Alexander Golfidis - Die JunkieFabrik

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Wie schon das Buch «Der Heroin Schuster», orientiert sich auch das Buch «Die JunkieFabrik» an der Lebensgeschichte des Autors.
Eigentlich nicht der klügste Einfall, zwei biografische Bücher über ein und dieselbe Drogenabhängigkeit zu schreiben. Trotzdem ließ den Autor eine Frage nicht los: Wie viel Mitschuld trägt unsere Gesellschaft am entstehen einer Drogenkarriere? Das Buch ist seine Antwort darauf. Um jedoch nichts frei erfinden zu müssen, ist es größtenteils biografisch.
Zum Inhalt: Das Buch soll dem Leser eine Art «Draufsicht» in das Leben eines Drogenabhängigen vermitteln. Wie bei einem Foto, das alle Dinge eines Geschehens festhält und nicht nur die Abschnitte zeigt, die von Medien gerne, in Hinblick auf Drogenabhängige, der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es befasst sich nicht mit richtig oder falsch – es will zeigen und soll helfen zu verstehen. Und für diejenigen die einen Weg suchen, soll es eine Hilfe sein.
Es wird kritisch die Rolle unserer konsumorientierten, aber sinnentleerten Leistungsgesellschaft hinterfragt, die Nikotin- und Alkoholkonsum nicht nur billigt, sondern auch zig Milliarden daran verdient – obwohl daran die meisten Menschen zugrunde gehen. Während gegen Konsumenten illegaler Drogen eine wahre Hetzjagd betrieben wird – ungeachtet der Tatsache, dass im Ranking internationaler Studien, Alkohol und Tabak unter den zehn schädlichsten Drogen zu finden sind.

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Sascha stand alleine da. Und so träumte er sich Rache, er wollte auch zu einer Gang gehören, zu einer Rockergang und dann sollten sie alle vor ihm zittern. So wie in seinen Träumen!

Am ersten Tag in der neuen Schule war Sascha von der gewaltträchtigen Atmosphäre so verängstigt, dass er sich in die Hosen machte. Am Schuleingang hatten zwei größere Schüler einen kleineren blutig geschlagen. Einer hatte den Jungen von hinten festgehalten, der andere hatte davor gestanden und wie beim Fußballspielen mit seinen Füßen auf ihn eingetreten.

Sascha hatte sich an ihnen vorbeigestohlen und war dann so angstvoll in seinem Klassenzimmer gesessen, dass er sich nicht zu fragen traute, ob er auf die Toilette dürfe. Eisern hatte er es verdrückt. Als der Mittagsgong ertönte, war er aus der Schule gestürmt und gerade, als er durch den Haupteingang kam, konnte er es nicht mehr halten. Ein nasser Fleck prangte pfannkuchengroß vorne mitten auf seiner Hose. Sascha hielt die Schultasche davor und rannte, als wäre der Teufel hinter ihm her, den ganzen weiten Weg bis nach Hause.

Den Tag darauf bot sich ihm ein ähnliches Bild. Er hörte lautes Geschrei, als er von dem Teerweg in den mit grauem Schiefer gepflasterten Vorhof zur Schule bog. Kaum war er um die Ecke, sah er in einem Halbkreis angeordnet etwa acht Mädchen, die um eine liegende Gestalt herumstanden.

Nachdem er noch ein paar Schritte näher heran war, sah er, dass es sich um einen schmächtigen Jungen handelte, der sich Zuflucht suchend am Boden wie ein Igel zusammengerollt hielt. Doch sein eigener Körper bot ihm wenig Schutz. Die Mädchen traten mit ihren Füßen nach ihm. Gemeine, fiese Stöckelschuhe hieben in seinen Leib. Die Anführerin, ein hässliches Mädchen mit einer wild abstehenden Frisur, vielen Pickeln im Gesicht und einem knallrot geschminkten Mund, zog ihn an den Haaren hoch und fuhr ihm mit ihren lila lackierten Fingernägeln quer über das Gesicht. Blut lief über seine Wange und tropfte auf die Pflastersteine. Dann kreischte sie ihm noch eine Drohung ins Ohr: »Nächstes Mal kommst du nicht so leicht davon!« Mit einem kräftigen Schubs stieß sie ihn wieder zu Boden. Noch einmal trat eine jede zu, endlich ließen sie von ihm ab. Der Schulgong war ertönt.

Zurück auf den Pflastersteinen blieb ein Junge, der zitterte und wimmerte wie ein zu Tode erschrockenes Tier. Es war ein Siebtklässler, Sascha sollte ihn später noch kennenlernen.

Diese Schule war die Hölle: Im Pausenhof und in der Vorhalle standen immer wieder solche Grüppchen zusammen, die auf Schwächere losgingen. Der Toilettengang zwischen den Schulstunden wurde zum Spießrutenlauf: Jedes Mal blieb offen, ob man wieder heil zurück ins Klassenzimmer fand, oder ob man in die Arme der Acht- oder Neuntklässler lief, die sich einen Spaß daraus machten, jüngere Mitschüler mit dem Kopf in die Toilettenschüssel zu tauchen. Gewalt, Schläge und Erpressung waren an der Tagesordnung.

Selbst die Lehrer hatten es nicht leicht: Lehrer wurden aus dem Fenster gehängt, geohrfeigt, oder, wenn ihnen so nicht beizukommen war, wurden auf dem Lehrerparkplatz ihre Autos beschädigt.

Doch mit der Zeit arrangierte sich Sascha mit der Situation. Er hatte sich mit Marcel angefreundet. Marcel war ein kräftiger, drahtiger Junge und drückte neben ihm die Schulbank.

Marcels ganzer Körper schien nur aus Muskeln zu bestehen – er war sogar so stark, dass er es gar nicht nötig hatte, sich gegen Schwächere zu wenden. Marcel konnte es mit jedem aufnehmen, denn obendrein hatte er auch Mut.

Eigentlich trumpfte Marcel überall dort, wo Sascha nichts zu bieten hatte. Im Sport war er immer unter den Ersten. Er hatte viele Freunde. Und er war sogar der Kopf einer Jungenbande.

In seinem Viertel hatte Sascha früher auch Freunde gehabt. Helmut, Robin und Karl wohnten alle in seiner Straße.

Sie waren gute Freunde gewesen, die täglich miteinander spielten. Im Winter, wenn tiefer Schnee in den Straßen und Gärten lag, zogen sie mit ihren Schlitten zu einem nahegelegenen Hügel und donnerten in halsbrecherischer Fahrt hinunter. Im Sommer fuhren sie mit ihren Rädern raus vor die Stadt zu einem Baggersee zum Baden. Manchmal hatten sie auf dem Weg zum See, an einer Brücke haltgemacht. Dort hatten sie am Geländer um die Wette gepisst. Sieger war, wer am weitesten kam. Karl hatte den stärksten Strahl, er lag immer um einen Meter in Führung.

… Und so etwas machten doch nur wirklich gute Freunde miteinander.

Doch seit Sascha in die neue Schule gewechselt war und nun zu seinen Freunden Marcel aus dem Hochhausviertel gehörte, hatten die Eltern von Helmut, Karl und Robin ihren Kindern verboten mit ihm zu spielen, sie hatten ihnen erzählt, Sascha sei jetzt ein »Rocker«.

Die Freundschaft zwischen Sascha und Marcel wurde schnell enger, innerhalb kürzester Zeit waren die beiden beste Freunde . Außerdem hatte Sascha etwas, womit von Marcels Freunden niemand aufwarten konnte. Er hatte ein eigenes Haus mit Garten.

Von nun an spielten die beiden oft auf der Wiese vor Saschas Haus – sie wetteiferten im Bogenschießen mit selbst geschnitzten Pfeil und Bogen, oder kletterten auf den Obstbäumen umher, die sich ebenfalls im Garten befanden. Und manchmal ging Sascha auch mit Marcel rüber ins andere Viertel. Nachdem dort alle mitbekommen hatten, dass Sascha nun Marcels neuer Freund war, war auch er dort willkommen. Sascha stand unter Marcels Obhut, wie unter einem unsichtbaren Schutzschild.

So kam es, dass sich nach und nach ein Wandel vollzog: Erst war Sascha noch brav zur Schule gegangen, hatte um acht im Bett gelegen und kannte die Krimis aus dem Abendprogramm nur vom Hörensagen, während die anderen Mitschüler und Freunde damit prahlten, dass sie länger aufbleiben durften und was sie alles für Serien gesehen hatten. Sonntags war er sogar des Öfteren in der Kirche gewesen und nur der Umstand, dass ihm regelmäßig vom Weihrauch schlecht wurde, hatte ihn von dieser Pflicht befreit.

Doch nun vollzog sich zeitgleich mit dem Eintreten der Pubertät eine Änderung, die sich bald über alle Bereiche seines Lebens ausweitete.

In Saschas näherem Umfeld gab es keine erwachsenen Vorbilder, an denen er sich orientieren wollte: Da war ein entfernter Onkel, der sich selbst für den Größten hielt, alles besser wusste und darüber hinaus ständig über andere am schimpfen war. Er trug Tag für Tag denselben blauen Arbeitskittel, in dem ordentlich in der Brusttasche ein Phasenprüfer und ein kleiner Meterstab steckte. Im Ganzen hatte der Onkel keine einzige Eigenschaft, die Sascha als toll oder nachahmenswert empfunden hätte. Dann gab es noch den Vater eines Freundes, der ständig besoffen auf der Couch vor dem Fernsehapparat saß. Ein weiterer Onkel, ein Lustgreis mit Hitlerbärtchen und streng gezogenem Scheitel, der fortwährend versuchte die kleinen pfirsichgroßen Brüste von Saschas pubertierenden Schwestern zu berühren, taugte ebenfalls nicht als Vorbild.

»Hier hast du nen Zehner«, sagte der Onkel übermäßig laut und reichte Sascha einen Geldschein, während die Schwestern mit nach unten zeigenden Mundwinkeln zu Sascha starrten.

»Deine Schwestern kriegen nichts, die waren nicht nett zu mir«, betonte der Onkel mit dem Hitlerbärtchen, damit sich Saschas Schwestern ärgern sollten. Sie hatten sich nicht von ihm betatschen lassen und gingen deshalb nun leer aus.

Von weiblichen Vorbildern hielt Sascha auch nichts – schließlich waren Frauen als Vorbilder für einen Jungen, mehr als untauglich.

Wenn sich Sascha mit seinen Fragen an die Erwachsenen wandte, »Warum muss man zur Schule gehen? Warum muss man arbeiten?«, hörte er jedes Mal die gleichen altgedienten Antworten. »Weil man es so macht! Weil sich das so gehört!«

Ihm kam es so vor, als würden sie nur das weiter geben, was sie selbst einmal gehört hatten. Doch weil sich die Erwachsenen über ihre Arbeit und über ihr Leben ständig beschwerten und dennoch immer wieder das Gleiche taten, zweifelte Sascha daran, dass dies der richtige Weg sei.

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