Volkmar Braunbehrens - Lorettoberg

Здесь есть возможность читать онлайн «Volkmar Braunbehrens - Lorettoberg» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Lorettoberg: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Lorettoberg»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der Hamburger Modezar Karl Legrand hat seine Firma verkauft und eine der prächtigen Villen am Freiburger Lorettoberg als Ruhesitz erstanden. Doch am Morgen nach der pompösen Einweihung wird er tot im Garten gefunden. Als es kurz darauf ein weiteres Opfer gibt, welches mit derselben Waffe erschossen wurde, übernimmt Kommissar Grabowski die Ermittlungen. Diese führen ihn von Freiburg schließlich bis nach Hamburg, Berlin und Mailand …

Lorettoberg — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Lorettoberg», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Eigentlich hatte Graber nicht besonders viel Neues erfahren und doch fuhr er beschwingt auf seinem Drahtesel zurück. In der Nähe der Endhaltestelle der Straßenbahn stieg er ab, schloss das Fahrrad an ein Straßengeländer und fuhr mit der Tram in die Stadt. Obschon er ziemlich spät in seine Kanzlei kam, saß niemand im Wartebereich. Dorthin ging immer zuerst sein Blick, noch ehe er Elfi begrüßte, die wie immer am Computer arbeitete.

»Wie war denn dein Mittagessen mit Herrn von Hübner, du hast mir noch gar nichts davon berichtet.«

Gestern Nachmittag hatte Graber es tatsächlich etwas eilig gehabt, zu einem Gerichtstermin zu kommen, den er fast vergessen hätte. So hatte er nur schnell seine Papiere und einen mit einem Gummiband zusammengehaltenen Aktenband zusammengerafft und war davongeeilt, zum Glück waren die Wege nicht weit und alles zu Fuß zu erreichen.

»Ein bisschen undurchsichtig. Von sich selbst hat er eigentlich kaum etwas erzählt.« Unter anderem habe er von Grundstücksgeschäften gesprochen, es sei aber unklar geblieben, worum es da ging. Immerhin habe er mehr beiläufig angedeutet, es gäbe auch einiges, bei dem er nicht so in Erscheinung treten wolle und das er mir vielleicht überlassen wolle. Aber darüber müsse man dann genauer reden, wenn es so weit wäre. »Er gab sich ganz als der wohlwollende ältere Kollege. Und da habe ich dann auch nicht weiter gefragt. Drängeln nützt da nicht.«

So erfreulich diese Aussichten für das Büro sein konnten, war Elfi doch auf ganz anderes neugierig, aber sie wartete geduldig seinen Bericht ab, der allerdings wenig konkret war. Diskret habe Hübner mit seiner Kreditkarte bezahlt, ohne ihn förmlich einzuladen, er sei ihm einfach zuvorgekommen. Von den übrigen Gästen habe er keine Notiz genommen, obschon er sicher von einigen erkannt worden sei, er sei ja auch eine auffällige Erscheinung, sehr weltgewandt. Den teuersten Rotwein habe er ausgesucht und gemurmelt: »Höchst erfreulich, den sollten Sie unbedingt auch probieren.« Und dann habe er noch etwas von einem neuen Nachbarn angedeutet, mit dem es hoffentlich keinen Ärger gebe.

»Ach ja? Mit wem denn?«

»Irgendjemand, der sich nebenan eine große Villa gekauft hat, irgend so ein Modeheini.«

»Etwa Legrand?«

»Heißt er so?«

»Tu doch nicht so, als hättest du den Namen noch nie gehört. Natürlich Legrand. Der kommt aus Hamburg. Und nächstens gibt er eine große Einweihungsparty, ich weiß es von Monique. Und weißt du was? Sie nimmt mich dorthin mit. Gerade gestern haben wir davon gesprochen. Sie hat so geschwärmt davon, dass sie mich richtig neugierig gemacht hat. Und was hat Hübner mit Legrand? Oder besser: gegen ihn?«

»Keine Ahnung. Es war wieder nur so eine Andeutung. Jemanden wie Hübner kann man nicht einfach so ausfragen. Da würde er vermutlich nur die Augenbraue etwas anheben und mich anlachen. Und anschließend wäre ich das Mandat los. Das ist ein Mensch mit sehr viel Diskretion. Hübner ist einer von der Sorte, die sich nie groß aufregen, aber mit zweifelsfreier Bestimmtheit ihre Interessen durchsetzen, ganz ohne Lamento, aber immer effektiv. Als Gegner würde ich ihn nicht gerne haben.«

Zweiter Teil

30. April – 1. Mai

V.

Da sich mittlerweile am Beginn des Kapellenwegs eine umfangreiche Baustelle befand, hatte man die ganze Verkehrsführung ändern müssen. Allenfalls über die obere Mercystraße konnte man in diese schmale Straße gelangen, die nun zu einer Sackgasse geworden war. Allein die Anwohner kannten sich noch aus, für Ortsfremde waren die steilen und kurvenreichen Gassen ohnehin verwirrend. Selbst Taxifahrer ließen die Fahrgäste unten in der Mercystraße aussteigen und erklärten, es seien nur einige wenige Schritte zu Fuß, näher könnten sie nicht heranfahren. Aber niemand murrte. Es war ein schöner, einigermaßen warmer Abend und alle waren so beschwingt von dem, was sie erwartete, dass solche Umständlichkeiten die Laune nicht verderben konnten.

Elfi und ihre Freundin Monique waren spät dran, die meisten Gäste waren schon da. Am Eingang des in der Dämmerung riesig aussehenden Gebäudes, einer pompösen Hangvilla in einem parkähnlichen Garten, wurden sie von einem schlanken Jüngling im dunklen Anzug mit Krawatte begrüßt, ein energisches, aber nicht unfreundliches Gesicht, die Haare rasiert, vielleicht war es auch eine natürliche Glatze. Er wies sie zur Garderobe und zeigte den Weg in die Halle, den sie anschließend zu nehmen hätten. Der Hausherr werde später die Gäste mit einer kurzen Rede begrüßen. Zwei Garderobenfrauen kümmerten sich um die Mäntel und händigten dafür eine Marke aus, ganz, als wären sie am Eingang eines Theaters.

Elfi trug zu einer schwarzen, weit geschnittenen Hose eine leichte türkisfarbene Jacke mit einem immer wieder hervorblitzenden Innenfutter in Pink und darunter eine weiße Bluse, durchaus elegant und doch gänzlich unspektakulär. Sie hatte eine natürliche Schönheit, von der sie überzeugt genug war, um nicht besonders auffallen zu müssen. Wenig geschminkt, nur die Lippen und ein kleiner Lidstrich, wirkte sie frisch und unbeschwert und niemand wäre auf die Idee gekommen, sich Gedanken über ihr Alter zu machen. Ihre Freundin Monique hingegen hatte sich in eine Robe gezwängt, die sich wie ein breites Band um ihren Körper schlang und sich erst um die Füße verbreiterte. Sie wirkte dadurch größer und schmaler, als sie war, vor allem aber reichlich damenhaft, weil sie aus dem gleichen bräunlich und gelb gemusterten Stoff einen turbanartigen Kopfputz trug, afrikanisch anmutend, dazu grell und kräftig angemalt. Die nackten Unterarme waren mit einem ganzen Bündel blechern scheppernder schmaler Silberreifen bestückt. Sie blickte erhobenen Kopfes triumphierend in die Runde, als sie nun die Halle betraten, den großen zentralen Raum dieses Gebäudes im Landhausstil.

Sogleich wurde Monique umringt von einer Schar Frauen unterschiedlichen Alters, die sie kannten, vermutlich Kundinnen ihrer Boutique.

»Whow!«, hörte Elfi bewundernd und war eigentlich froh, sich bald aus diesem Kreis unauffällig fortstehlen zu können, um sich erst einmal einen kleinen Überblick zu verschaffen. Die Halle mit einer breiten Treppe nach oben war dicht gefüllt, die meisten drängten sich in unterschiedlich großen Gruppierungen, die sich jedoch deutlich voneinander unterschieden. Jüngere Leute, oft sehr bunt und fantasievoll angezogen, teilweise aber auch sehr leger, zeigten sich raumgreifend ausgelassen und unbekümmert. Dann gab es aber auch Ältere im dunklen Anzug mit Krawatte, bieder und ein wenig unsicher umherblickend, die Damen im Kostüm, immer eng neben dem Gatten, so steif, als sei dies ein Empfang beim Rektor der Universität. Unter ihnen konnte man einige Honoratioren der Stadt erkennen. Und es gab natürlich die mit dem großen Auftritt, die zu wissen glaubten, was sie dem großen Modezaren schuldig seien: bei genauerem Hinsehen jedoch manchmal mit geradezu erschreckender Geschmacklosigkeit eingekleidet, wenn auch neuen modischen Trends folgend, jedoch völlig unbekümmert, wie die Körper zu ihrer manchmal ziemlich lückenhaften Umhüllung passten. Tiefe Einblicke führten nicht unbedingt zu vorteilhaften Erkenntnissen. Die dazugehörigen Herren wirkten wie in die Jahre gekommene Gigolos mit geföhnter Frisur, manchmal auch mit Pomade im schwarzsträhnigen Haar. Unter ihren Armani-Anzügen konnte man einen täglich trainierten Bizeps vermuten. Aber es gab auch tadellos stilsicher und mit natürlicher Eleganz auftretende Paare, die mit Charme auffielen statt mit zähnefletschendem Grinsen, gewandet in schmiegsame Stoffe von harmonisch abgestimmten Farben, die zur persönlichen Ausstrahlung passten. Ihnen bedeutete Mode weder Verkleidung in fremde Rollen noch einen Blickfang à tout prix, sondern Ausdruck eigener Individualität. Eigenen Geschmack selbstsicher zu zeigen, war ihnen ebenso ausreichendes wie überzeugendes modisches Programm. Kurzum, es war eine sehr bunte Gesellschaft aus unterschiedlichen Bereichen, die nicht gerade in alltäglichem Kontakt miteinander zu stehen schienen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Lorettoberg»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Lorettoberg» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Lorettoberg»

Обсуждение, отзывы о книге «Lorettoberg» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.