„Nein, danke.“

„Vladimir … möcht nicht so heißen, da denkt man immer gleich an den Blutsauger. Obwohl zu meinem Gschäft würd’s sogar passen, ich verkauf nämlich auch Blutwurst. Ja der Vladimir, ist jetzt auch nicht leicht für ihn. War doch sein Freund, auch wenn sie sich in letzter Zeit viel gstrittn haben ...“

„Gstritten – über was denn?“

„Weiß nicht. Wird wohl mit’m Gschäft zu tun ghabt haben. Seit ein paar Wochn sind die beiden auf jeden Fall nicht mehr bei mir gwesn. Grad der Heinrich is ja immer auf die Minutn kommen, da hat man die Uhr stelln können. Genau wie bei seinem Spaziergang.“

„Was für ein Spaziergang?“, fragte Orsini desinteressiert, weil sich in seinem Kopf bereits alles zu einem Brei vermischte. Das lag einerseits am Alkohol, andererseits an der einschläfernden Stimme des Mannes.

„Solang ich den Heinrich kenn, eigentlich müssert ich ja jetzt kannt hab sagn, hat der doch nie das Grätzl verlassn. Urlaub war für den ein Fremdwort. Nur jeden Freitag um die gleiche Zeit, da hat der sein Spaziergang gmacht. War wohl seine einzige Freud, wenn man da von Freud redn kann.“

„Und wo ist er da hingegangen?“, fragte Orsini lustlos weiter.

„Keine Ahnung, hab ihn nur ein einziges Mal unterwegs troffn. Beim Naschmarkt war des. Ein Tempo hat der ghabt, für sein Alter! Na, habe die Ehre, hab i ma dacht.“

„Interessant.“ Orsini biss von seiner Wurst ab. „Ist er da immer allein gegangen?“

„Ja, glaub schon.“

„Soll ja auch gesund sein.“

„Wie – gsund?“

„Na, fürs Herz … Sport …“

„Ach so, ja wahrscheinlich.“ Der Mann nahm wieder den öligen Lappen zur Hand, mit dem er zuvor die Grillplatte gereinigt hatte, und wischte damit den Fensterrahmen ab.

„Zum Trinken brauchen S’ jetzt aber nix mehr, oder? Weil ich sperr jetzt wirklich zu.“

Der Verkäufer hatte einen Arbeitsmantel an, dessen ursprüngliche Farbe man nur mehr vermuten konnte und aus dem er fast herauszuplatzen schien. Die Knöpfe am Bauch mussten ganze Arbeit leisten und waren nicht zu beneiden. Als Orsini zum hochroten Kopf noch die blutunterlaufenen Hände sah, musste er an Schlachthof und Fleischhauer denken. Nun stellte der Verkäufer einen Kübel mit bräunlich-flüssigem Inhalt vor dem Stand auf den Boden und begann den zuvor verwendeten Lappen auszuwringen. An der Oberfläche der öligen Flüssigkeit schwammen Essensreste und der aufsteigende Geruch verteilte sich.

Orsini lehnte vor dem Würstelstand und schaute dem rotgesichtigen Mann noch bei seinen letzten Tätigkeiten zu. Er dachte besorgt an den Lappen im Kübel, dann an seinen Mageninhalt und kippte schließlich den Rest seines Biers aus reiner Verzweiflung in einem Zug hinunter.

„Auf Wiedersehen“, brachte er noch hervor.

„Gute Nacht, ich hoff es hat gschmeckt und Sie kommen bald wieder!“ Der Verkäufer blickte kurz von seiner Arbeit auf. Aber Orsini hatte sich schon umgedreht und den Stand verlassen. Mit schwankendem Boden unter den Füßen torkelte er über die Straße. Neben ihm öffnete sich eine ­schmale Blechtür, ein Mann im weißen Arbeitskittel erschien und zündete sich eine Zigarette an. Eine kleine weiße Wolke umgab ihn wie ein Heiligenschein. Sogar seine Haare waren weiß. Einer der letzten Bäcker, der noch nicht vor den vorgefertigten geschmacksnivellierten Kunststoffbroten kapituliert hatte, gönnte sich eine Pause.

10

Die Tramwaystation war leer. Vermutlich hatte er die Straßenbahn gerade verpasst und bis die nächste kam ... Achselzuckend blickte er auf seine Uhr und entschied zu Fuß zu gehen. Quer durch die Innere Stadt, das musste zu schaffen sein. Normalerweise, wenn nichts Außergewöhnliches anstand, wurde zwischen ein und zwei Uhr eine Mittagspause eingelegt. Wenn er Glück hatte, konnte er sie beim Eingang abfangen. Fünf Minuten nach eins traf er ein. Paula war nirgends zu sehen. Um keinen ehemaligen Kollegen zu begegnen, blieb Orsini auf der anderen Straßenseite und setzte sich trotz der Kälte auf eine Bank.

Das Wochenende hatte er hauptsächlich mit einer Observation für einen Bekannten verbracht. Während die Frau, die er beobachten sollte, sich in der Villa möglicherweise vergnügte, saß er im Auto und wartete. Jedes Mal allerdings, wenn der Gedanke an den weiß-bräunlichen Lappen und die verschrumpelten Würste auftauchte, sah Orsini sich gezwungen, die Wagentür zu öffnen und die Gegend mit einer Melange schleimig-grünen Inhalts zu verschönern. Als er seine Fotos endlich im Kasten hatte, beschloss er, sie seinem Bekannten vorerst nicht zu zeigen. Manchmal heizte ein kleiner Seitensprung eine lauwarm dahinköchelnde Ehe erst so richtig an.

Einige Leute, manche allein, manche in kleinen Gruppen, verließen nun plaudernd das unscheinbare Bürogebäude, um in der näheren Umgebung essen zu gehen. Er sah einige bekannte Gesichter, Paula war allerdings nicht darunter. Knapp vor zwei saß er immer noch auf der Holzbank und fror erbärmlich. Seine Fingerspitzen fühlten sich wie Eiszapfen an und die Zehen waren bereits gefühllos. Mit eng um den Körper geschlungenen Armen beobachtete er die Beamten, die nach und nach zu ihren Aktenstapeln zurückkehrten. Jahrelang war auch er hier täglich aus und ein gegangen. Wie die Ameisen, dachte er mit gemischten Gefühlen. Ein Ameisenbau war im Verhältnis zur Größe der Tierchen ein beeindruckendes Bauwerk, das mit seinem sozialen Gefüge auch Geborgenheit und Schutz bot. Orsini allerdings war hier nie richtig zuhause gewesen, ein Fremdkörper, der drohte, die Kanälchen zu verstopfen und die emsige Routine zum Erliegen zu bringen. Gleichzeitig hatte er mit seiner unkonventionellen Art jedoch auch Fälle gelöst, an denen die anderen gescheitert waren. Als er schließlich völlig unerwartet gekündigt hatte, hatte er auch diejenigen, die zuvor zu ihm gehalten hatten, großteils vergrämt.

Punkt zwei. Er stand auf, machte ein paar Strecksprünge, um sich aufzuwärmen und kam sich dabei vor wie der größte Idiot.

Arbeitet wahrscheinlich außerhalb. Pech! Er vergrub die Hände tief in den Taschen, sah noch ein Mal zum Eingang und machte sich auf den Heimweg. Einen Häuserblock weiter hielt er an, unwillig einfach klein beizugeben. Einer inneren Stimme folgend kehrte er um, beschloss, Paula noch fünfzehn Minuten zuzubilligen und setzte sich wieder auf die Bank. Kaum, dass er sich niedergelassen hatte, ging die Tür auf, Paula hastete flüchtig grüßend an zwei Beamten vorbei und bog nach rechts ab.

Hat sie mich vom Fenster aus gesehen und sich absichtlich Zeit gelassen? Orsini folgte ihr über die breite Straße. Noch immer derselbe Gang, der ihn schon früher verrückt gemacht hatte. Der gleiche Kleidermix, angesiedelt zwischen praktisch und passend. Diesmal bestehend aus Jeans, farblich abgestimmten blauen Stiefeln und einem dunkelbraunen Mantel, sowie der unvermeidlichen Prise Exzentrik. Heute drückte sich dieser kleine, aber alles entscheidende Punkt in Form eines roten Schals aus, den sie locker über den Mantel geworfen hatte, und eines vermutlich Ton in Ton darauf abgestimmten Lippenstiftes. Und ohne ihr Gesicht von der Nähe gesehen zu haben, ahnte Orsini, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach auch heute in diesem Punkt mit ihr disharmonierte. Das auszusprechen hatte er nicht gewagt und nur manchmal leise Zweifel angemeldet, die sie aber jedes Mal brüsk zurückwies. Die Haare trug sie länger, doch immer noch verwirrt-gelockt, wie er es einmal zu beschreiben versucht hatte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Posamentenhändler»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Posamentenhändler» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Posamentenhändler»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Posamentenhändler» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x