Kay Peter Jankrift - Krankheit und Heilkunde im Mittelalter

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Ob Kaiser oder Papst, Kaufmann, Bauer oder gar Arzt, ob Frau oder Mann, jung oder alt – Krankheit und Tod kann niemand entgehen. Wie gingen die Menschen des Mittelalters mit diesen zentralen Konstanten menschlicher Existenz um, welche Auswirkungen hatten z.B. Seuchen auf die Gesellschaften, welche Folgen der plötzliche Tod eines Herrschers? Auf der Basis interdisziplinärer Forschungen gibt Kay Peter Jankrift einen konzisen Überblick: Einleitend skizziert er, welche besonderen Informationen die verschiedenen Quellengattungen bieten. Die theoretischen Grundlagen der mittelalterlichen Medizin, wesentliche Entwicklungslinien abendländischer Heilkunde, die Bedrohungen, die für mittelalterliche Gesellschaften von Krankheiten wie Pest oder Lepra ausgingen sowie das Verhältnis von Ärzten und Patienten zueinander stehen im Mittelpunkt der folgenden Kapitel. Abschließend handelt er vom zeitgenössischen Umgang mit dem Tod.

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Im 2. Jahrhundert nach Christus wurde die hippokratische Säftelehre von dem im kleinasiatischen Pergamon geborenen Arzt Galenweiterentwickelt und verfeinert.

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Galen(129–zw. 199 und 216) wurde im kleinasiatischen Pergamon geboren. Nach einer umfassenden philosophischen Bildung wandte er sich im Alter von sechzehn Jahren dem Studium der Medizin zu, das er in Smyrna, Korinth und Alexandria fortführte. Um 158 kehrte er nach Pergamon zurück und praktizierte dort als Gladiatorenarzt. Im Jahr 162 siedelte er nach Rom über, wo er Patienten aus den höchsten Kreisen behandelte und öffentlich anatomische Sektionen durchführte. Während der so genannten Pest des Antonius 166 kehrte er vorübergehend nach Pergamon zurück und reiste durch Syrien und Phönizien. Auf kaiserliches Geheiß nach Rom zurückgekehrt, wirkte er als Leibarzt für Marc Aurel (161 – 180) und dessen Sohn Commodus (180 – 193). Vermutlich blieb Galen bis zu seinem nicht präzise datierbaren Tod zwischen 199 und 216 in Rom. Der genaue Umfang seines großen schriftstellerischen Werkes ist unbekannt, doch sind – einschließlich der identifizierten pseudogalenischen – mehr als 330 Schriften unter seinem Namen überliefert.

Er ergänzte die Viererschemata von Elementen, Säften und Qualitäten um die der vier Kardinalorgane, Lebensalter sowie Tages- und Jahreszeiten, die er untereinander in Beziehung setzte. Zugleich resultierten aus diesem hippokratisch-galenischen Denkmodell die vier Temperamente, die durch die jeweilige Zusammensetzung der Körpersäfte bestimmt werden. Beim so genannten Sanguiniker überwiegt das Blut (lat. sanguis ), beim Phlegmatiker der Schleim (griech. phlégma ), beim Choleriker die Galle (griech. chlolḕ ). Auf dieser theoretischen Grundlage erwuchs ein umfassendes Erklärungsmodell von Gesundheit und Krankheit. Krankheit wurde demzufolge durch ein Ungleichgewicht der Körpersäfte verursacht. Gesundheit bedeutete einen Gleichgewichtszustand. Die Deutung einer Erkrankung und ihre Behandlung leiteten sich aus diesem System ab. Das jeweilige Temperament prädestinierte seinen Träger in besonderer Weise für eine Anfälligkeit gegenüber Krankheiten, die der vorherrschende Saft bedingte. Die Lepra beispielsweise wurde nach zeitgenössischer Auffassung durch ein Übermaß an schwarzer Galle verursacht. Die Natur der Krankheit galt in Anknüpfung an diesen Körpersaft als trocken und kalt. Erkrankten wurde entsprechend Übellaunigkeit und sogar Hinterhältigkeit nachgesagt. In dieser Zuschreibung spiegelt sich der schwermütige Melancholiker wider, der durch seine seelische Konstitution mehr als andere gefährdet war, an der Lepra zu erkranken.

Galens „Haus der Heilkunde“

Die Heilkunst wird nach galenischer Auffassung allein durch eine Theorie der Medizin zur Wissenschaft. Alle anderen Wissenschaften, vor allem Logik, Ethik und Physik, dienen der Medizin. Das sogenannte „Haus der Heilkunde“ hat drei Pfeiler: Physiologie, Phatologie & und Therapie. Die Therapie wiederum teilt sich in Diätetik, Pharmazeutik und Chirurgie. Obwohl nach der Lehre Galens nur eine einzige Wissenschaft vom menschlichen Körper existiert, besteht diese doch aus zwei Bereichen – der Gesundheitspflege (Hygiene) und der Heilkunde (Medizin). Nach dieser Ordnung muss der Arzt zuvorderst auf die Erhaltung der Gesundheit bedacht sein. Die Behandlung der Krankheiten ist der Gesunderhaltung nachgeordnet.

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Physiologie und Pathologie

Die Physiologie ist die Lehre und Wissenschaft von den natürlichen Lebensvorgängen ( res naturales ), insbesondere im Hinblick auf die Funktionen des Organismus. Der Physiologie gegenüber steht die Pathologie, die Lehre von den krankhaften Veränderungen im Organismus ( res contra naturam ). Sie befasst sich – in der Gegenwart als ein medizinisches Teilgebiet – vor allem mit den Ursachen (Ätiologie), mit der Entstehung und Entwicklung von Krankheiten sowie mit deren Beschreibung (Nosologie). Die bis ins 17. Jahrhundert hinein gültigen Theoriemodelle galenischer Physiologie und Pathologie unterscheiden sich erheblich von den Erkenntnissen der Gegenwartsmedizin. So war den mittelalterlichen Medizinern der Blutkreislauf noch unbekannt. Vielmehr stützten sie sich auf Galens Auffassung, wonach das Blut einem geschlossenen System von Wechselbewegungen gleich den Gezeiten des Meeres unterliegt.

b) Griechisch-römische Medizinalschriften des ersten nachchristlichen Jahrhunderts als Grundelemente mittelalterlicher Gesundheitspflege und Heilkunde

Plinius

Neben den Schriften des hippokratischen Corpus und Galens bildeten die heilkundlichen Abschnitte der groß angelegten Naturkunde des römischen Offiziers Caius Plinius Secundus, besser bekannt unter dem Namen Plinius der Ältere, sowie die umfangreiche Schrift über die Heilmittel des etwa zeitgleich wirkenden Militärarztes Pedanios Dioskurideseinen wesentlichen theoretischen Baustein der mittelalterlichen Gesundheitspflege, Heil- und Arzneimittelkunde.

Um 23 / 24 n. Chr. als Sohn einer vermögenden, ritterständischen Familie im norditalienischen Novum Comum (Como) geboren, trat Plinius im Alter von 23 Jahren seinen Offiziersdienst in Germanien an. Nach dessen Ende im Jahre 52 zog er sich zunächst von der militärischen Laufbahn zurück, um diese 67 erneut aufzunehmen. Bis zu seinem Tod während der Evakuierung der durch den Ausbruch des Vesuv am 24. August 79 bedrohten Städte, führten ihn militärische Missionen nach Judäa, Syrien, Ägypten, Afrika, Gallien und Spanien. Daneben tat sich Plinius durch eine rege schriftstellerische Tätigkeit hervor. Zu seinen Werken zählen ebenso Abhandlungen über Kavallerietaktik und Kriegführung wie über Rhetorik und Grammatik. Die Schrift jedoch, die die größte Bedeutung und Verbreitung erlangte, war die so genannte Historia Naturalis , seine groß angelegte Naturgeschichte. Mehr als die Hälfte des 37 Bücher umfassenden Werkes widmete der Autor Beschreibungen von Heilmitteln aus dem Pflanzen- und Tierreich sowie deren Wirkung. Dabei griff er ebenso auf volksmedizinische wie magische Vorstellungen und – mit einiger Kritik versehen – die klassischen Theorien der griechischen Heilkunde zurück. Während des 4. Jahrhunderts entstand aus einem überarbeiteten Auszug der Schrift die so genannte Medicina Plinii , die in ihren drei Büchern Krankheiten und deren Behandlungen vom Kopfschmerz über die Gicht bis hin zu Fieber und Hautkrankheiten beschrieb. Im Laufe des 6. Jahrhunderts erfuhr diese offenbar zunächst bei Laien zur Selbstmedikation verwendete Schrift entscheidende Erweiterungen durch Einarbeitungen aus anderen medizinischen Werken, so etwa des um 605 in Rom gestorbenen byzantinischen Arztes Alexandros von Tralleis in einer gekürzten lateinischen Übersetzung und des als Autor einer Rezeptsammlung aus dem 1. Jahrhundert bekannten Scribonius Largus. Von nun an fand sie unter dem Namen Physica Plinii – irrtümlich auch als Plinius Valerianus – Verbreitung.

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Pedanios Dioskurides, der aus dem kilikischen Anarzabos stammte, wirkte um die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts als Militärarzt unter den Kaisern Claudius und Nero. Sein in griechischer Sprache entstandenes und in der lateinischen Übersetzung De materia medica betiteltes Hauptwerk nennt mehr als 1000 Arzneimittel pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs. Von Galen als richtungsweisende Grundlage anerkannt, fand die große Arzneimittelkunde des Dioskurides über rund 1600 Jahre in zahlreichen Übersetzungen, insbesondere ins Lateinische, Arabische, Hebräische und Syrische, sowie in verschiedenen Bearbeitungen und Paraphrasen Verbreitung. Erst die von dem schwedischen Botaniker und Mediziner Carl von Linné (1707 – 1778) aufgestellte botanische Nomenklatur verdrängte die klassische Arzneimittellehre des Dioskurides.

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