Barbara Vödisch - Alle Macht der Liebe

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Eine Frau, die bei einem Zugunglück ihren Mann und ihre beiden Kinder verloren hat und deren Liebe keine Grenzen zu kennen scheint; ein amerikanischer Vietnamsoldat, der heute als Zen Mönch ein Bote des Friedens ist; der Erbe eines der reichsten deutschen Familienunternehmen, der sein Leben in den Dienst der Menschen stellt; ein junger italienischer Mann, dessen Bruder in einer Berliner U-Bahn von gewaltbereiten Jugendlichen getötet wurde, u.v.m. Die Macht der Liebe ist stärker als jede weltliche Macht und verfügt über ein unvorstellbares Potenzial. Wie die Liebe Probleme lösen, sogar den Tod überwinden und Unmögliches möglich machen kann, zeigen diese Menschen auf, in deren Leben sie eine ungewöhnliche Rolle spielt. Sie lassen das Leben durch die Augen der Liebe betrachten und zeigen, dass alle Menschen durch gelebte Liebe den Schlüssel zu einem neuen Bewusstsein, einem glücklichen Leben und einer besseren Welt in der Hand halten.

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4. Juli 2000, der amerikanische Unabhängigkeitstag und zugleich der Beginn einer großen Liebe. Drei Monate später war Barbara schwanger. Im sechsten Monat wurde geheiratet, mit dickem Bauch.

„Heli war so nahe an dem, was er eigentlich ist. Er war ohne Panzer und wirkte so, als würde etwas durch ihn hindurchleuchten, als würde er seine Seele auf der Nasenspitze tragen, auf seiner Clownsnase. Das machte ihn aber auch sehr verletzlich und mitunter für seine Umwelt schwer verträglich. Was Heli zu sagen hatte, beschönigte er nicht. Er konnte sehr direkt sein, und das war nicht immer nur charmant.

Als er einmal mit einem Nachbarn stritt, hielt er gerade eine Blumenspritze in der Hand, und als ich dazu kam, spritzte Heli dem verblüfften Nachbarn tatsächlich direkt ins Gesicht. Es war einfach mit ihm durchgegangen. Das wurde später zum Running Gag in unserem Freundeskreis. Wenn Heli grantig wurde, deuteten alle eine Spritzflasche an und lachten. Am meisten berührte uns Heli, wenn er als Clown einfach nur schaute, stumm und mit offenem Blick. Diesen Blick hatte er auch manchmal, wenn er keine Clownsnase trug. Mit dieser Art, wie Heli jemanden anschauen konnte, fühlte man sich gesehen und wertgeschätzt. Er zimmerte sich, glaube ich, kein Bild von anderen, sondern erkannte die Menschen wirklich. Ich fühlte mich nie von einem Menschen so gesehen wie von Heli, in allem, auch in meinen Schwächen. Damit konnte er mich natürlich treffen. Er hatte immer so recht mit dem, was er sagte. Aber die Wahrheit will man nicht immer hören. Irgendwie waren Heli und ich uns immer schon sehr nahe und ähnlich. Viele Leute glaubten anfangs, dass wir Geschwister seien, weil wir einander auf seltsame Weise ähnlich sahen, vielleicht nicht nur äußerlich, sondern in der gesamten Art, wie wir durchs Leben gingen.

Manchmal werde ich gefragt: „Sprechen Sie noch mit Ihrer Familie?“ Besonders in der ersten Zeit war ich ständig im Dialog mit meiner Familie. Ich fragte oft laut in die Luft: „Heli, was sagst du dazu?“ Heute ist aus dem Zwiegespräch eher ein stummes Einvernehmen geworden. Die Verbundenheit zwischen uns ist nun fast noch stärker spürbar. Ich habe oft das Gefühl, dass Heli ganz nahe bei mir ist, als wären wir mittlerweile verschmolzen.“

Es gab Momente, Zeiten, in denen Barbara ihrer Familie am liebsten gefolgt wäre und dem Leben Lebewohl gesagt hätte.

„Auch heute gibt es noch Phasen, in denen ich das Gefühl habe: Ich kann jetzt nicht mehr in diesem Körper sein. Ich will einfach nicht mehr. Dieses Leben mit allem, was es mit sich bringt, macht mich manchmal halb wahnsinnig. Es gibt Stunden, da habe ich das Gefühl, meinen Körper zerreißt es, er zerplatzt, ich halte es nicht mehr aus. Dann rede ich manchmal auch mit Gott und sage: „Kannst du mich nicht endlich zu dir holen?“ Immer noch, mehr als drei Jahre nach dem Unfall, gibt es Momente, in denen der Schmerz in jede Pore kriecht und mich zerfleischt. Dieser Zug hinüber ist stark, weil drei meiner allerliebsten Menschen dort sind. Wenn ich mich wieder einmal von der ganzen Welt unverstanden fühle, wird dieser Sog gleich stärker. Dann muss ich sehr streng mit mir sein. „Nein, dein Platz ist hier, du gehörst hierher!“

Was ich aus Erfahrung gelernt habe: Diese Phasen gehen meistens von selbst vorbei. Für den Rest sorgt das Leben, das immer wieder sehr lieb zu mir ist und mich oft genug reich beschenkt. Heli verkläre ich manchmal. Gerade wenn mir das Leben so, wie es ist, nicht passt, jammere ich gerne. „Heli, warum bist du nicht mehr da? Wärst du noch da, wäre jetzt alles wieder gut. Du würdest mich auf jeden Fall verstehen.“ Diese Verklärung ist tückisch. Sie macht mir das Leben nicht unbedingt einfacher und natürlich auch meinem neuen Partner nicht. Das einzige Heilmittel besteht darin, mir immer wieder bewusst zu machen, dass mit Heli und unseren Kindern auch nicht immer alles perfekt war. Wenn ich realistisch bleibe und mir vergegenwärtige, dass es früher trotz aller Liebe auch manchmal schwierig war, wird es mir wieder leichter ums Herz. Damit lasse ich Heli seine Würde als Mensch und als der Partner, der er war, und mache aus ihm keinen unantastbaren Heiligen.

Manchmal war es nicht einfach, diese menschliche Seite von Heli im Bewusstsein zu halten. Nach Helis Tod durfte ich im Freundes- und Verwandtenkreis nur über seine schönen Seiten reden. Sobald ich kritisch war, wiesen mich alle streng zurecht. Über Situationen zu sprechen, die zwischen Heli und mir schwierig gewesen waren, schien irgendwie tabu. Als mein neuer Partner Ulrich in mein Leben trat, sagte ich einmal etwas wie: „Mit Ulrich kann ich besser reden als mit Heli.“ Da bekam ich in meinem Freundeskreis ernste Probleme. „Was fällt dir ein, den Heli hinzustellen, als hätte er sich nicht gut ausdrücken können!“ Komisch, bei meinen Kindern war das Tabu genau andersherum. Wenn ich über ihre lustigen und schönen Seiten sprechen wollte, gingen die Blicke sofort zu Boden, und die Tränen begannen rundherum zu laufen.“

Statt einer Bestattung gestaltete Barbara ein Seelenfest. Ein Fest für ihren Mann, ihre Kinder und die vielen irdischen Freunde. Die Feier sollte hell und fröhlich sein. Fünfzig Clownkollegen kamen, mit Nase und Kostüm. Sie spielten laut Musik, um die Herzen aller so leicht wie möglich zu machen. Nur wer unbedingt ein Bedürfnis nach schwarzer Kleidung hatte, kam in Schwarz. Auf Barbaras Wunsch brachte jeder drei Blumen mit, um sie Heli, Timo und Fini auf den Sarg zu werfen. Dazu noch bunte Blätter mit Geschichten und Erlebnissen aus der gemeinsamen Vergangenheit. Barbara wollte die Erinnerung auf diese Weise lebendig halten.

Helis Körper sah ich im Bestattungsinstitut noch. Er sah glücklich und entspannt aus, als hätte er nicht gelitten. Ich wollte keine traurige Beerdigung, zu der alle in Schwarz gekleidet kommen. Das hätte meiner Familie nicht entsprochen. Ich wollte ein buntes Fest, ein Seelenfest. Heli war ja Clown wie ich, und so war es naheliegend, auch die Clowns einzuladen. Ich machte vieles anders als üblich, aber das heißt nicht, dass ich die Traditionen nicht wertschätze. Viele Riten und Traditionen rund um das Sterben haben ihre Berechtigung, und so manches habe ich erst später begriffen: „Ach, deshalb macht man die Totenklage“, „Ach, das ist also der Sinn des Trauerjahrs“, „Ach, darum trägt man also Schwarz...“ Leider ist von den Riten und den alten Bräuchen in unserer Gesellschaft heute nur noch so etwas wie ein Abziehbild übriggeblieben, das seine ursprüngliche Kraft weitgehend eingebüßt hat.“

Dass Barbara dem Tod anders begegnete als in schwarzer Kleidung, erfreute nicht jeden. Viele Menschen konnten ihre Art, mit dem Tod umzugehen, nicht verstehen. Missverständnisse waren vorprogrammiert.

„Es gibt Freunde, die mir vorwarfen, dass ich den Schmerz verdränge. Das beschäftigte mich eine Weile sehr. Es stimmt schon, dass ich meinen Fokus sehr stark auf das Lichte und Schöne lege, auf das, was mich der Tod meiner Familie an Wertvollem gelehrt hat. Durch ihr Sterben durchwanderte ich eine Art Reifung. Ich weiß die Dinge anders zu schätzen als vorher. Ich sehe plötzlich so viel Schönes auf der Erde, ich sehe Grashalme, wundervolle, klitzekleine Blümchen, ja: das ganze Leben mit anderen Augen.

Meine Freunde wendeten sich zum Teil ab, weil sie das Gefühl hatten, mit mir würde etwas nicht stimmen. Die weint viel zu wenig, dachten sie wohl. Für mich ist es ein relativ einsamer Weg, durch meinen Schmerz zu gehen. Ich kann ihn nicht mit jedem teilen. Manche Freunde und ich fanden die Tür zueinander plötzlich nicht mehr, weil der eine woanders stand als der andere. Viele wollten mich endlos lang umarmen und trösten, dabei hätte ich doch viel mehr konkrete, praktische Hilfe gebraucht. Vielleicht sahen manche in diesem Mit-Leid die einzige Chance, auch mit ihrem Schmerz umgehen zu können. Es überraschte mich und tat weh, dass ich nicht nur den Tod meiner Familie verkraften musste, sondern es nach und nach manchen weiteren Abschied zu betrauern gab. Abschied nicht nur von meiner Lebensform als Ehefrau und Mutter, von meinem Beruf als Clown, sondern auch von Freunden.

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