cc) Fehlende moralische Rechtfertigung der Tat
dd) Tötung eines Angreifers nach Tatprovokation
c)Die subjektiven Voraussetzungen der „Niedrigkeit“
aa) Bewusstseinslage des Täters
bb) Beherrschbarkeit gefühlsmäßiger oder triebhafter Handlungsimpulse
cc) Grenz- oder Problemfälle auf der Bewusstseinsebene des Täters
(1) Spontantaten
(2) Alkohol, Drogen, Affekt
(3) Persönlichkeitsmängel
(4) Gewalttäter aus „fremden Vorstellungswelten“
d)Fallkonstellationen zum niedrigen Beweggrund
aa) Tötung des Intimpartners in der Trennungsphase
bb) Eifersucht als Triebfeder
cc) Kindestötung durch die Mutter bei oder nach der Niederkunft
dd) Gewalt gegen das schreiende Kleinkind
ee) Verdurstenlassen eines Kleinkindes aus Selbstsucht
ff) Politisch motivierte Angriffe auf fremdes Leben
gg) Tötung zur Verhinderung kompromittierender „Enthüllungen“
hh)Blutrache und Ehrenmorde
(1) Beurteilungsmaßstab
(2) Blutrache am Mörder des getöteten Bruders oder Vaters
(3) Auftragsmord zur Rettung der Ehre
(4) Abgrenzung vom Spontandelikt
ii) „Grundlose“ Tötung
jj) Tötung aus Geltungssucht und Imponiergehabe
e)Grenz- und Streitfälle hinsichtlich der objektiven Tatseite
aa) Rache für Diskothekenrausschmiss
bb) Revanche für schwere Beleidigungen
cc) Tötung eines Belastungszeugen oder Anzeigeerstatters aus Vergeltung
2. Habgier
3. Mordlust
4. Zur Befriedigung des Geschlechtstriebs
V. Absicht des Täters als Mordmerkmal
1.Verdeckungsmotiv
a) Verdeckungsabsicht
b) Vereinbarkeit mit der Schuldform des bedingten Tötungsvorsatzes
c) Verdeckungsmord durch Unterlassen
d) Zweifelssatz
2. Mordmotiv der Ermöglichung einer Straftat
VI. Wahlfeststellung
B. Totschlag, § 212 StGB
I. Totschlag als „Normalfall“ vorsätzlicher Tötung
II. Besonders schwere Fälle des Totschlags, § 212 Abs. 2 StGB
III. Minder schwere Fälle des Totschlags, § 213 StGB
1. Verteidigungsdilemma und Zweifelssatz
2. Prüfungsschema für Milderungsgründe
3. Totschlag als Erwiderung auf Provokationen
a)Art und Intensität der Provokation
aa) Misshandlung
bb) Schwere Beleidigung
cc) Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt
b) Provokationsabsicht des Opfers
c) Tatauslösung bei Motivbündelung
d) Der motivationspsychologische Zusammenhang
e) Ausprägung des Erregungszustands
f) Selbstverschuldeter Zornaffekt
g) Täter aus fremden Kultur- und Rechtskreisen
h)Provokation und § 21 StGB
aa) Affektbedingte Schuldverminderung
bb) Alkoholbedingte Schuldminderung
4.Sonst minder schwere Fälle des Totschlags
a) Abwägung von Erschwernis- und Milderungsgründen
b) Weiter Beurteilungsspielraum des Schwurgerichts
c) Zur Sperrwirkung des § 50 StGB
aa) „Verbrauch“ von Milderungsgründen gegen § 212 Abs. 2 StGB?
bb) „Verbrauch“ von Gründen gegen die Annahme eines Mordes?
d) Nicht vertypte sonstige Milderungsgründe
e) Vertypte Milderungsgründe
aa) § 21 StGB
bb) Beihilfe, § 27 StGB
cc) Versuch, § 23 StGB
dd) Unterlassen, § 13 StGB
ee) Täter-Opfer-Ausgleich (TOA), § 46a StGB
ff) Aufklärungshilfe, § 46b StGB
f) Kompensation
aa) Schulderhöhung trotz geistig-seelischen Ausnahmezustands
bb) Zum Missverhältnis von Tatanlass und Tatfolge
C. Mord und Totschlag durch Unterlassen
I. Abgrenzung zwischen Tun und Unterlassen
II. Garantenstellung
1. Neuerung bei Garantenpflicht unter entzweiten Eheleuten
2. Schutzpflicht der Eltern gegenüber ihren Kindern
3. Strafrechtliche Verantwortlichkeit aus Ingerenz
4.Praxisrelevante Konstellationen
a) Unterlassene Rettungshandlungen
b) Vorangegangene Notwehrsituation
c) Der Arzt und sein lebensmüder Patient
d) Behandlungsabbruch bei unheilbar Kranken
e) Pflichten gegenüber lebensmüden Lebenspartnern
f) Keine Sonderpflicht für das Leben illegal eingereister Mitreisender
III. Zumutbarkeit
IV.Mordmerkmale beim Unterlassungstäter
1. Mordmerkmal des niedrigen Beweggrundes beim Unterlassungstäter
2. Mordmerkmal der Heimtücke beim Unterlassungstäter
V. Strafmilderung
VI. Alternativtatbestände
1. Aussetzung mit Todesfolge, § 221 I, III StGB
a) Versetzen in eine hilflose Lage, § 221 Abs. 1 Nr. 1 StGB
b) Im-Stich-Lassen in hilfloser Lage, § 221 Abs. 1 Nr. 2 StGB
c) Konkurrenzen
2. Unterlassene Hilfeleistung, § 323c StGB
a) Nicht erwiesene Beteiligung am Totschlag
b) Anwesenheit bei der Gewalttat ohne zu helfen oder zu retten
c) Notwehr-Fälle
d) Konkurrenzen
D. Beteiligung an Mord und Totschlag
I.Mittäterschaftliche Tatbegehung
1. Objektiver Nachweis der Verstrickung
2.„Übereinkunft“ zur gemeinsamen Tatbegehung
a) Notwendiger Tatbeitrag
b) „Verständigung“ bezüglich gemeinsamer Tatbegehung
c) Abgrenzung zur Beihilfe
d) Mittäterschaft trotz frühzeitiger Aufgabe der Mitwirkung?
e) Mittäterschaft durch Unterlassen?
f) Exzesshandlungen
g) Sukzessive Mittäterschaft
II.Beihilfe
1. Kein Kausalitätserfordernis der Beihilfe zur Tötung
2. Psychische Beihilfe
3.Aktive Beihilfe
a) Überlassen des Tatwerkzeugs
b) Schmiere stehen
4. Beihilfe durch Unterlassen
5. Fehlen besonderer persönlicher Merkmale
III. Anstiftung zu einem Tötungsdelikt
IV. Beteiligung an einer Schlägerei, § 231 StGB
V. Konkurrenzen
E. Tötung auf Verlangen, § 216 StGB
I. Grundlegendes
1. Tötungsverlangen
2. Ernsthaftigkeit des Todeswunsches
3. Handlungsleitendes Bestimmtwerden
II. Abgrenzung zur straflosen Mitwirkung an einem Selbstmord
1.Zur Tragweite des Selbsttötungsentschlusses
a) Freiverantwortlichkeit und Ernstlichkeit des Sterbewillens
b) Assistierter Suizid
2. „Beteiligte“ mit Garantenstatus
a) Bewusstes Hinnehmen der freien Suizidentscheidung durch den Garanten
b) Aktive Förderung des Suizids durch den Garanten
c) Rettungspflicht nach Bewusstlosigkeit des Schutzbefohlenen?
d) Zur Strafbarkeit von Garanten wegen unterlassener Hilfeleistung
3. Keine Straflosigkeit aktiven täterschaftlichen Handelns
III.Abgrenzung zur erlaubten Sterbehilfe
1. Das Recht auf einen würdigen Tod und das Strafrecht
2.Reichweite des Selbstbestimmungsrechts des Patienten
a) Einwilligung
b) Patientenverfügung
c) Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
3.Rechtszustand im Bereich der Sterbehilfe
a) Indirekte Sterbehilfe
b) Passive Sterbehilfe
c) Strafbare aktive oder direkte Sterbehilfe
d) Der neue Rechtfertigungsgrund des „Behandlungsabbruchs“
F. Materiellrechtliche Sonderprobleme
I. Abweichung vom vorgestellten Kausalverlauf
II.Konkurrenzverhältnis Totschlagsversuch und Körperverletzung
1. Grundsatz der Tateinheit
2. Zweifelssatz bei mehrstufigem Vorgehen
3. Wahlfeststellung
III. Konkurrenzverhältnis bei Tötungsdelikt mit vorausgehender Bedrohung
IV. Strafklageverbrauch
G. Strafzumessung bei Mord und Totschlag
I. Die „Spielraum“-Theorie des BGH
II. Jugendstrafe bei Kapitalverbrechen
III. Milderung gem. § 106 Abs. 1 JGG bei Kapitalverbrechen
IV. Verfahrensverzögerungen im Kapitalstrafrecht
V.Spezielle Zumessungsfragen
1. Anwendbarkeit des Zweifelssatzes
2. „Unterstellte“ Schuldverminderung und Strafrahmenwahl
3. Unvertretbar harte Bestrafung
4. Totschlag mit Mordmerkmalen
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