Raymond Jahae - Von der Formel zum Sein

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Das Buch geht dem Problem der Herausforderung des Wahrheitsanspruchs des katholischen Glaubens durch die modernen Naturwissenschaften nach. Einem Abriss der Geschichte des Verhältnisses zwischen kirchlichem Glauben und rationalem Naturverständnis seit der Antike folgt die Analyse der Art und Weise, wie sich dieses bei vier zeitgenössischen Autoren (M. Heller, H.-D. Mutschler, T. Nagel und B. Weissmahr) darstellt. Auf dieser Grundlage schließt sich die systematische Untersuchung des Problems an mit der Schlussfolgerung, dass die Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Forschung die Glaubenslehre nicht berühren. Zum Verständnis ihrer Aussagen über Gott und die Schöpfung bietet sich die metaphysische Besinnung auf die Möglichkeitsbedingungen der Existenz des weltlichen Seienden an.

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Historisch gesehen, hat das Christentum also meistens und grundsätzlich eine wohlwollende Haltung gegenüber der menschlichen Vernunft und der Philosophie eingenommen. Dieses Ergebnis muß jedoch näher bestimmt werden. Wir sagten, daß das Christentum von Anfang an sich mit der Vernunft hat verbünden wollen und darum das Gespräch mit der Philosophie gesucht hat. Die Philosophie ist aber nicht etwas Uniformes und Monolithisches; es gibt sie nur in der Vielfalt von Philosophien. Es gibt eine Vielzahl philosophischer Strömungen. Das frühe Christentum erkannte zwar etwas von sich selbst im Platonismus (bzw. im sog. Mittelplatonismus und Neoplatonismus) und im Stoizismus, aber es konnte diese philosophischen Strömungen doch nicht einfach integral akzeptieren. Denn bis zu einem gewissen Grad waren sie nicht mit dem christlichen Gottesbild und dem christlichen Verständnis der Heilsökonomie zu vereinbaren 43. Trotz der Pluralität der philosophischen Strömungen in Antike und Mittelalter läßt sich eine homogene philosophische Kultur in diesen Epochen erkennen. Denn in gewisser Hinsicht verweisen diese Strömungen grundsätzlich auf eine einzige Denkform. Wenn sie sich nicht auf einer gemeinsamen Grundlage bewegten, könnten sie gar nicht miteinander kommunizieren und diskutieren. Das Werk des hl. Thomas von Aquin bezeugt, daß es möglich ist, platonische mit aristotelischen Gedanken zu verbinden, eben wegen des Vorhandenseins einer der platonischen und aristotelischen Philosophie gemeinsamen gedanklichen Basis, die von den inhaltlichen Differenzen zwischen den beiden philosophischen Strömungen unberührt bleibt. Man kann sagen, daß, global gesprochen, das Christentum in der heidnischen Philosophie die ihm eigene Denkform fand. Nach H. Rombach kreist die Denkform der vormodernen (antiken und mittelalterlichen) Philosophie um den Begriff des Seins im Sinne dessen, was bleibt, d.h. im Sinne dessen, was ist und als solches für den Menschen wesentlich oder wirklich bedeutsam ist 44. Rombach behauptet, daß diese Art von Philosophie sich im Dienste des menschlichen Lebens sieht 45. In der vormodernen Philosophie begegnete dem Christentum somit ein Denken, das ihm verwandt war, nämlich wie es selbst das Sein – die Wahrheit, Gott – in seiner Eigenschaft des guten, d.h. vollendeten Lebens suchte 46. Die heidnischen Religionen, besonders die hellenistischen „Mysterienreligionen“, suchen auch das gute Leben, ignorieren aber, im Gegensatz zu Philosophie und Christentum, das Bedürfnis des Menschen nach vernünftiger Begründung seiner Überzeugungen und Praktiken, und das wird schließlich das Ende des Heidentums bedeuten 47. Im Vergleich zum Judentum hat das Christentum den Vorteil, eine universalistische Religion zu sein.

Die Feststellung der Affinität des Christentums mit der antiken Philosophie darf einen wichtigen Unterschied zwischen beiden nicht verhüllen. Er besteht im wesentlichen darin, daß das Christentum auf Offenbarung gegründet und darum die Religion der Freiheit, sowohl der göttlichen als auch der menschlichen, ist 48. Der Stoizismus ist pantheistisch und kreist um die Idee des fatum, des Schicksals. Anders als vom biblischen Gott kann von Platons Idee des Guten und Aristoteles’ unbewegtem Beweger nicht gesagt werden, daß sie bzw. er aus freien Stücken die Welt geschaffen, sich geoffenbart oder sich inkarniert hat 49. Platons Idee des Guten und Aristoteles’ unbewegter Beweger erscheinen nicht so sehr als eine Wirklichkeit, die sich dem Menschen in unerwarteter und überraschender Weise durch historische Erfahrung bekannt macht, sondern eher als etwas, das beim Versuch, die Welt rational konsistent zu denken, mit logischer Notwendigkeit als das begründende oder letzte Element der Welt angenommen werden muß. Für das Christentum ist Gott ein Gott, der dem Menschen in seiner Geschichte begegnet, und kein bloß gedachter Gott; eher als etwas, das das menschliche Denken als logisch notwendig annehmen muß, ist Gott eine Person, die Sich ungefragt und unerwartet dem Menschen aufdrängt. Mit diesem Gottesbild verteidigt das Christentum Gottes radikale Transzendenz mit Bezug auf Welt und Mensch. Im Grunde ist Gottes Transzendenz identisch mit Seiner absoluten Freiheit und darum mit Seiner Personalität. Rationales Denken, wie es sich in Griechenland entwickelte, kann verstanden werden als ein Versuch, Regularität, ja die Ordnung in der Welt bzw. die ihr immanenten Gesetze zu enthüllen 50; vom abrahamitischen und somit vom christlichen Monotheismus kann gesagt werden, daß er die Erfahrung, daß das Leben unvorhersehbar ist, aufnimmt und ernst nimmt, ohne der Tatsache der Regularität in der Natur Abbruch zu tun. Der abrahamitische Monotheismus entspricht der Erfahrung der Ungewißheit des menschlichen Daseins, in dem jederzeit jedes geschehen kann und nichts vorhersehbar ist. Der biblische Gottesglaube widerspricht nicht der Wahrnehmung von Ordnung und Regularität in der Welt und besonders in der Natur, er versteht die fragliche Ordnung aber nicht als etwas, das in sich selbst ruht, sondern – im Lichte der Tatsache, daß immer das Unerwartete sich ereignen kann und manchmal auch tatsächlich sich ereignet, zumal auch im Lichte der erkannten freien Selbstoffenbarung Gottes in Wort und Tat in der Geschichte – als etwas, das von Gottes Willen abhängt. Gottes Wille ist kein Willkürwille – sonst wäre die Welt in ihrem Verlauf unvorhersehbar und unzuverlässig, das aber ist offensichtlich nicht der Fall. Gottes Wille ist gleichwohl logisch oder ontologisch nicht derart fixiert, daß die Ereignisse in der Welt und ihr Geschick mit Sicherheit vorausgesagt werden könnten.

Der Unterschied zwischen der heidnischen philosophischen und der christlichen Sicht der Wirklichkeit ist verbunden mit einem Unterschied in der Sicht der Bestimmung des Menschen und der Weise, sie zu erreichen. Für die griechische Philosophie wird die Bestimmung des Menschen von der Ordnung der Wesensbestimmungen der Dinge her und besonders von seinem eigenen Wesen her bestimmt, und er kann und muß seine Bestimmung durch ein entsprechendes, angemessenes Leben erreichen. Für das Christentum hingegen ist die menschliche Bestimmung nicht einfach fixiert durch das menschliche „Wesen“ oder die menschliche „Natur“ (im ontologischen Sinn des Wortes). Gott kann kraft Seiner Freiheit dem Menschen unerwartet mehr geben als das, was er aufgrund der Wesensordnung der Dinge und besonders seines eigenen Wesens erwarten kann. Das ist in der Tat ein Kerngehalt des christlichen Glaubens: Gott wurde Mensch, auf daß der Mensch Gott werde. Das Wesen des Menschen mag in ihm die Hoffnung auf Vergöttlichung wecken, aber mitnichten die Erwartung derselben. Er kann insofern seine Vergöttlichung erhoffen, als er sich für transzendente Erfüllung offen weiß. Schließlich findet er im Endlichen ja keine Erfüllung, da es ihm nicht das Gute als solches verschafft. Er darf seine Vergöttlichung jedoch insofern nicht erwarten, als er sie nicht aus eigener Kraft erreichen kann. Er kann nur durch die Gnade Gottes Erfüllung finden. Das bedeutet nicht, daß das menschliche Leben ohne die Gnade der Vergöttlichung schlechterdings sinnlos wäre. Als solches ist das menschliche Leben sinnvoll 51. Von den vorchristlichen griechischen Denkern ist Platon wahrscheinlich derjenige, der der christlichen Perspektive aufs menschliche Leben am nächsten kommt. Er erkennt, daß das Gute als solches, und folglich die menschliche Bestimmung – das Leben der Seele –, das Dasein in der Welt transzendiert. Für Platon aber ist das Erreichen der menschlichen Bestimmung keine Sache der Gnade. Der Mensch soll sich der transzendenten Identität der Seele bewußt werden und dementsprechend leben, auf daß sie zu ihrem Vaterland finde. Ein wichtiger Unterschied zwischen der platonischen und der christlichen Konzeption besteht darin, daß für diese anders als für jene der Mensch dem irdischen Leben nicht zu entfliehen braucht, um des Göttlichen teilhaft zu werden, weil die Bestimmung des Menschen die Liebe ist und er Liebe bereits auf Erden finden kann. Gott ist Liebe, und Er hat Sich in der Geschichte als Liebe manifestiert 52. Die starke Betonung der Bedeutung der göttlichen und der menschliche Freiheit und folglich der göttlichen Gnade für das Heil im Christentum entspricht der Tatsache, daß es die Liebe als das Herz des Heils identifiziert. Diese Identifikation ist der Philosophie fremd – sogar Platon, der immerhin die Idee des Guten als die höchste Idee identifiziert.

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