ELThG² - Band 2

Здесь есть возможность читать онлайн «ELThG² - Band 2» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

ELThG² - Band 2: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «ELThG² - Band 2»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das ELThG² ist ein vierbändiges, breit angelegtes Lexikon, das alle Felder der Theologie aus protestantischer Perspektive in ökumenischem Horizont darstellt. Es richtet sich an Theologen in Wissenschaft und Praxis, kirchliche Mitarbeiter und theologisch interessierte Gemeindeglieder. Seine besonderen Kennzeichen sind die überkonfessionelle Ausrichtung, der interdisziplinäre Ansatz (Teilartikel aus den Bereichen Biblische Theologie, Kirchengeschichte, Philosophie, Dogmatik, Ethik, Ökumene und Konfessionskunde, Missionswissenschaften, Soziologie sowie Praktische Theologie) und die Allgemeinverständlichkeit der Artikel.

ELThG² - Band 2 — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «ELThG² - Band 2», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Wehrlose oder sich ergebende Soldaten dürfen nicht getötet werden, sondern sind als Kriegsgefangene menschlich zu behandeln. Dafür stellt die Konvention III detaillierte Regeln auf. Sie dürfen nicht wegen ihrer Beteiligung an den Kampfhandlungen bestraft werden, soweit sie sich im Rahmen des Völkerrechts gehalten haben (Kombattantenprivileg). Zivilpersonen, die in der Hand des Feindes sind, sind menschlich zu behandeln (Konvention IV). In besetzten Gebieten muss die Besatzungsmacht fundamentale Rechte der Bevölkerung achten und ihre Versorgung sichern. Die Bevölkerung darf nicht deportiert werden, die Besatzungsmacht darf nicht eigene Zivilbevölkerung in das besetzte Gebiet transferieren.

Die Zusatzprotokolle von 1977 enthalten auch Regelungen über die Kampfführung: Verbot des Angriffs auf die Zivilbevölkerung oder zivile Objekte, die nicht zu den militär. Anstrengungen des Gegners beitragen. Bei Angriffen auf militär. Ziele ist das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu beachten, d.h. der durch Angriffe mitverursachte Schaden im zivilen Bereich darf nicht außer Verhältnis zu dem erwarteten unmittelbaren militär. Vorteil stehen. Nur Mitglieder der Streitkräfte dürfen an Kampfhandlungen teilnehmen. Grundsätzlich müssen sie sich deutlich von Zivilisten unterscheiden.

Diese Regeln galten zunächst nur für den internationalen bewaffneten Konflikt. Seit 1949 enthalten die G.K. Minimalregeln auch für nicht-internationale Konflikte, z.B. Bürgerkriege, die durch das Zusatzprotokoll II von 1977 verbessert wurden.

Alle diese Regeln werden immer wieder verletzt. Auch wird versucht, den Schutz der G.K. dadurch zu verweigern, dass dem Gegenüber der Kombattantenstatus nicht zuerkannt wird. Der Sicherstellung der Regeleinhaltung dienen unterschiedliche Verfahren, deren Verbesserung und Ergänzung ein bleibendes Problem der internationalen Ordnung ist. An Grenzen stoßen die Regeln, wo es um sog. asymmetrische Auseinandersetzungen geht, in denen staatlichen Kämpfern nichtstaatliche Kämpfer gegenüberstehen.

Lit.: A. Clapham / P. Gaeta / M. Sassòli (Hg.): The 1949 Geneva Conventions, 2015; H.-P. Gasser / N. Melzer: Humanitäres Völkerrecht, 2., überarb. Aufl. 2012.

M. Bothe

Genfer Réveil

Unter Genfer Réveil versteht man die → Erweckungsbewegung im Schweizer Kanton Genf während der ersten Hälfte des 19. Jh.s. Zu Beginn des 19. Jh.s war die ref. Kirche in Genf von aufklärerischen Gedanken durchdrungen. Die → Herrnhuter Brüdergemeine wehrte sich als Erste gegen diese Geisteshaltung. Den eigentlichen Anstoß zum Réveil gab jedoch Ami Bost.

Bost gründete mit befreundeten Theologiestudenten 1810 eine »Société des Amis« (Gesellschaft der Freunde), in der sie den erbaulichen Ausgleich zum Theologiestudium fanden. Ihr Vorbild war die Herrnhuter Brüdergemeine, die Amis Vater leitete. Die Mitgliederzahl wurde auf zwanzig beschränkt. Regelmäßig trafen sie sich, um gemeinsam in der Bibel zu lesen und ihre selbst verfassten Abhandlungen zu besprechen. Indem sie den »Vergnügungen der Welt« wie Tanz und Schauspiel entsagten, setzten sie sich bewusst von Kirche und Gesellschaft ab.

Schon seit 1809 war Bost zudem Mitglied der Freimaurerloge »L'Union des Cœurs«. Dieser Loge gehörten auch die Pfarrer Ch.E.Fr. Moulinié, A.P.P. Demellayer sowie der spätere Theologieprofessor J.-J.C. Chenevière an. Nicht alle diese Männer haben in der gleichen Art und Weise den Réveil geprägt. So war z.B. Chenevière sogar ein Gegner dieser Bewegung.

Ein dritter Kreis formte sich um Moulinié, der mit den Herrnhutern sympathisierte. Man las dort myst. Schriften wie z.B. die der Katholikin J.M. → Guyon de la Motte und widmete sich bibl. Studien.

Die öffentl. Auftritte der Wanderpredigerin J. von → Krüdener im Jahr 1813 in Genf bewirkten, dass die »Compagnie des Pasteurs« (Gesellschaft der Pastoren) alle rel. Veranstaltungen verbot, die sie nicht selbst eingerichtet hatte. So wurde die »Société des Amis« 1814 aufgelöst, was jedoch viele Theologiestudenten und junge Pfarrer nicht daran hinderte, dennoch Versammlungen abzuhalten. Ebenso trafen sich weiterhin wöchentlich A. Bost, A. Galland, die beiden Pfarrer und E. Guers zur gegenseitigen Ermutigung und Stärkung im Glauben. Ihre berufliche Zukunft war unsicher, weil es in Genf damals sehr wenig Pfarrstellen gab.

Im Herbst 1816 kam der Schotte Robert → Haldane nach Genf. Er hatte, ebenso wie sein jüngerer Bruder James Alexander, in den 1790er-Jahren zum persönl. Glauben an Christus gefunden und 1799 eine kongregationalistische Gemeinde in Edinburgh gegründet. In Genf suchte er Moulinié auf und besuchte Galland, wo dieser inzw. Pfarrer war. Moulinié und Galland waren ihm als die einzigen »Gläubigen« Genfs genannt worden. Vom Februar 1817 an empfing Haldane wöchentlich dreimal Theologiestudenten, um ihnen in jeweils zweistündigen Vorlesungen den Römerbrief auszulegen. Deren Wirkung auf die Studenten war überwältigend. Die Anziehungskraft Haldanes lag in der Kombination von »vernünftiger« Argumentation und prakt. Frömmigkeit. Haldane vermied den direkten Konflikt mit der Genfer Kirche und ging sowohl Professoren wie Pfarrern aus dem Weg. Doch blieb es nicht aus, dass die Begeisterung der Theologiestudenten in eine offene Auseinandersetzung mit der Kirche mündete.

Als C. Malan in einer Predigt unterstrich, dass der Mensch allein durch Christus gerettet werden könne, schaltete sich die »Compagnie des Pasteurs« ein und verpflichtete in einem Reglement vom 3.5.1817 Pfarrer und Theologiestudenten dazu, folgende Themen in den Predigten nicht mehr zu erwähnen: die Zwei-Naturen-Lehre, die Erbsünde, die Art des Gnadenwirkens und die Prädestination. Nur die Pfarrer Moulinié, Demellayer und J.-I.S. Cellérier sowie der Theologiestudent E. Guers weigerten sich, das Reglement zu unterschreiben.

Noch in demselben Jahr, 1817, gründeten Guers und Fr. Gonthier eine von der Genfer Kirche unabhängige Gemeinde, die sich am Place du Bourg-de-Four traf. Später nannte sie sich nach der Straße des Versammlungsortes »Église de la Pélisserie«. Dank der Genfer Regierung, die sich dem Réveil gegenüber stets tolerant verhielt, war die Gründung einer freien Gemeinde überhaupt möglich geworden.

Auf Dauer konnte auch C. Malan nicht in der Kantonalkirche bleiben, da er, obwohl er das erwähnte Reglement unterschrieben hatte, sich nicht daran hielt. 1823 erhielt er Kanzelverbot, 1828 wurde er aus dem kirchl. Dienst entlassen. Schon 1824 hatte er auf seinem Privatgrundstück eine Kapelle, die »Église du Témoignage« (Kirche des Zeugnisses), errichtet, die einer zweiten separierten Gemeinde als Gottesdienstraum diente. Malan betätigte sich als rel. Schriftsteller und unternahm Reisen in Europa. Bekannt wurde er v.a. durch seine Dichtung und Komposition geistl. Gesänge wie der »Chants de Sion« und von Kinderliedern.

L. Gaussen, A. Galland und sieben Laien gründeten 1831 die »Société évangélique« (Evangelische Gesellschaft), die sich innerhalb der Kantonalkirche für die Anliegen des Réveil einsetzen wollte. Die Gesellschaft widmete sich der Mission, Evangelisation, Bibelverbreitung und Kolportage von Traktaten. Als sie ihre Absicht zur Gründung einer theol. Schule bekannt gegeben hatte, erwirkte die »Compagnie des Pasteurs« Gaussens Absetzung als Pfarrer. Am 30.11.1831 erhielten zudem Gaussen, Galland und M. d'Aubigné Kanzelverbot im Kanton Genf. Durch die Amtsabsetzung war die »Société évangélique« frei, nach eigenen Richtlinien den Aufbau ihrer theol. Schule voranzutreiben. Sie hatte in den oberen Schichten der Gesellschaft genügend Rückhalt, um ihre breitgestreuten Aktivitäten personell wie finanziell zu sichern. Am 30.1.1832 nahm die theol. Schule mit zwölf Studenten ihre Tätigkeit auf. Die Studentenzahlen stiegen bis zur Mitte des Jahrhunderts auf etwa vierzig an. Unter den Herkunftsländern stand Frankreich an erster Stelle. Bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1922 wurden dort mehr als 500 Prediger ausgebildet. In der Anfangszeit prägten drei Professoren die Schule: M. d'Aubigné (Kirchengeschichte), Gaussen (Syst. Theologie) und Galland (Prakt. Theologie). Die »Société évangélique« feierte eigene Gottesdienste in der Kapelle »Église de l'Oratoire« (Gebetskirche).

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «ELThG² - Band 2»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «ELThG² - Band 2» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «ELThG² - Band 2»

Обсуждение, отзывы о книге «ELThG² - Band 2» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x