Hinweis:Die einzelnen biochemischen Mineralsalze stehen untereinander in einem Verhältnis der „Gegensätzlichkeit“, des Antagonismus.
Das bedeutet, dass wir Mineralsalze, die sich in der Aufnahme und im Funktionskreis beeinflussen, nicht gleichzeitig zu uns nehmen dürfen. Nach Möglichkeit sollten, außer im Akutfall, ca. 2 Stunden Zeit dazwischenliegen.
Antagonisten (Gegenspieler) |
Eisen |
Zink |
Kalium |
Calcium, Magnesium |
Calcium |
Eisen, Kalium, Zink |
Natrium |
Kalium |
Häufig gestelle Fragen
1. Können Nebenwirkungen auftreten?
Durch den Milchzucker kann es bei Einnahme größerer Mengen zu einer weichen Konsistenz des Stuhls kommen. Durchfall ist bei den üblichen Dosierungen nicht zu erwarten.
Menschen, die unter Zöliakie (auf Glutenunverträglichkeit beruhende Verdauungsstörung mit chronischem Durchfall bei Verzehr von Getreideprodukten) oder einer sonstigen Überempfindlichkeit gegen Weizenstärke leiden, sollten biochemische Funktionsmittel bevorzugen, die glutenfrei sind. Dazu gehört z. B. die karto-Linie der Deutschen Homöopathie Union (DHU) – hier wurde der zur Herstellung üblicherweise verwendete Hilfsstoff Weizenstärke durch Kartoffelstärke ersetzt.
Alternativ könnte ein homöopathisches Mittel in der gleichen Potenzierung, z. B. Calcium phos. D 6, auf Rohrzuckerbasis genommen werden. 5 Globuli entsprechen 1 Mineralsalztablette. Bitte arbeiten Sie dann auch im Sinne von Dr. Schüßler damit: Wird z. B. mehrmals täglich 1 Tablette für Ihr Kind benötigt, etwa Ferrum phos. (Nr. 3), weil der Hals gerötet oder der Po wund ist, werden mehrmals täglich 5 Globuli des homöopathischen Mittels Ferrum phos. D 12 verabreicht.
2. Gibt es Gegenanzeigen?
Manche Menschen vertragen Milchzucker nicht (Laktose-Intoleranz, Laktose-Malabsorption). Eine Unverträglichkeitsreaktion entsteht in der Regel jedoch erst, wenn 20 – 40 Tabletten und mehr auf einmal verabreicht werden. Die in der Biochemie übliche Dosierung mit verschwindend geringen Mengen führt zu keinen Problemen. Ursache für eine Unverträglichkeit ist ein Enzymmangel (Laktasemangel), bei dem die Produktion des Enzyms Laktase eingeschränkt ist. Bei Kindern sollten pro Tag nicht mehr als 20 Tabletten verabreicht werden, falls eine Laktose-Intoleranz vorliegt.
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Bei einer Laktose-Unverträglichkeit (Milchzucker-Unverträglichkeit) sollte die gelöste Variante (s. Abschnitt „ Diabetiker“) gewählt werden.
3. Ist eine Erstverschlimmerung zu erwarten?
Bei besonders sensiblen oder geschwächten Kindern kann es gelegentlich zu einer „Erstverschlimmerung“ kommen. Diese verläuft, sofern sie überhaupt auftritt, i. d. R. wenig belastend und klingt meist schnell wieder ab. Eine Erstreaktion ist grundsätzlich nicht negativ zu bewerten. Der Körper signalisiert damit, dass das biochemische Funktionsmittel richtig gewählt wurde und somit eine gute Wirkung erwartet werden kann. Eine Erstverschlimmerung ist für die Wirkung allerdings nicht notwendig und sollte von Ihnen nicht erwartet werden.
4. Was ist bei Diabetikern zu beachten?
Diabetiker müssen berücksichtigen, dass aufgrund ihres Milchzuckergehalts etwa 50 Tabletten einer Broteinheit (BE) entsprechen (s. Abschnitt „ Diabetiker“).
Willst du deine Zukunft kennen, dann betrachte dich in der Gegenwart, denn sie ist die Ursache deiner Zukunft.
Buddha
5. Kann mit homöopathischen Arzneien kombiniert werden?
Die biochemischen Funktionstabletten können eine homöopathische Therapie unterstützen. Entsprechende Funktionstabletten eignen sich hierbei besonders als sogenannte Basistherapie. Verbleibende Symptome können dann entweder mit einem homöopathischen Einzelmittel nach dem Simile-Prinzip oder, bei einer organ- oder indikationsbezogenen Therapie, mit einem geeigneten Komplexmittel behandelt werden. Wichtig ist, dass die Eltern dem Therapeuten die Einnahme der biochemischen Funktionstabletten mitteilen, da dies bei der Mittelwahl in der Homöopathie berücksichtigt werden sollte.
6. Kann mit allopathischen (schulmedizinischen) Arzneimitteln kombiniert werden?
Die biochemischen Funktionstabletten können auch eine allopathische Therapie unterstützen. Aufgrund der Wirkung auf die Zellfunktion und das die Zelle umgebende Milieu können andere Arzneistoffe die Zellen besser erreichen und dort ihre Wirkung entfalten. Die Mineralsalze können ergänzend eingenommen, sollten aber auf keinen Fall als Ersatz verwendet werden. Sie dürfen die verordneten Arzneimittel unter keinen Umständen ohne Rücksprache mit dem Arzt / Heilpraktiker oder sonstigen Therapeuten absetzen.
7. Besteht die Gefahr der Gewöhnung?
Eine Gewöhnung oder Abhängigkeit kann in keinem Fall entstehen. Es wird jedoch berichtet, dass in manchen Fällen die Kinder ein Bedürfnis nach den biochemischen Funktionstabletten entwickeln und diese einfordern. Eine mögliche Interpretation: Der Körper versucht, einen bestehenden Mangel auszugleichen.
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8. Woran liegt es, wenn sich kein Erfolg einstellt?
Klären Sie für sich zunächst folgende Fragen:
• Ist das für Ihr Kind richtige Mittel gewählt? Ein richtig gewähltes biochemisches Funktionsmittel schmeckt grundsätzlich süß. Fragen Sie Ihr Kind danach. Eines, das im Moment nicht benötigt wird, schmeckt neutral.
• Lutschen die Kinder ausreichende Mengen? Versuchsweise sollten Sie die Häufigkeit der Gaben erhöhen.
• Therapiehindernisse:
• Störfelder (z. B. Entzündungsherde im Körper oder auch Narben)
• Amalgamfüllungen in den Zähnen, verschiedene Zahnmaterialien, Zahnspangen usw.
• hohe Zufuhr von Genussgiften wie Coca-Cola, Limonade, Süßigkeiten, Alkohol (diese fördern die Ausscheidung von Mineralien bzw. erhöhen den Verbrauch)
• ernährungsbedingter Mangel an Mineralien durch einseitige Kost
• starke psychische Belastungen wie Ängste, Beziehungskrisen der Eltern, Verlust von Freunden, Orts- und / oder Schulwechsel, Tod eines Familienangehörigen usw.
• Es kann auch durch eine fortschreitende Erkrankung zu irreparablen Organveränderungen gekommen sein. Hier bitte auf keinen Fall eine Heilung durch die Schüßler-Salze erwarten!
3. Die 12 biochemischen Mittel im Überblick
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Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler hat sich in erster Linie mit den 12 biochemischen Hauptmitteln befasst, den sogenannten Schüßler-Salzen:
• Nr. 1 Calcium fluoratum
• Nr. 2 Calcium phosphoricum
• Nr. 3 Ferrum phosphoricum
• Nr. 4 Kalium chloratum
• Nr. 5 Kalium phosphoricum
• Nr. 6 Kalium sulfuricum
• Nr. 7 Magnesium phosphoricum
• Nr. 8 Natrium chloratum
• Nr. 9 Natrium phosphoricum
• Nr. 10 Natrium sulfuricum
• Nr. 11 Silicea
• Nr. 12 Calcium sulfuricum
Aus diesen Salzen leiten sich auch die Schüßler-Salben ab (s. Kap. I. 5. Schüßler-Salben ).
Erst nach dem Tod Schüßlers wurden mehrere sogenannte Ergänzungsmittel in die biochemische Therapie eingeführt (s. Kap. I. 4. Die 12 biochemischen Ergänzungsmittel ).
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Nr. 1 Calcium fluoratum (CaF 2)
Das Salz für Bindegewebe, Gelenke und Haut – Regelpotenz: D 12
Fluorcalcium ist als Mineral gewöhnlicher Flussspat, also eines der in der Natur am häufigsten vorkommenden Mineralien. Calcium fluoratum ist das wichtigste Mittel für die Binde- und Stützgewebe, insbesondere für deren Skleroproteine.
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