Monique Dée - Stoffwechsel

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Die vier Freundinnen Carolin, Florence, Bernadette und Inga begleiten einander seit ihrer Studienzeit durchs Leben. Jetzt sind sie in der Mitte des Lebens angekommen und mit den Schwierigkeiten konfrontiert, die dieses Alter so mit sich bringt: Frau kriegt einen Bauch, wo vorher rein gar nichts war, schlittert unverhofft in eine Lebenskrise oder will endlich den Partner finden, der sich bisher noch nicht blicken ließ. Sie brauchen einander und sind füreinander da, fangen einander auf, wenn nötig und lachen mit- oder übereinander. Und so bewältigen sie ihre Herausforderungen: Inga findet ihren Vater, der sie als Kind verlassen hat. Bernadette überwindet ihre Ängste beim Auszug ihrer Kinder und gewinnt eine neue Perspektive. Florence findet sich selbst wieder und Carolin nach einer Erkundung der absurden Welt der blind dates endlich die Liebe.

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Am nächsten Tag fuhren sie zurück zu Inga und googelten sofort das Telefonbuch, um nachzusehen, ob es in Heidelberg noch eine Margarete Öls gäbe. Gab es.

„Unglaublich.“

Inga war baff. Damit hatte sie im Grunde ihre Herzens überhaupt nicht gerechnet.

„Und jetzt?“

„Hinfahren oder zuerst anrufen?“ fragte Astrid zurück.

„Hinfahren“, sagte Inga spontan. „Wann hast du ein paar Tage Zeit?“

„In den Theaterferien. Die fangen Mitte Juli an dies Jahr.“

„Unsere Sommerferien sind schon Ende Juni. Aber das macht nichts, ich fahre erst in der zweiten Hälfte in Urlaub. Das müssten wir vorher gerade so hinkriegen.“

Inga kramte ihren Kalender heraus und sah nach den Daten.

„Klappt.“

Sie sahen sich an.

„Wir machen das tatsächlich“, sagte Astrid.

„Wir machen das tatsächlich.“

Sie umarmten sich, als wollten sie sich gegenseitig Mut machen. Inga nickte bekräftigend.

„Ich koch´ uns was zu essen.“

„Ich such´ uns ein Hotelzimmer. Wenn wir schon nach Heidelberg fahren, können wir ja wenigstens schön wohnen. Kannst du dich noch an die Heidelberger Zeit erinnern?“

„Nee, nicht wirklich. Nur an hügelige Wiesen. Und dass es aus alten Gassen bestand. Und an unseren Garten mit dem Walnussbaum. Daran hing eine Schaukel…“

Ingas Gedanken drifteten in die Vergangenheit.

„Der Garten war schön. Riesig. Geheimnisvoll. Da habe ich mit unserem Vater Fangen gespielt. Und Verstecken. Das fand ich damals sehr gruselig. Aber angenehm. Ich wusste ja, dass Vater mich schon finden würde.“

„Also hast du auch angenehme Erinnerungen an ihn.“

Astrids Stimme klang ein bisschen neidisch. Inga sah sie verwundert an.

„Muss ich wohl. Fällt mir aber auch jetzt erst ein, wenn ich´s mir richtig überlege.“

„Hast du noch mehr?“

Jetzt blickte Astrid geradezu hungrig.

„Was? Erinnerungen? Du meinst, schöne Erinnerungen?“

Inga versuchte sich zu sammeln. Sie begab sich gedanklich zurück in ihre früheste Kindheit.

„Ich erinnere mich an deine Geburt. Mama war ein paar Tage nicht da und dann hatte ich plötzlich ein Geschwisterchen.“

„Und wie fandest du das?“

„Ich war begeistert, was dachtest du denn? Du warst so ein dickes, gemütliches Kind, unglaublich niedlich, du hast immer gelacht. Ich habe dich in meinem kleinen Puppenwagen herumgeschoben, mit Papas Hilfe. So einem Weidenpuppenwagen. Warst du eigentlich viel zu groß für, aber er hat dich festgehalten.“

Vor Astrids innerem Auge tat sich das Bild eines liebevollen Vaters auf, der seiner älteren Tochter geholfen hatte, mit der jüngeren zu spielen. Solche Bilder ihrer Kindheit hatte sie bisher noch gar nicht gekannt.

„Was erinnerst du noch?“

Inga überlegte.

„Ostern. Da muss ich so ungefähr drei gewesen sein. Das Wetter war schön, ich durfte Kniestrümpfe anziehen und im Garten Ostereier suchen. Und anschließend machten wir einen Osterspaziergang zu einem Gartenlokal und aßen Eis. Das war etwas ganz Besonderes.“

„Haben sich unsere Eltern dabei vertragen?“

„Ja, schon. Bei sowas haben sie sich nicht gestritten. Das war eher zu Hause, wenn es darum ging, wer welche Hausarbeiten zu erledigen hatte. Dabei konnte Mama ganz fürchterlich herum keifen. Sie wollte natürlich immer, dass Papa alles machte, wo sie doch schon arbeitete. Und er war absolut kein Hausmann, würde ich aus heutiger Sicht sagen. Damals konnte ich das natürlich noch nicht einordnen.“

„Und hattest du dann das Gefühl…“

Astrid verstummte.

„Dass sie sich irgendwann trennen könnten? Nee. Da habe ich als kleines Kind überhaupt nicht dran gedacht. Ich kannte es ja gar nicht anders, als dass Papa der Fröhliche war und Mama den Streit anfing. Um das zu reflektieren, war ich zu klein.“

„Und dann…“

Astrid brachte es in diesem Moment nicht über sich, die schlichte Tatsache auszusprechen. Inga war da weniger zart besaitet.

„Und dann war Papa eines Tages weg. Das habe ich zuerst überhaupt nicht kapiert. Ich dachte natürlich, er kommt wieder. Mit der Frage habe ich dann Mama Tag und Nacht gelöchert. Sie wurde immer fuchsiger. Dann hat sie mich irgendwann fürchterlich angebrüllt. Da habe ich geheult wie ein Schlosshund und nie mehr gefragt.“

Die beiden saßen an Ingas Esstisch. Es wurde langsam dämmerig in der Küche. Inga wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Astrid suchte auf dem Tisch nach Streichhölzern. Sie wollte kein elektrisches Licht machen. Schließlich entdeckte sie die kleine Schachtel hinter einem Windlicht und zündete alle vorhandenen Kerzen an. Inga seufzte.

„Weißt du, die Frage, die Mama uns immer um die Ohren haut, die habe ich mir auch eine Million Mal gestellt. Wie konnte er uns bloß verlassen? Er hat uns doch offenbar geliebt.“

Inga liefen jetzt die Tränen über beide Wangen. Sie versuchte gar nicht erst, sich zusammenzureißen und sie zu unterdrücken. Astrid sah sie bedrückt an. Dann kam sie um den Tisch herum, setzte sich neben sie und legte ihr zärtlich einen Arm um die Schulter. So saßen die beiden Schwestern da, bis es stockdunkel draußen war und die Kerzen im Zimmer als helle Punkte leuchteten.

Astrid hatte das Heidelberger Zimmer für drei Nächte reserviert. Eines warmen Julimorgens fuhren sie von Hamburg aus los und schnurrten die A7 hinunter. Gegen fünf hatten sie die berühmte Brücke über den Neckar vor sich und folgten den Anweisungen der einschmeichelnden Navi-Stimme zu ihrem Hotel. Es war sorgfältig gewählt. Schließlich musste es gegebenenfalls zumindest einen kleinen Ausgleich dafür liefern, dass die Mutter ihres Vaters nicht da war, sie nicht sehen wollte, total blöd war, die Adresse ihres Vaters nicht herausrückte, ihr Vater vielleicht gar nicht mehr am Leben war… Das waren nur einige der Möglichkeiten, die ihnen beiden durch den Kopf gingen, als sie ihre Koffer vom Parkplatz im Innenhof zur Rezeption rollten. Deshalb bedurften sie einer ästhetisch aufbauenden Umgebung, einer geschmackvollen Einrichtung, eines schönen Blicks aus dem Zimmerfenster. Es war perfekt. Und das war noch wichtiger, als vorher bedacht, denn der Besuch bei ihrer Großmutter – das war sie schließlich, auch wenn sie sie beide nie so wahrgenommen hatten – erwies sich als noch schwieriger als geahnt.

Sie fanden die Straße und die Hausnummer, die im Telefonbuch angegeben war, auf Anhieb. Es war ein etwas verwahrlostes Haus am Rand der Altstadt, keine schöne Umgebung, nichts, was touristisch von Interesse gewesen wäre. Selbst dieses über die Maßen idyllische Heidelberg hat abgeranzte Ecken, stellte Inga in Gedanken fest. Auf der Straße standen die Mülltonnen herum, die nach der letzten Leerung noch niemand weggeräumt hatte. Kein Baum, nichts, was einen Blick lohnte. Aber dafür waren sie ja auch nicht hier. Inga wappnete sich innerlich, Astrid ebenso. Sie sahen sich gegenseitig an und nickten. Inga drückte auf die Klingel. Nichts passierte. Jetzt nahm Astrid ihren Mut zusammen und klingelte gleich zweimal. Sie sahen einen Schatten hinter der vergilbten Gardine, die sich leicht bewegte. Astrid, von sich selbst überrascht, drückte energisch ein drittes Mal auf den Klingelknopf.

„Hausieren verboten“, bellte eine schrille Stimme. „Für Zeugen Jehovas mache ich die Tür nicht auf.“

„Sind wir nicht“, sagte Inga mit ihrer lauten, tiefen Stimme. Sie war das dauernde Klingeln leid und klopfte. Das klang irgendwie persönlicher.

„Was wollen Sie?“ keifte die Stimme weiter. „Ich kauf´ nix und ich geb´ nix.“

„Wir sind…“ Inga brachte das Wort nicht über die Lippen.

„Also was jetzt? Sagens was Sie wollen oder gehen Sie wieder.“

Das kam womöglich noch schriller. Astrid sah Inga an. Die nickte noch einmal. Dann sagte Astrid mit ihrer Bühnenstimme:

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