Alexander Golfidis - Der Heroin Schuster

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Pressestimmen
Ein Münchner Ex-Junkie zeigt in seiner Autobiografie die Mechanismen der Sucht auf. Wie mit einem Brennglas konfrontiert er professionelle mit den Grundmustern der Sucht: «die Suche nach einem guten Zustand, die Gier und die Gewohnheit».
(Süddeutsche Zeitung)
Sich süchtig lesen – ganz ohne Nebenwirkungen.
"Ich musste nur aufpassen, dass es nicht zuviel wurde"
Es wurde zuviel. Der Lebensturm, den «Der Heroin Schuster» beschreibt, lässt den Leser nicht müde werden bis zur letzten Seite, fesselt mit der mal beiläufigen, mal plaudernden, stets direkten Erzählweise des Autors …
(Miesbacher Merkur)

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Man musste nur seine Hand mit einer Zwiebel einreiben und dann mit einem Löffel immer wieder auf dieselbe Stelle klopfen, bis es anfing blau zu werden. Dann fuhren wir ins Krankenhaus. Dort wurde erst geröntgt, und dann bekam man einen Gips oder Verband. Dagegen war auch der Rektor machtlos. Manche übertrieben es und so kam unter anderem auch ein Hammer statt des Löffels zum Einsatz, welcher mit voller Wucht auf Martins Arm sauste. Martin schrie »Aua«, hüpfte etwas herum und grinste dabei.

Der, der den Hammer in der Hand hielt, war Ronaldo, eine Legende in Neuaubing. Er lief im Sommer meistens mit Clogs (Holzpantoffeln) durch die Gegend, welche er im Kampf seinen Gegnern um die Köpfe schlug. Ronaldo war etwa zwei Jahre älter als wir und wenn er nicht gerade vor der Polizei auf der Flucht war, hing er manchmal bei uns rum. Älter als sechzehn ist er nie geworden, er hat sich an Weihnachten im Gefängnis aufgehängt.

Im Fernsehen lief damals »Kung Fu« mit David Carradine. Davon war ich schwer beeindruckt. Ich wollte unbedingt diesen Kampfsport erlernen. Damit konnte ich’s ihnen allen zeigen! Mein Traum wäre natürlich Neuaubings unangefochtene Nummer »Eins« gewesen. Wir trainierten wöchentlich zweimal bei mir im Keller. Beim Training schlug ich meinem Freund Rainer vor, seine Hand an die Decke zu heben. Er dachte wohl, so hoch könne ich aus dem Stand mit den Füßen nicht schlagen und tat wie ihm geheißen. Ich sprang, schlug zu, kickte mit dem Fuß wie in »Kung Fu«, Rainer brüllte: »Argh!« Wir fuhren ins Krankenhaus – glatter Durchbruch des Mittelhandknochens. Das hatte ich auch nicht gewollt.

Für die nächste Zeit war ich jetzt der Kung-Fu-Held in Neuaubing und für Rainer erübrigte sich das Löffeln.

Rainer war das schwarze Schaf in unserer Gang. Sobald irgendwer verarscht, gehänselt oder drangsaliert wurde, war es Rainer. Und wir hatten ein paar wirklich aggressive Psychopaten in unserer Clique.

Da war Martin. Martin war supernett, außer wenn er betrunken war und das war er fast jeden Tag. Am meisten büßte das seine Freundin. Er schlug sie täglich mit Händen und Füßen, bis sie grün und blau war.

Ein Wunder, dass sie seine Gewaltattacken überstanden hat.

Martin war wirklich besonders. Auf der einen Seite wie ein großer Bruder, immer gutmütig und herzlich, aber auf der anderen Seite, in Verbindung mit Alkohol, konnte er total abdrehen und war nicht mehr wiederzuerkennen. Er war unberechenbar. Niemand hätte sich jemals mit ihm angelegt. Gegen einen »Psycho« konnte man nicht gewinnen. Martin war der Einzige, der stets unbesiegt blieb.

Einmal saßen Francesco, Martin und ich bei einer Freundin zusammen. Ihre Eltern waren gerade verreist und wir schlugen uns wieder einmal die Nacht um die Ohren. Alle waren schon etwas angetrunken und in meinem Übermut schlug ich Martin mit einer Cola-Flasche aufs Knie. Es war eher in der Art, wie man seinen großen Bruder schlägt, während man weiß, dass er großzügig sein wird und nicht zurückschlägt. Martin warnte mich: »Mach's nicht noch mal!« doch ich hörte nicht auf ihn und übersah den Ernst der Situation. Da sprang er auf und schlug mich vom Stuhl. Dann trat er mit den Füßen zu und traf mich am Kopf. Blut lief über mein Gesicht und tropfte den Teppich voll. Im Nu hatte sich eine kleine Pfütze gebildet. Dabei tickte er völlig aus und schrie mich an: »Hör auf zu bluten« und die Schläge trommelten auf mich ein. Ich hatte es aber nicht auf der Reihe, das Bluten aufzuhören. Während sich Martin an mir abreagierte, kniete ich auf dem Boden und hielt meinen Kopf schützend zwischen die Knie gesteckt. Als er endlich von mir abließ, blutete ich aus allen möglichen Wunden. Heulend ging ich nach Hause. Ich sah so schlimm aus, dass ich das Kellergitter an unserem Haus abhob und durchs Fenster einstieg. Niemand sollte mich so zu Gesicht bekommen.

In den nächsten Tagen überlegte ich mir genau, ob ich noch einmal zu meiner Clique gehen sollte, aber sie waren inzwischen zu meinen Freunden geworden und als sich Martin noch entschuldigte, war ich erleichtert. In Ordnung war es aber trotzdem nie wieder.

Dann gab es da noch Karlo.

Karlo wurde regelmäßig von seinem Vater misshandelt; oft war sein Körper mit blauen Flecken übersät. Je mehr Schläge er bekam, desto wilder und unberechenbarer wurde er. Karlos Aggressionen kamen kalt und hinterrücks. Vor ihm musste man sich am meisten in Acht nehmen. Beispielsweise hatten wir dieses »Licht aus – Licht an« Spielchen. Jedes Mal, wenn das Licht ausging, schlug Karlo voll zu und kaum war das Licht wieder an, war er es nicht gewesen.

Patrick, »Oberpsycho« unserer Gang, war etwa zwei Jahre älter als wir und das macht in diesem Alter zwischen dreizehn und sechzehn eine Menge aus.

Eigentlich war Patrick aus der anderen Gang in Neuaubing, aber die erwies ihm wohl zu wenig Respekt. So hatte ich ihn einmal in unserer Schule wimmernd am Kleiderhaken hängen sehen, während sich seine Kumpels dabei einen Ast lachten.

Für die großen Neuaubinger war Patrick ein Niemand, aber bei uns ließ er die Sau raus. Zu allem Überfluss wurde Patrick der beste Freund von Martin und somit war er für uns unantastbar.

Wie immer, wenn wir uns etwas ausdachten, traf es Rainer am schlimmsten. Patricks Mama war immens dick und sehr liebenswürdig, zu liebenswürdig! So kamen wir auf die Idee, Rainer mit Patricks Mama zu verkuppeln. Da wir alle von dem Vorschlag so begeistert waren, hatte auch Patrick nichts dagegen einzuwenden. Rainer wurde etwas betrunken gemacht und mit einem Stapel Pornoheftchen alleine in Patricks Zimmer zurückgelassen. Wir dachten, er bekäme etwas Lust und würde schon auf den richtigen Gedanken kommen. Die nette, ansehnliche, füllige Misses rekelte sich ein Zimmer weiter auf der Wohnzimmercouch. Rainer kam es bestimmt komisch vor, dass wir auf einmal alle gehen mussten. In Wirklichkeit standen wir dann vor dem Fenster – und wollten sehen, wie er mit der Dicken …

Blöderweise ließen die Jalousien keinen Blick ins Innere zu. Wir bekamen nichts mit, obwohl wir sogar unsere Ohren an die Rollläden pressten und lauschten. Nachdem wir uns die Beine in den Bauch gestanden hatten, war klar, dass die Sache für uns gelaufen war – und stören wollten wir die beiden jetzt auch nicht mehr. Vielleicht bahnte sich ja schon was an?

Wir zogen davon.

Fakt war, dass Rainer erst am nächsten Morgen nach Hause kam. Und die Neuaubinger Gerüchteküche lief auf Hochtouren.

In Wahrheit hatten zwar Rainer und Patricks Mam, die dem Alkohol auch nicht abgeneigt war, die ganze Nacht hochprozentigen Fusel getrunken, aber Gerüchte waren Gerüchte und in Neuaubing waren ständig irgendwelche unterwegs.

Einzig Patrick hatte es hinterher doch nicht gefallen.

Gegen ihn erhob keiner so leicht das Wort. Deshalb fügte sich wohl Rainer, als ihm Patrick im Keller einen Fahrradschlauch um den Hals legte und ihn damit so lange an den Abwasserrohren aufhängte, bis Rainer blau anlief.

Ich hasste Patrick, der bei den Gleichaltrigen ein Duckmäuschen abgab und bei uns den Tyrannen. Letztlich rettete mich nur meine Freundschaft zu Marcel vor Patricks Aggressionen, denn gegen ihn hätte er sich nie getraut anzutreten. Marcel, zäh und sehnig, war bis dato unbesiegt.

Damals verliefen die Tage sehr oft nach demselben Schema. Ich war kaum mehr in der Schule und wahrscheinlich waren die Lehrer ganz froh darüber, wenn ich nicht im Unterricht auftauchte. Ab der achten Klasse machte ich keine einzige Hausaufgabe mehr und meine Verweis-Sammlung war enorm, inklusive einiger Direktoratsverweise.

Die Lehrerin machte sogar Hausbesuche bei meinen Mitschülern – diese sollten lieber nicht mehr mit mir spielen – nun war ich auch noch offiziell schlechter Umgang. Das kam mir gerade recht – in Neuaubing liefen die Uhren anders: Verweise, Strafanzeigen, Gerichtsverhandlungen ergaben hier Pluspunkte.

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