Monique Dée - Stoffwechsel

Здесь есть возможность читать онлайн «Monique Dée - Stoffwechsel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Stoffwechsel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Stoffwechsel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die vier Freundinnen Carolin, Florence, Bernadette und Inga begleiten einander seit ihrer Studienzeit durchs Leben. Jetzt sind sie in der Mitte des Lebens angekommen und mit den Schwierigkeiten konfrontiert, die dieses Alter so mit sich bringt: Frau kriegt einen Bauch, wo vorher rein gar nichts war, schlittert unverhofft in eine Lebenskrise oder will endlich den Partner finden, der sich bisher noch nicht blicken ließ. Sie brauchen einander und sind füreinander da, fangen einander auf, wenn nötig und lachen mit- oder übereinander. Und so bewältigen sie ihre Herausforderungen: Inga findet ihren Vater, der sie als Kind verlassen hat. Bernadette überwindet ihre Ängste beim Auszug ihrer Kinder und gewinnt eine neue Perspektive. Florence findet sich selbst wieder und Carolin nach einer Erkundung der absurden Welt der blind dates endlich die Liebe.

Stoffwechsel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Stoffwechsel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ja, vielleicht neigen wir dazu, wenn es um unsere alten Eltern geht. Wir wollen die Dinge geregelt haben, wir sehen voraus, dass dieses oder jenes bald nicht mehr klappen wird, Auto fahren oder einkaufen, putzen, den Garten machen… Wir wissen dann genau, was man machen müsste, rechtzeitig, was das Beste wäre und welche Entscheidungen man endlich treffen müsste. Dann wäre unser eigenes Leben auch wieder schön geregelt…“

Florence seufzte ebenfalls.

„Es ist ja auch nicht einfach, dieser Gedanke, dass meine Eltern immer älter werden und so weit weg sind. Ich meine, im Alltag kann ich überhaupt nichts für sie tun. Das ist bei dir einfacher, Bernadette, aber ich kann nicht von Berlin nach Bordeaux fahren für einen Nachmittag.“

„Ich dachte immer, deine Eltern leben in Freiburg“, fragte Inga.

„Das taten sie auch, aber vor fünf Jahren sind sie zu meiner Schwester in die Nähe von Bordeaux gezogen. Meine Mutter kommt ja aus Südwestfrankreich und mein Schwager auch. Sie leben einfach lieber in Südfrankreich. Mein Vater war ja immer schon völlig Frankreich-verrückt.“

„Und dann hat er passenderweise deine Mutter geheiratet“, seufzte Carolin. „Warum gelingt es eigentlich jedem, das passende Gegenstück für sich zu finden, bloß mir nicht?“

„Na, wir können uns doch zumindest zusammen tun“, sagte Inga sarkastisch. „Das passende Gegenstück ist mir ja auch noch nicht über den Weg gelaufen, obwohl ich gegen jemanden aus Südfrankreich nichts einzuwenden hätte.“

„Vielleicht sollte ich meine Suche international ausdehnen“, überlegte Carolin. „Es ist doch eigentlich Blödsinn, sich nur auf das eigene Umfeld zu beschränken… Obwohl, ich lebe ja gerne im Rheinland…“

„Und dein Vater wäre todtraurig, wenn du wegziehen würdest.“

„Das wäre er. Und ich auch. Was sollte ich denn machen ohne meinen alten Papa? Wer würde mich denn wieder aufbauen, wenn mir schon wieder ein Typ abhaut?“

„Wir bestimmt nicht“, sagte Inga ironisch und fügte neidvoll hinzu: „Ihr versteht euch aber auch selten gut.“

„Ja, wenn ich mich so umgucke, scheint das der Fall zu sein.“ Carolin nickte bestätigend. „Wir können wirklich über alles reden. Einfach alles.“

Sie grinste in der Erinnerung.

„Außerdem ist es wirklich praktisch, wenn man so an die Notwendigkeiten der Versorgung im Alter denkt. Bei dir ist es doch auch so, Bernadette.“

„Ja, da bin ich auch heilfroh“, sagte Bernadette weniger einfühlsam als ichbezogen, zumindest, was Florence betraf. „Wie geht´s denn deinen Eltern, Florence? Wie alt sind sie inzwischen?“

„Dreiundachtzig. Es geht mehr schlecht als recht, aber verglichen mit anderen in demselben Alter immer noch ganz gut. Nur was das Autofahren angeht, mache ich immer drei Kreuze und bete um ein paar Schutzengel. Meine Mutter würde keinen Weg alleine finden, aber mit meinem Vater neben sich geht es so gerade. Er sagt alles an, jeden Radfahrer, jede Kreuzung… früher wäre sie in die Luft gegangen, aber inzwischen sieht sie wohl ein, dass sie ohne ihn überhaupt nicht klarkäme.“

„Wie wollen wir das eigentlich mal haben, wenn wir alt sind?“ fragte Carolin. „Ich meine, ihr beide habt ja eure Partner, aber Inga und ich? Ich bin dafür, wir machen dann eine Alten-WG auf.“

„Aber bitte in Hamburg“, sagte Inga trocken.

„In Düsseldorf ist es aber wärmer“, protestierte Carolin. „Und außerdem, wenn Bernadette und Jaime auch mit einziehen, sind wir schon vier.“

„Apropos wärmer“, sagte Inga. „Vielleicht sollten wir uns lieber gleich was im sonnigen Süden suchen. In Thailand oder Indien. Das kommt doch gerade in Mode, es ist billiger und das Wetter ist schön. Oder vielleicht lieber nicht ganz so weit weg, sagen wir mal, auf den Kanaren.“

„Immer auf einer Insel wohnen? Da kriege ich einen Koller“, lachte Florence. „Ich fahre demnächst nach Portugal, ich kann mich ja da mal umsehen.“

„Was machst du in Portugal?“ fragten die drei anderen wie aus einem Mund und lachten.

„Ich mache eine Dokumentation über Auswanderer in den Achtzigern. Da gab es doch diese Aussteigerwelle. Die Leute waren genervt von der Entfremdung und der Gier nach immer mehr materiellem Zeugs, haben ihre gut bezahlten Jobs hingeschmissen und sich im Süden eine neue Existenz aufgebaut. Die meisten fanden es ganz toll, Biolandwirtschaft zu betreiben oder sowas. Und viele sind auch gegangen, ohne vorher gut bezahlte Jobs zu haben und schlagen sich seitdem mehr schlecht als recht durch. Mich interessieren aber eher die anderen, die Pläne hatten. Was ist daraus geworden? Konnten sie ihre Träume verwirklichen? Was haben sie erreicht? Oder sind sie gescheitert? Wie sehen sie das Ganze nach zwanzig oder dreißig Jahren? Lauter solche Fragen.“

„Und wie gehst du da dran?“ fragte Carolin. „Ich meine, wie findest du die Leute? Du kannst doch nicht einfach hinfahren und drauflos suchen.“

„Nee, natürlich nicht. Ich habe eine Freundin in Nordportugal, die auch ausgewandert ist vor dreißig Jahren. Sie vermittelt mir ein paar Kontakte. Und wenn man erst mal einige hat, kennen die wiederum andere. Manchmal habe ich den Eindruck, die Auswanderer kennen sich alle untereinander.“

Florence lachte.

„Und wieso gerade Portugal? Es sind doch auch ganz viele in die Toskana gezogen oder nach Griechenland. Oder eben auf die Kanaren, da gibt es doch auch eine große deutsche Community. Und auf dem spanischen Festland. In den Orten, wo es mittlerweile auch Würstchen und Sauerkraut gibt.“

Inga sah ihre Freundin etwas spöttisch und gleichzeitig fragend an.

„Ja, das ist ein weites Feld“, nickte Florence. „Irgendwo muss man ja anfangen. Da lag es bei mir nahe mit Portugal wegen meiner Freundin Elke. Aber wenn ihr Leute kennt, die woanders hingegangen sind, dann immer her damit. Ich wollte mich auf jeden Fall aufs europäische Ausland konzentrieren. Es gab zwar damals auch ein paar, die den Kontinent gewechselt haben, aber das war vor den Zeiten des Internets doch eher die Ausnahme als die Regel.“

„Von wegen Ausnahme“, sagte Inga. „Mein Vater hat den Kontinent gewechselt. Und das gleich mehrmals.“

Florence nickte, ihr hatte Inga die Geschichte ja schon erzählt. Carolin und Bernadette schauten sie fragend an und so erzählte Inga sie ihnen noch einmal. Wie sie und ihre Schwester fast gleichzeitig auf den Gedanken kamen, ihn zu suchen, dann die Konfrontation mit ihrer Mutter und die Begegnung mit ihrer Großmutter. Inga erzählte trocken, lakonisch und humorvoll, und besonders über die Fahrt nach Heidelberg lachten alle schallend. Anschließend zog Carolin aber schaudernd die Schultern zusammen.

„Meine Güte. Du erzählst das jetzt alles so leichthin. Aber ist dir nicht auch völlig mulmig im Gedanken daran, nach so langer Zeit deinem leiblichen Vater wieder zu begegnen? Was wäre denn, wenn er wirklich so ein Ekeltyp ist wie seine Mutter?“

Inga antwortete nicht sofort. Carolin ging einen Moment in sich und dachte nach.

„Sorry, das war vielleicht zu direkt gefragt. Sag´ einfach gar nichts. Natürlich willst du deinen Vater nochmal sehen, bevor…“

Carolin brach ab, unzufrieden mit sich selbst.

„Tut mir leid, ich hab´s heute irgendwie nicht mit Takt und Einfühlsamkeit. Ich streiche meine Fragen. Wirklich sorry.“

„Ist schon in Ordnung“, sagte Inga. „Das sind ja Fragen, die wir uns auch stellen, Astrid und ich. Und bei meinem Vater wäre es nicht ganz so einfach wie bei meiner gruseligen Oma, sich eine Flasche Sekt zu bestellen und darüber zu lachen, glaube ich. Keine Ahnung. Das ist einfach ein Risiko, das wir auf uns nehmen müssen. Ganz umsonst kriegt man die Erkenntnis eben auch nicht. Wir werden es schon überleben. Wenn er blöd ist, dann wissen wir es danach wenigstens. Und brauchen uns keinen Vorwurf zu machen, wie hätten aus lauter Feigheit etwas versäumt.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Stoffwechsel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Stoffwechsel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Reiner Kotulla - monique
Reiner Kotulla
André Sternberg - STOFFWECHSEL
André Sternberg
Gerald Uhlig-Romero - Stoffwechsel
Gerald Uhlig-Romero
André Sternberg - Turbo-Stoffwechsel
André Sternberg
С. В. Каменский - Fleg Monique
С. В. Каменский
Monique Honegger - Schreiben und Reflektieren
Monique Honegger
Monique König - Calisthenics X Mobility
Monique König
Отзывы о книге «Stoffwechsel»

Обсуждение, отзывы о книге «Stoffwechsel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x