Andreas Seidel - Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung

Здесь есть возможность читать онлайн «Andreas Seidel - Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In der Interdisziplinären Frühförderung ist das Thema Kindesentwicklung (Entwicklungspädiatrie) ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt für die kinderärztlichen und therapeutischen Fachkräfte. Deren diagnostische und therapeutische Einschätzung ist ein wichtiger Baustein für die Entwicklungsbeurteilung sowie die individuellen Förder- und Therapiepläne. Aus entwicklungspädiatrischer Sicht werden Anamnese, Untersuchung (Diagnostik) und Beurteilung der kognitiven, motorischen, sozial-emotionalen und sprachlichen Entwicklung des Kindes dargestellt. Besonders häufige Entwicklungsstörungen von Kindern werden erläutert, Möglichkeiten für Förderansätze und therapeutische Optionen beschrieben. Anhand von Praxisbeispielen wird das Vorgehen aus ergo-, physio- und sprachtherapeutischer Perspektive ausführlich dargelegt.

Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

2.3 Risikofaktoren und Schutzfaktoren in der Kindesentwicklung

In der Risikoforschung wird das Ziel verfolgt, Gruppen von Kindern – Risikokinder – zu identifizieren, deren Entwicklung gefährdet ist. Dabei geht es darum, Lebensbedingungen zu ermitteln, die eine Gefährdung der kindlichen Entwicklung darstellen. Risikofaktoren beschreiben eine Bedingung, welche die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Entwicklungsstörung erhöht. Häufig wirken Risikofaktoren kumulativ, das heißt, im Zusammenwirken mehrerer Risikofaktoren steigt das Risiko für eine Entwicklungsstörung deutlich an. Jedoch gibt es auch Kinder, die ohne oder mit wenigen Risikofaktoren eine Störung entwickeln. Umgekehrt gibt es Kinder, die trotz vieler Risikofaktoren keine Beeinträchtigung von Gesundheit und Entwicklung erfahren. Diese Beobachtungen führten zu einer stärkeren Betrachtung nicht nur von Risikofaktoren, sondern auch zur Herausarbeitung von Schutzfaktoren (Übersicht in Lieberz et al., 2011).

Im Zusammenhang mit Risiko- und Schutzfaktoren sind besonders die Konzepte von Resilienz (»psychische Widerständigkeit«) und Vulnerabilität (»Verletzlichkeit«) von Bedeutung, die eine personbezogene Perspektive im Zusammenhang mit Entwicklungsrisiken einnehmen. Am bekanntesten ist im Bereich der Resilienzforschung die Pionierarbeit der amerikanischen Entwicklungspsychologin Emmy Werner mit ihrer Kauai Studie. Emmy Werner und ihr Team untersuchten etwa 700 Kinder über mehrere Jahrzehnte hinweg, die 1955 auf der Hawaii-Insel Kauai geboren wurden. Ca. ein Drittel der untersuchten Kinder wuchsen unter äußerst schwierigen Verhältnissen auf, die durch Armut, niedrigen Bildungsstand der Eltern, Krankheit der Eltern, Vernachlässigung, Gewalt in der Familie und Misshandlung gekennzeichnet waren. Etwa zwei Drittel dieser vorbeschriebenen Risikokinder fielen in den Folgejahren als Jugendliche durch Lern- oder Verhaltensstörungen auf oder wurden sogar straffällig. Gleichzeitig entwickelte sich das andere Drittel dieser Risikogruppe aber erstaunlich positiv. Diese Kinder waren erfolgreich in der Schule, in das soziale Leben integriert und wiesen zu keinem Zeitpunkt der Untersuchung relevante Verhaltensauffälligkeiten auf. Dies zeigte, dass schlechte Entwicklungsbedingungen nicht zwingend zu Entwicklungsstörungen und Misserfolgen führen müssen. Resiliente Kinder verfügen über bestimmte Eigenschaften und Strategien, die ihnen ermöglichen, an widrigen Lebensumständen nicht zu scheitern (Werner, 1992).

Im Bereich der Medizinsoziologie entwickelte Aaron Antonovsky das Modell der Salutogenese, das wesentlich zur Entwicklung der Gesundheitsförderung (in Abgrenzung zum Präventionsmodell) beigetragen hat (Antonovsky, 1985). Es folgten zahlreiche weitere prospektive longitudinale Studien zum Thema der Risiko- und Schutzfaktoren. Die in Deutschland bekannteste ist die Mannheimer Kohortenstudie.

Die Mannheimer Kohortenstudie beschreibt, dass in der Gesamtgruppe von Risikokindern (im Vergleich zu einer entsprechenden Kontrollgruppe) Beeinträchtigungen in allen Bereichen der Entwicklung zu beobachten sind und diese bis in das Erwachsenenalter persistieren. Aus diesem Grund ist es bereits diagnostisch bedeutsam, im Sinne einer kontext- und ressourcenorientierten Herangehensweise, Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern mit zu erfassen und diese später für die Förder- und Behandlungsplanung zu berücksichtigen (Übersicht in Lieberz et al., 2011).

Tabelle 6 fasst bekannte Risiko- und Schutzfaktoren bei Kindern zusammen.

Tab. 6: Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung von Kindern

RisikofaktorenSchutzfaktorenKindUmweltKindUmwelt - фото 25 RisikofaktorenSchutzfaktorenKindUmweltKindUmwelt 24 Klassifikation von - фото 26 RisikofaktorenSchutzfaktorenKindUmweltKindUmwelt 24 Klassifikation von - фото 27

RisikofaktorenSchutzfaktorenKindUmweltKindUmwelt

2.4 Klassifikation von Gesundheitszuständen, Störungen und Krankheiten

ICD-10-GM

Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM) ist die amtliche Klassifikation zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung in Deutschland und auch Grundlage für das Abrechnungssystem ärztlicher Leistungen. Die ICD-10 erlaubt die Schaffung diagnostischer Prinzipien sowie die Formulierung von klinisch- und forschungsrelevanten Zielen. Damit gelingt es, die Komplexität klinischer Phänomene zu reduzieren sowie eine Charakterisierung von Patientengruppen in Therapie- und Verlaufsstudien vorzunehmen. Dies ist für die Weiterentwicklung von Therapieprotokollen und eine Verbesserung der Behandlungsprognosen, auch für junge Kinder, relevant. Darüber hinaus führt die Anwendung der ICD-10-GM zu einer Verbesserung der Kommunikation zwischen Gesundheitsfachleuten sowie in der Forschung (WHO, 2011).

Die ICD-10-GM (im Folgenden ICD-10 benannt) umfasst zwei Teile:

картинка 28Systematisches Verzeichnis (Systematik), bestehend aus der eigentlichen Systematik, also der hierarchisch geordneten Liste der Kodes, und ergänzenden Informationen

картинка 29Alphabetisches Verzeichnis (Alphabet) mit einer umfangreichen Sammlung verschlüsselter Diagnosen aus dem Sprachgebrauch in der ambulanten und stationären Versorgung.

Im V. Kapitel der ICD-10 finden sich die »F-Diagnosen«, die mit »Psychische und Verhaltensstörungen« überschrieben sind. Dieses Kapitel enthält auch die häufigsten Diagnosen, welche in der Frühförderung Verwendung finden (WHO 2011). In der Gruppe F80-89 sind dabei die Entwicklungsstörungen aufgeführt.

Die häufigsten Diagnosen aus dieser Gruppe werden im Kapitel 5 ( картинка 30 Kap. 5) dieses Bandes ausführlich dargestellt.

Ergänzende Beschreibungen zur ICD

Das multiaxiale Klassifikationssystem (MAS) für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters nach der ICD-10 der WHO unterscheidet insgesamt sechs Achsen, die jeweils individuell zu erfassen sind. Die sechs Achsen umfassen:

1. Achse: Das klinisch-psychiatrische Syndrom

2. Achse: Umschriebene Entwicklungsstörungen und Teilleistungsstörungen

3. Achse: Das Intelligenzniveau

4. Achse: Die körperliche Symptomatik

5. Achse: Assoziierte aktuelle abnorme psychosoziale Umstände

6. Achse: Die globale Beurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus

Mehrdimensionale Bereichsdiagnostik (MBS)

Die Mehrdimensionale Bereichsdiagnostik in der Sozialpädiatrie sieht die systematische Erfassung aller für das Kind relevanter Ebenen vor. Ausgehend von der biographischen Anamnese mit vertiefender Exploration von krankheits- und störungsbildspezifischen anamnestischen Daten weist die MBS fünf Bereiche diagnostisch aus:

E ntwicklung und Intelligenz

K örperlich-neurologischer Befund

P sychischer Befund und Verhalten

S oziale Kontextfaktoren

A bklärung der Ätiologie

T eilhabe-Faktoren in Anlehnung an Kriterien und Terminologie der ICF

DC: 0-5

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung»

Обсуждение, отзывы о книге «Entwicklungspädiatrie in der Interdisziplinären Frühförderung» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x