Lotte Bromberg - Fallsucht

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Kann man sich am Schicksal rächen? Und wohin stürzt ein Gehirn?
Jakob Hagedorn, Berliner Hauptkommissar und verhasster Paradiesvogel im Revier, wird auf einen blutigen Mordfall angesetzt. Jemand hat die Frau eines Physikprofessors erstochen.
Gemeinsam mit der Privatdetektivin Dao, der kiffenden alten Lehrerin Grete und der zornigen Ärztin Hanna entdeckt Jakob eine Mordserie.
Als Penta, geheimnisvolle Bootsrestauratorin und alte Freundin Hannas, unter Verdacht gerät, stellen sich auch die Freunde gegen Jakob. Allein mit einem Gehirn auf Abwegen, angetrieben von den Geistern der Opfer, riskiert er alles, stößt auf ein tief vergrabenes Verbrechen und sieben zerstörte Leben.

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»Wie auch immer. Kommen wir zu den frischen Arbeiten, die der Mörder vorgenommen hat. Zunächst einmal müßte Ihnen aufgefallen sein, daß die rechte Schulter unseres Gastes etwas Unvollständiges hat.« Cumloosen deutete auf die freiliegenden Schultergelenkknochen. »Er hat den Deltamuskel von Schulter und Oberarm gelöst und, als sei das noch nicht genug, schließlich die linken Adduktoren herausgeschält.« Er deutete sich in den Schritt, hob ein Bein und zeigte auf seine Leiste. »Post mortem glücklicherweise. Übrigens sind das die Muskeln, mit denen man auf dem Pferderücken die Knie und ohne Pferd einiges andere zusammenklemmt.«

»Auch ästhetisch ansprechend?«

»Durchaus, zumal unser Opfer sehr muskulös im Schulterbereich war. Vermutlich hat sie Sport getrieben oder hatte mal einen körperlichen Beruf.«

»Ist es nicht schwierig, die Adduktoren zu entfernen?«

»Für mich nicht.«

»Also ein medizinisch vorgebildeter Täter?«

»Das ginge mir dann doch zu weit. Sowas lernt man spät, nicht mal als Chirurg, eigentlich nur in meinem Metier. Das ist die einzige Facharztausbildung, die etwas vom Schlachtergewerbe hat.«

»Die linke Hand fehlt.«

»Auch sie wurde fachgerecht abgetrennt. Ich vermute ausgezeichnetes Werkzeug, das verdeckt eine Menge mangelndes Geschick. Vielleicht kümmern Sie sich eher darum als um einen irren Rechtsmediziner ...«

»..., den Narbengewebe fasziniert«, ergänzte Jakob.

»... und der seine künstlerische Ader an Menschenfleisch auslebt.«

»Was ist mit der Tätowierung?« Jakob deutete auf den Oberbauch.

»Gute Frage, sieht ein bißchen aus wie bei den Cowboys, finden Sie nicht? Bonanza an der Havel. Da ich nicht weiter wußte, habe ich damals schon ein paar gute Photos gemacht. Außer, daß es sich nicht um ein Brandzeichen, sondern um die Aufbringung von Farbe handelt und sie ebenfalls postmortal zugefügt wurde, zwei, drei Stunden nach dem Exitus und nicht in tiefere Schichten der Epidermis eingedrungen ist, fällt meiner Profession nichts dazu ein. Vielleicht fragen Sie im Milieu, das hatten wir ja schon.«

Die inneren Verletzungen Sarah Schuberts, denen Sie sich bei einem Kaffee, den Jakob nicht anrührte, im Büro des Rechtsmediziners widmeten, waren weniger ästhetisch. Teils lange zurückliegende Verletzungen von Schamlippen und Vagina hatten zu so weitreichenden Vernarbungen geführt, daß Cumloosen tröstend hinzufügte, sie habe wenigstens auch nichts Schlimmes mehr spüren können.

Gebärmutter und Eierstöcke zeigten Narben einer alten, schweren Entzündung. Vermutlich, wenn auch zu spät, um spurlos abzuheilen, antibiotisch behandelt. Sie mußte hohes Fieber gehabt haben, vielleicht fände sich wenigstens darüber ein Beleg in irgendeiner Krankenakte. An sich sei das ein Fall für stationäre Behandlung, aber wer weiß, das Milieu und so weiter. Abgetrieben oder ein Kind geboren hatte sie nicht. Wenn die Metritis früh aufgetreten sei, wofür einiges spreche, sei sie dazu auch gar nicht in der Lage gewesen.

»Dieser Schoß war nicht fähig, ein Nest für ein Menschenküken zu bilden, akute Einsturzgefahr,« faßte der Rechtsmediziner zusammen. Was immer dieser Tod noch gewesen war, Erlösung sicherlich auch. Wenn Sarah Schubert ein schönes Leben gehabt hatte, dann mußte es lange zurückliegen oder gerade erst begonnen haben.

V

In den letzten Jahren hatte Hanna den Zug verloren. Die Rabattmarkenhefte füllten sich widerborstig langsam und zwischen Pieper und Bereitschaftsliege verabschiedete sich der Schlaf.

Wie müde kann ein Mensch sein? Sickernd und knirschend füllt Sand jede Ritze, zwängt sich zwischen die Zehen, gerade dann, wenn sie Halt suchen, die verlorenen Glieder. Nicht jeder muß fallen, aus dem Pleistozän säuselnde Vergeblichkeit tut es auch.

Vor einem Jahr schob man Hanna, die sich die Sandkörner schon aus den Ohren schüttelte, auf die Innere II, nachdem ein Kollege sich unfreiwillig in die Geschlossene hatte verlegen lassen. Dort zogen die Zwölftoner in ihren Arbeitsalltag ein.

Es hatte sich gut leben lassen mit ihrer zwitschernden Haubenmeise, den nur von der großen Frau vernommenen Tönen. Bis zur Inneren II. Es war zu dissonant dort und darunter bodenlos still. Nicht wie auf der Kinderonkologie, wo der nahende Tod halbfertiger Menschlein allen den Atem raubt. Oder der Neurochirurgie, wo Hirne aus Zusammenhängen fallen. Die Innere II war die Station zementierter Lebensachsen, ein Ort ohne Umkehr. Hierher kam, wer nach chirurgischen Maßnahmen einfach nicht gesund werden wollte, vor dem Pflegeheim. Sie war voller Menschen, die versuchten, ihre letzten Atemzüge auf möglichst große Abstände zu verteilen, um Zeit zu gewinnen. Aber Lebenszeit läßt sich nicht verlängern.

Tickeditack, sie verrinnt.

Hanna betrat die Station und glaubte, es sei das Orchester der Kranken, das so verstimmt die Flure in Besitz nahm. Sie glaubte an das Klammern der Todesnahen, an krallende Finger in weißbekittelten Unterarmen. Tun Sie doch was, helfen Sie, ich habe Schmerzen, bekomme keine Luft, habe Angst Angst Angst.

Sie brauchte zwei Monate, um die Quelle der quälenden Töne zu entdecken. Auf dem Flur stritt ein Angehöriger mit der Oberschwester, also ging sie in den Lagerraum für die medizinischen Hilfsmittel, um sich auf das Diktat der Arztbriefe konzentrieren zu können, und schloß die Tür hinter sich. Es fiepte, kreischte und dröhnte um sie. Sägen quietschten über Metall, in Röhren jaulte der Misston. Sie sah sich um, aber da war nur ihr Arbeitsgerät, steril verpackt, systematisch gelagert. Kanülen, Spritzen, Klistiere für die Verstopften, Windeln für die Inkontinenten, künstliche Darmausgänge. Starr saß sie da, wollte nach Mutter und Schwestern rufen, die abdecken, raustragen sollten.

Aber niemand kam, niemand half. Ihre Brust wurde eng, ihr Atem flach. Sie verließ rückwärts den Raum, schloß die Tür und horchte. Auf dem Flur baumelte ein einsamer Galgen über dem Bett einer Verstorbenen. Die zu zwei Dritteln geleerte Infusionsflasche sang wie ein Xylophon, durch das der Wind zog. Sonst war es still. Vorsichtig öffnete sie die Tür einen Spalt und fauchender Lärm stürzte auf sie ein. Sie stieß sie wieder zu und lehnte sich dagegen.

Hanna war gebürtige Berlinerin und also an pragmatische Umgehungslösungen gewöhnt. Sie mied das Ersatzteillager, schickte Schwestern und Pfleger und schrieb ihren Verwaltungskram in der Besenkammer. Aber sie wurde empfindlicher. Jedes Krankenzimmer dröhnte lauter, von Monat zu Monat. Es war, als ob die Infusionsbestecke, die kreischenden, kopfüber hängenden Infusionsflaschen, die vollgebluteten, eitrigen Verbände sie verhöhnten. Sie alle waren bei guter Stimme und Hanna kaufte sich Gehörschutz.

Sie bat um Versetzung, warf all die Jahre in die Waagschale, in denen sie nun schon, bei schlechter Bezahlung, ihre Lebenszeit drangab. Man lächelte verständnisvoll, na ja, die Innere II, und versicherte, sein Bestes zu geben, einen Ersatz zu finden.

Sehr wahrscheinlich.

So hangelte sie sich von Tag zu Tag, Woche zu Woche, immer müder, immer weniger in der Lage, einen Ausweg zu sehen jenseits der Geschlossenen. Sie wurde gereizt und aggressiv. Ihre zunehmenden Ausfälligkeiten und beißenden Kommentare hielten ehrfürchtige Patienten für Kompetenz. Bis Hermine Neuhaus auf ihre Station kam und Hanna nach achtundvierzig Stunden Dienst und also Dauerbeschuß einer Schönbergsinfonie, die auf Endlosschleife gestellt war, am Ende war wie noch nie in ihrem Leben. Der Pfleger Christian schob sie hinein, ein weicher Mann, dessen Mitgefühl um einige Kubikmeter zu groß war für seine Arbeit und der sich mit Cannabis die Erkenntnis vom Leib hielt, daß er besser umschulen sollte. Wie durch einen Tunnel sah Hanna, daß Christian außerordentlich sanftmütig mit der Kranken umging. Er stoppte vor Hanna, die Mühe hatte, in dem riesigen Krankenhausbett das kleine Vögelchen zu entdecken, das sie aus braunen Äuglein ansah.

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