Lotte Bromberg - Fallsucht

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Kann man sich am Schicksal rächen? Und wohin stürzt ein Gehirn?
Jakob Hagedorn, Berliner Hauptkommissar und verhasster Paradiesvogel im Revier, wird auf einen blutigen Mordfall angesetzt. Jemand hat die Frau eines Physikprofessors erstochen.
Gemeinsam mit der Privatdetektivin Dao, der kiffenden alten Lehrerin Grete und der zornigen Ärztin Hanna entdeckt Jakob eine Mordserie.
Als Penta, geheimnisvolle Bootsrestauratorin und alte Freundin Hannas, unter Verdacht gerät, stellen sich auch die Freunde gegen Jakob. Allein mit einem Gehirn auf Abwegen, angetrieben von den Geistern der Opfer, riskiert er alles, stößt auf ein tief vergrabenes Verbrechen und sieben zerstörte Leben.

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»Das ist Hermine«, sagte er, »und sie möchte bei uns sterben.«

Jakob öffnete das quietschende Tor zur Kolonie Edelweiß. Er sah sich um. Kein Wegweiser, nur Hecke rechts und Hecke links. Sorgsam schloß er das Tor und folgte dem Weg.

Die Lebensgefährtin von Heinz Schuman fand, er könne die Laube gar nicht verfehlen, es sei die mit dem höchsten Fahnenmast und dem größten Berliner Bären darauf. Er versuchte, die Dächer der Häuschen zu erkennen. Alles eingeschossig. Umrahmt wurde die Schrebergartensiedlung in drei Richtungen von den Rückseiten der Gartenhäuser. Fünf Stockwerke anno Anfang zwanzigsten Jahrhunderts, dazwischen sorgsam gestutzte Obstbäumchen laut Nutzgartengebot. Nur hier und da ragte ein einzelner Laubbaum weit über seine Nutzgeschwister hinaus. Bestandsschutz. Mindeststammumfang anfüttern und draußen waren die fällsüchtigen Gartenfreunde.

Keine Fahnenstange weit und breit, nur Wetterhähne und Dachpappe. Jakob sprang hoch, um weiter gucken zu können.

»Wat suchen se denn?« Auf ihren Unkrautjäter gestützt stand eine dicke Frau im dicken Pullover auf dem schmalen Weg zwischen ihren strotzenden Rabatten.

»Den Schuman, Tagchen, wissen Sie, wo der seine Laube hat?«

»Kenn’ ick nich’, wer soll det sein?«

»Hat ’ne große Bärenfahne, hat’s mit dem Rücken und ist Kommissar. Ich bin sein Kollege.«

»Ach, die Stimmungskanone. Na, wenn der’s mit dem Rücken hat, bin ick Mutter Theresa. Sticht gerade Spargel, falls Ihnen das was sagt.« Sie deutete mit einem Arm vage den Weg runter. »Immer weiter, und dann linke Hand, ist nicht zu verfehlen, hat als einziger ein blaues Tor. Herthafan, die arme Sau.«

Jakob genoß den von trompetenden Maivögeln besungenen Weg zum blauen Tor. Er sah Schuman zu, wie er gebeugt die Spargelstangen freilegte. Kraftvoll stieß er den Spargelstecher in die Erde, sanft legte er die Stangen in den Korb. Jakob öffnete das jaulende Tor und Schuman richtete sich auf.

»Was willst denn Du hier? Schickt Dich der Chef, um zu gucken, was meine Diensttauglichkeit macht? Kannst gleich wieder gehen. Untauglich, sagt mein Doktor. Und wenn Du mich fragst, kann das auch noch ’ne Weile so gehen.« Er deutete um sich. »Hier gibt’s jede Menge zu tun.«

»Freut mich auch, Dich zu sehen«, sagte Jakob. »Hast Du keinen grünen Spargel?«

»Sag’ nicht, daß Du Dich damit auskennst, Du Schlaumeier. Ich hab’ zwar nicht studiert, aber von Spargel verstehe ich mehr als Du.«

»Immerhin weiß ich, daß er nicht auf Bäumen wächst.«

»Sehr beeindruckend.«

»Können wir uns nicht irgendwo setzen? Dann kann ich Dir auch sagen, warum ich hier bin.«

Schuman schaufelte gemächlich das letzte Loch zu, streifte sich die Hände ab und ging zur Laube. Von der Terrasse nahm er einen Stuhl und stellte ihn Jakob auf den Rasen davor. Er selbst blieb stehen, lehnte sich an die holzverkleidete Umrandung der Terrasse und verschränkte die Arme.

Jakob setzte sich. »Sarah Schubert, erinnerst Du Dich?«

»Die Ex-Prostituierte mit dem feinen Pinkel aus Schlachtensee als Mann? Sicher erinnere ich mich.«

»Focke hat mir den Fall gegeben.«

»Na, da haste ja nicht mehr viel zu tun. Zeit für die Lorbeeren.«

»Und was meinst Du, wer es war?«

»Hast Du die Akte nicht gelesen? Ich denke, Du bist so eine Leseratte, sind meine Texte nicht gut genug? Der Alte natürlich. Verstrickt sich bei den Befragungen ständig in Widersprüche, war nervös wie eine Jungfrau auf dem Abschlußball.«

»Aber er hat ein Alibi. War er nicht in den USA zu einer Tagung?«

»Ja, ja, der Herr Physiker, schlauer Typ, aber nützt ihm nix. Klar hat er das nicht selbst gemacht. Aus dem Milieu hat er sich wen geholt und ist dann ab nach Amerika. Du hast doch gesehen, wie die Alte zugerichtet war? Klassische Milieukarriere. Die Brandwunden, der zerlegte Unterleib, der gefälschte Ausweis, ist doch sonnenklar. Er hat sie da rausgeholt, der feine schlaue Pinkel. Irgendwo in Westdeutschland, wenn Du mich fragst. Hat ihr ein schickes Häuschen in Berlin gebaut und gedacht, die Vergangenheit liegt irgendwo hinten und stört nicht weiter. Und nach ein paar Jahren hatte er sie satt, oder sie hat nicht gespurt. Also ist er zurück ins Milieu und hat zugesehen, daß er sie los wird, mit überschaubaren Kosten, trennen wäre teuer gekommen.«

»Hast Du für all das Beweise, die ich noch nicht kenne?«

»War der nicht im Norden irgendwo, bevor er hierher kam? Haben die sich da nicht kennengelernt? Das einzige, was noch fehlt, um ihn festzunageln, ist der Auftragnehmer. Ich tippe mal Hamburg. Kann doch nicht so schwer sein, den zu finden, nicht mal für Dich.«

»Und was ist mit der Tätowierung?«

»Milieu, sag’ ich doch. Eine Art Markierung. Ich kann mich nicht um jede Perversion unserer Kundschaft kümmern.«

»Hast Du mit Hamburg schon was unternommen?«

»Amtshilfe beantragt, im letzten Sommer. Bevor ich nachhaken konnte, trat meine Bandscheibe auf den Balkon.«

»Sonst noch etwas, das ich wissen muß?«

»Was sollte das sein, wie gesagt, alles so gut wie fertig. Bißchen blöd, wie lange das her ist, zugegeben, aber Focke hätte auch früher jemanden darauf ansetzen können. Warum der Dich eingeteilt hat, ausgerechnet jetzt, ist mir nicht ganz klar.«

»Was soll das heißen?«

»Na, Du bist ja auch krank und so.«

»Vor allem und so.«

»Krank ist krank. Darüber spottet man nicht. Du magst ja ein aufgeblasenes Arschloch sein, aber trotzdem bist Du krank.« Er holte sich einen zweiten Stuhl von der Terrasse und setzte sich neben Jakob. »Weißte denn schon, ob es für die Frühpensionierung reicht?«

Jakob stand auf und brachte seinen Stuhl zurück. »Was ist eigentlich mit Deiner Fahne? Ich sehe nicht mal einen Mast.«

»Ich sage nur Vereinsheim. Die Herren und neuerdings auch Damen der Kolonie Edelweiß haben abgestimmt. Sechsundvierzig zu eins. Die Fahne stört das Gesamtbild, daß ich nicht lache. Berlin ist auch nicht mehr, was es mal war.«

»Ich muß dann. Wenn mir noch Fragen einfallen, komme ich wieder vorbei.« Jakob wandte sich zum Gehen.

»Aber immer gerne, ich geh’ hier nur zum Schlafen weg. Meine Alte hatte auch schon mal bessere Laune. Dann lieber Spargel.«

Natürlich ist das Krankenhaus ein Ort zum Sterben. An einem so großen Klinikum wie dem Hannas wurde praktisch täglich das Zeitliche gesegnet. Aber niemals, das ist ehernes Gesetz seit Urvater Dr. med. Abrahams Zeiten, niemals, weil der Patient es möchte.

Es wird gestorben gegen den schweißtreibenden Einsatz von Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern. Gegen den Lebenswillen, das Nach-Luft-Japsen, Schreien um ein paar Tage mehr auf diesem überfüllten Planeten. Keine Qual ist zu groß, keine Erniedrigung zu tief, um nicht noch verlängert zu werden. Das Weitermachen, Gezerre an schon halb Entglittenen ist das Gesetz des Krankenhauses. Nach sieben Jahren an diesem Ort wurde Hanna, als sie in das Lächeln des zerknitterten Spatzengesichts von Hermine Neuhaus inmitten von gleißendem Weiß sah, plötzlich bewußt, was sie tat.

Sie führte kein Konzert auf, befähigte niemanden, sein Leben zu führen, befreit von den Malaisen des Körpers. Das einzige, was sie tat, war, dafür zu sorgen, daß dieses Konzert nicht zuendeging. Die Platte hatte nahe dem Ende einen Sprung, der sie in einer scharfen Rille zum Anfang zurückführte. Alle Musiker waren betäubt von den immergleichen Akkorden und von steigender Angst erfüllt, was geschähe, wenn sie erschöpft zusammensänken. Die Dissonanzen, in die Hanna so quälend eingeschraubt war, sie waren die vertonte Angst des Orchesters, das mit aufgerissenen Augen spielte.

Hanna hielt sich an Hermines Bett fest, hielt dem Blick stand, diesem alten, braunen Blick und verstand, daß alles nur auf die Angst zurückging, es könnte still sein.

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