Martin Knoll - Europäische Regionalgeschichte

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Das Begriffspaar «Region» und «regional» ist allgegenwärtig. Was genau eine Region ausmacht, bleibt aber häufig unklar. Dieses Studienbuch führt in grundlegende Begriffe und Konzepte rund um «Region» in der Geschichtswissenschaft ein und skizziert Perspektiven, Methoden und Theorien der Europäischen Regionalgeschichte.
Den Kern dieser Einführung bildet eine Sondierung regionalhistorischer Themen und Zugänge: Politikgeschichte, Mikrogeschichte, Globale und Transterritoriale Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Kulturgeschichte, Umweltgeschichte, Stadtgeschichte, Religions- und Konfessionsgeschichte, Tourismusgeschichte, Migrationsgeschichte, Geschichte von Einzel- und Gruppenbiografien, Geschlechtergeschichte, Regionalgeschichte im schulischen Kontext.

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Insgesamt betrachtet, dokumentieren die hier sondierten Lexika des 18. und 19. Jahrhunderts bereits eine sehr ausdifferenzierte Konzeption von Regionalität, die als Substrat des rezenten wissenschaftlichen Regionsverständnisses gelesen werden kann. Gleichwohl entsteht nicht selten der Eindruck, dass im gegenwärtigen kultur- und sozialwissenschaftlichen Forschungsbetrieb nicht immer besonders präzise mit dem Regionsbegriff verfahren wird. Das wiederum führt zu der Frage, wie die Geschichtswissenschaft der Gegenwart sich zu diesem verhält.

Region in der Geschichtswissenschaft

Ganz allgemein lässt sich Region ähnlich abstecken, wie dies auch die Regionalwissenschaft und die Raumplanung tun, das heißt, dass eine gewisse Homogenität struktureller Merkmale in Bezug zu gesellschaftlichen Funktionen und Praktiken gesetzt wird. Bei jedem Raum, so heißt es bei dem Historiker Jürgen Osterhammel, stelle sich „die zentrale Frage nach den Faktoren, die seine Einheit begründen und die es erlauben, von einem integrierten Raumzusammenhang zu reden“ (Osterhammel 2009, 156).

Gesellschaftliche Integration und politische Raumgestaltung

Es sind Faktoren wie zum Beispiel der Verkehr, die Kommunikation, die Migration und der Handel, die diese Integration leisten. Reinhard Stauber grenzt dazu die Herstellung eines politischen Territoriums als eine Folge bewusster herrschaftlicher oder staatlicher Raum-Gestaltung ab. Hier sei das „aktive Eingreifen eines zentralen Gestaltungswissens bei Grenzfeststellung, Kartierung, Zuweisung von Tätigkeitsräumen für Institutionen o. Ä.“ Voraussetzung (Stauber 2009, 858). Genau besehen lässt sich dieses herrschaftliche bzw. staatliche Wirken aber ebenso unter das oben genannte Faktorenbündel subsummieren. Auch Herrschaftspraktiken sind gesellschaftliche Praktiken und lassen sich von diesen nicht trennen.

Ein Exempel hierfür sind frühneuzeitliche Bergbauregionen. Natürlich sind das Vorkommen bestimmter Bodenschätze, die Kenntnis der Lagerstätten durch den Menschen, technologische Fähigkeiten in der Gesellschaft zu deren Abbau und gesellschaftliche Arbeitsteilung erforderlich, die die Versorgung eines Bevölkerungsteils gewährleistet, der selbst nicht in der Landwirtschaft tätig ist. Aber meist ist es ja die Herrschaft, die diese Ressourcenvorkommen kontrolliert und die diese Arbeitsteilung organisiert. Das österreichische Salzkammergut, genauer die beiden frühneuzeitlichen Salzwirtschaftsregionen des oberösterreichischen und des steirischen Salzkammerguts, waren politisch definierte wirtschaftliche Sonderzonen und als solche den landesherrlichen Verwaltungen des Landes ob der Enns und der Steiermark entzogen.

Historische Landschaft und Geschichtsregion

Weitere Stichworte, die bei der Sichtung geschichtswissenschaftlichen Verständnisses von Regionalität zu erörtern sind, sind das der „historischen Landschaft“ und das der „Geschichtsregion“ ( Kap. 3.1.3). Der Osteuropahistoriker Stefan Troebst hat sogenannte Geschichtsregionen einmal wie folgt definiert:

Ein vorläufiger Definitionsvorschlag dafür, was unter einer geschichtsregionalen Konzeption zu verstehen ist, könnte lauten, dass es sich um eine geschichtswissenschaftliche Methode transnational-vergleichender Art mit dem Potential zu einer Theorie mittlerer Reichweite handelt, um eine Forschungsstrategie, in die Kontrollmechanismen mittels Quellenbiß und Komparation gleichsam eingebaut sind. Der kulturwissenschaftliche Untersuchungsrahmen „Geschichtsregion“ ist dabei ein heuristischer Kunstgriff, mittels dessen nicht-territorialisierte, aber epochal eingegrenzte historische Mesoregionen staaten-, gesellschaften-, nationen- oder gar zivilisationenübergreifender Art zur Arbeitshypothese komparativer Forschung genommen werden, um spezifische Cluster von Strukturmerkmalen langer Dauer zu ermitteln und voneinander abzugrenzen. Nicht die einzelnen Merkmale sind dabei einzigartig und somit clusterspezifisch, sondern ihre jeweilige Kombination. Großflächige, indes epochengebundene Cluster dieser Art können als Geschichtsregionen bezeichnet werden. Diese sind dabei, wie Arno Strohmeyer hervorgehoben hat, „fluktuierende Zonen mit fließenden Übergängen“, die in sich entsprechend in Zentren und Peripherien gegliedert werden können. Und auch hier ist das Spezifische nicht ohne ein Umfeld denkbar, ist die eine Geschichtsregion nur im Kontext anderer zu fassen. Entsprechend sind also Relationalität und Beziehungshaftigkeit komplementär zur Binnenstruktur einer Geschichtsregion (Troebst 2013, 406–407).

An diesen vergleichsweise komplexen Sätzen und der schieren Länge dieser Definition offenbart sich, dass sich der Autor hier nicht leicht damit tut, den Begriff „Geschichtsregion“ zu definieren. Die zentralen Kriterien seien noch einmal herausgegriffen:

Erstens, es handelt sich um nichts Ontologisches, so in der Welt Vorhandenes, sondern um eine Methode, einen „kulturwissenschaftlichen Untersuchungsrahmen“.

Zweitens werden Gebiete untersucht, die nicht einem (politischen) Territorium zugeordnet, aber epochal, das heißt zeitlich, abgegrenzt werden. Sie erstrecken sich über die Grenzen von Staaten, Nationen, Zivilisationen hinweg.

Drittens sollen mittels Vergleich spezifische Cluster struktureller Merkmale von langer Dauer herausgearbeitet werden. Ein Beispiel für eine solche Geschichtsregion – und quasi „Mutter aller Geschichtsregionen“ ist der Begriff oder das Konzept „Ostmitteleuropa“.

Es gibt namentlich in der Forschung zur Osteuropa-Geschichte eine breite Diskussion zur Tragweite des Konzepts der Geschichtsregion, auf die hier nicht näher eingegangen wird. Aus Sicht der Regionalgeschichte, der Landesgeschichte und der historischen Landeskunde ist auf die älteren Wurzeln des Begriffs in der Geografie hinzuweisen. Im späten 19. Jahrhundert hatte der deutsche Geograf Friedrich Ratzel (1898), wenn er von einer „historischen“ oder „geschichtlichen“ Landschaft sprach, durchaus das historische Zusammenspiel von materieller Welt und menschlicher Aktivität im Sinn (Faber 1979, 7). Sein auch für die Geschichtswissenschaft einflussreicher französischer Kollege Paul Vidal de la Blache (1845–1918) unterschied zwischen région naturelle und région politique (Ebd., 9).

Stauber (1994) unternimmt eine weite Definition von Region mit konstitutiven Kriterien. Region ist demnach ein relativ selbstständiges Teilelement eines größeren Ganzen. Sie ist abgrenzbar. Ihre Landschaftsgebundenheit ist nicht als geodeterministische Einbahnstraße zu sehen, sondern konzediert auch eine Determinierung durch den Menschen und seine Tätigkeit. Es besteht Entwicklungsoffenheit, Vernetzung in einer komplexen Struktur unter- und übergeordneter Einheiten, Eigenständigkeit der historischen Entwicklung und des historischen Bewusstseins der Bewohnerinnen und Bewohner. Als alternative Kriterienkataloge unterscheidet Stauber Homogenitätskriterien (Sprache, Konfession, Recht, Wirtschaftsinteressen etc.) und Bewusstseinskriterien (Zusammengehörigkeitsgefühl, gleichgerichtete Außenbeziehungen, gemeinsame Sozialisation, Kommunikation und Erfahrung).

Konstruktivismus

Nunmehr schon seit einem guten Vierteljahrhundert betont die regionalhistorische Forschung den konstruktiven Charakter von Region. Gerald Wood und Andrea Komlosy bringen dies so auf den Punkt:

Selbst der Wissenschaftler, der diesen Begriff nutzt, kann nicht hoffen, im weiten Feld der Empirie eine quasi „naturwüchsige“ Region zu finden, die abseits jeglichen menschlichen Tuns gewissermaßen eine eigenständige Existenz fristet und nun des Menschen harrt, der sie entdecken und anderen davon Kunde bringen möge. Dieses naive Regionsverständnis war übrigens lange Zeit verbindlicher und zentraler Gegenstand im Gedankengebäude der Geographie (auch und gerade als Hochschuldisziplin). Ein solcher positivistischer Regionsbegriff ist natürlich ebenso ein gesellschaftliches Konstrukt wie alle anderen auch […] (Wood & Komlosy 1997).

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