[384]
Näher dazu Schoch (Fn. 43), S. 232 ff.
[385]
EuGH, Rs. C-137/14, ECLI:EU:C:2015:683 – Kommission/Deutschland. Siehe zum ganzen Riese (Fn. 358), Vorbemerkung § 113 Rn. 34 ff.
[386]
Ausführlich dazu Schoch (Fn. 43), S. 236 ff. Siehe auch EuGH, Rs. C-72/12, ECLI:EU:C:2013:712 – Gemeinde Altrip u.a. Dazu Sabine Schlacke , Zur fortschreitenden Europäisierung des (Umwelt-)Rechtsschutzes, NVwZ 2014, S. 11.
[387]
EuGH, Rs. C-137/14, ECLI:EU:C:2015:683, Rn. 34 – Kommission/Deutschland .
[388]
EuGH, Rs. C-137/14, ECLI:EU:C:2015:683, Rn. 75 ff. – Kommission/Deutschland . Dies kann zu einer höheren Kontrolldichte führen, so Riese (Fn. 358), Vorbemerkung § 113 Rn. 34.
[389]
BVerwG NVwZ 2016, S. 308, Rn. 26.
[390]
Gesetz zur Anpassung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes und anderer Vorschriften an europa- und völkerrechtliche Vorgaben vom 29.5.2017, BGBl. 2017 S. 1298. Näher dazu Silvia Pernice-Warnke , Verwaltungsprozessrecht unter Reformdruck, DÖV 2017, S. 846; umfassende Analyse der Entwicklung bei Claudio Franzius , Modernisierung des subjektiven öffentlichen Rechts. Zum Funktionswandel der Verwaltungsgerichtsbarkeit, UPR 2016, S. 281.
[391]
Erstmalige Verwendung der Bezeichnung „transnationaler Verwaltungsakt“ im Schrifttum bei Eberhard Schmidt-Aßmann , Deutsches und europäisches Verwaltungsrecht, DVBl. 1993, S. 924, 935.
[392]
Volker Neßler , Europäisches Richtlinienrecht wandelt deutsches Verwaltungsrecht, 1994; siehe auch ders. , Der transnationale Verwaltungsakt – Zur Dogmatik eines neuen Rechtsinstituts, NVwZ 1995, S. 863.
[393]
Jürgen Schwarze , Deutscher Landesbericht, in: ders. (Hg.), Das Verwaltungsrecht unter europäischen Einfluß. Zur Konvergenz der mitgliedstaatlichen Verwaltungsrechtsordnungen in der Europäischen Union, 1996, S. 123, 126; Thomas Groß , Die administrative Föderalisierung der EG, JZ 1994, S. 596; Ulrich Fastenrath (Fn. 286), S. 277; Wolfgang Hoffmann-Riem , Strukturen des Europäischen Verwaltungsrechts – Perspektiven der Systembildung, in: Schmidt-Aßmann/ders. (Hg.), Strukturen des Europäischen Verwaltungsrechts, 1999, S. 317, 358; Friedrich Schoch , Die europäische Perspektive des Verwaltungsverfahrens- und Verwaltungsprozessrechts, ebd., S. 308; Joachim Becker , Der transnationale Verwaltungsakt, DVBl. 2001, S. 855, 863.
[394]
Neßler (Fn. 392), S. 864.
[395]
CE Ass. 22.12.78, Ministre de l’Intérieur c. Sieur Cohn-Bendit, Rec. 524, Schlußfolgerungen Genevois RTDE 1979, S. 157 mit Anmerkung Dubouis . Eine deutsche Übersetzung findet sich in EuR 1979, S. 293 mit Anmerkung Bieber und in DVBl. 1980, S. 126 mit Anmerkung Petzold . Siehe auch EuGRZ 1979, S. 251 mit Anmerkung Tomuschat .
[396]
CE Ass. 30.10.2009 – Mme Perreux , Schlussfolgerungen Guyomar RFDA 2009, S. 1125.
[397]
Zur Vorgeschichte siehe BFH EuR 1981, S. 442; EuGH, Rs. C-70/83, ECLI:EU:C:1984:71 – Kloppenburg ; BFH EuR 1985, S. 191 und Christian Tomuschat , Nein, und abermals Nein! Zum BFH-Urteil vom 25.4.1985, EuR 1985, S. 346; Meinhard Hilf , Der Justizkonflikt um EG-Richtlinien: gelöst, EuR 1988, S. 1.
[398]
BVerfGE 75, 223.
[399]
EuGH, Rs. C-36/70, ECLI:EU:C:1970:112 – Getreide Import GmbH/Einfuhr-und Vorratsstelle für Getreide und Futtermittel .
[400]
Jahresbericht des EuGH 2016, S. 113, abrufbar unter https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2017-03/ra_2016_de.pdf (15.9.2018). Siehe auch die auf älteren Zahlen von 2007 bzw. 2009 gegründete Analyse bei Anna K. Mangold , Gemeinschaftsrecht und deutsches Recht, 2011, S. 414 f. Der Anteil der Vorlagen aus der Verwaltungsgerichtsbarkeit im Verhältnis zu allen deutschen Vorlagen lag danach bei etwas über 20 %. Knapp ein Viertel der verwaltungsgerichtlichen Vorlagen entfielen auf das BVerwG. Die Vorlagen der Finanzgerichte machten 40 % aus.
[401]
BVerfG NJW 2001, S. 1267 f.; EuGH, Rs. C-25/02, ECLI:EU:C:2003:435 – Rinke .
[402]
Siehe oben Rn. 269 f.
[403]
Siehe in diesem Kontext Florian Wettner , Die Amtshilfe im Europäischen Verwaltungsrecht, 2005.
[404]
Gebhardt (Fn. 20), S. 9 m.w.N.
[405]
Siehe dazu oben Rn. 156 ff.
[406]
Näher dazu etwa die Arbeits- und Positionspapiere aus der Qualitätsdiskussion in der Verwaltungsgerichtsbarkeit des Landes Nordrhein-Westfalen, abrufbar unter http://www.ovg.nrw.de/aufgaben/qualitaetsdiskussion/ (15.9.2018).
[407]
Stolleis (Fn. 3), S. 1274.
[408]
Schoch (Fn. 43), S. 215.
[409]
Ebd., S. 216.
[410]
Die jüngere, intensive Diskussion um neuartige Freihandelsabkommen der EU (TTIP, CETA) und die Reichweite einer Investitionsschutzschiedsgerichtsbarkeit ist nur ein Teilaspekt dieser Internationalisierungsdimension.
[411]
Die Belastung mit Asylrechtsverfahren schlägt sich auch in der Verfahrensdauer nieder; insoweit dürften die oben ( Rn. 160) genannten Zahlen des Statistischen Bundesamtes für die Zeit ab 2016 höher liegen.
[412]
Ende 2017 betrug die Zahl der an deutschen Verwaltungsgerichten anhängigen Asylklagen nach einem sprunghaften Anstieg 365.000; siehe dazu die Zahlen in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage, Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das dritte Quartal 2017, BT-Drs. 19/385 vom 9.1.2018. Siehe in diesem Kontext auch die Beiträge „Überlastung durch Asylverfahren“, FAZ vom 29.1.2015, Nr. 24, S. 4, und „Längst nicht über den Berg“, SZ vom 15.7.2017, Nr. 161, S. 7. Im letztgenannten Beitrag findet sich auch die Einschätzung, die über 50 Verwaltungsgerichte in Deutschland seien „seit der verstärkten Zuwanderung vor allem zu Asylgerichten geworden“. Auch die Hartz-Gesetzgebung hat im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Verwaltungsgerichtsbarkeit mit einer Klagewelle unter erheblichen Druck gebracht, der sich nach und nach abgebaut hat; näher dazu Ingo von Münch , Rechtspolitik und Rechtskultur: Kommentare zum Zustand der Bundesrepublik Deutschland, 2011, S. 156 f.
[413]
Stolleis (Fn. 3), S. 1274.
[414]
Siehe für ein Beispiel die Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Frankreich im Anschluss an eine Auseinandersetzung zwischen dem Staatspräsidenten de Gaulle und dem Conseil d’État um das Urteil Canal vom 19.10.1962 zur Rechtmäßigkeit von Todesurteilen eines auf Präsidialverordnung beruhenden Sondergerichts; vgl. Ziller , IPE VIII, § 130 Rn. 23.
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