Lotte Bromberg - Fallsucht

Здесь есть возможность читать онлайн «Lotte Bromberg - Fallsucht» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Fallsucht: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Fallsucht»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Kann man sich am Schicksal rächen? Und wohin stürzt ein Gehirn?
Jakob Hagedorn, Berliner Hauptkommissar und verhasster Paradiesvogel im Revier, wird auf einen blutigen Mordfall angesetzt. Jemand hat die Frau eines Physikprofessors erstochen.
Gemeinsam mit der Privatdetektivin Dao, der kiffenden alten Lehrerin Grete und der zornigen Ärztin Hanna entdeckt Jakob eine Mordserie.
Als Penta, geheimnisvolle Bootsrestauratorin und alte Freundin Hannas, unter Verdacht gerät, stellen sich auch die Freunde gegen Jakob. Allein mit einem Gehirn auf Abwegen, angetrieben von den Geistern der Opfer, riskiert er alles, stößt auf ein tief vergrabenes Verbrechen und sieben zerstörte Leben.

Fallsucht — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Fallsucht», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Jakob zog sich die Akte auf den Schoß. »Vielleicht wäre es besser, Sie stellten mir den Kollegen Blum zur Seite. Nur zu Sicherheit, falls ich aus dem Rahmen falle.«

»Ach was, das schaffen Sie doch allein. Was ist schon eine tote Nutte mit angeheiratetem Professorentitel für Sie? Ihr Freund Oskar hat genug mit seinen eigenen Fällen zu tun. Auftragsmorde, bulgarische Mafia. Die sind von anderem Kaliber, weniger Reha.«

»Aber was mache ich, wenn doch nachrecherchiert werden muß? Immerhin bin ich krankgeschrieben.«

»Ich werde es mir überlegen, irgendein unterbeschäftigter Kollege wird sich schon finden, um ein paar Botengänge zu erledigen.«

Focke beugte sich vor und schlug mit beiden Handflächen auf den Tisch. »Also was ist? Ich habe nicht ewig Zeit. Machen Sie es oder lassen Sie es bleiben?«

»Mein Kopf braucht neuerdings etwas länger für Entscheidungen.«

»Vergessen Sie nicht, es ist auch eine Chance für Sie, es allen zu beweisen.«

»Habe ich das nötig?«

»Das wissen Sie selbst am besten. Ich gebe Ihnen bis übermorgen, in Anbetracht Ihrer verfallenen Situation, danach ist ein anderer Kollege dran, vom Raub, würde ich sagen, die haben zur Zeit leichte Überkapazitäten.«

Dr. Johanna von Bredow war eine wirklich große Frau. Geneigt waren der schmale Rücken und ihr Kopf, was kleinere Artgenossen als sympathische Defensive deuteten, tatsächlich aber nur anzeigte, wie unvollständig sie sich ohne ihr Cello im Arm fühlte.

Das Hochaufgeschossene lag in der Familie, auch Hannas fünf ältere Schwestern eroberten die Welt aus lichter Höhe. Nach einer Pause von neun Jahren hatte die Mutter sie geboren und darauf bestanden, jede ihrer weiblichen Orgelpfeifen sei ein Wunschkind.

Einen Vater hatten all die Langen nie gesehen. Hannas Mutter war mit einem meist in familiären Ländereien in Übersee abwesenden Familienvorstand aufgewachsen und hatte wenig vermißt. So suchte sie einen gutdotierten Beruf mit Freiraum, wurde Professorin an der FU und füllte als Beamtin mit beachtlichen Bezügen gelassen ihr Leben mit einer Mädchenstimme nach der anderen.

Das Kosmopolitische des Vaters hatte sich vererbt. Hannas Mutter unternahm, als Biologin mit Hang zur Flora ferner Länder, weite und ausgiebige Forschungsreisen, um Setzlinge für die Wissenschaft und Samen für den adeligen Nachwuchs aufzunehmen und kehrte fünf Mal geschwängert von fremden Kontinenten zurück.

So wuchs, in einer riesigen Altbauwohnung am Rüdesheimer Platz unter drei Meter zehn entfernten Decken, Hanna heran, umrankt von tropischen Pflanzen, die in ihrem explodierenden Wachstum zum Ausdruck brachten, daß auch sie inmitten dieser interkontinentalen Weiberschar nichts vermißten.

Die Anlage der von Bredowschen Familie hatte sich durch Jahrhunderte, Pestilenzen und Kriege geboxt und war in den Mädchen, trotz der aufmüpfigen Erzeugerwahl ihrer Mutter, erstaunlich dominant geblieben. Auf den in Hessisch Sibirien abgehaltenen Familientreffen wurden mandelförmige Augen und undeutscher Teint skeptisch beäugt, bis die Mädchen auf Bredows Schulterhöhe herangewachsen waren. Dann nahm man sie auf, nicht ohne Stolz, sich, genetisch gesehen, mal wieder behauptet zu haben.

Was bleibt dem Etagenadel außer Haltung.

Hanna war als Spätgeborene von gleich zwölf Mutterbrüsten umgeben, wurde geherzt, gefüttert und an die Hand genommen. Nur Grete, Lehrerin und beste Freundin der Mutter, die, wenn aufgeschlagene Knie zu versorgen, Lehrer zu befrieden, Taschentücher zu reichen und Schwangerschaftstests zu überstehen waren, die vielbeschäftigte Professorin vertrat, verschaffte dem Nesthäkchen ab und an Luft.

Aber Hanna schien es selten zu viel zu werden. Sie vertrug kübelweise Liebe und verströmte noch mehr. Im dicken Windelpopo saß sie bei heimischen Kammerkonzerten auf dem Schoß der Klavier spielenden Mutter, streckte die dicken Finger nach der Querflöte der Schwester aus, jauchzte der Viola entgegen und legte mit selig geöffnetem Mund ihre kleine Patschhand auf das Cello der Ältesten.

Endlich auf zwei Beinen, sauste sie durch die Wohnung, stiebitzte Kleidung und Lippenstifte ihrer Schwestern, steckte Finger in Schüsseln und Töpfe, besprühte ernst und konzentriert tropische Rankpflanzen und Rauhfasertapete, verschenkte reihum Steinchen, Kekse, Kartoffeln und Zärtlichkeiten.

Ihre größte Sorge war, sie könnte von all dem Leben, das durch die Zimmer flutete, einen Tropfen verpassen. Und so fand man sie allabendlich auf einer Türschwelle, noch ein Spielzeug in der Hand, in komatösen Kinderschlaf gefallen. Trug sie dann eine ihrer Schwestern ins Bett, tappelte sie wenig später mit kleinen Äuglein aus ihrem Zimmer, suchte Licht und Stimmen und krabbelte auf den erstbesten weiblichen Schoß.

Ihr ganzes Leben war Musik um sie. Jeder verschobene Stuhl, jede Blume, der schaufelnde Gang eines Menschen, der Geschmack reifer Tomaten wurde Hanna zu Musik. Frisch eingeschult, erzählte sie ihrer zweitältesten Schwester, der neue Füller sei nicht harmonisch und schlug nach einigen Fehlversuchen die Dissonanz am Flügel der Mutter an. Ihre Schwester berief den Familienrat ein und Hanna lernte erst Klavier-, dann Cello spielen. Vom Kinderarzt als Synästhetin erkannt, lief sie durch Wohnung und Stadt und sang Schwestern und Mutter Farben und Dinge vor. Und hielt das Nesthäkchen sich die Ohren zu, obwohl weit und breit nur das Grundrauschen Berlins zu vernehmen war, hieß es, soeben gekaufte Orangen dem Nachbarn zu schenken, oder die Zahnpastamarke zu wecheln.

Mit den Jahren zogen die ersten Schwestern in die Welt hinaus. Hanna schlief vor der Wohnungstür und fragte, wo Amerika läge. Grete kaufte ein Kaninchen, das bald, nach Hannas Diagnose, es litte unverkennbar unter Einsamkeit, die kein Mensch zu beenden imstande sei, Gesellschaft bekam und kurz darauf hoppelnden Nachwuchs.

Drei Wochen später zog ein Igel, der Gefahr lief, in einem Berliner Park bei Plusgraden zu erfrieren, in die Wohnung, und nahm das reichhaltige Futter so gut an, daß er erst sieben Monate später, begleitet von Hannas Tränenbächen, kugelrund unter den freien Himmel und die dicken Laubschichten Berlins zurückkehrte. Zum Igel kamen Meisen mit gebrochenen Flügeln, eine blinde Drossel, zwei vom Biergarten gegenüber verscheuchte Streifenmäuse, die alte Schildkröte einer verstorbenen Nachbarin und, inmitten eines ausgeklügelt gebauten Terrariums von beachtlicher Größe mit Badeteich und Mittelgebirgsimitat, eine Hamsterfamilie.

Hanna hegte und pflegte sie alle. Wie die Bewohner der Arche Noah rückten Tiere, die sich sonst nie begegnet wären, um ihre kleine Zoodirektorin zusammen, ließen sich Geschichten vorlesen und hörten dem Cello zu.

Als Hanna elf war und die letzte verbliebene Bredowsche Orgelpfeife, fand ihre Mutter, in Anbetracht der nahenden Möglichkeit, das Kind könne sich demnächst für andere Menschen oder gar das gegenüberliegende Geschlecht interessieren, sie sollte keine neuen Tiere mehr aufnehmen. Hanna schluchzte, nie würde sie die Menschen den Tieren vorziehen.

Als Hanna fünfzehn wurde, eine dunkelhaarig grazile Schönheit von einem Meter siebzig, waren nur noch ein dementes Kaninchen und die stoische Schildkröte übrig geblieben, und sie verliebte sich unsterblich in einen Achtzehnjährigen mit verschwommen glitzernden Augen hinter langen Wimpern und sehr vielen Pickeln.

Dreihundertsiebzehn anstrengende Tage später verließ er sie für eine weiche Blondine von Eins fünfzig. Hanna verfluchte ihn mit Gretes Hilfe, schwor Männern und Liebe ab, erwog ein Klosterleben und verliebte sich unsterblich in einen Referendar. Als der nach einem Jahr erfolglosen Schmachtens Schule und Stadt verließ, konzentrierte sich Hanna sublimierend auf ihre Pflichten, übersprang eine Klasse und machte mit knapp achtzehn das Abitur. Sie nahm, gegen Gretes Rat, ein Medizinstudium auf. Dann, im ersten Semester, verschwand ihre Mutter.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Fallsucht»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Fallsucht» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


K. Bromberg - Slow Burn
K. Bromberg
libcat.ru: книга без обложки
K. Bromberg
libcat.ru: книга без обложки
K. Bromberg
libcat.ru: книга без обложки
K. Bromberg
K. Bromberg - Driven
K. Bromberg
Lotte Maibaum - Weihnachten jeden Tag
Lotte Maibaum
Lotte Bromberg - Mutterboden
Lotte Bromberg
Lotte Bromberg - Auslaufgebiet
Lotte Bromberg
Lotte Dalgaard - Zwillinge
Lotte Dalgaard
Отзывы о книге «Fallsucht»

Обсуждение, отзывы о книге «Fallsucht» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.