Fabienne Scheer - Deutsch in Luxemburg

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Aus Sicht der Gesetzgebung ist Luxemburg ein dreisprachiges Land. Lëtzebuergesch ist die Nationalsprache, doch Französisch und Deutsch übernehmen seit jeher wichtige Funktionen. Dieser Band untersucht erstmals systematisch die deutsche Sprache in Luxemburg. Er beschreibt das Sprachwissen und Sprachhandeln der heterogenen Luxemburger Gesellschaft und gewährt den Lesern einen tiefen Einblick in den Stellenwert, die Funktionen und die Bewertung des Deutschen in Bereichen wie «Bildung», «Medien», «Integration», «Sprachpolitik», «Literatur» und «Werbung».

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Die kognitive Komponente umfasst das Hintergrundwissen, das, bezogen auf das Einstellungsobjekt, erworben und gespeichert wurde. Man könnte auch von Vorstellungen, Informationen, Schemata (auch von auf bestimmte Situationen passenden Argumentationsschemata), Stereotypensets und vorgefassten Meinungen sprechen (vgl. ebd.: 75). Die Kognitionen beruhen auf früherem Verhalten, auf Erfahrungen und Erlerntem. Die affektive Komponente beinhaltet ablehnende oder zuwendende Dispositionen gegenüber dem Einstellungsobjekt (vgl. Vandermeeren 1996: 693). Auch diese Komponente geht aus Erlerntem, aus Erfahrungen und Erlebnissen hervor. Die behaviorale Komponente beinhaltet zum einen die Auffassung darüber, welche Handlungen, bezogen auf das Einstellungsobjekt, ausgeführt werden sollten und zum anderen den Handlungsvollzug (vgl. Spitzmüller 2005: 68). Arendt (2010: 10) hat vorgeschlagen konativ (oder auch: behavioral ) durch volitiv zu ersetzen, da die Einstellung lediglich zu einem bestimmten Verhalten prädisponiere, das sich nicht zwingend mit dem daran anschließenden, tatsächlichen Verhalten in einer bestimmten Gesprächssituation decke. Auch Allport (1935: 805) führt diesen Gedanken aus:

In one way or another each regards the essential feature of attitude as a preparation or readiness for response . The attitude is incipient and preparatory rather than overt and consummatory. It is not behaviour, but the precondition of behaviour (Allport 1935: 805, Hervorh. im O.).

Einstellungen erfüllen bestimmte Funktionen, die von Smith, Brunner und White (1956), Katz (1967) und McGuire (1969) benannt worden sind (vgl. Casper 2002: 38):

Die Wissensfunktion: Im Alltag müssen fortwährend Entscheidungen getroffen werden, was nicht zu bewältigen wäre, wenn bei allem, was wahrgenommen wird, das dazugehörige Vorwissen immer wieder aufs Neue gesammelt und dann sorgfältig ausgewertet werden müsste. Aufgabe der Einstellungen ist es als Bewertungs- und Handlungsvorlagen zu fungieren, auf die bewusst oder unbewusst zurückgegriffen werden kann (vgl. Gollwitzer/Schmitt 2009: 149; 151).

Instrumentelle, utilitaristische oder auch Anpassungsfunktion: Diese Funktion basiert auf dem Wissen, dass Einstellungsäußerungen positive oder negative Folgen haben (vgl. Casper 2002: 39). Es geht um Bewertungen des Einstellungsobjekts hinsichtlich seiner Brauchbarkeit für das Erreichen beruflicher Ziele, für die Selbstverwirklichung des Individuums (instrumentell) oder für die Integration in eine bestimmte Gruppe (integrativ) (vgl. ebd.: 55).

Die Ich-Verteidigungsfunktion: Einstellungen sind wichtig für den Erhalt des eigenen Selbstwertgefühls.

Expressive Funktion: Einstellungen geben die Möglichkeit zur Selbstdefinition und zur Selbstdarstellung. Sie vermitteln u.a. Zugehörigkeit, Identität, Konformität, Charakter und Gruppenzugehörigkeit und formen die eigenen Wertvorstellungen.

So stehen Einstellungen als Orientierungsvorlagen parat und werden in passenden Situationen intuitiv abgerufen. Zwischen Abrufen und Handeln, muss zudem die Entscheidung getroffen werden, ob gemäß der vorgegebenen Schritte gehandelt werden soll oder nicht. Dies deutet darauf hin, dass außer der Einstellung noch zusätzliche Faktoren die Handlungsentscheidung in einer konkreten Situation beeinflussen. Die Einstellung allein bestimmt demnach noch nicht das folgende Verhalten. Sie fließt vielmehr in Abstufungen und in Abwägung der genannten Faktoren in das offen gezeigte Verhalten mit ein. So können Meinungen geäußert werden, die zwar vollkommen im Widerspruch zur persönlichen Einstellung stehen, dafür aber dem gesellschaftlichen Konsens entsprechen:

Schätzt das Individuum […] die normativen Erwartungen in einer bestimmten Situation als besonders verbindlich ein, wird seine Einstellungsäußerung diese normativen Erwartungen berücksichtigen. Die Gewichtung von Normerwartung, habitualisierter Einstellung und subjektiven Zielen bestimmt auf diese Weise die Selbstdarstellung in einer Situation (Tophinke/Ziegler 2006: 209).

Tophinke und Ziegler (vgl. 2006: 205) fordern deshalb, dass bei Spracheinstellungsuntersuchungen die soziokulturellen, situativen und interaktiven Kontexte, in denen Meinungsäußerungen fallen, mitberücksichtigt werden müssen.2

1.2.2 Wissensgewinnung und Wissensvermittlung über die Sprache

Der Zusatz von Peter Dinzelbacher (1993: XXIV) – „Mentalität manifestiert sich in Handlungen“ – ist hier für die Verbindung von Theorie und Methode von zentraler Bedeutung: Die Handlungen, an denen sich das Mentalitätenwissen einer Zeit abzeichnet, können über die Sprache, mit der sie vollzogen wurden, wiederhergestellt werden und lassen sich folglich auf diese Weise untersuchen. Es ist die Sprache, über die Wissen wieder- und weitergegeben wird, sich Wissen manifestiert und konstituiert, in Texten oder Gesprächen materialisiert und damit greifbar und analysierbar wird.

Empirische Sozialwissenschaft muss sich für Texte interessieren, weil ihr Gegenstand ihr in Texten gegenüber tritt und weil sie die Aussagen über ihren Gegenstand an nichts anderem als an Texten überprüfen kann (Wernet 2009: 11).

So wird in Anlehnung an Viehöver/Keller/Schneider (2013: 9), Felder/Müller (2009: 5) und Felder (2009: 21–77) die Sprachlichkeit der Wissenskonstituierung betont: Wissen entsteht über Kommunikation, Wissen wird verwahrt über Kommunikation und Wissen verändert sich über Kommunikation. Mit den genannten Autoren wird auch die Gesellschaftlichkeit der Sprache unterstrichen: Sprache kann nicht unabhängig von gesellschaftlichen Erfahrungen existieren. Sie wird im sozialen Kontext praktiziert und verändert sich in diesem Kontext. Deshalb eignet sich die zunächst abstrakt erscheinende Einheit ‚Diskurs’, um „das Netz aller in einer Gesellschaft möglichen Aussagen zu einem bestimmten Thema […] einschließlich der gesellschaftlichen Perspektiven, Normen, Interessen und Machtverhältnisse“ auf einer vierten Ebene1 zu erfassen (vgl. Linke/Nussbaumer/Portmann 2004: 290). Die Rekonstruktion eines Diskurses erlaubt es, eine Vielzahl an sprachlichen Handlungen – die den Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit mit dem entsprechenden Titel ‚Deutsch in Luxemburg’ bilden – zu erfassen und dabei kollektives Sprachwissen und Sprachhandeln zu untersuchen. Warnke/Spitzmüller (2008: 42) führten aus, dass es

[d]as Ziel vieler diskursanalytischer Arbeiten ist […], Ideologien oder Mentalitäten freizulegen. Ob eher das eine oder das andere im Mittelpunkt steht, hängt unter anderem auch von der fachgeschichtlichen Tradition ab, in der die jeweiligen Analysen stehen. Im Umkreis der germanistischen Diskursgeschichte bzw. Diskurssemantik ist eher das aus der französischen (Annales-)Historiographie stammende Konzept der Mentalität wichtig geworden, in der angelsächsischen Diskurslinguistik sowie in der Kritischen Diskursanalyse eher das Konzept der Ideologie, das dort stark von der linguistischen Anthropologie geprägt wurde.

Öffentliche sprachliche Manifestierungen sind zugleich Praxis (Produzent/Produktion) und Arrangement (Abbildung und Ordnung) dieses Wissensbestandes.2 Die Sprache informiert über das Wissen (im vorliegenden Fall über Sprachwissen) und sie ist zugleich am Erschaffen neuen Wissens beteiligt bzw. motiviert zu einem bestimmten Verhalten (hier zu einem bestimmten Sprachhandeln). So werden über sprachliche Manifestierungen (Gesprächsauszüge, Texte, etc.) die Bedeutungen und Bewertungen, die in der luxemburgischen Gesellschaft zu einer bestimmten Zeit einer oder mehreren Sprachen beigemessen werden, zugänglich.

2 „Archäologie des Wissens“ – Linguistische Diskursanalyse und die empirische Analyse und Rekonstruktion von Wissensbeständen

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