Lotte Bromberg - Fallsucht

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Kann man sich am Schicksal rächen? Und wohin stürzt ein Gehirn?
Jakob Hagedorn, Berliner Hauptkommissar und verhasster Paradiesvogel im Revier, wird auf einen blutigen Mordfall angesetzt. Jemand hat die Frau eines Physikprofessors erstochen.
Gemeinsam mit der Privatdetektivin Dao, der kiffenden alten Lehrerin Grete und der zornigen Ärztin Hanna entdeckt Jakob eine Mordserie.
Als Penta, geheimnisvolle Bootsrestauratorin und alte Freundin Hannas, unter Verdacht gerät, stellen sich auch die Freunde gegen Jakob. Allein mit einem Gehirn auf Abwegen, angetrieben von den Geistern der Opfer, riskiert er alles, stößt auf ein tief vergrabenes Verbrechen und sieben zerstörte Leben.

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Zu Jakobs Verletzung konnte sie nichts sagen, außer, daß sie einen Angriff durch Wladimir für unwahrscheinlich halte, da Jakob ihn nicht provoziert hätte. Sollten in der Familie Gonodow je Enkelkinder das Licht der Welt erblicken, wäre sie als Patentante erste Wahl.

Jakob erinnerte sich an nichts.

Nicht an den Stoß, den Fall, die gurgelnden Geräusche, die er gemacht haben sollte, während der Geiselnehmer ihn würgte. Das letzte waren Sternschnuppen, die aus Wladimirs geöffnetem Mund fielen.

Er kicherte. Russischer Sterntaler.

Seine nächste Erinnerung galt dem Krankenwagen. Wildes Geschaukel, Übelkeit, eine Maske vorm Gesicht. Er kippte wieder weg. Besser so. Im Krankenhaus hatte man darauf bestanden, ihn zur Kontrolle eine Nacht dazubehalten. Man vermutete eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff durch den Gonodowschen Würgegriff.

Er fühlte sich nicht gewürgt.

Eher durch die Luft geschleudert wie auf einer Schaukel. Höher und immer höher bis man plötzlich in ein Luftloch zu fallen scheint. Das Seil hängt durch, einen Moment dehnt sich die Zeit und Du wartest mit angehaltenem Herzschlag auf die Entscheidung des Schicksals, ob Du kopfüber die Schaukel umrundest oder doch wieder zurückfällst. Ein Quentchen Freiheit außerhalb der Gravitation, scheinbar. Ist es nicht das, wofür wir leben? Fliegen, frei sein. Der Moment, in dem Du auf den nächsten Hicks der Gottheit wartest. Obwohl Du weißt, fast sicher weißt, Du fällst zurück. Die Umrundung der Schaukel ist eine Illusion, aber vollkommen sicher sein kannst Du nie.

Jakob hatte den Spalt gesehen, die Freiheit von der Schwerkraft. Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, na klar. Mancher steigt eben nie auf die Schaukel, vielleicht trägt sie nicht oder das Seil reißt. Pech gehabt, nicht jeder wagt.

Jakob übernahm die eichene Gründerzeittür des Amtsgerichts Moabit von seinem Vordermann und ließ die Woge Berlins sich um ihn schließen. Autolärm, Abgase, feuchte Anorakgerüche, Deodorants, kalter Rauch, Hundepisse, Kohlenruß. Berliner Maistimmung.

Die Schaukel war zurückgefallen in jener Nacht. Er hatte flach auf dem Rücken in grüner Umgebung gelegen. Es zog, er fror. Um ihn piepste und tackerte es wichtigtuerisch. Viel Strom wurde vergeudet, um ihn am Abflug zu hindern. Er hustete vorsichtig. Sofort meldete eines der grünen Männchen in den Armaturen seine plötzliche Bewegung mit einem barocken Signalhorn. Ein Pfleger stürzte herein, sah ihn kurz an und wendete sich ausgiebig blinkenden Lichtern hinter seinem Kopf zu. Das Horn verstummte beleidigt.

»Ich habe Durst«, hörte Jakob sich sagen.

»Was Sie brauchen, kommt über den Tropf«, sagte der Pfleger.

»Ich habe Durst«, sagte Jakob.

Der Pfleger ging.

Jakob sortierte seine Knochen, hob vorsichtig ein Bein, die grünen Männchen schwiegen. Bewegen war inzwischen erlaubt. Alles tat ihm weh. Besonders schlimm waren Nacken und Hals. Er tastete sie mit kanülengeschmückter Hand ab. Völlig unempfindlich. Seine Zunge fühlte sich geschwollen an, verletzt. Vorsichtig drehte er sich auf die Seite. Schweigen an der grünen Front. Die Liege war zu unbequem zum Schlafen, eindeutig. Er setzte sich auf.

Nichts geschah, kein Schwindel, kein Kopfweh, nichts. Außer, daß ihm wirklich alles weh tat, sogar die Finger. Er war verkatert, nur ohne Schädelbrummen. Kein Grund, nicht nach Hause zu gehen. Oder wenigstens zum nächsten Wasserhahn und Klo. Er setzte die nackten Beine auf den eiskalten Fußboden, sehnte sich nach heimischen Astlöchern und stand vorsichtig auf. Wo waren seine Sachen? Er sah sich um. Alles grün, kalt, Metall. Dann eben die laute Variante. Er zog die Kanüle aus seinem Handrücken, pflückte sich die Elektroden vom Kopf, wickelte die dünne Decke um seine Schultern, setzte sich auf die Bettkante und wartete auf den Pfleger, den die grünen Männchen aufgeregt herbeipiepten und trompeteten.

»So geht das aber nicht«, sagte der, auf die Monitore zustürzend. Nach kurzer Zeit kehrte Stille ein. Wohltuende Stille, Schlafstille.

»Wo sind meine Sachen?«, fragte Jakob.

»Sie legen sich jetzt schön wieder hin. Wir passen schon auf Ihre Sachen auf, keine Sorge.«

»Wären Sie bitte so freundlich, mir meine Kleidung auszuhändigen und ein Taxi zu rufen, ich möchte nach Hause.«

»Das kann ich nicht, das muß der Doktor entscheiden, ob Sie gehen dürfen, wenn seine Schicht beginnt. Es ist nachts um drei.«

Jakob sah ihm ruhig in die Augen. »Das habe ich entschieden. Ich gehe auf eigenen Wunsch, meinetwegen auch gegen abwesenden ärztlichen Rat, aber ich gehe sofort. Wären Sie also so freundlich, mir meine Sachen auszuhändigen? Wir wollen doch nicht, daß ich mir eine Lungenentzündung hole in diesem Aufzug.«

Der Pfleger legte den Kopf schief und sah ihn an. »Das müssen Sie mir aber unterschreiben.«

Jakob stand auf. »Mir ist kalt und meine Laune sinkt parallel zur Körpertemperatur. Wir gehen jetzt zusammen zu meiner Kleidung, sonst verhafte ich sie.« Er riß die restlichen Elektroden von seinem Kopf und warf sie auf das Bett. Der Pfleger steckte die Hände in die Hosentaschen und ging voraus. Anderthalb Stunden später war Jakob in seiner Wohnung angekommen, hatte den Telefonstecker aus der Dose gezogen, alle Decken genommen, die er finden konnte und sich in seinem Bett verkrochen. Er verschlief die folgenden achtundvierzig Stunden, taumelnd unterbrochen von Gängen zur Toilette, gierigem Trinken von Wasser und müdem Winken zu seiner Spatzenfreundin Frieda, die am Morgen verzweifelt versuchte, ihn zu einem gemeinsamen Frühstück zu zwitschern. Er dachte daran, daß Mai war und die Stadt voller Spatzenfutter, und schlief wieder ein.

Als er erwachte, fühlte er sich anders.

Schon als Jakob Hagedorn, zurückgekehrt von der Umlaufbahn in die Gravitation, aber verrutscht. Die Sonne blinzelte ihn auf dem Kopfkissen an, wie immer. Beim Duschen war er dankbar, daß ein roter Pfeil anzeigte, wo das warme Wasser zu erwarten war. Der plötzliche Schwall von oben erschreckte ihn, der Klang des Rauschens war verschoben. Etwas zu sehr Dur, eine Oktave zu hoch. Er versuchte sich Frühstück zu machen, schob zwei Scheiben Brot in den Toaster und erschrak, als sie hochsprangen. Als er sie fassen wollte, ging ein Surren von ihnen aus, als stünden sie unter Strom. Er fragte sich, ob die Röstung die Moleküle zum Tanzen brachte. Er aß sie trotzdem.

Er brauchte länger für alles. Oder die Zeit war neuerdings schneller, als er es gewohnt war. Als er den Telefonstecker in die Dose steckte und seinen Anrufbeantworter abhörte, war es schon Mittag. Alles schimpfte. Sein Chef umgab den Satz »So-geht-das-nicht-das-sag’-ich-Ihnen« mit wortreichen Wutausbrüchen. Das Krankenhaus hatte vier Mal angerufen. Erst der Pfleger, der sich erkundigen wollte, ob er angekommen sei, dann, vermutlich nach Schichtbeginn, der Arzt, der atemlos irgendetwas in Jakobs Ohr müllte von unerhört, Autorität anzweifeln, wer die Verantwortung trüge. Na, ich natürlich, wer sonst, dachte Jakob, und löschte ihn. Danach bat die Rechnungsstelle um Rückruf, durch seinen Abgang gäbe es Unklarheiten bezüglich der Abrechnung. Hurtig, dachte Jakob, und löschte. Zwei Nachrichten von Oskar, die erste gehetzt, die zweite warm und voller Sorge.

Er hatte ihn sogar Dicker genannt, das war lange her. Was Oskar wohl zu den tanzenden Molekülen im Toast sagen würde? Jakob würde ihn für heute Abend einladen. Morgen war besser. Übermorgen. Ja, viel besser. Erst mal üben, all die neuen alten Dinge. Oskar würde das schon verstehen, daß er Zeit bräuchte. Oskar verstand alles. Fast alles.

So war er schließlich zwei Wochen nicht zur Arbeit erschienen und hatte nicht telefoniert. Als er wieder in der Dienststelle auftauchte, hatte Oskar alle Angriffe abgewehrt. Seit seinem letzten Einsatz war Jakob krankgeschrieben, der Bericht verschoben und ihr Chef einigermaßen beruhigt, Wladimir saß in Untersuchungshaft. Trotzdem hagelte es »So-geht-das-Nichtse«. Jakob ließ sie auf sich herabsausen und dachte an den alten Mollton seiner Dusche. Er vermißte ihn.

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