Barbara Vödisch - Alle Macht der Liebe

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Eine Frau, die bei einem Zugunglück ihren Mann und ihre beiden Kinder verloren hat und deren Liebe keine Grenzen zu kennen scheint; ein amerikanischer Vietnamsoldat, der heute als Zen Mönch ein Bote des Friedens ist; der Erbe eines der reichsten deutschen Familienunternehmen, der sein Leben in den Dienst der Menschen stellt; ein junger italienischer Mann, dessen Bruder in einer Berliner U-Bahn von gewaltbereiten Jugendlichen getötet wurde, u.v.m. Die Macht der Liebe ist stärker als jede weltliche Macht und verfügt über ein unvorstellbares Potenzial. Wie die Liebe Probleme lösen, sogar den Tod überwinden und Unmögliches möglich machen kann, zeigen diese Menschen auf, in deren Leben sie eine ungewöhnliche Rolle spielt. Sie lassen das Leben durch die Augen der Liebe betrachten und zeigen, dass alle Menschen durch gelebte Liebe den Schlüssel zu einem neuen Bewusstsein, einem glücklichen Leben und einer besseren Welt in der Hand halten.

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Er darf das sagen, denn er muss auch die Folgen selbst tragen. Wenn ich sagte: „Ich bin so froh, dass mir das passiert ist“, wäre das makaber und schrecklich missverständlich. Ich bin natürlich nicht froh darüber, dass Heli, Timo und Fini tot sind. Aber ich bin tatsächlich sehr dankbar für alles, was ich seither lernen und erfahren durfte. Ich glaube außerdem, dass es für meine Familie nichts Schlechtes war zu sterben, sondern es ihnen gut geht. Von dieser Ebene betrachtet, darf ich es vielleicht doch sagen: „Ich bin froh, dass ich das erleben durfte – dass ich erleben durfte, wie sich die Liebe über den Tod hinaus spannt, dass ich erleben durfte, wie das mein Leben verändert hat. Ich bin glücklich darüber, dass mir diese Dankbarkeit, die ich heute spüre, geschenkt wurde, diese umfassendere Sicht auf das Leben, die nicht mehr wie früher auf Wertungen ausgelegt ist.

Vielleicht ist es sogar für meine drei Liebsten richtig, dass sie die Ebene gewechselt haben. Zum Beispiel für meinen Sohn Timo. Er war schon fast sieben und immer noch im Kindergarten, weil ich ihn zurückstellen habe lassen. Ich ahnte, dass er es in der Schule ziemlich schwer haben würde. Vielleicht war es für ihn richtig, dies nicht erleben zu müssen. Für Heli war es vielleicht auch richtig, dass er sich jetzt auf einer anderen Ebene mit seiner feinen Seele verwirklichen kann. Möglicherweise kann er seine Aufgaben dort drüben noch besser erfüllen als hier auf der Erde. Ich maße mir nicht an, den Sinn des Ganzen in seiner Gesamtheit zu erfassen. Ich kann nur sagen: Was bisher geschehen ist, macht in meinen Augen Sinn. Nicht nur ich, auch viele andere Menschen haben durch das, was meiner Familie zugestoßen ist, etwas Sinnvolles erfahren.

Was ich gelernt habe? Ich habe zum Beispiel die Unschuld verloren, in der ich glaubte, dass der Tod immer nur den anderen passiert und sicher nicht mir oder meinen Nächsten. Weil ich das selbst erlebt habe, ist der Tod nun eine Realität, die immer im Raum steht und von der ich weiß, dass sie jeden Moment eintreten kann. Ich habe heute weniger Angst, dass ich den Tod meines Partners nicht verkraften würde. Natürlich wünsche ich mir, dass ich mein ganzes Leben nicht noch einmal ganz von vorne anfangen muss. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das rein kräftemäßig durchstehen würde. Meine physische Kraft ist ziemlich aufgebraucht, meine psychische hingegen gewachsen.

Für mich ist nichts mehr selbstverständlich, nichts, wirklich nichts. Es ist nicht selbstverständlich, dass, wenn ich am Abend einschlafe, Ulrich am nächsten Morgen wieder die Augen aufschlägt und mir einen „Guten Morgen“ wünscht. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass er, wenn er aus dem Zimmer geht, auch wieder zurückkommt. Ich habe mit dem Tod meiner Familie auch erfahren, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Freundschaften halten. Es ist nicht selbstverständlich, dass es mir morgen noch gut geht, weil es mir heute gut geht. Ich hatte mit Ulrich einmal eine ziemlich heftige Diskussion und fragte ihn mittendrin: „Wenn du jetzt wüsstest, dass ich morgen tot bin, würdest du dann genauso mit mir reden?“ Er hielt inne und dachte nach. „Nein, vermutlich nicht. Dann wäre das alles ja nicht mehr wichtig.“ Ich wollte verstanden sein. „Genau, siehst du, so geht mir.“ Aber Ulrich hatte noch ein Ass im Ärmel: „Ja, aber du bist morgen nicht tot, und deshalb müssen wir das jetzt ausdiskutieren!“ Irgendwie hatte er damit auch Recht.

Und doch:

Wenn alles nicht mehr wichtig wäre,

wäre der einzige letzte Satz,

der mir einfallen würde: „Ich liebe dich!“

Die Liebe spielt in Barbaras Leben eine große Rolle. Die Liebe zu ihrer unsichtbaren Familie, zu ihrem Partner Ulrich, die Liebe zum Leben. Das Leben lieben heißt für sie, nicht mit ihrem Schicksal zu hadern, sondern es anzunehmen. Was bedeutet für Barbara, die so viele Facetten von Liebe erlebt hat, Liebe heute?

„Bei einem Streit ist Liebe nicht mehr und nicht weniger als diese winzige Bewegung, die es braucht, um dem anderen die Hand entgegenzustrecken. Ich glaube, das ist die mutigste Bewegung, die wir riskieren können, weil wir damit auch riskieren, dass der andere unsere Hand nicht ergreift. Wie viel Angst wir davor haben!

Mein Sohn Timo nahm mir zum Beispiel, wenn ich wütend auf ihn war, immer den Wind aus den Segeln und sagte ganz friedlich: „Na gut, dann mache ich das nicht mehr.“ Für mich sind diese kleinen Bewegungen der Liebe gleichzeitig die größten.

Liebe bedeutet für mich auch, die Menschen so anzunehmen, wie sie sind. Veränderung beim anderen nicht zu erwarten, aber sie gleichzeitig in jedem Moment zu erlauben. Für mich wirkt die Magie der Liebe, wenn ich spüre: „Ich liebe dich genauso, wie du bist“. Das ist für mich der pure Akt der Liebe.

Früher unterschied ich immer, wer mich liebt und wer nicht. Wenn jemand sich auf eine bestimmte Art und Weise verhielt, fühlte ich mich geliebt. Wenn er meinen Kriterien nicht entsprach, schloss ich daraus, dass er mich nicht liebte. Ich hatte die Vorstellung: „Wenn du das tust und sagst, dann liebst du mich bestimmt nicht.“ Ich dachte vor dem Tod meiner Familie viel öfter in Kategorien von Richtig und Falsch. Doch dann passierte das Falscheste, was überhaupt auf dieser Welt passieren kann: Meine Kinder und mein Mann kamen ums Leben. Und ich lernte: Es gibt Ebenen, auf denen auch das seine Richtigkeit hat. Dadurch ist mir dieses Konzept von Richtig und Falsch abhandengekommen, auch in der Liebe.

Manchmal kann ein großer Liebesdienst im ersten und auch im zweiten Moment sehr wehtun. Enttäuschung befreit von Täuschung, das ist schmerzhaft und zugleich heilsam. Andererseits kommt es vor, dass Menschen sehr lieb zu mir sind und ich plötzlich feststellen muss, dass der Grat, auf dem sich diese Liebe bewegt, sehr schmal ist. Ich selbst meine, dass ich durch den Tod meiner Familie anders zu lieben gelernt habe. Umfassender, auf mehreren Ebenen. Ich kann in Konflikten immer noch Liebe spüren, selbst wenn mein Gegenüber noch so grantig ist. Das, was übrig bleibt, ist letztlich die Liebe. Wer einmal gespürt hat, wie wundervoll es ist, bedingungslos zu lieben, in dem strebt alles zurück zu diesem Gefühl. Ich glaube, dass die Liebe die Welt durchdringt, in jedem Moment, und wir uns nur hineinbegeben müssen. Die Tür steht uns in jeder Sekunde offen. Ich weiß, dass Liebe uns tiefgreifend verändern kann. Sie könnte uns von vielen Dummheiten, die wir achtlos begehen, bewahren. Ich glaube aber auch, dass es keinen Sinn macht, einfach nur auf die Liebe zu warten. Die Liebe ist immer da, und ich kann mich wie bei einem Radio auf diesen Sender einstellen. Doch den Sendeknopf drehen muss ich selbst. Dann mache ich die Augen auf, und mit einem Schlag ist die Welt ganz anders als zuvor: voller Liebe.“

Barbara wollte gerne mit dem Lokführer des Zuges sprechen, der an dem tödlichen Unfall ihrer Familie beteiligt war, nicht um ihm Vorwürfe zu machen, sondern um ihn zu trösten. Die Bahngesellschaft lehnte ihre Kontaktanfrage ab. Der Lokführer ist aufgrund des Unfalls in therapeutischer Behandlung. Aus Sicht des zuständigen Therapeuten ist die Kontaktaufnahme mit Angehörigen der Unfallopfer nicht zumutbar. Daraufhin schrieb sie ihm einen Brief, den sie in ihrem Buch „Vier minus drei“, veröffentlichte. Ob er ihn je gelesen hat, weiß sie nicht.

„Das Gefühl, das meiner Meinung nach den freien Zugang zur Liebe am meisten verhindert, ist das Empfinden von Schuld, egal, ob ich mich selbst oder den anderen schuldig spreche. Der Brief an den Lokführer des Zuges, der unseren Clownbus erfasst hatte, war mir wichtig. Ich wusste nicht, wie er das Geschehene verkraftete, und fragte mich, ob er sich mit Vorwürfen quälte. Faktisch trug er natürlich keine Schuld. Doch ich selbst würde mir, glaube ich, Vorwürfe machen, wenn ich bei einem Verkehrsunfall jemanden töten würde, auch wenn ich nichts dafür könnte. Ich wollte sicher gehen. Falls es etwas gab, das er sich nicht verzeihen konnte, dann wollte ich es eben für ihn tun. Ich wollte ihm sagen, dass er in meinen Augen keine Schuld hatte. Und noch mehr: Ich wollte ihn erleichtern, indem ich ihm mitteilte: „Ich glaube, das hatte alles einen Sinn.“

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