Woran sind Mängel erkennbar? |
Haut |
mehlartige Beläge, weißgraue Schuppen |
Absonderungen |
weißlich, klebend, z. B. am Gaumenzäpfchen |
Zunge |
milchig, weißlich oder weiß-grau, vor allem Zungenwurzel, jedoch nicht schleimig |
Augenregion |
gereizte Lidränder und Schleimhäute, ständige Bindehautreizung, untere und obere Augenlider milchig, manchmal auch rot-blau, gerötete Augenlider |
Lippen |
An der Oberlippe kann es hell wie ein „Milchbart“ schimmern. |
Blutungen |
Blut ist schwärzlich, dick, zäh und klumpig. |
Gesicht |
Couperose (erweiterte Äderchen) im Bereich der Wangen; milchig-bläulicher Farbton, kann sich über das ganze Gesicht ziehen („Alabasterstatue“) |
Anwendung
Generell sollte bei allen subakuten und entzündlichen (Infektions-) Krankheiten (akuter / chronischer Schnupfen, Sinusitis, Kehlkopfentzündung, Bronchitis, Mittelohrentzündung) an eine Unterstützung durch dieses Salz gedacht werden. Beschwerden nach Sportverletzungen oder Überanstrengungen der Gelenke, Bänder und Sehnen, die sich oft 3 – 4 Tage nach dem akuten Ereignis einstellen, sprechen meistens sehr gut auf Kalium chlor. an.
Wegen seines Bezugs zum Schleimhautsystem ist es auch ein Mittel, das wir zum Schutz vor Elektrosmog einsetzen können. Es ist Teil der Impfvorbereitung. Geben Sie es Ihrem Kind auch bei Schnarchen aufgrund vergrößerter Rachenmandeln (dazu unbedingt die Ernährung beachten, siehe Anhang B!) und bei Verdauungsproblemen aufgrund von Ärger und Unverträglichkeit von Fetten.
Bei wiederkehrenden Mittelohrentzündungen (mit Erguss) Natrium sulf. (Nr. 10) dazugeben.
Nr. 4 ist das Mittel der Wahl bei vielen Kinderkrankheiten, vor allem wenn es um Abschälungskrankheiten (wie z. B. Windpocken) geht.
Einflüsse auf die Wirkung
Verschlechterung bei Bewegung, in der Kälte, bei Aufregung, Ärger oder fetten Speisen. Besserung bei Wärme, bei mäßiger Bewegung.
• Mittel für das 2. Entzündungsstadium
• „Alles ist klebend und fadenziehend“
• Bei Schleimabsonderungen, schwer abhustbarem Schleim
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Nr. 5 Kalium phosphoricum (KH 2PO 4)
Das Salz für Nerven und Psyche – Regelpotenz: D 6
Kalium phosphoricum befindet sich in den Zellen des Gehirns, der Nerven, der Muskelzellen, in den Blutkörperchen, in der Blut- und Gewebeflüssigkeit. Kalium als das dominierende Element dieses Salzes ist das wichtigste Mineral im Inneren der Zellen und bestimmt damit wesentlich das innere Zellmilieu.
Salz Nr. 5 hält das Zell- und Membranpotenzial aufrecht und ist das Hauptmittel für das Nervensystem, besonders für das zentrale und vegetative Nervensystem. Es unterstützt besonders stoffwechselaktive Zellen und gilt somit als Energielieferant. Kalium phos. ist ein äußerst wichtiges Mineralsalz bei allen körperlichen, geistigen und seelischen Erschöpfungszuständen. Es gilt als Aufhellungsmittel des Gemüts und als Gewebezerfallsverhüter der Biochemie (verhütet zusammen mit Kalium chlor. Nr. 8 den Zerfall der Zellen).

Mangelan diesem Mineral führt zu Erschöpfungszuständen, die häufig von Stimmungsschwankungen bzw. Gemütsverstimmungen begleitet werden. Gut für nervöse, überreizte und geschwächte Kinder.
Mangelerscheinungen zeigen sich in folgenden Symptomen: Neurasthenie (Nervenschwäche) aufgrund von Erregung, nervöses Asthma, Ermüdungserscheinungen, nervöse Schlaflosigkeit, Ängste, Lähmungsgefühl, Muskelschwund, Muskelschwäche, Schließmuskellähmung des Afters und der Blase, Krämpfe, Zuckungen, nervöse Unruhe der Extremitäten; Herzschwäche, nervöse Herzbeschwerden, Herzklopfen, nervöses Hautjucken, hohes Fieber (39 °C), Erkrankungen mit Zelluntergang (Absterben von Zellen), z. B. Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall), alle nervösen Verdauungsbeschwerden, Fäulnis im Darm (Winde des Kindes riechen übel); Mundgeruch, den Sie morgens beim Betreten des Kinderzimmers wahrnehmen.
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Woran sind Mängel erkennbar? |
Haut |
aschgrau; Grindflechte der Kinder, auch am Haaransatz (Salbe verwenden!) |
Haare |
siehe Haut; kreisrunder Haarausfall (Salben Nr. 5 und 11 verwenden!) |
Absonderungen |
mit schwärzlich-blutigem Inhalt; Blut ist wässrig und gerinnt nicht. |
Zunge |
wie mit flüssigem Senf bestrichen, braun belegt, trocken, übler Mundgeruch, Geschmack faulig, stinkend |
Augenregion |
aschgraue Schatten um die Augen, untere Augenlider aschgrau, fahl und blass; Augen können apathischen Ausdruck haben |
Schläfen |
eingefallen, deuten auf einen starken Mangel hin |
Gesicht |
Gesamtaussehen grau und schmuddelig |
Kinnpartie |
aschgrau |
Mundpartie |
fahl, schmutzig wirkend |
Anwendung
Bei Muskelschwäche ist ein Behandlungsversuch angezeigt. Kalium phos. unterstützt die Körperabwehr bei Infektanfälligkeiten und bei Infekten mit Fieber über 38,5 °C, besonders wenn Viren im Spiel waren. Infektionen und Fieber sind immer mit einer starken Aktivierung des Stoffwechsels verbunden. Dadurch entsteht ein Mangel an Kalium phos. Es ist eines der wichtigsten Entgiftungsmittel der Biochemie und kommt daher zum Einsatz bei der Belastung des Körpers durch Strahlen, Chemikalien und Gifte. Weitere Anwendungsgebiete: als Teil der Impfvorbeugung, Aufbaumittel, bei Geschwüren, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Blutungen, Gehirnerschütterung; bei nervösen Gesichts-, Zahn- und Kopfschmerzen; bei blassen, schwächlichen, reizbaren Menschen; bei Zahnschmerzen mit leicht blutendem Zahnfleisch, Sepsis (zur Unterstützung); bei Schlaflosigkeit aufgrund von Nervosität (immer mittags geben), Lernschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisschwäche. Alle Beschwerden gehen mit dem Gefühl „wie gelähmt“ und mit Antriebsminderung einher.
Bei Schwäche wird das Salz Nr. 5 vormittags gegeben. Es hat seine beste Wirkzeit vom späten Vormittag bis ca. 15 Uhr. (Nach 15 Uhr sollte es nur in besonderen Fällen, etwa bei hohem Fieber, eingenommen werden, da es munter macht.) Ergänzend wirkt hervorragend Natrium chlor. (Nr. 8), das allerdings auch nicht mehr nach 16 Uhr, außer bei sehr hohem Fieber, gegeben werden sollte, da es ebenfalls eine aufweckende Wirkung hat.
Einflüsse auf die Wirkung
Verschlechterung morgens, bei Anstrengung, insbesondere bei geistiger Tätigkeit. Besserung in Ruhe und bei mäßiger Bewegung.
• Kein Gedanke ohne Kalium und Phosphor
• Antibiotikum der Biochemie
• Fiebermittel ab 38,5 °C
• Kraftgeber für Zellen und Gewebe, Gewebezerfallsverhüter
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Nr. 6 Kalium sulfuricum (K 2SO 4)
Das Salz für die Entgiftung (v. a. von Haut und Leber) – Regelpotenz: D 6
Kalium sulfuricum kommt vor in der Oberhaut, in der oberen Schicht der Schleimhäute, in Knochen, Knorpeln und Nägeln sowie in allen Zellen, welche Eisen enthalten. Es ist neben Salz Nr. 3 Sauerstoffüberträger in die Zellen und hilft so, den Stoffwechsel zu fördern.
Salz Nr. 6 unterstützt die zellulären Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge. Dadurch wird das Bindegewebe entlastet und der Abbau von Stoffwechselschlacken gefördert. Die entgiftende Wirkung zeigt sich z. B. in gelblich-schleimigen Absonderungen oder Abschuppungen. Kalium sulf. hat eine stärkere Verbundenheit zum venösen System des Blutkreislaufs, während Ferrum phos. (Nr. 3) mehr das arterielle System unterstützt.
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