Ulrich Paul Wenzel - Am Ende Der Dämmerung

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Am Ende Der Dämmerung: краткое содержание, описание и аннотация

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Frankreich im Dezember 1943: Die Hinweise auf eine bevorstehende Landung der Alliierten an der französischen Kanalküste verdichten sich und führen zu immer nervöseren Reaktionen des deutschen Besatzungsregimes. Neben der Forcierung der Arbeiten am sogenannten Atlantikwall gehen die deutsche Auslandsabwehr und die Sicherheitspolizei zunehmend brutaler gegen Widerstandskämpfer vor.
Nach dem Tod ihres französischen Freundes Daniel in den Folterkellern der Gestapo, schließt sich die nach Frankreich emigrierte junge Deutsche Charlotte Karney in Paris einer Resistance-Zelle an, um dessen Kampf gegen ihre Landsleute fortzuführen.
Die attraktive Frau wird als Gesellschaftsdame in einen Kreis hochrangiger deutscher Besatzer und französischer Kollaborateure eingeschleust, um ihnen bei Champagner und Gänseleberpastete Informationen zu entlocken, die dem britischen Geheimdienst zur Verfügung gestellt werden können.
Als sie an einem dieser Gesellschaftsabende von einem deutschen Offizier der Wehrmacht angesprochen wird, nimmt ihr Job ganz neue Dimensionen an und stellt sie vor unerwartete Herausforderungen. Sie ahnt nicht, dass sie von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird.

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Avenue Gambetta

Mittags

Florence war erst spät zurückgekehrt. Sie hatten daraufhin kurzfristig beschlossen, den Kartoffelauflauf am nächsten Tag zuzubereiten. Nach dem späten Frühstück hatten sie sich ans Kochen gemacht. Nicht zum ersten Mal bestaunte Chantal Florences Kochkünste. Obwohl es kaum Zutaten zu kaufen gab, hatte sie einen schmackhaften Auflauf auf den Tisch gezaubert. Während des Essens diskutierten sie über die aktuelle politische Situation in Frankreich, die sich gerade im Umbruch zu befinden schien. Der Plan einer Invasion der Alliierten war seit einer Woche das alles beherrschende Gesprächsthema hinter den Fenstern tausender französischer Wohnungen. Selbst im öffentlichen Leben waren die Veränderungen zu spüren. Die deutschen Besatzer waren nicht mehr annähernd so zuvorkommend und höflich, wie in den ersten beiden Jahren nach dem Einmarsch. Wahrscheinlich realisierten auch sie, dass sich auf alliierter Seite bald wieder etwas tun würde.

»Dein Auflauf hat wunderbar geschmeckt, Florence«, lobte Chantal, während sie sich vorsichtig mit der Serviette den Mund abtupfte. »Ich platze gleich. Nächste Woche werde ich nichts mehr essen können.«

»Oh danke, meine Liebe. Das freut mich.«

»Ich bin wirklich gespannt, was Maurice und die anderen zu den Dokumenten sagen«, sagte Chantal während sie das Geschirr abräumte, um es in die Küche zu tragen.

»Ich denke, sie werden ebenso angetan sein wie ich gestern Abend. Wenn wir diese Dokumente den Alliierten übergeben könnten, wäre das aus meiner Sicht ein Riesending. Vor allem würde es auch zeigen, wie wichtig die Beiträge der Résistance in dieser Zeit sind. Die Sabotageakte, wie der vor zwei Tagen auf den Militärzug bei Rouen, vor allem aber auch die Kleinarbeit im Untergrund, das funktionierende Netzwerk, die Kurierfahrten, von denen auch du ja schon einige hinter dir hast, die Herstellung von Handzetteln, ich brauch das nicht alles aufzählen. Darauf bin ich richtig stolz, weißt du das.«

Chantal nickte zustimmend, dann ging sie mit dem Geschirr in die Küche. Florence stand auf und folgte ihr mit den Gläsern.

»Vor allem bin ich auch stolz auf dich, Schätzchen.«

Chantal ließ wortlos Wasser in das Spülbecken.

»Du sagst gar nichts, meine Liebe.« Florence und trat hinter ihre junge Freundin. »Worüber denkst du nach?«

Sie begann mit beiden Händen Nacken sanft zu massieren. Chantal schloss die Augen und ließ den Kopf kreisen.

»Du hast goldene Hände, Florence, ich könnte dahinschmelzen. Das kannst du genauso gut wie Kochen.«

»Worüber denkst du nach?« wiederholte Florence ihre Frage. »Komm, sag es mir.«

Chantal zögerte, bevor sie antwortete. »Über mich und meine Rolle.«

»Was meinst du damit?«

»Eigentlich ist es doch absurd, Florence. Ich arbeite hier in Frankreich gegen meine Landsleute, gegen die unerträglichen politischen Verhältnisse, derentwegen ich Deutschland verlassen habe.«

»Du glaubst, du hättest das schon in Deutschland machen sollen?«

»Nein, in Deutschland gab es zu meiner Zeit keine Chance auf einen organisierten Widerstand, von ein paar kleinen Ansätzen abgesehen. Das Volk war berauscht von den außenpolitischen Erfolgen Hitlers und dem wirtschaftlichen Aufschwung. Kaum jemand fragte sich, wohin das führen würde, außer Sozialdemokraten oder Kommunisten, aber die zerfleischten sich obendrein noch gegenseitig oder wurden von den braunen Bastarden aus dem Spiel genommen, indem man sie in Konzentrationslager steckte.« »Was bewegt dich dann, Chantal?«

Florence nahm sich ein Handtuch um das Geschirr abzutrocknen. Chantal drehte sich um, einen nassen Teller in der Hand.

»Ich habe mich lange Zeit gefragt, ob es richtig ist, gegen die eigenen Landsleute zu arbeiten. Es sind ja nicht nur SS-Schergen und Gestapo-Beamte, sondern auch einfache Wehrmachtsangehörige. Viele von ihnen sind gezwungenermaßen hier oder an der Ostfront.«

Chantal schwiege einige Sekunden lang und fuhr dann fort. »Als wir beide uns kennenlernten, Florence, damals auf dem Sommerfest, du erinnerst dich, hätte ich es wahrscheinlich noch nicht gekonnt, obwohl der Einmarsch in Paris für mich ein ebenso großer Schock war, wie für euch Franzosen.« »Und jetzt, Chantal, kannst du jetzt gegen sie arbeiten?«

»Ja, jetzt kann ich es. Jetzt muss ich es! Du weißt es, Florence. Es war auch nicht erst der Tod von Daniel, der meinen inneren Widerstand gebrochen hat. Ich hatte schon für Daniel ein wenig gearbeitet und führe seinen Kampf jetzt umso entschlossener fort.« Chantal widmete sich wieder dem Abwasch. »Ich habe mich lange geschämt, eine Deutsche zu sein. Was hat unser Land an Kulturschaffenden und Wissenschaftlern hervorgebracht. Goethe, Einstein, Marx, Beethoven. Ein ehemals kultiviertes Land, das jetzt schon zehn Jahre lang von menschenverachtenden Gangstern regiert wird, die sich ganz Europa einverleiben wollen. Ich kann das nicht ertragen, Florence. Unmöglich! Seit dem Einmarsch habe ich damit begonnen, meine deutsche Identität abzustreifen und loszuwerden. Das war nicht einfach und wird wahrscheinlich auch kaum komplett möglich sein. Es hat bis jetzt gedauert, aber ich fühle mich derzeit kaum noch als Deutsche. Die Deutschen sind auch für mich nur noch die Boches.«

Florence legte Chantal ihre Hand auf die Schulter. »Du hast in vielen Dingen recht, aber denke auch an die unzähligen Kollaborateure und Profiteure hier in Frankreich, die das grausame Spiel der Boches mitspielen und deren grausame Herrschaft erst ermöglichen. Ohne die würde das alles gar nicht funktionieren. Und es sind nicht nur Petain und Laval. Mindestens jeder dritte Nachbar von uns kollaboriert mit den Boches. Oder sieh dir die Milice Francaise, die seit dem Sommer in der ehemaligen Vichy-Zone ihr Unwesen treibt und um ein Vielfaches brutaler agiert als die SS. Das sind Franzosen...nein, Chantal, auch wir haben einen großen Anteil an diesen Verhältnissen in unserem Land und ich fürchte, wenn die Deutschen abgezogen sind stehen uns noch schwierige Zeiten bevor. Dann wird nämlich abgerechnet.« Chantal nickte und trocknete sich die Hände ab. Zusammen gingen sie zurück in das Wohnzimmer.

»Ich habe deine Verhaltensänderungen bemerkt, Chantal«, sagte Florence, nachdem sie sich neben Chantal auf die Couch gesetzt hatte.

»Wirklich?«

Florence nickte. Sie rückte ganz nahe an Chantal heran, umfasste sanft ihren Kopf und zog ihn vorsichtig zu sich heran. Dann strich sie Chantal mit dem Daumen eine Träne von der Wange und küsste sie auf die Stirn.

»Weißt du, Chantal«, begann sie, nachdem sie einige Sekunden in Ruhe verharrt hatten, »in unserem Widerstand geht es nicht nur um einen Beitrag zur Befreiung Frankreichs. In erster Linie schon, aber es geht vor allem auch um ein Zeichen an Europa und die Welt. Die Botschaft, dass sich ein ganzes Volk niemals solchen Verbrechern unterwirft. Ich bin übrigens ganz zuversichtlich, dass der Krieg bald zu Ende ist.«

Es klingelte zweimal kurz an der Wohnungstür.

»Das ist sie«, sagte Florence und erhob sich und ging in den Flur. Die junge Kurierin von Maurice Durand trat ein und begrüßte die beiden Frauen knapp ohne ihren Namen zu sagen. Sie berichtete kurz, dass Durand zusammen mit zwei Experten des Special Operations Excecutive aus England Stadings Material geprüft hatte und sie ebenso wie Florence zu der Einschätzung gekommen waren, dass die Dokumente des Deutschen für die geplanten Landungsoperationen von enormer Bedeutung sein würden. Die Kurierin erläuterte darauf hin kurz den Plan des SOE, nach dem Stading zusammen mit einer Begleitung England nach ausgeflogen werden soll und dass sie dabei sind, alle notwendigen Vorbereitungen zu treffen.

»Eines ist jetzt wichtig«, betonte die Kurierin und schaute die beiden Frauen abwechselnd an. »Die Dèfence de la France benötigt Passfotos von beiden Personen. Maurice sagte, wir sollten vorsichtshalber einen Termin mit dem Fotografen machen. Um sieben in der Wohnung im 2. Arrondissement. Darüber hinaus will Maurice definitiv wissen, ob es bei der Begleitperson bleibt.«

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