Volkmar Braunbehrens - Lorettoberg

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Der Hamburger Modezar Karl Legrand hat seine Firma verkauft und eine der prächtigen Villen am Freiburger Lorettoberg als Ruhesitz erstanden. Doch am Morgen nach der pompösen Einweihung wird er tot im Garten gefunden. Als es kurz darauf ein weiteres Opfer gibt, welches mit derselben Waffe erschossen wurde, übernimmt Kommissar Grabowski die Ermittlungen. Diese führen ihn von Freiburg schließlich bis nach Hamburg, Berlin und Mailand …

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Durch dieses Gewühl angeregt plaudernder Menschen bahnten sich jetzt einige junge Männer den Weg, alle im schwarzen Anzug und ähnlich aussehend wie jener am Eingang, glatzköpfig und mit undurchdringlicher Miene, in der Hand ein volles Tablett mit Sektgläsern, die sie ringsherum anboten. Einige der Gäste nahmen achtlos ein Glas, andere ließen sich erst auffordern und dankten höflich, es gab aber auch welche, die geradezu gierig danach griffen und bedenkenlos dabei ihren Nachbarn anrempelten. Elfi hielt sich am Rande und wartete, bis ein schon fast leeres Servierblech an ihr vorbeigetragen wurde, blickte den Kellner dankend an, der zustimmend zurückblinzelte, und ging mit ihrem Glas weiter, an einer größeren Gruppe blutjunger Schönheiten vorbei, in engen Kleidchen oder Hosenkombinationen, alle etwas zu mager, porzellanartig bemalte Köpfe mit üppigem Haar in kunstvollen Frisuren. Sie schauten streng oder gelangweilt aus, jedenfalls unfroh. Die dazugehörigen jungen Kerle teilweise als Macho oder Latino gestylt, obgleich sie bei näherem Hinsehen eher schmächtig waren, mit einer dunklen Brille, die ihnen auch nicht mehr Respekt verschaffen konnte. Offenbar waren dies alles Models, woher auch immer sie kamen, in Freiburg hatte Elfi solche Modeheftfiguren noch nicht gesehen.

Vom Eingang her drängten noch immer weitere Gäste nach, ein unermüdliches Geschiebe und Gewoge, in dem es bald kaum noch ein Durchkommen gab. Die freundlichen Kellner mühten sich nun nicht mehr, bis in alle Ecken vorzustoßen, sie hielten sich am Rande und wurden dennoch in kürzester Zeit ihre Sektgläser los. Das alles zog sich noch eine Weile hin, doch spürte man eine zunehmende Spannung. Immer wieder sah man einzelne Köpfe, die sich reckten und emporschraubten, um über die bunte Menge hinwegsehen zu können. Sie hielten kurz nach allen Richtungen Ausschau, wobei nicht klar war, was sie eigentlich suchten, und tauchten dann wieder ab und beugten sich ihren Gesprächspartnern zu. Dabei war es für wirkliche Gespräche ohnehin zu laut, es war mehr ein Zuwerfen von kurzen, witzig gemeinten Bemerkungen, ein Spiel um das Punktesammeln auf einer Beliebtheitsskala, belanglos und doch nicht ganz überflüssig, um für diesen Abend eine anerkannte Ausgangsposition zu finden. Männerspiele. Die Frauen beäugten sich kritisch und mit mehrdeutigen Kommentaren, gaben sich wie Freundinnen und vibrierten zugleich innerlich vor Konkurrenz.

Mit einem Male hörte man aus einer Ecke einen Schlagzeugtusch, mehrfach wiederholt, dazwischen eine lebhafte Saxophongirlande, schließlich einen ansteigenden Wirbel einer kleinen Trommel, der in einem kurzen Beckenschlag endete. Ohne dass es zuvor bemerkt worden war, war ER die Treppe heruntergeschritten, der berühmte und legendenumwobene Karl Legrand. Er befand sich nun auf einer der unteren Stufen, leicht erhöht über der Menge und eingefasst von einer Schar steril grinsender Mannequins, die jetzt wie auf ein Kommando mit ausgestrecktem Arm auf ihn deuteten und damit Aufmerksamkeit erbaten. Er stand im Scheinwerferlicht, braungebrannt, der silbern glänzende Wuschelkopf seiner Haare in wirkungsvoller Unordnung. Ein malvenfarbiger Anzug in weich fallendem Schnitt gab ihm etwas Jungenhaftes, zu dem auch das schneeweiße Hemd mit dem offenen breitgerüschten Schillerkragen passte. Das hatte eine lässige Eleganz, die keiner weiteren auffälligen Accessoires bedurfte, weil Legrand schon durch seine Erscheinung, seinen Blick und seine Gestik sich so zu inszenieren wusste, dass er stets der unangefochtene Zentralpunkt jeden Raumes war, den er betrat. Er strahlte mit offenem Mund und weißen Zähnen in die Menge, wobei er gelegentlich plötzlich den rechten Arm vorschießen ließ und auf einen (oder eine?) der vor ihm Stehenden wies und mit dem Blick eine besondere Begrüßung andeutete. Vermutlich hatte er diese Geste von amerikanischen Präsidenten bei ihrem gelegentlichen Bad in der Menge vor einer ihrer Ansprachen abgeschaut. In der Linken hielt er ein schnurloses Mikrofon, das er ein paarmal zum Mund führte, ohne von ihm Gebrauch zu machen, weil er den Applaus, der zögerlich eingesetzt hatte, dann aber immer mehr anschwoll, erst auskosten wollte.

Schließlich hob er zu einer launigen Begrüßungsrede an, bei der er den Eindruck vermittelte, als freue er sich über die Anwesenheit jedes Einzelnen ganz besonders, obschon ihm die Mehrzahl der Gäste vermutlich gar nicht bekannt war. Trotz Mikrofonverstärkung war keineswegs alles zu verstehen, aus seinen Handbewegungen war aber zu entnehmen, dass er am Schluss ebenso auf eine untere Etage wie auf ein oberes Stockwerk aufmerksam machen wollte und einlud, vom ganzen Haus Besitz zu nehmen. Gelegentliches Gelächter derer, die sich etwas näher befanden und auch seine Worte verstanden, ließ erkennen, dass er Stimmung zu machen wusste, spätestens am Ende seiner Rede merkte es jeder, als er nämlich der Musik einen Wink gab und mit deren Einsetzen selbst mit einigen sägenden Tanzbewegungen begann, wobei er »Let’s fetz!« ins Mikrofon brüllte. Beifall brandete auf und die Menge geriet in sich kräuselnde Wellen und ein Hin- und Herschwappen wie das Wasser im Hafenbecken.

Die Anordnung war so, dass in einem gewölbten Kellergeschoss ziemlich heiße Musik, vorwiegend Rock, von einer lautstarken Band gedröhnt wurde. Darüber, in der Halle, spielten Saxofon, Piano und Schlagzeug eine etwas gemäßigtere Tanzmusik, nur gelegentlich drangen ein paar heftige Bässe von unten herauf, eigentlich war es nur ein leichtes Vi­brieren, das sich in der allgemeinen Fröhlichkeit schnell verlor. In den angrenzenden Gesellschaftsräumen ging es ruhiger zu, Sessel und Stühle standen an den Wänden, einige kleine Beistelltischchen. In einem der hohen Zimmer (mit Holztäfelung, vielleicht früher einmal als Bibliothek benutzt) war ein Buffet aufgebaut, nichts Üppiges, nur Fingerfood, aber doch lobwürdig dekoriert: Platten mit Kanapees für alle erdenklichen Beläge aus Schinken, Garnelen, Früchten, Braten oder Käse in immer neuen Kompositionen, die man sich selbst auf kleine Teller aufladen konnte. Gegenüber eine umfängliche Getränkebar. Und überall die freundlichen glatzköpfigen Burschen in ihren dunklen Anzügen, die aus irgendwelchen hinteren Räumlichkeiten ständig für Nachschub sorgten. Wem es auch hier noch zu laut und gedrängt zuging, konnte sich nach oben zurückziehen, die breite Treppe hoch, wo die Räume kleiner und niedriger waren. Hier gab es überall Sitzgarnituren und Tischchen, auf denen sich bereits Gläser und Weinflaschen befanden, für andere Wünsche standen die hilfsbereiten jungen Männer bereit.

Elfi hatte mit der Zeit eine Menge Bekannte entdeckt und wunderte sich, wen sie hier alles sehen konnte. Wo kamen die ganzen Schönen her? Natürlich hatten viele mit der Mode zu tun, Gesichter, die sie vom Einkaufen kannte, weil sie schon jahrelang am gleichen Ort arbeiteten, bei Breuninger, dem Modehaus Kaiser, einigen kleineren exquisiten Läden. Aber auch Geschäftsleute, Anwälte, Ärzte erkannte sie, Leute, denen sie auf diversen Einladungen schon begegnet war, Künstler, Musiker, regelmäßige Besucher des Konzerthauses oder des Theaters, alle Altersklassen waren vertreten, und fast schien es ihr, als seien es mehr Frauen als Männer, obwohl man sich da natürlich täuschen konnte. Und sogar die politische Prominenz der Stadt war zu finden, der Oberbürgermeister Salomon mit seiner Frau, die gerade an ihr vorbeitanzten, den Alt-OB Böhme mit seiner Frau hatte sie gesehen, den Bundestagsabgeordneten Gernot Erler, einige Stadträte, Frau Viethen, Atai Keller darunter, Herrn von Kirchbach, Herrn Dallmann, sogar den ehemaligen Rektor der Universität, Professor Jäger, der kaum einen Tanz auszulassen schien.

Auch sie hatte getanzt, zunächst mit einem alten Bekannten aus Studentenzeiten, inzwischen Anwalt und Wirtschaftsberater, später einmal mit Herrn von Gayling. Immer wieder sah sie den Turban von Monique in der Ferne vorbeiwirbeln, jetzt mit Alexander Heisler in einem fast berührungsfreien, schnellen Getrappel, aber dann war es ihr ein wenig zu warm geworden und sie schlenderte zur Bar. Überall standen Grüppchen beieinander, die sich lieber an Gläsern als an Tanzpartnerinnen festhielten. Wilde Gesprächsfetzen drangen an ihr Ohr, kaum verständlich ohne Zusammenhang:

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