Hansjörg Anderegg - Das letzte Steak

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»Fleischproduktion habe keine Zukunft«, verkünden die Anhänger von ›Feed the Planet‹. Genießen Sie Ihr letztes Steak.
Als die Sanitäter einen Mann aus dem Ammerkanal bergen steht schnell fest, dass er ermordet wurde. Die Stichwunde mitten ins Herz gleicht einem Mord bei der Konservenfabrik ›Sorinfood‹ an Englands Ostküste. Dies ruft Oberkommissarin Chris Hegel vom Bundeskriminalamt an den Tatort. Ihr bleibt keine Zeit, über Motiv und Täter zu spekulieren, denn der Verdächtige ist in den Gassen der Tübinger Altstadt unterwegs mit schussbereiter Glock Kaliber 9mm – ihrer Dienstwaffe!

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»Bleiben Sie, wo Sie sind«, wies ihn der Sergeant an, der den Einsatz leitete.

Er dachte nicht daran. Scotty erst recht nicht. Hals über Kopf stolperten sie zur Stelle, wo sich alle im Halbkreis versammelten.

»Felicity? Habt ihr sie gefunden?«, rief Thomas verzweifelt.

Der Sergeant versuchte, ihn aufzuhalten.

»Sie sollten sich das nicht ansehen«, sagte er hastig.

Die Beamten versuchten, Scotty zurückzuhalten, aber der Junge war schneller. Er drängte sich zwischen ihnen hindurch, und sein Vater tat es ihm gleich.

»Mom! Nein!«, brüllte der Junge.

Er sank auf die Knie, ergriff die Schuhe, deren Spitzen ihm entgegen ragten, versuchte, den Leichnam seiner Mutter aus dem Wasser zu ziehen. Zwei Polizisten waren damit beschäftigt, ihn zurückzuhalten und zu beruhigen, während Thomas nur noch das wächserne Gesicht im schmutzigen Tümpel sah. Die toten Augen lasen direkt in seinen Gedanken.

»Felic …«

Seine Stimme versagte. Da lag die Frau, ohne die er sich kein Leben vorstellen konnte, vor ihm im Dreck. Als hätte sie sich nur kurz ausgestreckt und wäre vom Regen überrascht worden – und vom Messerstich in ihr Herz. Unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen, konnte er den Blick nicht von ihr wenden, als müsste sie jeden Moment erwachen. Er nahm nichts anderes wahr, als diesen geschundenen Körper, den seine Felicity für immer verlassen hatte. Reglos stand er da und reagierte auf nichts, was um ihn herum vorging, doch plötzlich brach es aus ihm heraus. Er schloss seinen Jungen in die Arme, drückte ihn fest an sich, und beide begannen, hemmungslos zu schluchzen.

Allein in den Trümmern seiner Träume, nahm er die Befehle des Sergeants, die aufgeregten Funksprüche, die Blaumänner der Spurensicherung, das Eintreffen des Gerichtsmediziners nur am Rande wahr. Willenlos ließ er sich mit dem Jungen wegführen. Er kehrte erst im Rettungswagen in die Gegenwart zurück, wo eine Sanitäterin unablässig in beruhigendem Ton auf ihn einredete.

»Verstehen Sie mich? Wir bringen Sie und den Jungen nach Hause. Ich habe Ihnen etwas zur Beruhigung gegeben.«

»Beruhigung«, lallte er verständnislos.

»Sie stehen unter Schock. Es ist wichtig, dass Sie sich jetzt ausruhen. Die Nachbarin wird sich um Sie beide kümmern. Können wir jemanden aus Ihrer Familie anrufen, um Sie zu unterstützen?«

Familie – was bedeutete das Wort noch? Er starrte durch sie hindurch auf der Suche nach einer Antwort.

»Wo ist sie?«, fragte er unvermittelt.

»Man bringt sie in die Gerichtsmedizin.«

Er setzte sich auf und machte Anstalten, von der Trage zu steigen. »Ich muss zu ihr.«

Scotty saß mit versteinertem Gesicht auf der Bank an der Wand.

»Wir müssen zu ihr«, ergänzte er rasch.

»Das geht jetzt leider nicht, Mr. Stuart. Die Gerichtsmedizin muss Ihre Frau zuerst untersuchen, um festzustellen, was genau geschehen ist. Das möchten Sie doch auch wissen, nicht wahr?«

»Sie dürfen Mom nicht aufschneiden!«, rief Scotty entrüstet.

Danach verfiel sein Sohn wieder in teilnahmsloses Schweigen. Es war die letzte Äußerung, die Thomas für lange Zeit aus seinem Mund hören sollte. Auch ihm stand der Sinn nicht nach Reden. Die Nachbarin, die Freunde aus dem Quartier, Arbeitskollegen, die nach und nach in seinem Haus eintrafen, brachten kaum ein Wort aus ihm heraus. Selbst die Schwester, die am frühen Nachmittag einzog, schwieg er beharrlich an. Scotty hatte sich wieder in sein Zimmer eingeschlossen, diesmal ohne Musik. Es kam ihm vor, als bewohnten Fremde das Haus, als wären sie beide nur ungebetene Gäste. Der leere Magen rettete ihn schließlich aus der Depression. Die Schwester stellte ihm eine Komposition aus Eiern, Würstchen und gegrillten Tomaten hin, deren Duft er nicht widerstehen konnte. Es war das erste anständige Essen seit Tagen. Der frische Tee beschleunigte den Heilungsprozess, sodass er allmählich wieder vernünftige Sätze formulieren und Fragen stellen konnte.

»Wie ist es geschehen?«, wollte er von der Polizeipsychologin wissen, die neuerdings auch in seinem Haus wohnte und gerade unverrichteter Dinge vom oberen Stock herunterkam.

»Die Untersuchungen sind noch im Gange. Fest steht, dass das Opfer an einem Stich ins Herz gestorben ist.«

»Das Opfer heißt Felicity«, brummte er.

»Ja natürlich, Entschuldigung.«

»Hat sie gelitten?«

Die Psychologin schüttelte den Kopf. »Der Gerichtsmediziner meint, der Tod sei augenblicklich eingetreten.«

»Wie können Sie da so sicher sein?«

»Felicity hat nicht leiden müssen, glauben Sie mir.«

»Wer tut so etwas Schreckliches?«, fragte die Schwester. »Alle haben Felicity geachtet und geliebt. Ich verstehe es nicht.«

»Niemand kann so etwas verstehen«, stimmte die Psychologin ihr zu, »aber wir werden alles unternehmen, um diese Tat aufzuklären.«

»Das bringt sie uns auch nicht zurück«, brummte er.

»Nein, da haben Sie natürlich recht. Trotzdem wird die Aufklärung Ihnen helfen, den Verlust mit der Zeit zu akzeptieren.«

Er sah sie ratlos an. Was meinte sie mit akzeptieren? Wie würde er diesen Wahnsinn je verstehen können? Die Psychologin las ihm die Zweifel vom Gesicht ab. Sie sagte, was sie wohl schon manchen Betroffenen geraten hatte:

»Es ist jetzt ganz wichtig, dass Sie sich nicht zurückziehen. Reden Sie mit Bekannten und Freunden, mit Ihrem Sohn. Versuchen Sie, zu Ihrem gewohnten Tagesablauf zurückzufinden. Das gibt Ihnen Halt und die Kraft, für Ihren Sohn da zu sein. Er braucht Sie jetzt mehr als zuvor.«

Schöne Worte , dachte er bitter. Was wusste sie schon über ihn. Von einem gewohnten Tagesablauf konnte keine Rede sein, selbst wenn er wollte. Seit diesem Morgen war er arbeitslos. Er hatte keine Ahnung, wie er den nächsten Zins fürs Haus bezahlen sollte, doch das war im Moment seine geringste Sorge. Er ließ die Psychologin im Glauben, geholfen zu haben, nickte ihr zu und bedankte sich. Sie überreichte ihm die Visitenkarte mit der üblichen Floskel, die er oft im Fernsehen gehört hatte, dann verabschiedete sie sich.

»Ich sehe mal nach Scotty«, murmelte er und stieg schweren Herzens die Treppe hoch.

Kaum oben angekommen, hörte er unten Josh Sorins dröhnenden Bass:

»Wo ist er?«

Josh gehörte die Konservenfabrik, deren Vorarbeiterin Felicity gewesen war. Ein Patron alter Schule, kümmerte er sich um seine Schäfchen wie um eine große Familie. Seit Scottys Geburt ging er regelmäßig ein und aus in ihrem Haus, denn er war auch Scottys großzügiger Pate. Thomas stieg wieder hinunter.

»Wen meinst du?«, fragte er mit gequältem Lächeln.

Josh drückte ihn an seine breite Brust. »Verdammt, Thomas, es tut mir so leid. Ich kann es immer noch nicht glauben.«

»Da bist du nicht allein.«

Hinter Josh trat Aaron Poynter ein, Joshs zweiter Vorarbeiter, Felicitys Kollege und jetzt wohl Nachfolger. Er streckte die Pranke aus, die kaum in einen Boxhandschuh passte, und murmelte verlegen:

»Mein Beileid. Ich – weiß nicht, was ich sagen soll.«

»Was ist genau geschehen?«, fragte Josh.

Thomas zuckte die Achseln. »Sie sagen, es war ein einziger Stich ins Herz. Mehr weiß ich nicht.«

Josh starrte ihn mit großen Augen an. »Wie ist es passiert? Wann, wo?«

Wieder konnte er nur mit den Schultern zucken, worauf Josh rot anlief.

»Was sagen die Bullen?«

»Gar nichts oder sie wissen nichts.«

Josh warf seinem Vorarbeiter einen Blick zu, als wollte er ihm dafür die gebrochene Nase noch einmal polieren.

»Bullen«, knurrte der verächtlich. »Auf die kannst du dich nicht verlassen, aber wir werden die Bestie finden, die deine Felicity auf dem Gewissen hat. Das verspreche ich dir.«

Seine Hand verkrampfte sich zur Faust, als hätte er den Hals des Täters schon gepackt.

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