c) Behinderung der Atmung durch Kompression des Brustkorbs
2. Schläge oder Hiebe mit gefährlichen Werkzeugen
a) „Totschläger“, Stahlrute oder Teleskopschlagstock als Tatwerkzeug
b) Baseballschläger
c) Zuschlagen mit Metallstange, „Kuhfuß“ oder Metallrohr
d) Hammerschläge
e) Zertrümmern gefüllter Glasflaschen auf dem Kopf
f) Wuchtiges Zuschlagen mit einem Barhocker
g) Traktieren mit einer schweren Schaufel
3.Angriffe mit Schnitt- und Stichwerkzeugen
a)Messerattacken
aa) Abgrenzung zu reinen Bedrohungshandlungen
bb) Abgrenzung zur bewussten Fahrlässigkeit
cc)Allgemeine Beurteilungsparameter
(1) Frage des Einzelfalls
(2) Unsichere Tatsachengrundlage
(3) Geringfügige Verletzungen
(4) Turbulente Tatverläufe
(5) Die Herzstich-Evidenz
(6) Messerangriffe gegen Kopf und Hals
(7) Stiche in die Flanke
(8) Messerstiche in den Rücken
(9) Das Argument der mangelnden Dosierbarkeit
(10) Die Indizwirkung der Tatmotivation
(11) Verletzung des Täters anlässlich der Tatbegehung
(12) Kontraindikatoren in klassischen Evidenz-Konstellationen
dd) Vorsatzwechsel
ee) Vorsatzfrage bei Mittäterschaft
ff)Verschiedene messerartige Tatwerkzeuge
(1) Klappmesser
(2) Bowie-Messer und Butterfly-Messer
(3) Küchenmesser
(4) Fleischermesser
(5) Machete
b) Schraubendreher
c) Zustechen mit einer Glasscherbe
4.Lebensgefährliche Wurfgeschosse
a) Schleudern eines Beils
b) Schleudern eines schweren Aschenbechers
5. Gewaltangriffe mittels Fußtritten
a) Typische Verletzungsbilder
b)Zielrichtung der Fußtritte
aa) Wuchtige Fußtritte gegen den Kopf
bb) Fußtritte gegen Hals und Rumpf
cc) Sprung in den Rücken des bäuchlings liegenden Opfers
c)Schuhwerk
aa) Barfüßiges Zutreten
bb) Tritte mit Turnschuhen
cc) Festes Schuhwerk
d) Gemeinschaftliches Zutreten
6. Heftige Faustschläge gegen Kopf und Gesicht
7. Schießen mit scharfer Munition
a) Vorgeblich unabsichtliche Schussabgabe
b)Unkontrollierte Schussabgabe
aa) Umgebaute Handfeuerwaffe ohne Zielgenauigkeit
bb) „Blinde“ Schussabgabe aus Verärgerung
cc) Distanzschüsse aus der Hüfte auf Personengruppe
c) Gezieltes Schießen auf Einzelpersonen
d) Beschießen eines fahrenden Kfz
e)Fehlgegangene Schüsse auf Unbeteiligte
aa) Gemeingefährliche Schießübungen auf Gegenstände
bb) Der glücklose Kunstschütze („Armbrust-Fall“)
cc) Unbeabsichtigte Tötung einer Passantin
dd) Gefährdung Dritter durch Schießen in Notwehr
8.Beibringung toxischer Substanzen (Giftanschlag)
a) „Betäuben“ mit Schlaftabletten
b) Ruhigstellen eines Säuglings mit Tramadol
9.Gewalt gegen Kinder
a) Schläge und Tritte gegen Kinder
b) Schütteltrauma-Fälle
c) Mitverantwortung des passiven Partners
10.Anschläge mit Brandbeschleunigern
a) Brandanschläge auf Wohnunterkünfte
b) Anschlag auf Einzelperson mit flüssigem Grillanzünder
11. Steinwürfe von Autobahnbrücken
12. Vertreiben von Mietern durch Gasexplosion
13. Suizidversuche unter Gefährdung oder Tötung Unbeteiligter
a) Herbeiführen einer Gasexplosion in Selbsttötungsabsicht
b) Brandlegung in Vorbereitung eines Selbstmordes
14.Fahrzeugführer unter Totschlagsverdacht
a) Verantwortungsloses gefahrenträchtiges Fahrverhalten
b) Geisterfahrt in Selbstmordabsicht
c) Mutwilliges Anfahren einer Person
d) Absichtliches Überrollen einer Person
e) Riskantes Zufahren zur Erzwingung des Fluchtweges
f) Mitschleifen eines Fußgängers
g) Versuchter „Mitnahmesuizid“ mit Pkw
h) Durchbrechen einer Hauswand mit Kfz
15. Manipulationen an Fahrzeugbremsen
16.Lebensgefährliche Sexualpraktiken
a) Tod nach gewaltsamem Einführen von Gegenständen
b) Herzstillstand nach sadomasochistischen Praktiken
17.Ansteckung Dritter mit Aids-Virus
a) Ungeschützter Geschlechtsverkehr
aa) Vorfrage des Kausalitätsnachweises
bb) Straflose Teilnahme an der Selbstgefährdung des „Opfers“?
cc) Zweifel hinsichtlich der „Billigung“ tödlicher Folgen
b) Transfusionsmedizin
18. Beweisvermutung für Tötungsvorsatz in Blutrache-Fällen?
19.Patiententod durch Vertuschen eines Behandlungsfehlers
a) Hinauszögern von Rettungsmaßnahmen aus sachfremden Motiven
b) Hinauszögern von Rettungsmaßnahmen aus Selbstüberschätzung
IV. Zur „Hemmschwellen“-Theorie bei Unterlassungsvorwürfen
1. Tötung eines Kindes durch Vernachlässigung
2.Zurücklassen des Opfers einer Gewalttat
a) Erwartung der Selbstrettung
b) Zufallsrettung
c) Zurücklassen des Opfers bei niedrigen Außentemperaturen
3. Flucht bei schwer verletztem Unfallopfer
a) Unklare Tätervorstellung vom Zustand des Opfers
b) Überzeugung fehlender Rettungschancen
Teil 4 Vorsätzliche Tötungsdelikte
A. Mord, § 211 StGB
I. Spezielle Vorsatzfragen bei Mordvorwürfen
II. Tatmotiv und Zweifelssatz
III. Die Begehungsweise als Mordmerkmal
1.Heimtücke
a)Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers
aa) Definition
bb) Aussagekraft von Verletzungsbildern
cc) Generelles Misstrauen
dd) Längere Zeit zurückliegende Aggressionen und Tätlichkeiten
ee) Eigenes aggressives Verhalten des Opfers
ff) Wortwechsel und feindselige Atmosphäre
gg) Heimtückemord „mit Vorankündigung“?
hh) Fehleinschätzung der Gefährlichkeit des zu erwartenden Angriffs
ii) Maßgeblicher Zeitpunkt
jj) Offene feindselige Auseinandersetzungen
kk) Keine konfrontative Erpressung ohne Argwohn
b)Ausnutzungsbewusstsein
aa) Grundsätzliches zur inneren Tatseite des Heimtückemordes
bb) Beurteilung des Ausnutzungsbewusstseins ist Rechtsfrage
cc) Beurteilungsspielraum
dd) Spontanentschluss – Augenblickstat
ee) Psychische Ausnahmesituation
(1) Beurteilung des Einzelfalls
(2) Gesteigertes Darlegungserfordernis
(3) Unterschied zwischen Fähigkeit und Bewusstsein
ff) Alkoholisierung
gg) Wahrnehmungseinschränkungen durch massiven Drogeneinfluss
c) Irrtümliche Annahme bestehender Arglosigkeit
d)Fallkonstellationen zur Heimtücke-Problematik
aa) Steinwürfe von Autobahnbrücken
bb) Heimtücke gegenüber dem Zeugen eines Heimtückemordes
cc) Angriff auf einen Schlafenden
dd) Kleinkinder als Opfer
ee)Heimtücke gegenüber Besinnungs- oder Bewusstlosen
(1) Komapatienten
(2) Opfer im Zustand vorübergehender Ohnmacht
ff) Sterbehilfe
gg)Mitnahmeselbstmord
(1) Altruistisch motivierte Mitnahme geliebter Familienangehöriger
(2) Geisterfahrt in Suizidabsicht
e) Strafrahmenverschiebung in Heimtücke-Mordfällen
aa) Mord am Vergewaltiger der Ehefrau
bb) Tyrannen-Mord
cc) Lebenskrise
dd) Erpressungsopfer
2. Grausamkeit
a) Vorenthaltung von Nahrung und Flüssigkeit
b) Kriegsverbrechen
c) Vielzahl von Messerstichen
3.Gemeingefährliche Mittel
a) Grundsätzliches
b) Pistolenschüsse
c) Kraftfahrzeug als Tatwerkzeug
d) Steinwürfe von einer Autobahnbrücke
IV. Mordmerkmal des besonderen Tatmotivs
1.Niedriger Beweggrund
a)Grundlegendes
aa) Definition
bb) Motivbündel
cc) Gesamtwürdigung
dd) Beurteilungsspielraum
ee) Absehen von Höchststrafe in Ausnahmefällen
b)Die objektiven Voraussetzungen der „Niedrigkeit“
aa) Fehlen eines triftigen Grundes
bb) Krasses Missverhältnis zwischen Tatanlass und Tötung
Читать дальше