Alexander Golfidis - Der Heroin Schuster

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Pressestimmen
Ein Münchner Ex-Junkie zeigt in seiner Autobiografie die Mechanismen der Sucht auf. Wie mit einem Brennglas konfrontiert er professionelle mit den Grundmustern der Sucht: «die Suche nach einem guten Zustand, die Gier und die Gewohnheit».
(Süddeutsche Zeitung)
Sich süchtig lesen – ganz ohne Nebenwirkungen.
"Ich musste nur aufpassen, dass es nicht zuviel wurde"
Es wurde zuviel. Der Lebensturm, den «Der Heroin Schuster» beschreibt, lässt den Leser nicht müde werden bis zur letzten Seite, fesselt mit der mal beiläufigen, mal plaudernden, stets direkten Erzählweise des Autors …
(Miesbacher Merkur)

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Wir schrieben das Jahr 1978.

Arbeit gab es wie Sand am Meer und genau so viele Möglichkeiten nicht zu arbeiten auch. Die meisten Jobs, die angeboten wurden, waren so richtige Buckel-Jobs auf Baustellen, wo man sich mit Schubkarren und Steine schleppen abmühen musste. Damals genoss der Arbeitnehmer noch einen Kündigungsschutz vom ersten Tag des Arbeitsverhältnisses an, mit inbegriffen schon die erste Sekunde auf dem Weg zur Arbeit.

Dies war der ideale Faktor für unser Löffelprogramm, und Frau Dr. M. kam auch wieder zum Einsatz. Es ging ganz einfach: Ich bewarb mich, unterschrieb den Arbeitsvertrag und danach fuhr ich zum Doktor. Das hieß im Klartext: Kohle für mindestes zwei Monate pro Job. Der Aufwand war gering, man musste lediglich alle zwei Wochen zum Arzt und sich mit einer neuen Krankschreibung versorgen. Wer wollte, konnte ja den ganzen Tag Kies schaufeln, aber ich hatte mein eigenes Arbeitslosenprogramm.

Mir wurde die Welt der Erwachsenen immer unverständlicher. Sie gingen schuften und träumten vom richtigen Leben, während ihre Chefs immer reicher wurden. Nur weil sie zu feige waren und sich nichts zutrauten, konnten sie im Leben nicht glücklich werden. Ich traute mich und stellte fest, dass man ganz legal Geld verdienen konnte, ohne zu arbeiten.

Die erste Firma empfahl mir Martin. Wir sollten dort Kohle schaufeln, die Bezahlung war gar nicht schlecht. Geschaufelt habe ich nie, aber kassiert. Ich fuhr hin, unterschrieb den Arbeitsvertrag und fuhr dann gleich weiter zum Doktor. Offiziell war ich im Bus auf dem Weg zur Arbeit gestolpert und hatte mir dabei eine Prellung an der linken Hand zugezogen. Beim Krankmelden waren nur die Anrufe in der Firma etwas leidig, insbesondere wenn man mit dem Chef verbunden wurde – der Arme!

Doch einen Haken gab es ja überall und dieser war noch zu verkraften.

Das neue Leben gefiel mir gut. Das Einzige, was noch stresste, waren die Arztbesuche, aber notfalls schrieb uns Frau Dr. M. auch rückwirkend krank. Mittlerweile hatten die meisten meiner Freunde ihre Lehrstelle wieder hingeschmissen. So im Ganzen wussten wir nicht viel mit uns anzufangen. Außer Alkoholtrinken und irgendeinen Blödsinn zu veranstalten, fiel uns in der Regel nichts ein. So kam auch die folgende Geschichte zustande:

Wir zogen wieder einmal von einer Kneipe zur nächsten, und als wir gerade die letzte Kneipe verließen, waren wir alle – sieben Jungs und ein Mädchen – schon ziemlich betrunken. Wir fühlten uns stark, mächtig stark, und zogen randalierend durchs Viertel. Dabei hängten wir uns an ein Verkehrsschild, verbogen es und demolierten noch ein paar Sachen wie Zigarettenautomaten, Autos, Vorgartenpflanzen und so weiter, als uns ein Mann mit einem kleinen Hund auffiel, der uns in geringem Abstand folgte. Es war einer von diesen Hausmeistertypen, die ähnlich gestrickt waren wie die Bullen. Wenn man bei der Polizei nicht genommen wurde, konnte man es noch immer als Hausmeister versuchen. Hausmeister war ein reiner Überwachungsberuf: Hier nicht gehen, da nicht parken und dort nicht spielen. Der Wichtigmacherjob schlechthin. Und genau so ein Typ hatte sich an unsere Fersen geheftet. Hausmeister waren nicht sehr klug, unser Verfolger auch nicht. Als wir um die nächste Straßenecke bogen, lauerten wir ihm auf. Dann ging alles sehr schnell: Pit hatte die Führung übernommen und drosch ein paar Mal mit seinen Cowboystiefeln zu, danach schlug jeder von uns rein. Ich trat etwas verhalten zu, erstens lag der Typ schon am Boden und dann war ich nicht so der Schläger. Außerdem war ich viel zu aufgeregt. Pit drosch rein, als wenn es um irgendetwas gehen würde. Endlich wollten wir weiterziehen, und als wir dann schon ein paar Meter entfernt waren, stand der Typ wieder auf, rüttelte an einem Zaun, zog eine Latte heraus und schleuderte sie in unsere Richtung. Das Ding zischte knapp an Michis Freundin vorbei. Wir machten kehrt, allen voran Pit. Er sprintete auf den Typen zu, riss ihn zu Boden, packte ihn an den Haaren und schoss ihm mit einer Neun-Millimeter-Gaspistole aus nächster Nähe ins Gesicht. Es krachte zweimal – dann liefen wir, ohne anzuhalten durchs ganze Hochhausviertel bis zu mir. Mein Zimmer lag im Keller, dort verbarrikadierten wir uns erst einmal.

Ich bekam fast keine Luft mehr, so schnell waren wir gerannt. Die Situation war einfach eskaliert. Alle waren ziemlich aufgeregt und quatschten wild durcheinander. Die Tat hatte uns geschockt und fasziniert zugleich. Nun waren wir die Wildesten! Diese Geschichte würde sich in Neuaubing rumsprechen und wir würden der anderen Gang den Rang ablaufen.

Als sich die Aufregung wieder etwas gelegt hatte, meinte Marcel: »Gehen wir ins Reischer, was trinken.« Kaum hatte er es ausgesprochen, bekam ich sofort ein flaues Gefühl im Magen, als ob ich einen schweren Stein verschluckt hätte, und wandte ein: »Bleiben wir noch da, hier sind wir sicher.« Die Anderen wollten losziehen, ein Bier trinken gehen. Trotz meiner vorherigen Einwände ging ich mit.

Das Café Reischer war die Alkkneipe schlechthin, wer hier verkehrte, konnte einiges an Alkohol vertragen und wir waren fast täglich dort zu finden.

Gleich, als wir angekommen waren, erschien es uns schon etwas seltsam. Die Bedienung hatte gar nicht die Absicht, unsere bestellten Getränke zu bringen und bis wir merkten, wie der Hase läuft (die Bedienung hatte sich mit der Polizei kurzgeschlossen), war es zu spät.

Jetzt hatte auch Marcel bemerkt, dass hier etwas nicht stimmte. Wir waren gerade im Begriff, den Laden wieder zu verlassen und schon durch die Tür, als draußen ein paar Polizeiwagen und ein grünweißer Bus mit Blaulicht vorfuhren. Marcel wollte noch davonlaufen, aber irgendwie schienen seine Beine wie gelähmt, und die Cops hatten ihn gleich eingeholt. Dann hieß es Arme hoch und ans Polizeiauto lehnen. Sie durchsuchten uns nach Waffen. Als Pit dran kam, fanden sie den Revolver. Im Nu bekamen wir alle Handschellen angelegt und wurden ins Polizeiauto verfrachtet.

Mist, jetzt war es schiefgelaufen!

Zuerst fuhren sie mit uns ins Krankenhaus zur Gegenüberstellung.

Das Hausmeisteropfer wurde im Rollstuhl vorgefahren, sein Gesicht war schwarz gesprenkelt, jedoch verriet der Gesichtsausdruck Freude über die Wendung der Geschichte. Immer wenn er uns ansah, flog ein hämisches Grinsen über sein Gesicht, und wenn er dann wieder zu den Bullen rübersah, fuhr er seine Mitleidstour. Am liebsten wäre er wohl am Boden entlang gekrochen, damit jeder sehen konnte, wie schlimm es ihm ergangen war. Leid tat er mir nicht. Was musste er sich auch so wichtig machen und uns nachschleichen?

Wie er mich wiedererkennen konnte, war mir schleierhaft, denn ich hatte doch nur zweimal zugetreten und wir waren zu acht gewesen.

Als nächstes wurde ich dann ins Polizeirevier Nummer einunddreißig gefahren. Aufs Verhören waren sie diesmal gar nicht so scharf, schließlich hatten sie ja schon genügend Beweismaterial gegen mich in der Hand. So wurde ich nur einer kurzen Befragung unterzogen und dann in eine Zelle gesteckt.

Eigentlich war das ja alles zum Heulen: Ich war fünfzehn Jahre alt und saß nun in dieser blöden Zelle vom Einunddreißiger-Revier. Aber ans Heulen dachte ich nicht im Entferntesten. Die Umgebung wirkte wie ein Film auf mich und tausend Gedanken flogen durch meinen Kopf.

Was war mit den Anderen? Wieso war ich Arsch nicht zu Hause geblieben? Im nächsten Moment ging schon die Türe auf und ich bekam die Handschellen wieder angelegt. Der Bulle forderte mich auf mitzukommen. Diesmal ging es durch die Hoftüre ins Freie. Im Innenhof wartete schon ein Kollege im Auto.

Ich musste mich nach hinten setzen, die Hände mit den Handschellen auf dem Rücken fixiert. Auf meine Frage, wohin es gehe, bekam ich die knappe Antwort: »In die Ettstraße.«

Das ging mir eindeutig zu weit. In die Ettstraße (Münchens größtem Polizeirevier) wurden weitaus größere Kaliber als ich gefahren. Was sollte ich da zu suchen haben? Schließlich hatte ich den Typen ja nicht niedergeschossen. Lauthals machte ich meiner Wut Luft – um richtige Verbrecher zu fangen, wären sie viel zu blöde, aber kleine, fünfzehnjährige Jungen einsperren, das könnten sie schon! Darüber regte sich der Fahrer-Cop so auf, dass er mir androhte: »Wenn’st jetzt nicht still bist, fahren wir mit dir in den Wald.« Was das zu bedeuten hatte, konnte ich mir vorstellen, und für ein paar Minuten gab ich Ruhe. Still und heimlich fädelte ich meine Füße durch die gefesselten Hände. In mir regte sich der Widerstand, so leicht ließ ich mich nicht einschüchtern.

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