Lotte Bromberg - Fallsucht

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Kann man sich am Schicksal rächen? Und wohin stürzt ein Gehirn?
Jakob Hagedorn, Berliner Hauptkommissar und verhasster Paradiesvogel im Revier, wird auf einen blutigen Mordfall angesetzt. Jemand hat die Frau eines Physikprofessors erstochen.
Gemeinsam mit der Privatdetektivin Dao, der kiffenden alten Lehrerin Grete und der zornigen Ärztin Hanna entdeckt Jakob eine Mordserie.
Als Penta, geheimnisvolle Bootsrestauratorin und alte Freundin Hannas, unter Verdacht gerät, stellen sich auch die Freunde gegen Jakob. Allein mit einem Gehirn auf Abwegen, angetrieben von den Geistern der Opfer, riskiert er alles, stößt auf ein tief vergrabenes Verbrechen und sieben zerstörte Leben.

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Von einem Tag auf den anderen war sie wie vom Erdboden verschluckt. Hannas Schwestern trudelten aus allen Weltregionen ein, füllten die Wohnung mit Tränen und Hilflosigkeit. Die Polizei beschwichtigte, gab sich vorübergehend Mühe und stellte schließlich die Suche ein. Die Schwestern kehrten zurück in ihre Leben, Hanna saß allein in der riesigen Wohnung auf dem Dielenboden, um die Ecke kroch die alte Schildkröte, Hanna weinte und rief Grete an. Die engagierte einen Privatdetektiv, warf ihn nach vier erfolglosen Wochen hinaus und zog an den Rüdesheimer Platz.

Hanna verlernte das Weinen und wurde eine ernste junge Frau.

Mit trödelnden Rockschößen sah Hauptkommissar Oskar Blum seinen Freund traumwandlerisch den Flur hinunterschaukeln. Er zog Jakob in sein Büro. »Und, was wollte Focke?«

»Mir einen Fall andrehen.«

»Wundert mich nicht, Dein Fehlen reißt eine Riesenlücke in den Dienstplan. Wir arbeiten wie die Tiere.« Oskar hüpfte auf die Tischplatte.

»Welche?«

»Was meinst Du?« Oskar sah seinen Freund an. Die Freizeit an irgendwelchen Gewässern hatte seine Haare durcheinandergewirbelt und zwei rötliche Halbmonde auf die Wangen gelegt, direkt unter den Rand seiner altertümlichen Nickelbrille.

»Ich frag mich, welche Tiere. Ameisen vielleicht?« Wieder dieser verträumte Blick. Wo ging er bloß immer hin? Oskar seufzte. »Du bist unmöglich.«

Jakob kehrte auf die Erde zurück und sah ihn an. Tief, dunkel, mitten hinein in die Region, die gesperrt war. »Krank bin ich, sonst nichts,« sagte er. Er löste seinen Blick von Oskar, der schnell die Zugbrücke hochzog. »Deshalb hätte Focke es auch gern inoffiziell. Vor Ende der Gerichtsverhandlung und der internen Ermittlung.«

»Die Ratte.«

»Es ist eine Chance zu beweisen, daß ich noch alle Tassen im Schrank habe.«

Oskar zog die Augenbrauen zusammen. »Du mußt nichts beweisen. Epilepsie ist keine Geisteskrankheit. Alle wissen, daß Du Dich überhaupt nicht verändert hast.«

»Nichts ist mehr, wie es war. Mein Körper spinnt und die Seele steht ratlos daneben. Unterschiedliche Reifungsgrade sozusagen.«

»Kauf’ Dir eine neue Brille, dann wird das schon wieder. Und Deine komischen Wanderschuhe haben ein Loch, weißt Du das eigentlich?«

»Hast Du nicht eben erst gesagt, die Brille sähe aus wie von einem Filmstar und darauf würden die Frauen stehen?«

»Der Filmstar war ein kleiner Junge, der das zaubern lernt. Sag nicht, Du weißt immer noch nicht, wer das ist, es ist wirklich hoffnungslos. Nun hast Du schon so viele Bücher, und wenn es mal welche gibt, die wirklich jeder liest, kennst Du sie nicht.« Oskar schüttelte den Kopf. »Laß uns mit den Schuhen anfangen und wenn Dein Schlag bei Frauen nachläßt, verhandeln wir noch mal.«

»Das ist der neuralgische Punkt, da gehen die Nähte immer kaputt. Ich bringe sie erst mal zum Schuster.«

»Wo lebst Du eigentlich?« Oskar verdrehte die Augen. »Aber zurück zu ernsteren Dingen. Es gefällt mir nicht, daß Focke Dir halboffiziell Arbeit gibt. Er haßt Dich, nicht erst seit Pommerenkes Umzug ins vergitterte Tegel. Du hast allen Grund, auf der Hut zu sein.«

»Kein Problem, ich habe doch meinen weltbesten Beschützer. Der ist sogar Polizist«, sagte Jakob und lachte.

Sie hatte Medizin studieren wollen, um Kranken zu helfen. Der Klassiker. Erst fühlt man mit allem, daß das Kinderherz platzt, schient Drosselflügel, füttert Igel und am Ende wird man Krankenschwester oder Ärztin. Dumm, kindlich, typisch weiblich.

Vielleicht hätte sie aus den Fähigkeiten ihrer langen Finger am Cello etwas machen können. Sie wurde herumgereicht, bei drittreihigen Orchestern eingeladen, gewann provinziell rotwangige Preise. Aber sie wollte ja die Mühsal der Welt in ihre feinen, großen Hände nehmen. Niemand errettet mit dem Cello, dachte sie.

Dummes Mädchen, womit hebt man die Welt aus den Angeln, wenn nicht mit dem Cello?

Also verdammte sie die Sehnsucht nach der Musik, den liebkosenden Bogen und die schwingenden Saiten in die Nächte und studierte in ihrer Heimatstadt Medizin. Bimste sich abfragbares Wissen ein, schnitt Leichen auf, beatmete Dummis und lauschte dröhnendstimmigen Professoren, die medizinische Weisheiten ausgossen. Das Sauerbruchgequatsche stieß der verhinderten Cellistin bald gallig auf.

Die wenigen ihr begegnenden Patienten behandelte sie wie in ihrer Wohnung gelandete Singvögel, erwarb sich einen bespöttelten Ruf im Kreis der Kommilitonen, Respekt beim medizinischen Hilfspersonal und wurde nach sechs Jahren universitärer Infiltration als Dreiviertelärztin auf die Straße gespuckt. Voller Elan suchte sie eine Stelle an einem Krankenhaus, um ihr vor Wissen schier platzendes Hirn endlich durch die Arbeit am Patienten zu entlasten.

Da gerade der Schweinezyklus eine Überzahl aufstrebender Jungärzte produzierte, zog es sich. Kommilitonen landeten je nach Charakterstruktur hinter dem Lenkrad eines Taxis, in bereichernder Pharmabranche oder medizinischer Lobbyarbeit.

Hanna schob die Promotion hinterher, leistete schlechtbezahlte Nachtschichten im Rettungswagen der Feuerwehr ab, berauschte sich an ihrer rotgekleideten Bedeutung und nahm zuweilen ihr Cello zur Hand. Bis sie nach zwei Jahren eine Krankenhausstelle fand.

Endlich stand sie, zuversichtlich in kompetentes Weiß gekleidet, den Zumutungen gegenüber, die die biologische Uhr für das zerbrechliche, zerbrechende Menschlein vorsieht. Patienten schauten zu ihr auf, legten Leben bereitwillig in junge Akademikerhände. Aber was anzufangen war mit dem gereichten Leben, hatten die schmalen, langen Finger keine Ahnung. Hanna hatte ein Übermaß an Mitgefühl zu bieten, aber keine wirkliche Hilfe.

Nach drei Monaten in der Krankenhausschleuse hatte sie gelernt, den Menschen, der von Schwester Fatma in ihr Gesichtsfeld gerollt wurde, in seine mechanischen Bestandteile zu zerlegen. Je länger sie arbeitete, desto kleinteiliger wurde ihr Einsatzgebiet. Am Ende des sich stetig verengenden Mausegangs angekommen, kroch man in seine Nische. Und säbelte, nach zehn, fünfzehn Jahren Aus- und Fortbildung, am Fließband trüb gewordene Linsen aus alten Augen, ersetzte sie durch Hightechprodukte, bei deren Einkauf man alte Kommilitonen wiedersah, nicht übermüdet, in schicken Autos und mit unsauberen Angeboten aus ledernen Aktenkoffern, die auszuschlagen nur einer zu großen Frau einfiel.

Das war nicht, was Hanna sich vorgestellt hatte. Sie wollte Cello spielen. Klänge hörbar machen, die darauf warteten, geweckt zu werden, jahrhundertelang. Ein Tropfen sein im ewigen Fluß, immer gleich, immer neu. Hanna wollte für Patienten den Bogen führen, den Fluß in Gang halten, ihren Klang finden, Freiräume, den Igel wieder vor die Tür, den Spatzen in die Lüfte entlassen. Flausen halt, weggepustet in der Zugluft des Apparates.

Aber kehrt man um so weit entfernt vom Ausgangspunkt?

Das Studium hielt sie für Wartezeit, Lehrjahre, in denen man gestutzt wird, sich an Etüden abarbeitet, ermüdend, aber notwendig für die künftige Fingerfertigkeit.

Dann kam die Facharztausbildung, die Jagd nach den Linsen. Sie versuchte Kinderheilkunde, Psychiatrie, Gynäkologie, fand Freunde, Förderer, aber keinen Gefallen. Alles schien beliebig und austauschbar, sie selbst immer öfter am falschen Ort.

Sie las kalhlköpfigen Kindern vor, verscheuchte grüne Männchen, legte überraschten Müttern ihre blutigen Babys an den Hals. Immer ratloser werdend entschied sie sich, vorläufig, für die Allgemeinmedizin, die Weggabelung vor den Linsen. Also blieb sie im Krankenhaus, leistete ab, was eine künftige Allgemeine so durchstehen muß. Nachtschichten folgten auf Spät-, Frühschichten auf Sonntags- und Sechsunddreißigstundendienste, Bereitschafts- auf Feiertagsdienste.

Sie wurde müde. Die Schultern beugten sich auch ohne Cello, der Kopf geriet aus der lauschenden Neigung in die defensive Senkung. Ihr Instrument staubte ein, sie schlief viel und wurde empfindlich. Wartete auf OP-Termine, um ihr Rabattmarkenheftchen mit dem vorgeschriebenen Blutzoll zu füllen. Verbrachte ihre Zeit mit Organen, die sich schlecht benahmen oder erschöpft den Geist aufgaben. Statt den Bogen zu führen, befreite Dr. Johanna von BredowMenschen von Körperteilen, als hätte der Schöpfer aus purem Übermut ein paar Saiten zu viel aufgezogen.

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